Frühabtreibung durch Spirale ?

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Chrissi

Frühabtreibung durch Spirale ?

Beitragvon Chrissi » 28.04.2004, 10:15

Hallo Ihrs ;-)

ersteinmal finde ich absolut klasse, dass es dieses Forum gibt !
Mir persönlich hat es mein Leben zurückgegeben, denn ich war unter der Mirena nicht mehr ich selbst. Einen ganz ganz lieben Dank, an Alle hier :!: , denn durch Eure Berichte wurden mir die Augen geöffnet. Genau wie bei vielen anderen hier, hat die Mirena mich einfach krank gemacht. Wobei das Psysische mir am meisten zu schaffen gemacht hat!
Die Betonung liegt auf der Vergangenheit, denn seit Mirena aus meinem Körper raus ist, geht es mir von Tag zu Tag besser ! :lol:

Ich frage mich nun im Nachhinein, was ich in meinem Körper damit wohl alles angerichtet habe ? Und nun zum Thema meines Beitrags:

Wie geht es Euch bei dem Gedanken, dass die Mirena frühabtreibend wirkt ?

Ich habe das hier in einem Arzt Beitrag gelesen und denke, dass das gerade für die Psysischen Probleme wohl eine entscheidende Rolle getragen hat. !
Man sagt doch z.b., dass man die Abtreibungspille (also diese, die man kurz nach einem ungeschützen Geschlechtsverkehr anwenden kann, um nicht schwanger zu werden) die übrigens den gleichen Wirkstoff wie Mirena hat, nicht oft anwenden darf und nur eine Notlösung darstellt, weil man damit eben seinem Körper nichts gutes tut !!!

Nun stellt sich heraus, dass eben die Mirena genauso abtreibend wirkt, worüber mich KEIN Arzt aufgeklärt hat ? Sprich: wir werden "Schwanger" und Mirena lässt dieses befruchtete Ei unnatürlich absterben ???

Ich kanns DAS einfach nicht fassen !
Wie kann man das nur auf Dauer zulassen ? Also ich meine von der rein medizinischen Seite her ?

Was meint IHR dazu ?

Ganz liebe Grüsse von
Chrissi

Bianca

Wirkungsweise

Beitragvon Bianca » 28.04.2004, 13:05

Also, mir wurde die Wirkungsweise von Mirena von verschiedenen FÄ anders erklärt: Demnach soll es bei Mirena gar nicht erst zur Befruchtung einer Eizelle, die sich wegen der unzureichend aufgebauten Gebärmutterschleimhaut nicht einnisten könnte, kommen. Verantwortlich dafür soll die Veränderung des Zervixschleims, an die nach meiner Erfahrung aber nicht alle FÄ glauben, sowie die Wirkung des Gestagens auf das Gebärmuttermilieu, mit Hemmung der Spermienbeweglichkeit, sein. Zu dem von Mirena freigesetzten Hormon: Levonorgestrel ist nur eines von verschiedenen synthetischen Gestagenen und ist ja nicht nur in der Pille danach, sondern auch in einer Reihe von Antibabypillen, z. B. Triquilar oder Leios, auch in der Minipille, z. B. Microlut, enthalten. Die Pille danach soll deshalb nur in absoluten Ausnahmefällen angewandt werden, weil die Hormondosis erheblich höher ist, als wenn das Hormon in der normalen Pille oder in Mirena zur Anwendung gelangt.

Chrissi

Re:

Beitragvon Chrissi » 28.04.2004, 13:58

Hallo Bianca,

1.Schering selber sagt: "Die verhütende Wirkung von Mirena beruht- im Gegensatz zur Pille- nicht auf der Unterdrückung des Eisprungs, sondern auf der lokalen Wirkung in der Gebärmutter. Ihr natürlicher Zyklus bleibt somit zumeist erhalten, und viele Frauen haben mit Mirena weiterhin einen Eisprung."

weiterhin schreiben sie:
"...die Dicke der Gebärmutterschleimhaut wird reduziert, und die Eizelle kann sich nicht mehr einnisten."
"Befruchtet" haben sie vor "Eizelle" dezent weggelassen. :!:
Denn warum sollte sich eine "unbefruchtete" Eizelle einnisten ?
Widersprüche :?:

2.Was passiert wenn ein Ei heranreift: Sobald sich aber ein Eibläschen (Follikel) entwickelt und zur Sprungreife heranreift, werden in diesem auch Östrogene gebildet, die ihrerseits den Zervixschleim wieder verflüssigen und damit für die Spermien durchlässig machen, ja, sie geradezu auffordern, in die Gebärmutter und damit auch die Eileiter aufzusteigen."

3. Warum geben die Hersteller ein höheres Risiko von Eileiterschwangerschaften an, wenn es doch eigentlich gar nicht zur Schwangerschaft kommen kann ?

Was meinst du dazu ?
Chrissi

Bianca

Fragen zur Wirkungsweise

Beitragvon Bianca » 30.04.2004, 20:00

Hallo Chrissi,

ich habe zu Mirena auch schon unzählige Recherchen unternommen, nicht zuletzt wegen der widersprüchlichen Aussagen der FÄ.

