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Risiken und Nebenwirkungen der Hormonspirale

Depressionen und Angststörungen durch Hormonspirale Mirena

Schon 2009 warnte das Ärzteblatt vor psychiatrischen Nebenwirkungen der Hormonspirale

wie Panikattacken, Angstgefühle, Schlafstörungen, Depressionen und Unruhe. Leider wird bis heute nicht genügend über die Nebenwirkungen aufgeklärt und im Beipackzettel der Hormonspirale aufgeführt. Nachfolgend sind die Ursachen der Langzeitnebenwirkungen und eine Liste aller Symptome und Beschwerden, die im Forum unter der Hormonspirale beobachtet wurden aufgelistet.


 Progesteronmangel und Östrogendominanz

Da das künstliche Hormon Levonorgestrel die Rezeptoren für Progesteron besetzt, bekommt der Körper das Signal, dass genügend Progesteron vorhanden sein und fährt die Produktion herunter. Dadurch sinkt der körpereigene Progesteronspiegel kontinuierlich und es kommt irgendwann unvermeidlich zum Progesteronmangel. Meist entsteht dadurch gleichzeitig eine Östrogendominanz. 90 % der Nebenwirkungen sind Progesteronmangel oder/und Östrogendominanzsymptome.


 Vitamin- und Mineralstoffmängel

Der Abbau des künstlichen Hormons verbraucht Vitamin B12 und Vitamin D. Hier können mit der Zeit gravierende Mängel mit allen dazugehörigen Symptomen entstehen. Durch den Progesteronmangel und der Östrogendominanz entsteht meist ein Kalium und Magnesiummangel. Andere B-Vitamine und z.B. Eisen oder Zink können auch in einen Mangel kommen.


 Unterleibsschmerzen durch wiedereinsetzende Eisprünge

Bei etwa der Hälfte der Frauen wird nicht nur das Progesteron, sondern auch das Östrogen gehemmt, wodurch Eisprünge weniger werden. Lässt die Wirkung des Hormons mit den Jahren nach, so kann es bei Wiedereinsetzen von Eisprüngen zu Eisprungschmerzen (Unterleibsschmerzen) kommen.


 Schilddrüsenprobleme und Hashimoto Thyreoiditis

Das künstliche Hormon der Hormonspirale bringt nicht nur die Geschlechtshormone aus dem Gleichgewicht, sondern auch die Schilddrüsenhormone. Viele Frauen berichten von Schilddrüsenproblemen durch die Hormonspirale. Oft ist es eine Unterfunktion, eine nicht geringe Anzahl von Frauen entwickelten auch unter der Hormonspirale die Schilddrüsen- Autoimmunerkrankung Hashimoto Thyreoiditis.Daher ist eine schon bestehende Schilddrüsenerkrankung eine Kontraindikation für die Hormonspirale.

Um festzustellen, ob eine Hashimoto-Erkrankung vorliegt, muss der TSH-Wert und die freien Werte f3 und f4 bestimmt werden. Liegt eine solche Erkrankung vor, müssen lebenslang Schilddrüsenhormone eingenommen werden. Die Einstellung gestaltet sich oftmals sehr schwierig. Viele Frauen berichten auch, dass sich unter Hormonspirale die Schilddrüse überhaupt nicht einstellen ließ.


 Erhöhte Aufnahme des künstlichen Hormons durch dünnere Gebärmutterschleimhaut

Eine der Wirkungen der Hormonspirale ist, dass der zyklische Aufbau der Gebärmutterschleimhaut mit der Zeit immer geringer wird, weswegen auch die Blutung abgeschwächt wird und oft ganz ausbleibt. Mit dünnerer Gebärmutterschleimhaut kann jedoch eine höhere tägliche Dosis des Hormons ins Blut gelangen, was die Nebenwirkungen (gemeinsam mit den o.g. Faktoren) mit der Zeit verstärken und zu einem gesundheitlichen Crash führen kann.


 Beschädigung der Nervenhüllen durch Vitamin B12-Mangel

Um das künstliche Hormon der Hormonspirale abzubauen, wird Vitamin B12 in der Leber verbraucht. Dies führt oftmals mit der Zeit zu einem Vitamin B12-Mangel. Ist der Mangel gravierend, können die Nervenhüllen beschädigt werden. Da diese Beschädigung auch ein Symptom von multipler Sklerose ist, bekommen Frauen mit Hormonspirale manchmal die (falsche) Diagnose MS. Frauen mit MS, die die Hormonspirale hatten, berichteten von häufigeren und stärkeren Krankheitsschüben. Insofern gehört Multiple Sklerose zu den Kontraindikationen für die Hormonspirale.


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