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Wie geht es weiter nach der Hormonspirale?


 Tut das Entfernen der Hormonspirale weh?

Im Gegensatz zum Einlegen fast gar nicht. Einmal kurz husten und weg ist sie. Anders ist es, wenn die Rückholfäden reingerutscht sind. Dann kann es unangenehmer werden, da dann mit Zangen etc. versucht wird, die Fäden zu greifen. Oft wird das unter Vollnarkose gemacht. Falls nicht, sollte man auf jeden Fall ein Medikament bekommen, das den Muttermund weicher macht, dann tut es nicht so weh. Eine gute Idee ist auch, die HS während der Blutung ziehen zu lassen, weil es dann leichter geht. Doch die meisten haben ja im Laufe der Jahre keine Blutung mehr.


 Darf mein Arzt sich weigern, die Hormonspirale zu entfernen?

Nein, das darf er nicht. Es ist dein Körper, du entscheidest. Aufgrund vieler Berichte von Patientinnen, deren Arzt sich weigerte die Hormonspirale zu entfernen, haben wir nachgeforscht: Es ist gut möglich, dass solche Ärzte an sogenannten "Anwendungsstudien" teilnehmen. Das sind Fragebögen der Pharmahersteller, deren Ausfüllen dem Arzt mehrere tausend Euro bringt, aber nur, wenn die Hormonspirale die vorgesehene Tragedauer liegen bleibt. Dies ist legale Korruption und schon seit einiger Zeit im Fokus der Medien.


 Wie lange dauert es, bis die Nebenwirkungen nach dem Entfernen der Hormonspirale nachlassen?

Das ist sehr individuell und hängt von folgenden Faktoren ab:

 Tragedauer (je länger, desto länger dauert es)
 Vorige Belastung von künstlichen Hormonen (Pille etc.)
 Alter (je älter, desto länger kann es dauern)
 schon bestehende Probleme mit Schilddrüse oder Blutzucker
 Engagement im Bezug auf Beheben der Vitamin- und Mineralstoffmängel, des Hormonungleichgewichts und der evtl. bestehenden Schilddrüsenproblematik.

Eine Faustregel besagt, dass man etwa die Hälfte der Tragedauer rechnen muss, bis der Körper wieder im Gleichgewicht ist. Doch da die o.g. Faktoren auch eine Rolle spielen, kann es Abweichungen davon geben.


 Direkt nach dem Entfernen hatte ich eine Blutung. Ist das normal?

Das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Abbruchblutung. Die normale Blutung setzt dann später wieder ein.


 Warum können sich nach dem Entfernen der Hormonspirale die Symptome verschlimmern?

Viele Frauen berichten von einer Art "Entzugserscheinungen". Das kann sein, denn der Körper war auf das künstliche Progesteron (Gestagen) eingestellt. Gleichzeitig fährt er deshalb die eigene Progesteronproduktion herunter. Fällt das künstliche Progesteron weg, versucht er auf das körpereigene zurückzugreifen, doch das ist unzureichend. Der Progesteronspiegel erholt sich dann wieder, es kann aber eine ganze Weile dauern.


 Welche Vitamine und Mineralien sollte ich nach der Entfernung der Hormonspirale checken lassen?

Die Hormonspirale verursacht oftmals Vitamin- und Mineralstoffmängel. Es ist empfehlenswert folgende Blutwerte kontrollieren zu lassen. Die meisten Frauen leiden an einem durch die Östrogendominanz ausgelösten Magnesiummangel, daher ist es ratsam, auf jeden Fall Magnesium aufzufüllen, auch ohne den Blutwert bestimmt zu haben (der Magnesiumwert im Blut ist sowieso nicht aussagekräftig).

  Mineralien: Magnesium, Kalium, Calcium, Ferritin (Eisen-Speicherwert), Zink, Kupfer (bei Östrogendominanz kann es zu einem Kupferüberschuss kommen)
  Schilddrüse: TSH, f3, f4
  Vitamin B6, B12 (als HOLO-TC), Vitamin D
  Blutzucker: auch Langzeitblutzucker


 Gibt es andere Möglichkeiten, um etwas gegen meine starken Blutungen zu tun?

