Nackenverspannungen

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Marianne
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Nackenverspannungen

Beitragvon Marianne » 02.06.2005, 22:19

Hallo liebe Leidensgenossinnen

nachdem ich seit über einem Jahr an Nackenverspannungen/Schmerzen leide, die sich mittlerweilen bis zur Schulter und somit zeitlich zu Gefühlslosigkeit im Arm ausbreitet, sowie die Kopfschmerzen verursachen und somit auch die Schwindelanfälle auslösen, sah ich mich gezwungen dieses Problem fest in Angriff zu nehmen :!:

Mein Hausarzt ging nicht auf das Problem ein.
Massagen halfen teilweise, aber nur kurzfristig.
TCM mit Schröpfen half auch nur kurzfirstig.
Shiatsu brachte leider auch nichts, ausser das Einsetzten der Mens.

Nun hab ich mich auf div. Ratschläge in die Hände eines Chiropraktikers begeben. Er "renkt" mich nun vorsichtig wieder ein.
Zur Zeit spühre ich eine Besserung.
Leider weiss ich aber nicht, ob das die Heilung ist oder dies auch nur vorübergehend hilft.

Hat jemand von euch Erfahung damit :?:
Weiss jemand von euch noch andere, definitive Heilungschancen :?:
Haben diese Nackenbeschwerden auch mit den Hormonen zu tun :?:

Würde mich über Ratschläge/Erfahrungsberichte sehr freuen :D

Grüessli
Marianne
37 Jahre, 2 Kinder, 4 Jahre Mirena, seit 09/2004 ohne Mirena

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V.
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Beitragvon V. » 03.06.2005, 09:31

Liebe Marianne,

hier spricht eine Leidensgenossin!! Ich leide seit über zwei Jahren an ganz massiven Nackenverspannungen und Schulterschmerzen, die auch bei mir den ganzen Arm hinunterstrahlen und häufig zu Taubheitsgefühlen bis in den Fingerspitzen führen. Von Kopfschmerzen und Schwindel ganz zu schweigen.

Ob das auch eine Nebenwirkung der Mirena ist, kann ich natürlich nicht hundertprozentig sagen. Ich weiss nur, dass ich vor die Mirena nie solche arg schlimmen Muskelverhärtungen hatte.

Nachdem ich unendlich viele Dinge ausprobiert habe (vor dem Einrenken möchte ich Dich warnen - das hilft nur sehr kurzfristig und ist, auf Dauer praktiziert, eher schädlich), bin ich seit einigen Monaten bei einem guten Masseur und Chiropraktiker in Behandlung. Zweimal die Woche, anders geht es nicht. Und bei der Akupunktur. Es wird ganz ganz langsam besser, aber auch da lautet von allen Seiten die Prognose: mindestens ein halbes bis ein ganzes Jahr; Geduld, Geduld; ausserdem hat mir mein Physiotherapeut noch ein Präparat zur Stoffwechselaktivierung und Lösung von Muskelverhärtungen verordnet: anabol loges.

Ich bleibe bei diesem Weg, denn er ist der erste, der überhaupt was bringt. Und ich stelle mich darauf ein, dass es - wie bei allen Mirena-Symptomen - dauern wird.

Gute Besserung
wünscht Dir
Vera

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V.
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Beitragvon V. » 03.06.2005, 09:42

Ach ja, mein Masseur hat zudem festgestellt, dass meine Kiefer- und Kaumuskulatur unglaublich fest und extrem verspannt ist. Das hängt wohl alles zusammen ... (es gibt ja auch die Theorie, dass die Kiefer- und die Beckenmuskulatur in Analogie stehen - da wundert einen dann ja nichts mehr, denn bei mir ist auch die Hüft- und Beckenmuskulatur bretthart.) Also, auf jeden Fall behandelt besagter Masseur, der auch Osteopathie und Craniosakraltherapie macht, mit diesen Methoden nun auch meinen Kopf, und es bringt mir jedes Mal eine ungeheure Erleichterung. Aber auch hier: Geduld ist das oberste Gebot!

Gruss, V.

P.S.: Und immer schön warmhalten!! Ich lieg' seit einem halben Jahr wie altes Weib im Bett: Flanellschlafanzug und drei Wärmflaschen im Kreuz.

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Andrea39
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Beitragvon Andrea39 » 03.06.2005, 16:55

@Vera!
Hallo! hier ist noch so ein "altes Weib"!
Auch ich lieg "hochgeschlossen" im Bett, damit ich mir keinen Zug einhandle! :lol:

@ an euch beide!
Mir gehts genauso! Ich hatte zwar auch vor Mirena schon mit Nackenverspannungen zu kämpfen, aber lange nicht so schlimm wie jetzt nach dem Ziehen! Während der Tragezeit ging es einigermassen (die ersten 3 Jahre ganz gut), aber zum Schluß ganz schlimm und geblieben - auch nach dem Ziehen.
Ich war erst heute wieder bei meinem Hausarzt und ließ mich quaddeln, das hat das letzte Mal gut geholfen, aber im Moment sitz ich noch immer mit einem schiefen Hals vor'm PC und hoffe auf Besserung. Hoffentlich hab ich mir keinen Wirbel ausgerenkt, das tut höllisch weh!

