Es war doch Eure Entscheidung ?!

Hier kannst Du Dich mit Anwenderinnen austauschen.

kitten.

Es war doch Eure Entscheidung ?!

Beitragvon kitten. » 10.11.2004, 14:04

ich lese hier immer wieder die "vermutung" eure ärzte wollen nur geld machen und setzen deshalb die mirena so gerne ein.

das ist doch unsinn. ein arzt verdient nicht mehr wenn er ne mirena-spirale einsetzt als wenns um eine normale geht.

das was teuer ist ist die mirena selbst.

und wieviel geld ein arzt für das einsetzen (irgendeiner) spirale nimmt ist ihm überlassen, da das eine privatleistung ist und nicht von der kasse finanziert wird.

es liegt in eurer verantwortung zu wem ihr geht.

wenn ihr euch eine tolle praxis mit hochmodernen geräten und in bester lage aussucht ist klar dass der arzt diese "eigenschaften" auch bezahlen muss und das tut er nun mal über die "privateinnahmen" eine andere möglichkeit hat er gar nicht.

ich arbeite bei einer ärztin die ihre praxis erst vor vier jahren übernommen hat und noch sehr viel abbezahlen muss. sie ist eine tolle person, macht viel mit tcm, ist überhaupt nicht drauf aus reich zu werden mit dem was sie macht. sie behandelt z.b. flüchtlingsfrauen umsonst. und sie nimmt für die mirena 200 euro plus 50 euro fürs einsetzen.

die ärztin zu der ich gehe hat ihre praxis schon seit 15 jahren. verdient gut, ihr mann ist auch arzt. die praxis ist wesentlich besser gelegen als die in der ich arbeite und ist auch besser ausgestattet.
ABER: da sie hat sonst keine kosten mehr und bei ihr hab ich für die mirena inkl. einsetzen 216 euro bezahlt.

ärzte sind unternehmer die ihr unternehmen am laufen halten müssen.

ärzte sind nicht böse. sie sind menschen wie alle anderen auch. und wie im übrigen leben muss man sich aussuchen mit wem man zusammen arbeitet und mit wem nicht. man muss prioritäten setzen.

einige klingen so als ob sie unmündige kinder wären. hat mich geärgert.

Ausserdem: ich finde es merkwürdig dass einige hier so klingen als ob man ihnen die mirena aufgezwungen hätte.

es ist doch eure freie wahl.

dass die modernen errungenschaften nicht harmlos sind sollte jedem klar sein.
und dass es mit einem risiko und nebenwirkungen verbunden ist sich so ein "gerät" einsetzen zu lassen ist auch kein geheimnis.

wenn man sich entscheidet sich das leben auf diese art "einfach" zu machen muss man doch als mündiger bürger alle vor-und nachteile abwägen können.

versteht mich nicht falsch. ich finde es nicht schlecht sich über die nebenwirkungen auszutauschen und auch die entäuschung und wut darüber dass es einen stärker getroffen hat als jemand anderen verstehe ich nur zu gut.

aber die dinger heissen "nebenwirkungen" und nicht "passiert -so-gut-wie-nie-wirkungen". es gibt die infobroschüren in denen alle aufgelistet sind. die sind frei zugänglich und werden nicht in irgendwelchen geheimkammern vom bnd gelagert.

und defakto ist die mirena eine gute (die sicherste) verhütungsmethode im moment.
dass ärzte sie nicht leichtfertig wieder entfernen liegt auch oft daran dass ihnen sehr bewusst ist was dieses "rein und raus" für den körper bedeutet. und weil das ding für die patienten sehr teuer ist.
das sind zumindest die überlegungen der ärztin bei der ich arbeite.

auch dieses "die könnte man verklagen" thema finde ich grotesk. ich will die pharmakonzerne nicht heilig sprechen aber die erfinden sachen die euch das leben leichter machen und klären über die risiken auf.
dass das "spielen" mit hormonen gefährlich ist und nicht leichtfertig praktiziert werden sollte kann man sich auch an fünf fingern abzählen.

