Zurück aus dem Krankenhaus

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meersaeuli
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Zurück aus dem Krankenhaus

Beitragvon meersaeuli » 06.11.2005, 20:27

Hallo !

Gerade komme ich zurück aus dem Krankenhaus. Ich musste dort stationär eine ca. 6 cm große Eierstockzyste entfernen lassen. Ich habe immer schon zu Zysten geneigt. Leider hat mich mein Frauenarzt nicht aufgeklärt, dass unter der Mirena vermehrt mit Zystenbildung zu rechnen ist - so zumindest der amerikanische Beipackzettel. Ich habe dann nach 4 Jahren Mirena dieses Prachtstück entwickelt. Leider hat es sich auch nach dem Ziehen der Mirena vor drei Monaten nicht zurückentwickelt und der Frauenarzt hat mir wirklich Angst gemacht, dass es sich um einen bösartigen Tumor handeln könnte. Na, das war es gottseidank nicht. Ich bin die Mirena los und damit meine Depressionen, meine Unruhe und meine Rückenschmerzen und seit neuestem auch die Zyste. Das OP war wirklich problemlos und was das tolle ist, ich habe im KH 3 Kilo abgenommen.

Viele Grüße meersaeuli
40 Jahre,2Kinder,Mirena von 04/00 bis 07/05

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dieSonja
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Beitragvon dieSonja » 07.11.2005, 17:33

Schön das Du es gut überstanden hast.

Auch wenn einige aus dem Forum nichts davon halten: Ruf bei der Mirena-Hotline von Schering an, sag denen was Dir passiert ist.
Bestehe darauf, das Dein Arzt eine Meldung wegen den Nebenwirkungen macht. Es gibt da eine Behörde.

Nur so kann man hoffen, das Schering irgenwann die Packungsbeilage ändert/ändern muß.

Alles Gute,

Sonja
26 Jahre, 1 Kind, Mirena 5 Jahre, seit 10/04 ohne

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Sabinchen35
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Beitragvon Sabinchen35 » 08.11.2005, 12:23

Boah, ´ne 6 cm grosse Zyste ist ein ganz schöner Brummer...

Alles Liebe!

Ja, ich finde auch, dass sowas auf dem Beipackzettel erwähnt werden sollte!
46, getrennt lebend, 2 Mädels, 1. Mirena 2005, 2. Mirena 2010, 3. Mirena seit April 2015

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meersaeuli
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Beitragvon meersaeuli » 09.11.2005, 18:52

Hallo !

Vielen Dank für die Genesungswünsche. Die Sache mit den Zysten als Nebenwirkung steht tatsächlich bereits in der Patienteninformation, leider aber nur in der US-amerikanischen. Wer sich dafür interessiert, hier ist der Link :http://berlex.com/html/products/pi/mire ... insert.pdf.
Dort wird ausgeführt, dass bei einer von 10 Frauen unter Mirena Zysten auftreten.

Ich denke, dass die Rate bei Frauen, die wie ich von Natur aus zu Zysten neigen, dann sicher nochmals erhöht ist. Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich bei meiner alten Kuperspirale geblieben, die ich eigentlich sehr gut vertragen hatte. Nur weil mein Frauenarzt solche Werbung gemacht hat, habe ich mir die Mirena damals setzen lassen.

Ganz lange bin ich auch gar nicht auf die Idee gekommen, dass meine heftige Depression davon kommen könnte. Nach dem Ziehen geht es mir jedenfall viel besser.

Zu dem Hinweis, mein Frauenarzt solle Meldung erstatten : Er bestreitet jeden Zusammenhang, sowohl bei der Zyste, als auch bei den Depressionen. Er sagte im Übrigen wörtlich : Einen Tod müssen Sie halt sterben, alles hat Nebenwirkungen.

Das kann schon sein, aber ich möchte doch darüber umfassend aufgeklärt werden.

