Meine Erfahrungen mit der Hormonspirale Mirena
Es begann mit dem Vertrauen, dass alles gut verträglich sei.
Ich vertraute auf die Aussagen meiner Frauenärztin. Auf die wenigen genannten Nebenwirkungen. Auf das Versprechen, dass die Hormone lokal wirken und kaum Einfluss auf den Körper haben.
Ich ging davon aus, dass damit alles Wesentliche benannt war.
Was ich nicht wusste:
Dass mein Körper in den folgenden zweieinhalb Jahren Symptome entwickelte, die ich mir nicht erklären konnte.
Meine Beweggründe für das Einsetzen der Hormonspirale Mirena
Ich wurde von meiner Frauenärztin über die Nebenwirkungen der Hormonspirale Mirena informiert. Genannt wurden das Ausbleiben der Periode sowie vorübergehende Beschwerden in den ersten Wochen nach dem Einsetzen, darunter Kopfschmerzen, Schmierblutungen, Stimmungsschwankungen und Brustspannen.
Diese Nebenwirkungen erschienen mir überschaubar. Vor allem wurde betont, dass die Hormone lokal wirken und nur in geringer Menge in den Körper gelangen. Über langfristige Nebenwirkungen der Hormonspirale Mirena oder spätere Beschwerden nach dem Einsetzen wurde nicht gesprochen.
Eine vollständige Packungsbeilage mit allen aufgeführten Mirena Nebenwirkungen erhielt ich nicht. Stattdessen bekam ich ein Hochglanzprospekt, in dem vor allem die gute Verträglichkeit hervorgehoben wurde.
Ich verließ mich auf diese Informationen. Und auf die fachliche Einschätzung.
Auf dieser Grundlage entschied ich mich für das Einsetzen der Hormonspirale Mirena.
Unerwartete gesundheitliche Probleme nach Einsetzen der Mirena
In der Überzeugung, dass Mirena keine anderen Auswirkungen haben könne als die offiziell genannten Nebenwirkungen, begann für mich eine über zwei Jahre andauernde Phase gesundheitlicher Probleme.
Besonders belastend waren die psychischen Veränderungen. Stimmungstiefs, innere Unruhe, Angst und ein Gefühl der Entfremdung von mir selbst.
Weder ich noch die behandelnden Ärzte brachten diese Symptome mit der Hormonspirale in Verbindung.
Viele dieser Beschwerden zeigten sich erst nach über einem Jahr, zu einem Zeitpunkt, an dem niemand mehr einen Zusammenhang mit der Hormonspirale vermutete.
Gleichzeitig heißt es im offiziellen Herstellertext:
„ Nebenwirkungen treten vor allem während der ersten drei Monate nach Einlage des Intrauterinpessares mit Hormonabgabe auf, pflegen sich jedoch bei längerer Anwendung zu verlieren. “
Zwischen dieser Aussage und meiner tatsächlichen Erfahrung entstand eine Lücke.
Eine Lücke, die lange unbenannt blieb. Und die größer war, als ich ahnte.
Der Moment, der alles veränderte
Ich suchte monatelang nach der Ursache meiner Beschwerden. Ich fand nichts, das Sinn ergab. Immer wieder neue Untersuchungen. Immer wieder neue Vermutungen.
Aber kein Zusammenhang.
Bis ich zufällig auf einige wenige Erfahrungsberichte eines Frauengesundheitszentrums stieß. Da erkannte ich zum ersten Mal, dass meine Symptome kein Zufall waren, sondern möglicherweise eine Folge der Hormonspirale.
In diesem Moment wurde mir bewusst, dass ich nicht allein war.
Dass diese Lücke größer war als meine eigene Geschichte.
Und dass es einen Ort braucht, an dem diese Erfahrungen ausgesprochen und sichtbar werden.
So entstand dieses Forum.
