Antwort von Medicine Worldwide

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Andrea39
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Antwort von Medicine Worldwide

Beitragvon Andrea39 » 05.07.2005, 19:54

Hallo an Euch alle!

Nachstehend meine Anfrage ans MWW und die Antwort!
Hallo!
Ich bin Forumteilnehmerin bei www.hormonspirale-forum.de, in welchem sich Frauen zusammengefunden haben, die allesamt Probleme mit der Hormonspirale Mirena haben resp. hatten.
Nachdem wir kurioserweise nahezu alle die gleichen Probleme während und z.T. auch Monate nach dem Ziehen haben, möchte ich Sie nun um Ratschläge bitten, wie wir unseren Körpern helfen können, jetzt besser mit den Symptomen von extremer Müdigkeit, Schwindel, etc. klar zu kommen, speziell kurz vor/während/nach der Menstruation. Wir alle versuchen dies ohne künstliche Hormone zu schaffen, da bei vielen von uns Hormonwerte gemessen wurden und für vollkommen normal erachtet wurden. Beginnende Wechseljahre können es wohl auch kaum sein, da das Alter der Betroffenen sich von 20 - Mitte 40 erstreckt!
Ist es denn nicht möglich ein normales Leben nach Mirena zu führen?
Viele von uns haben Ärzte-Odyseen hinter sich gebracht und haben immer nur wieder hören müssen "Sie sind organisch vollkommen gesund".
Doch warum wollen die Probleme nicht enden? Schon gar nicht 12 Monate nach dem Ziehen der Mirena?
Oder hat uns wirklich die Pharmaindustrie zu Hormonjunkies gemacht?
Es würde uns freuen, wenn wir von Ihnen ein paar "natürliche" Ratschläge erhalten könnten und falls Sie unser Forum noch nicht kennen, würden wir uns freuen, wenn Sie es einmal besuchen würden, damit nicht jede einzelne Ihnen schreiben muss.

Viele Grüße nach Puerto Plata & selbstverständlich auch nach Magdeburg!

Andrea


ANTWORT:

Hallo,

ich bin seit Einfuehrung dieser Spirale ein Gegner von Mirena, was soll von einem Praeparat zu halten sein, bei dem selbst der Hersteller Probleme, zumindest waehrend der ersten Anwendungsmonate - voraussagt!
Aber das hilft Ihnen natuerlich nicht weiter. Wenn der Hormonstatus in Ordnung ist, gibt es andererseits keine medizinische Erklaerung fuer anhaltende Probleme, erst recht nicht ueber so lange Zeit nach Entfernung.
Ich kann den Einsatz eines natuerlichen Praeparates, wie z.B. Moenchspfeffer, empfehlen, um eine Zyklusnormalisierung zu erzielen, leider weiss ich zur Zeit keinen anderen Rat.

Gruss,
Doc
40 Jahre, 1 Kind, Mirena 4 Jahre 10 Monate, seit Juli 2004 ohne

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Andrea39
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Beitragvon Andrea39 » 05.07.2005, 20:00

Nachschlag an Doc:

Hallo Doc!
Vielen Dank für die schnelle Antwort!
Viele von uns haben Mönchspfeffer schon probiert und monatelang genommen (ich eingeschlossen).
Der Zyklus hat sich bei mir normalisiert (28 Tage auf den Tag genau), nur die Begleiterscheinungen sind nach wie vor vorhanden (Schwindelgefühle, Muskelschmerzen, extreme Müdigkeit, u.a.).
Was zieht den Körper eigentlich so massiv in den Keller und wie kann man wieder schneller aus dem Keller hochkommen nach der Periode?
Gruß aus dem momentan etwas kalten Deutschland!
Andrea
40 Jahre, 1 Kind, Mirena 4 Jahre 10 Monate, seit Juli 2004 ohne

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Andrea39
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Beitragvon Andrea39 » 06.07.2005, 12:54

ANTWORT VON DOC:
******************

Hallo Andrea,

als Grund dafuer sind die wechselnden Hormonspiegel anzusehen. Die bekannten, pflanzlichen Praeparate koennen Linderung verschaffen, wirklich beheben wuerde das Problem aber wohl nur eine hormonelle Behandlung (z.B. in Form von Langzeit-Pilleneinnahme), aber ich denke, das ist genau das, was Sie eben nicht wollen.
Leider gibt es meines Wissens bisher keine Studien ueber evtl. Dauerschaeden durch Mirena. Hier dazu ein recht interessanter Link, den Sie aber sicher schon kennen werden.

http://www.fgz.co.at/press050517.htm

Gruss,
Doc
40 Jahre, 1 Kind, Mirena 4 Jahre 10 Monate, seit Juli 2004 ohne

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V.
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Beitragvon V. » 08.07.2005, 10:57

Hi Andrea,

ich finde diesen Briefwechsel höchst aufschlussreich!

Zum ersten, weil hier ein Arzt, ein Frauenarzt, der Mirena gegenüber so explizit skeptisch eingestellt ist. Und zwar offenkundig von Anfang an!! (Wäre ich damals doch bloss an einen solchen Arzt geraten, und nicht an einen Mirena-Fan!)

Zum zweiten, weil aus den Antwortschreiben ganz deutlich wird, dass auch die Ärzte völlig überfordert sind, was die sehr disparaten und (wie in unserem Fall!) äusserst langatmigen Nebenwirkungen der Hormonspirale angeht.

Weder scheint also die Forschung schon weit genug zu sein, um die Langzeitwirkung künstlicher Hormone abschätzen oder gar behandeln zu können. Noch herrscht verlässliche Kenntnis auf dem Gebiet alternativer Behandlungsmethoden. Ein Armutszeugnis einerseits und ein weiterer 'Beweis' dafür, dass wir nichts als Versuchskaninchen waren. Akzeptabel in diesem Fall andererseits, weil der betreffende Arzt doch immerhin den Mut zur Lücke hat, die Problematik deutlich artikuliert und Dich (und andere Betroffene) nicht in falscher Sicherheit wiegt.

Danke, dass Du die Zeilen ins Forum gesetzt hast!
Alles Gute und bis bald!!!

Vera

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