Viele Grüße

meersaeuli
40 Jahre,2Kinder,Mirena von 04/00 bis 07/05

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lysistrata
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Beitragvon lysistrata » 09.11.2005, 19:07

Er sagte im Übrigen wörtlich : Einen Tod müssen Sie halt sterben, alles hat Nebenwirkungen.
nettes kerlchen! gehst du da nochmal hin?! :shock:

ciao,
lysistrata
pille von 18 - 25; 3MS von 25 - 35; seit 09/02 ohne hormonbeschuss und unterbunden;

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Shangri
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Beitragvon Shangri » 10.11.2005, 11:58

Hallo meersäuli!

Wow, das klingt wirklich furchteinflössend, was Dir widerfahren ist.

Ich hatte die Mirena nun 6 Monate, hab sie heute entfernen lassen.

Aber das ist ja nicht das Thema hier, ich wollte eigentlich was zu den Beschreibungen der Nebenwirkungen schreiben:
Mir liegt ein Beipackzettel mit Stand Mai 2003 vor, in deutsch.
Auf der letzten Seite gibt es eine "nette" Tabelle mit allen möglichen NW, unterteilt nach Organsystem; Häufige NW >1/100, <1/10; Gelegentliche NW >1/1000, <1/100, Seltene NW >1/10000, <1/1000.
Und in dieser Tabelle werden Zysten mit keinem Wort erwähnt!!!

Eine Seite davor jedoch, im Abschnitt NW steht dann eher beiläufig:
"Zu den sehr häufigen NW (werden bei mehr als 10% der Anwenderinnen beobachtet) gehören Veränderungen bei der Menstruationsblutung sowie gutartige Oviarialzysten."

Könnte man vielleicht etwas deutlicher hervorheben ...

LG, Shangri
31 Jahre, 1 Kind (2006), Mirena von April bis Nov.2005, davor Nuvaring, davor div. Pillen. Seit der SS NFP

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meersaeuli
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Beitragvon meersaeuli » 10.11.2005, 20:22

Liebe Shangri,

ja, das könnten sie wirklich etwas besser hervorheben. Und vor allem : Als mir das Teil empfohlen und eingesetzt wurde, habe ich keinen Beipackzettel zu Gesicht bekommen, nur den Hochglanzprospekt von Schering. Sonst hätte ich es mir nicht setzen lassen. Ich kannte ja meine Neigung zu Zysten.

Ich wünsche Dir einen baldigen Erfolg mit dem Babywunsch. Meine beiden sind wirklich das Beste, was mir je passiert ist.

Viele Grüße

meersaeuli

P.S. Zu dem Frauenarzt gehe ich morgen das letztemal zum Fädenziehen und zur Nachkontrolle. Das wird er ja wohl hinkriegen. Danach suche ich mir einen neuen, ich habe schon eine Ärztin von meiner Freundin empfohlen bekommen.
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meersaeuli
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Beitragvon meersaeuli » 11.11.2005, 16:10

Hallo nochmals !

nachdem ich heute nochmal bei meinem niedergelassenen FA war, muss ich zu seiner Ehrenrettung sagen, dass er jetzt eingeräumt hat, dass wohl doch ein Zusammenhang zwischen der Zyste und der Mirena besteht.

Ich weiss jetzt, dass es sich um eine sogenannte Corpus-luteum-Zyste gehandelt hat. Nach den Informationen im Internet produziert so ein Teil selbst Hormone, u.a. wohl Gestagen. Das ist ja auch der Wirkstoff der Mirena. Kann es also sein, dass mein Körper mit diesem Hormon überschwemmt war und ich deswegen so massive Nebenwirkungen hatte ? Kennt sich da jemand aus, ich wäre für eine Antwort dankbar.

Ich weiss, das hätte ich meinen FA auch fragen können, der Gedanke kam mir aber erst zu Hause, als ich darüber nachgeforscht habe.

Viele Grüße

meersaeuli
40 Jahre,2Kinder,Mirena von 04/00 bis 07/05

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