Aber bei Nackenverspannungen kann man nur versuchen, durch Gymnastik die Muskulatur zu lockern und zu kräftigen. Was anderes fällt mir auch nicht ein. Leider!
Aber vielleicht haben andere noch ein paar Tips!

Liebe Grüße,
Andrea
40 Jahre, 1 Kind, Mirena 4 Jahre 10 Monate, seit Juli 2004 ohne

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Vanessa
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Beitragvon Vanessa » 03.06.2005, 19:29

Also wenn sowas echt hormonelle Ursachen haben kann, wundert mich so langsam nix mehr....
Damit hab ich auch zu kämpfen. Ich sollte dringend meinen Hormonspiegel testen lassen :?
Liebe Grüße
Vanessa

32 Jahre, keine Kinder, nur 8 Wochen Mirena und seit Juni 2004 wieder ohne

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Marianne
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Beitragvon Marianne » 03.06.2005, 23:05

Hallo zusammen

Danke für eure Antworten.

Dass mit der Geduld ist so eine Sache ...........
Bereits sind bei mir 9 Monate nach dem Ziehen vergangen und ich hock hier und verzweifle an der Situation !

@ Vera: beim Zahnarzt und Ohrenarzt war ich bereits auch. Die haben mir eine "Aufbissschiene" verschrieben, da ich angeblich nachts mit dem Kiefer arbeite. Leider hat es ausser Kosten keine Reaktionen verursacht.
Massagen helfen bei mir nur kurzfristig. War nun 4 x beim Chiropraktiker, 2 Behandlungen stehen noch aus. Danach soll wieder eine Pause sein.
Zur Wärme kann ich nur sagen: mein Mann nächtigt schon lange neben einer gut eingemummelten Oma, ohne Socken geht bei mir auch tagsüber nichts und jede Bise zieht durch mich hindurch. Die Chinesin der TCM riet mir, immer ein Halstuch zu tragen und mich warmzuhalten.

@ Andrea: Leider kann ich mich schon gar nicht mehr richtig entspannen.
Die Shiatsu-Beraterin hat mich fast abgewiesen, da sie an mir nicht arbeiten kann. Sie fühlte meine Aengste und Verspannungen. Sport liegt irgendwie auch nicht drin, bin ja schon froh, wenn ich meine Tagesarbeiten erledigen kann. Muskellockerung macht nun der Chiropraktiker, jedoch meinte dieser, dass es eine Weile dauern wird, bis alle "Verhockungen" gelockert sind.

@ Vanessa: ob diese Nackenverspannungen/Schmerzen wirklich von der Mirena kommen, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen. Facts sind: habe diese erst seit Ende der Mirenazeit, seit dem Ziehen noch schlimmer. Vorallem mit dem Schwindel/Kopfweh und Angstzuständen, die darauf folgen. Durch die ganzen Nebenwirkungen und Schmerzen ist mein Körper natürlich auch nicht mehr entspannt. Wann hat alles ein Ende? Mein Körper fragt sich dies auch und rebelliert.
Ein Chinesischer Arzt bestätigte mir, dass ich durch die Mirena meinen Körper künstlich in die Wechseljahre gebracht habe und so mit div. Leiden rechnen müsse, die bei mir erst in 10-15 Jahren fällig wären.
Bin ja nun auch gespannt, wie ich dann die wirklichen Wechseljahre überstehe.

Für weitere Ratschläge/Infos/Erfahrungen hab ich gerne ein "offenes Ohr"

Grüessli
Marianne
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Beitragvon V. » 04.06.2005, 09:51

Also, Marianne, so einfach würde ich mich nicht abwimmeln lassen von einem Masseur. Ich gehe seit über einem halben Jahr zweimal pro Woche da hin!!! Und wenn ich eine Woche ausfallen lassen muss, merke ich eine deutliche Verschlechterung. Der Arzt meint zwar auch immer, aus Rezeptverschreibungsgründen müsse eine Pause dazwischen sein, aber da sowohl ich als auch mein Masseur ganz genau wissen, dass das überhaupt nicht geht, weil ich dann Meilen zurückgeworfen bin, gehe ich dann zwischendurch immer mal zu einem anderen Arzt und lasse mir da wieder ein neues Rezept ausstellen. Und Gottseidank macht meine Hausärztin mit und springt immer mal wieder ein. Mit sechs Mal und dann vier Wochen Pause ist wirklich gar nichts gewonnen!!