auch dass man sich nicht leichtfertig irgendwas in die gebärmutter stopfen lassen sollte finde ich offensichtlich.


wenn ihr euch schlecht (oder gar nicht) beraten fühlt von euren ärzten kann ich nur raten zu jemand anderem zu gehen.

ein vernünftiger arzt klärt über alle risiken und auch alle vorteile auf. das gilt für alle bereiche.

meine ärztin zb beispiel verliert nicht sonderlich viele erklärende worte (war auch in der schwangerschaftsvorsorge so). das finde ich persönlich nicht schlimm, da ich ein gutes backroundwissen habe und ja auch als sprechstundenhilfe bei einem gyn arbeite. aber einer frau die auf die informationen angewiesen ist die sie direkt von ihrem behandelnen arzt bekommt würde ich meine ärztin nicht empfehlen. ich mag dass sie schnell, kompetent, ohne viel schnickschnack aber mit viel zartgefühl ihre arbeit macht.

jedem das was zu ihm passt.

das es schwer sein kann den für sich richtigen arzt zu finden weiss ich - hab immer noch keinen guten zahnarzt gefunden. ;)

aber gebt die verantwortung für euren körper und eure seele nicht ab. ihr seid immer noch selbverantwortlich handelne mündige patienten.

diese ganze angelegenheit ist sehr persönlich und sehr intim, deswegen sollte sich jeder einen arzt suchen der die selbe sprache spricht und ähnliche ansichten hat wie man selbst.

bleibt (werdet) gesund,

katrin.

Benutzeravatar
Cookie
Aktives Mitglied
Beiträge: 31
Registriert: 19.08.2004, 23:16
Wohnort: Baden-Württemberg

Beitragvon Cookie » 10.11.2004, 14:38

hallo katrin!

aaalso *lufthol*

leider habe ich nicht so viel zeit, wie ich gerade gerne hätte um dein posting zu beantworten- ich versuche mich kurz zu fassen und verständlich zu bleiben.

1. ich denke nicht, daß hier jemand den arzt dafür verantwortlich macht, die mirena eingesetzt zu haben, daß wir es alle aus freien stücken (nach mehr oder weniger guter beratung) getan haben ist fakt.

2.das für mich erschreckendste hier, ist immer wieder zu lesen, daß frauen (genau wie ich) mehrmals (!!!) bei ihren ärzten waren und über ihre probleme berichteten, aber immer abgewiesen wurden mit der aussage "von der mirena kann das nicht kommen"

wieso passiert das?

wenn ich diese frei zugänglichen NW listen habe, hat sie auch mein arzt- und wenn ich nun komme und sage "ich habe dieses oder jenes problem, SEIT einsetzen der mirena und dieses problem ist bestandteil der NW.liste,
dann erwarte ich von meinem arzt, daß er in erwägung zieht, daß ich das ding nicht vertrage.
und nicht mich wieder nach hause schickt mit einem auswenidig gelernten satz " da die hormonmenge so gering ist, kann es and er mirena nicht liegen"

ich weiß nicht ob du dir vorstellen kannst, wenn es einem monate lang beschissen geht ,kein anderer arzt eine ursache findet, man letztendlich mirena als ( letztmögliche) ursache und immer gesagt bekommt " das kann nicht sein".

man denkt im wahrsten sinne des wortes man sei nicht mehr ganz dicht.

und das kann es nciht sein, weil man ja in diesem forum zur genüge lesen kann, daß frau mit ihren problemen durchaus nicht allein ist.

und da greift dann auch dein vorwurf nicht mehr, man würde den ärzten geldgeilheit unterstellen, denn in diesem fall haben wir ja alle unsere mirena schon bezahlt und es geht eigentlich darum sie wieder zu entfernen.

daß auch dieses dem körper nochmal einen kraftakt der umstellung abverlangt habe ich von arztseite noch NIE gehört!!!!!!!!!!!