Das ist sehr individuell und hängt von folgenden Faktoren ab: Verstärkte Blutungen hängen oft mit einem Progesteronmangel bzw. einer Östrogendominanz zusammen. Das hormonelle Ungleichgewicht kann mit natürlichen Mitteln wiederhergestellt werden. Setz dich am besten mit einer Heilpraktikerin mit Schwerpunkt Frauenheilkunde zusammen.


  Wie verhüte ich nach der Hormonspirale?

Es ist keine gute Idee, gleich wieder mit einer Pille oder anderer hormoneller Verhütung weiterzumachen, auch wenn das viele Frauenärzte empfehlen. Der Körper braucht Zeit, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Als Alternativen bieten sich folgende Möglichkeiten:

  NFP (natürliche Familienplanung) in Kombination mit Kondomen/Diaphragma
  Kupferspirale oder Kupferkette (hier ist bei Progesteronmangel/Östrogendominanz Vorsicht geboten, weil die Kupferverträglichkeit herabgesetzt sein kann)
  Sterilisation bzw. Vasektomie


 Wann sollte man nach dem Entfernen der Hormonspirale einen Hormonstatus machen?

Frühestens 6 Monate danach, davor kann das Ergebnis verfälscht sein. Die künstlichen Hormone brauchen etwa 6 Monate, um vollständig abgebaut zu werden. Das Zuführen von naturidentischem Progesteron (meist durch Cremes) funktioniert oft anfangs noch nicht, sondern erst nach ca. 1 1/2 Jahren. Einige Frauen haben berichtet, dass der Körper das naturidentische Progesteron nicht aufnehmen konnte und die Nebenwirkungen wieder auftraten. Das ist damit zu erklären, dass nicht aufgenommenes Progesteron in Östrogen umgewandelt wird und daher eine bestehende Östrogendominanz verstärken kann. Wer bereits in den Wechseljahren ist, hat höhere Chancen, da dann der Östrogenspiegel natürlicherweise absinkt und sich zusätzliches Östrogen nicht negativ auswirkt.


 Wie kann ich meine Progesteronproduktion auf natürliche Weise anregen? Was kann ich gegen das erhöhte Östrogen tun?

  Phytohormone zu sich nehmen, diese sind enthalten in: Karotten, Yamswurzel, Fenchel, Leinsamen, Bockshornkleesamen (gibt es auch als Pulver), Papaya (Papayakerne)
  Heilkräuter zu sich nehmen, diese sind enthalten in: Frauenmantel, Mönchspfeffer, Rotklee, Schafgarbe, Mistel, Beifuss, Küchenschelle
  Östrogenbildende Lebensmittel bei Östrogendominanz meiden: Soja, Hopfen (Bier), Granatapfel, Apfel
  Histaminhaltige und histaminbildende Nahrungsmittel (da östrogenbildend) bei Östrogendominanz meiden: Banane, Tomate, Rotwein (auch Rotweinessig = Balsamico), Pilze, reifer Käse, geräucherte Fleischwaren, Paprika, Pflaume, grüne Bohne, Rosine, Birne, Aubergine, Avocado, Malzbier, Kakao, destillierte Spirituosen, Grapefruit, Kiwi, Orange, Weißwein, Sauerkraut.

Es wird empfohlen, die progesteronfördernden Maßnahmen nur in der zweiten Zyklushälfte zu ergreifen, da dies die Phase ist, in der natürlicherweise Progesteron gebildet wird.


 Wie kann ich meinen Frauenarzt über die Gefahren der Hormonspirale aufklären?

  Beipackzettel ausdrucken und aushändigen (viele Frauenärzte haben ihn offensichtlich noch nie gelesen, sonst würden sie die typischen Nebenwirkungen zuordnen können)
  Mitteilung des Ärzteblatts zu den psychiatrischen Nebenwirkungen ausdrucken und aushändigen
  Link zum Forum zukommen lassen
  Diese Email zusenden


 Wie kann ich dazu beitragen, dass die Nebenwirkungen besser bekannt werden bzw. diese ernster genommen werden?

  Deine Nebenwirkungen hier melden: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte und Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft
  Im Forum einen Erfahrungsbericht schreiben
  An der Petition zur Vervollständigung des Beipackzettels der Hormonspirale teilnehmen.
  Alle deine Freundinnen und Bekannte aufklären - auch die Männer!