Eine Aufbissschiene habe ich auch; aber die schützt natürlich vornehmlich vor dem Zahnverschleiss, nicht aber vor den Verspannungen (man beisst dann halt statt auf die Zähne auf die Schiene). Was ich meinte, ist eine vorsichtige Lockerung der Kaumuskulatur! Ich merke bei mir, dass die Verspannungen dort sehr eng mit den Nackenverspannungen zusammenhängen.

Die TCM rät, die Gallenwindpunkte zu schützen, das sind die Punkte am Nacken, die (zumindest bei mir) immer sofort als erstes weh tun, wenn ich einen Zug bekomme. Also Halstuch rum, Kragen hoch ist wirklich ein guter Rat. Ausserdem hilft mir Qigong dabei, die Energieblockaden ein bisschen aufzulösen. Und Bewegung ist, denke ich, auch sehr wichtig (auch wenn's schwer fehlt, weil man sich eh so fertig fühlt). Wenn's bei mir ganz schlimm ist, reduziere ich meinen Bewegungsdrang aufs Spazierengehen und Schwimmen im Thermalwasser.

Ich habe mich damit abgefunden, dass es noch eine ganze lange Weile dauern wird, und dass ich regelmässige Behandlung brauche. Also: nicht aufgeben, Marianne!

Alles Gute,
Vera

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Beitragvon Michi » 04.06.2005, 21:56

Hallo Zusammen,

also irgendwie finde ich mich in Euren Berichten auch wieder. Die extremen Nackenverspannungen habe ich auch erst, seit dem die Mirena am 13.04.05 gezogen wurde.

Ich mache 3 mal täglich Rotlicht und massiere mir den Bereich mit Arnika von Weleda ein, daß hilft bei mir. Allerdings muß ich sagen, daß es bei mir wohl auch noch nicht ganz so schlimm ist. An manchen Tagen kann ich mein Kopf nicht ganz so gut drehen, aber ich brauche bestimmt keine Gebissschiene.

Zum durchwärmen des Körpers bekam ich von meiner homöopathischen Hausärztin das Konstitutionsmittel Cuprum metallicum praeparatum 0,4 % Salbe von Weleda verschrieben. Ich muß damit am Abend meine Nieren einschmieren. Es hilft bei Integrationsstörungen von Wärmeorganismus und Stoffwechselsystem; venöse Durchblutungsstörungen und Stauungen und Verkrampfungen aller Art, insbesondere der glatten Muskulatur.
Wenn ich es weglasse, habe ich total kalte Zehen - mir hilft es sehr gut.

Ich wünsche Euch gute Besserung.

Ganz liebe Grüße

Michi :lol: :lol: :lol:
34 Jahre, 2 Kinder,Mirena-Tragezeit 3 1/2 Jahre, ohne seit 13.04.05

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Beitragvon Marianne » 07.06.2005, 22:49

Hallo zusammen

@ Vera: gerade heute wurde mir vom Chiropraktier bestätigt, dass wenn es besser wird, wir die Behandlung abbrechen, resp. einstellen. Er habe dann seinen Teil getan....... :( ist sehr schade, denn ich weiss ja nicht, ob es wieder schlimmer wird, woher diese Verspannungen und Verhärtungen kommen und ob sie wieder kommen oder was ich vorbeugend dagegen tun kann. Ich bin darauf angewiesen, dass die Behandlungen durch die Kasse bezahlt werden, da ich seit dieser "Krankheit mit der Mirena" joblos bin und finanziell nicht mehr gut dastehe. Auf eigene Rechnung kann ich es mir nicht leisten, 2 mal die Woche einen Chiropraktier/Masseur aufzusuchen.

@ Michi: Wärme wurde mir schon von vielen Seiten her empfohlen. Seither trage ich eigentlich immer wenn möglich einen Schal, eine Weste oder Dergleichen. Abends ein warmes "Steinsäckli" tut auch sehr gut.


Werde gerne wieder berichten, wie es mit den Therapien weitergeht.

Grüessli
Marianne
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Beitragvon V. » 08.06.2005, 10:16

Hi Marianne, ich drück Dir die Daumen, dass die Verspannungen vielleicht wirklich von alleine verschwinden!!!!!

Dass Du die Behandlungen nicht aus eigener Tasche bezahlen kannst, kann ich voll und ganz nachvollziehen. Bei mir sieht es nämlich ähnlich aus. Auch ich bin seit Mirena in einer finanziellen Misere, weil aufgrund der ständigen Erkrankungen und Anfälligkeiten bei mir beruflich nichts mehr zusammenging. Deshalb habe ich auch mehrfach bei meiner Krankenkasse vorgesprochen, mir von meiner Ärztin bestätigen lassen, dass ich die Massagen dringendst benötige, und bislang klappt es Gottseidank mit den Rezepten.

Lass Dich nicht unterkriegen!
Gruss, V.

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