Eine Woche ohne Mirena

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Luzia38
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Beitragvon Luzia38 » 12.05.2005, 16:36

Hallo zusammen

Ich bin durch Zufall auf diese Homepage gestossen und hatte auch einige A-ha-Erlebnisse.

Ich habe im August 1999 die Mirena zum ersten Mal setzen lassen und hatte keine Probleme damit. Im Nachhinein muss ich zwar sagen, dass es schon ein- zwei Problemchen gegeben hat, die ich aber nie auf die Mirena zurückgeführt hätte! Höhenangst und Libidoverlust....

Im August 2004 habe ich dann die Mirena auswechseln lassen. Im November hatte ich zum ersten Mal eine Schwindelattacke und Übelkeit von einer Sekunde auf die andere. Dann war aber wieder Ruhe... Dann mitte Januar 2005 hatte ich eine üble Magen-Darmgrippe und nahm extrem an Gewicht ab in dieser Zeit. Ich habe mich seither nie mehr richtig erholt und war immer wieder krank. Dann Anfang April wurde mir morgens immer so übel und nachdem ich ein Traubenzucker oder sonstwas gegessen hatte, ging es langsam wieder. Aber ich wurde immer schwächer und hatte plötzlich auch Angstzustände, Herzrasen, fror und schwitzte gleichzeitig und war morgens immer früh wach, konnte aber nicht mehr einschalfen, weil ich so eine Unruhe in mir hatte. Ich meldete mich beim Arzt zu einem Check an, weil ich an Zuckerkrankheit dachte. Der Arzt nahm mir Blut und testete den Urin, prüfte Puls (der war hoch, er tippte aber auf Nervosität beim Arzt) und alles war in Ordnung. Die Auswertung der Blutwerte war zwar noch nicht da, aber ich solle in ein paar Tagen anrufen. Im Nachhinein erfuhr ich, dass ich etwas erhöhte Eisenwerte habe. Es ging mir immer schlechter und wurde dann am 10. April 2005 ins Spital eingewiesen wegen Kreislaufbeschwerden. Dort haben sie mir dann Zucker- und Salzwasserlösung intravenös gegeben und mir Schonkost verschrieben. So konnte ich nach 4 Tagen wieder entlassen werden, ohne Diagnose ausser Stress und eine nichtausgeheilte Grippe. Als ich dann daheim war, ging es ca. 1,5 Wochen einigermassen gut und dann war alles wieder da. Ich ging sofort wieder zu meinem Hausarzt und der untersuchte mich nochmals, wieder alle Werte waren normal. Er tippte aber auf einen Reflux und gab mir Medikamente. Ich ging heim und glücklich, endlich zu wissen was mir fehlt. Zwei Tage später fing alles wieder von vorne an trotzt Medikamenten und Ruhe. Der Arzt sagte mir, ich müsse mein Arbeitspensum reduzieren, da habe ich ihm erzählt, dass ich das als alleinerziehende Mutter nicht kann und nicht will. Die Arbeit macht mir Spass und ich lebe schon seit 5 Jahren so. Warum soll das jetzt plötzlich nicht mehr gehen? Auf alle Fälle hat mir zu dieser Zeit meine Freundin von einer Frau erzählt, die genau gleiche Symtome hatte wie ich und ich habe sofort mit ihr telefonischen Kontakt aufgenommen. Sie hat mir ihre Geschichte erzählt und ich staunte, wie sehr alles übereinstimmte. Ich entschloss mich sofort einen Termin abzumachen, um die Mirena zu ziehen. Letzten Freitag war es dann soweit und ich war total glücklich, das endlich hinter mir zu haben. Diese Kollegin hat mich am Telefon darauf aufmerksam gemacht, dass Entzugserscheinungen auftreten könnten... Ich war gefasst und habe sofort am Freitag einen Termin zur Akupunktur abgemacht, damit die Zeit nachher nicht so heftig wird. Er hat mir zusätzlich noch Kapseln der chinesischen Medizin gegeben. Ich hatte eine einigermassen beschwerdenfreie Zeit bis auf ein bisschen Schwindel und noch Schwäche. Heute ist es mir nun nach der zweiten Behandlung etwas "schwummerig" und ich bin sehr müde....

Ich hatte sofort nach dem Ziehen leichte Blutungen und die halten noch immer an...
Ich hoffe nun wirklich, dass es bei mir auch aufwärts geht und die vielen Berichte haben mir sehr geholfen. Nur dachte ich, dass es sofort bergauf geht und nach einer bis zwei Wochen das Leben wieder seinen gewohnten Lauf nimmt.

Ich wünsche euch allen viel Kraft und danke für eure Geschichte.
38 Jahre, 2 Kinder (13 + 10 Jahre), 5 Jahre und 8,5 Monate Mirenaträgerin, seit 6.05.2005 ohne

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dieSonja
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Beitragvon dieSonja » 12.05.2005, 16:51

Hallo!

Schön das Du her gefunden hast!

Nur zur Info: die neueren Mirenas haben eine andere Zusammensetzung als die "alten". Daher ging es Dir wohl erst mit der zweiten so schlecht.

Gute Besserung,

Sonja
26 Jahre, 1 Kind, Mirena 5 Jahre, seit 10/04 ohne

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Luzia38
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Beitragvon Luzia38 » 17.05.2005, 10:31

Heute ist Dienstag und mir geht es schon viel besser....

