Milchsekret und Hypophyse

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juttab
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Milchsekret und Hypophyse

Beitragvon juttab » 29.10.2005, 13:13

Hallo Sabinchen!

Nun muss ich aber meinen Senf dazu geben. Das mit dem Milchsekret hatte ich auch schon vor Jahren. Bin dann zu meinem Frauenarzt und liess Analysen machen. Das Resultat war ganz simpel, durch hormonelle Ungereimtheiten war der Prolaktinspiegel hoch und liess die Brust Milch bilden, aber sehr minim. Dieser hohe Prolaktinspiegel kommt, wenn die Hirnanhangdrüse, Hypophyse nicht richtig arbeitet, kommt allerdings bei sehr vielen Frauen vor, warum wusste er nicht. Hat auf jeden Fall mit Hormonen zu tun! Da kann man dann diese Drüse mal genauer untersuchen, wenn der Prolaktinspiegel aussergewöhnlich hoch bleibt. Bei einer Freundin war das der Fall, sie hatte ein GUTARTIGES Geschwülst an der Hypophyse und wurde dann operiert. Allerdings war der Prolaktinspiegel extrem hoch, und das über Jahre!!! Also brauchst Du Dir nicht so viele Gedanken zu machen.
Ich bin der Sache damals nicht weiter nach gegangen und habe nie mehr etwas gemerkt! Irgendwann wurde wieder so ein Test gemacht und da war nix mehr. Ausserdem hat mir mein praktischer Arzt, der mein volles Vertrauen hatte und der auch meine Freundin betreute mir ebenfalls gesagt, dass das sehr oft vorkäme, dass dieser Prolaktinspiegel erhöht wäre, auch ohne Beschwerden. Auch er wusste nicht woher das auf einmal kommt, ist noch nicht so genau nachgeforscht worden, denke ich.

Also bewahre Ruhe und ein schönes Wochenende! :arrow:

Jutta, 46 Jahre, drei Kinder, über 4 Jahre Mirena, fast ein Jahr ohne!

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Kathi
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Beitragvon Kathi » 03.11.2005, 23:14

Hallo,

zum Thema erhöhter Prolaktinspiegel habe ich folgendes Zitat von Mic gefunden:

"Hierzu sollte man wissen, dass der Prolaktinspiegel durch eine ganze Reihe von Faktoren erhöht werden kann und dahinter bei weitem nicht immer ein prolaktinproduzierendes Hypophysenadenom (Prolaktinom) stecken muss. Ein Adenom ist eine gutartige Wucherung. Bösartige Hypophysentumore sind noch viel seltener. Bei Verdacht auf ein Prolaktinom ist der Prolaktinspiegel bei wiederholten(!) Messungen mind. 10x höher (> 1000%) als die Obergrenze des Normbereichs. Geringgradigere Erhöhungen findet man möglicherweise bei Mikroadenomen, meist sind die Ursachen aber ganz andere:

* Stress! Hier reicht oft schon die Untersuchung und Blutabnahme beim Arzt um erhöhte Werte vorzufinden!
* Unterfunktion der Schilddrüse: Hier produziert die Hypophyse meist nicht nur mehr TSH sondern parallel dazu auch mehr Prolaktin.
* Medikamente: Hier v.a. viele Psychopharmaka und Mittel gegen Übelkeit wie Paspertin aber auch die Anti-Baby-Pille (wenn hoher Östrogenanteil).
* Schwangerschaft und Stillperiode.
* Reizungen der Brustwarze (Sex, Stillen)


Normalerweise ist daher ein einmalig nur leicht erhöhter Wert kein Grund zur Beunruhigung. Man sollte die oben genannten Faktoren als Ursache ausschließen können und eine wiederholte Messung unter absoluter Vermeidung von Stress (physisch und psychisch) durchführen. Dazu sollten die Werte morgens zwischen 7 und 9 Uhr bestimmt werden (circadianer Rhythmus). Man sollte schon eine Weile auf sein (Prolaktinanstieg in den späten Schlafphasen um bis zu 180%). Keinen Kaffee oder Tee trinken, nüchtern muss man aber nicht sein, also ruhig in Ruhe frühstücken. Nicht abgehetzt und schon gestresst zum Arzt kommen. Keine körperliche Untersuchung vorher. Kein Stress bei der Blutabnahme selber. Es ist zu empfehlen, einen Katheter zu legen und 30 Minuten später eine zweite Blutentnahme durchzuführen.

Also kein Grund zur Panik. Fast alle Hashis haben leicht erhöhte Prolaktinwerte (bei mir 25% über oberer Normgrenze). Erst wenn bei wiederholten Messungen unter Ausschluss/Vermeidung der oben aufgeführten Einflussfaktoren deutlich erhöhte Werte bestätigt werden (mehrere 100% erhöht), besteht wirklich begründeter Verdacht auf ein Mikro/Makroadenom. Dieses ist aber praktisch immer gutartig und kann meist rein medikamentös behandelt werden."


Nach zu lesen bei:
http://www.ht-mb.de/forum/showthread.ph ... tinspiegel
Liebe Grüße Kathi

26 J. - keine Kinder - 09/2000-12/2004 Pille - deutliche "Hormonprobleme" und jetzt Hashimoto (Infos: www.ht-mb.de/forum )

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Sabinchen35
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Beitragvon Sabinchen35 » 05.11.2005, 16:46

DANKE euch für die Infos!!! :D
in manchen Sachen reagiere ich leicht hysterisch... :? Doch inzwischen sehe ich das gelassener, denn der Ausschabungsbefund dvor 1 1/2 Jahren ergab ja ein Hormonchaos, irgendwas mit der Gelbkörperproduktion war nicht in Ordnung und von daher denke ich mir auch, war diese einmalige Sache bei mir hormonell bedingt...Hormonchaos -> leicht erhöhtes Prolaktin, dass war´s wohl vermutl. und hat sich zum Glück wohl wieder eingependelt....dennoch...am 21.11. habe ich Termin zum Abstrich und Brustultraschall...

in manchen Sachen (was medizinische Sachen angeht) reagiere ich leicht hysterisch... :?
46, getrennt lebend, 2 Mädels, 1. Mirena 2005, 2. Mirena 2010, 3. Mirena seit April 2015

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