und weiter zum vorwurf der "abzocke" von seiten der ärzte:
deine ausführungen über die wirtschaftlichkeit eines praxisunternehmens sind sicher wahr,
aber:
weißt du wieviele frauen ich kenne, die gebeten wurden ihre mirena-einlege-rechnung bar an ort und stelle zu begleichen?
ohne rechnung?
naaaa?

und zum letzten punkt:
den verklage-gelüsten an die firma.

ich sage nur "vioxx".
niemand ist unfehlbar.
ein erst als "der durchbruch" geachteter wirkstoff kann durchaus in der praxis als gefährlicher als eingeschätzt erkannt werden.

dieses problem sehe ich auch hier.

die mirena ist seit 1997 auf dem markt-langzeitstudien fallen somit aus.

und ist es nicht komisch, daß in den meisten fällen die großen/unerträglichen probleme mit mirena erst nach 2 bis 3 jahren auftreten.

hier erwarte ich von der firma, daß dahin gehend nochmal alles überprüft wird, diese besonderheit ebenfalls im beipackzettel auftaucht, oder eben nochmal durchdacht wwerden muß, ob dieses arzneimitttel wirklich für den angegeben liegezeitraum "taugt".

wenn hier nochmal ein zusatz gegeben würde, würden die dann informierten frauenärzte vielleicht auch nciht mehr die frauen aus ihren praxen entlassen mit der info, es könne nicht ( unter gar keinen umständen) an der mirena liegen.

es KANN eben doch- und das muß bekannt und öffentlich gemacht werden!!!!

so, und zu guter letzt noch ein satz zu deier info die liste mit den NW sei frei zugängig.
die meisten frauen bekommen das ding direkt aus der packung in der praxis gelegt und den beipackzettel NICHT in die hand bzw. zu gesicht ( wurde hier mehrfach berichtet!), alles was den frauen mitgegeben wird, ist das berühmte hochglanzprospekt, wo von NW´s kein wort steht. ( außer denen in der ersten zeit)

also hier: mangel an aufklärung.

so, und jetzt komme ich gleich zu spät zum arbeiten. :wink:

schönen tag noch,
cookie

p.s.: aus eile nicht korrektur gelesen, tippfehler chenke ich euch :wink:

Gast

Beitragvon Gast » 10.11.2004, 14:51

Liebe Katrin,

ich kann deine Argumentation gut verstehen. Selbstverständlich sollte jede Frau eigenverantwortlich handeln und sich den passenden Arzt suchen.
Scheinbar ist dies aber extrem schwer und du hast wohl viel Glück - sowohl mit der Ärztin bei der du arbeitest, als auch mit deiner behandelnden Frauenärztin.
In vielen Fällen ist es aber so, dass die Frauen - die hier im Forum schreiben - eben keinen Frauenarzt haben, der sie bezüglich der Nebenwirkungen ernst nimmt. Schering hat in den letzten Jahren selbst die Liste der möglichen Nebenwirkungen erweitert - und die ist, wie bei jedem Hormonprodukt, ziemlich lang. Vielen von uns stellt sich aber immer wieder das Problem, dass die Frauenärzte diese Nebenwirkungen negieren. Die Mirena wird als DAS Verhütungsmittel schlechthin empfohlen und Frau ist froh, ein sicheres Mittel gefunden zu, das - laut Aussage vieler Ärzte, kaum Nebenwirkungen hat.
Die Mirena wirkt durch die Hormone und diese haben Nebenwirkungen, wie du ja auch geschrieben hast.
Wenn man dann Nebenwirkungen bekommt, die einem wirklich das Leben schwer machen und es nimmt einen niemand für voll - was würdest du dann tun?
Mich wundert es nur, dass Allgemeinärzte wohl der Hormonspirale wesentlich skeptischer gegenüberstehen als Frauenärzte. Liegt da nicht der Verdacht nahe, dass Frauenärzte damit wohl doch gutes Geld verdienen?
Ich habe eine Frauenärztin, bei der ich schon seit 20 Jahren bin und der ich immer vertraut habe. Warum hat sie mich bezüglich der Nebenwirkungen so wenig aufgeklärt? Schering hat wohl bei Frauenärzten sehr profitabel für die Mirena geworben.
Oder kannst du uns das anders erklären?