Ich hatte letzten Donnerstag/Freitag nochmals viele NB, aber einige sind schon nicht mehr aufgetreten seit ich vor einer Woche die Spirale entfernen liess. Am Donnerstag hatte ich wieder Appetitlosigkeit und habe den Abend im Bett verbracht. Ich habe Bambus-Tee getrunken und durfte die Magnetfeldmatte meiner Mutter benützen. Der Freitag war dann wenigstens wieder ohne Übelkeit, gegessen habe ich einfach - ob ich nun hunger hatte oder nicht. Ich will mit dem Gewicht nicht mehr weiter runter (von 59 kg auf 52 kg) und mache alles dafür. Nach der Arbeit habe ich mich wieder hingelegt und mich ausgeruht. Während dem ganzen Pfingstwochenende habe ich mich sehr geschont und am Samstagabend hatte ich wieder richtig hunger! Hab's leider dann aber etwas übertrieben und auch Wein getrunken, den vertrage ich momentan einfach noch nicht. Der Sonntag ging dann so-la-la und habe mich mit einem langen Spaziergang wieder etwas gestärkt. Der Montag war sehr gut und ich war sogar mal shoppen, dazu hatte ich nun 1,5 Monate überhaupt keine Lust mehr und früher konnte ich nicht genug kriegen davon.
Seit ich hier im Forum bin und mich schlau mache, habe ich bemerkt, dass es sicher mal wichtig ist, den Körper total zu entgiften von den Hormonen und das mache ich nun auch fleissig. Ich habe nun seit zwei Nächten ein Bambus-Pflaster für an die Fusssohlen verwendet, rein natürlich und ich weiss nicht was mir nun genau hilft, aber ich habe das Gefühl es geht mir viel besser. Die Kraft fehlt mir einfach auch noch, wie bei vielen von euch, aber das wird nun sicher auch von Woche zu Woche besser.
Die Schmierblutungen habe ich seit letzten Donnerstag auch nicht mehr und warte nun meine 1. Mens ab. Da denke ich, das könnte nochmals happig werden....

Könnte es sein, dass Frauen, die weiterhin Hormone in Form von Pflaster oder Pillen oder ähnlichem zu sich nehmen, länger Beschwerden haben?

Wegen der Verhütung: ich werde den Ladycomp mal ausprobieren, habe schon viel Gutes von dem gehört. Aber im Moment verwenden wir noch Kondome.

Euch allen weiterhin viel Kraft und viele gute, wenn auch kleine Erfolge.

Grüsse - Luzia
38 Jahre, 2 Kinder (13 + 10 Jahre), 5 Jahre und 8,5 Monate Mirenaträgerin, seit 6.05.2005 ohne

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Betsy
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Beitragvon Betsy » 17.05.2005, 12:09

Hallo!

Ich habe die Spirale auch ähnlich lange gehabt (gut 6 Jahre).
Und warte nun darauf, dass die Nebenwirkungen nachlassen.

Kannst du mir bitte erklären, was es mit diesem Bambuspflaster auf sich hat - was bewirkt es.

Liebe Grüße aus Österreich :arrow:
34 Jahre, 2 Kinder, etwas über 6 Jahren Mirena, seit ohne 3.2.05

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Luzia38
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Beitragvon Luzia38 » 19.05.2005, 11:39

Hallo

Das Bambuspflaster ist ein Säckchen mit Bambusstaub, das man unten auf die Fusssohle klebt. Man sagt es soll den Körper entgiften und reinigen. Ich möchte euch nur sagen: hört auf euren Körper. Der einen Frau hilft dies und der anderen etwas anderes. Wichtig ist, dass die Hormone aus dem Körper sind und zwar so schnell wie möglich. Es gibt da noch Algen (Süsswasseralgen) die in verschiedenen Formen auf dem Markt sind, die auch Reinigend wirken. Hat jemand da noch andere Tipps?

Zusätzlich habe ich ganz bewusst beim Spazieren die Schönheit der Natur in mich aufgenommen und auch so meine positive Lebenseinstellung wieder aktiviert. Die Akupunktur hilft mir auch sehr, unterstützend sind auch die Kapseln der chinesischen Medizin, die ich vom Akupunkteur erhalte, wie auch das Yoga.
Viele denken sich, dass es wahrscheinlich etwas zuviel des Guten ist. Ich habe einfach keine Lust mehr auf die miese Zeit und will wieder "gesund" werden, wie ihr alle auch. Da würde ich mich wahrscheinlich auf Miststock legen, wenn es helfen würde....

Seit den letzten NW am Pfingstwochenende geht es mir besser, ich habe vor allem wieder etwas mehr Lebenskraft und muss mich nicht mehr dauernd hinlegen. Ich bin schon noch nicht am Ziel, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass ich es bald schaffen werde. Bin mir aber auch bewusst, dass es nochmals heftig kommen kann.

Kopf hoch! Das ist nicht einfach - ich weiss. Aber geniesst die gute Zeit, die ihr habt, das gibt wieder Kraft für die schlechteren Zeiten.

Liebe Grüsse an alle - Luzia
38 Jahre, 2 Kinder (13 + 10 Jahre), 5 Jahre und 8,5 Monate Mirenaträgerin, seit 6.05.2005 ohne

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