Deine Fragen sind natürlich berechtigt. Auf der Schweizer Webseite las ich, daß es wegen der Veränderungen des Zervixschleims und des Gebärmuttermilieus gar nicht erst zur Befruchtung kommen könne. Auf irgendeiner Webseite, die ich jetzt nicht mehr zitieren kann, habe ich aber auch gelesen, daß in umfänglichen Studien die Wirkung auf den Zervixschleim nicht bei allen Probandinnen nachgewiesen werden konnte. Ich habe mich nie mit NFP oder dergleichen beschäftigt und auch ein begrenztes Verständnis, was meinen eigenen Zyklus anbelangt, weil ich vor Mirena immer mit der Pille verhütete und insofern der physiologische Zyklusverlauf nie ein Thema für mich war. Aber ich habe, besonders anfänglich, häufiger die Fädchen meiner Mirena überprüft, dabei fiel mir auf, daß ich zeitweise durchaus spinnbaren, klaren Zervixschleim habe. Mich hat das damals verunsichert, ich begann, an der Sicherheit zu zweifeln. Über die Tatsache, daß es womöglich zu einer Befruchtung, aber zu keiner Einnistung kommen könnte, habe ich mir dabei - das muß ich gestehen - keine weitergehenden Gedanken gemacht.

Leider vermag ich nicht zu beantworten, ob die von den Eierstöcken gebildeten Hormone quasi Priorität über das von Mirena ausgeschüttete Gestagen haben, sprich: ob es im Zuge der Östrogenbildung zu einer Verflüssigung des Zervixschleimes trotz liegender Mirena kommen kann. Ich habe aber meinen FA einmal zu ähnlichen Dingen befragt, die mich beschäftigten, z. B.: Muß bei Einnahme von Sekretolytika (wie bei der Pille) befürchtet werden, daß es nicht nur zur Lösung des Bronchial-, sondern auch des Zervixschleims kommt? Hierzu wurde mir gesagt, daß das Levonorgestrel von Mirena stärker wirke, weil lokal, als das systemisch wirkende Ambroxol - oder wie auch immer der schleimlösende Wirkstoff von Expektorantien heißt. Ich habe auch eine Zeitlang Ethinylestradiol von meinem FA verschrieben bekommen. Und auch dazu interessierte mich, ob das EE den gestagenen Effekt von Mirena auf den Zervixschleim nun aufheben würde. Das wurde seitens meines FA verneint. Daraus habe ich eigentlich abgeleitet, daß das Mirena-Hormon grundsätzlich die Oberhand hat. Andererseits frage ich mich gleichzeitig, warum ich (siehe meinen Beitrag weiter unten) dann kürzlich eine sehr starke Blutung hatte, wenn doch generell die lokale Wirkstoffabgabe entscheidend ist.

Zum Thema Eileiter-SS habe ich ebenfalls Kontroverses gehört, u. a. auch, daß die Rate der unter Mirena eintretenden extrauterinen SS deutlich geringer sei als bei Frauen, die keine Verhütung anwenden.

Ich denke (und hoffe), daß der Kunststoffkörper Mirena selbst einen Störfaktor für die Spermien darstellt, so daß eine Befruchtung im Vorfeld verhindert wird, unterstützt durch das an die Gebärmutterhöhle abgegebene Gestagen. Und daß Eileiter-SS deshalb verhältnismäßig häufiger beobachtet werden, weil der Störfaktor Mirena naturgemäß lediglich in der Uterushöhle, nicht jedoch in den Eileitern placiert wird.

Bianca

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janine
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Befruchtung durch Mirena möglich?

Beitragvon janine » 11.05.2004, 21:04

Also ich hatte die Mirena 1 1/2 Jahre in mir, in dieser Zeit viel mir 2-3 Mal auf, dasss meine Brüste ganz prall und sehr sehr schmerzempfindlich waren, dies kannte ich zuvor nur von meinen drei Schwangerschaften. Von daher sage ich, rein logisch und gefühlsmäßig, es hat sich mehrmals ein befruchtetes Ei in meinem Körper befunden und hat Symptome wie am Anfang einer Schwangerschaft bei mir ausgelöst.
Zum Glück bin ich das Drecksding nun endlich los und mein Körper fängt nun an sich zu erholen!!!!!!
Eure Janine

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abc
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Beitragvon abc » 25.05.2004, 20:44

Hallo,

ich denke auch, dass ich mindestens einmal einen Abgang hatte. Ich hatte schonmal eine fehlgeburt ind er Frühschwangerschaft und das fühlte sich genauso an.

Mir wurde es übrigens so erklärt, dass die Befruchtung gestört wird und falls das nicht kallpt wird die befruchtete Eizelle abgestossen. Allerdings passiert das ohne Verhütung auch recht häufig, nur das wir es normalerweise nicht merken sondenr für eine normale Periode halten.

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