Es ist wohl auch echt schwer, gute, kritische Ärzte zu finden. Ich habe zum Glück so einen Hausarzt. Warum hat er mich bezüglich der Nebenwirkungen bestätigt - die Frauenärztin nicht? Ich denke, das ist das Problem, das viele Frauen hier haben. Das Gefühl, Gynäkologen spielen die Nebenwirkungen herunter.

Gruß Janis

Benutzeravatar
Kirschblüte
Team
Beiträge: 108
Registriert: 18.04.2004, 15:09

Beitragvon Kirschblüte » 10.11.2004, 15:14

Liebe Katrin

Hier die Antwort von einer anderen Katrin .

Du hast völlig Recht, Ärtze und Ärztinnen sind auch nur Menschen; einige sind besser, andere weniger gut.

Wenn du die Berichte genau liest, merkst du, dass dies den Frauen, die Mirena gelegt kriegen, auch bewusst ist. Was sie ärgert ist, dass sie nicht informiert werden über mögliche Nebenwirkungen. Oder dass sie nicht ernst genommen werden, wenn sie Mirena als Ursache ihrer Probleme vermuten.

Wenn man also nicht über die möglichen Nebenwirkungen von Mirena informiert wird und sie sich dann vor den versprochenen 5 Jahren problemloser Verhütung ziehen lassen muss, ist das nicht nur ärgerlich, sondern auch schade ums Geld (ob's 200 oder 500 Euro sind spielt da keine Rolle).

Also, meine Gynäkologin hat mich voll und ganz aufgeklärt zu den möglichen Nebenwirkungen, die da waren:

Ausbleiben der Periode (sie fragte sogar nach, ob ich damit klar kommen, und ein 2. Mal noch bei einer Kontrolluntersuchung!)

Stimmungsschwankungen

Kopfweh, Übelkeit

Haut- und Gewichtsprobleme

Kurz und gut, alles, was ich auch im Beipackzettel (Druck 1999) lesen konnte, den ich in die Hand gedrückt kriegte.

Kein Problem, dachte ich, denn zuvor hatte ich jahrelang mit der Pille beschwerdenfrei verhütet, und hier ist die Liste mit Nebenwirkungen bekanntlich seeeehr lang. Ausserdem soll ja Mirena viel weniger Hormone abgeben, so sollte es ja auch weniger Probleme geben, oder???

Die Probleme, die ich dann aber mit Mirena hatte, fand ich weder im Beipackzettel noch im Internet (Katjas Forum fand ich erst später). Auch meine Frauenärztin war überrascht, als ich dann endlich, nach einem halben Jahr Qualen, zu ihr ging. Sie zog mir das Ding aber ohne Zögern und leitete die NW an Schering weitern. Seither gehts mir immer besser.

Fazit: es erstaunt nicht, dass da einige Frauen von Verklagen reden, denn viele fühlen sich als Versuchskaninchen.

LG, Kirschblüte-Katrin.

Gast

Beitragvon Gast » 10.11.2004, 15:22

hallo cookie,

das mit der schlechten beratung ist das grösste problem und nur durch einen arztwechsel (oder auch 10) zu beheben.
ich such mir auch eher ganzheitliche ärzte weil ich die engstirnigkeit von vielen spezialärzten nicht mag.

dass viele ärzte nicht über ihren zugegebenermaßen tiefen suppentellerrand schauen können ist traurig.

dass sie einer patientin nicht glauben ist arroganz.

ein ganzheitlicher arzt, zumindest die die ich bevorzuge, achtet auf die aussagen der patientin. es ist ja im endeffekt auch egal ob die unannehmlichkeiten direkt von der spirale kommen oder durch eine psychische unvereinbarkeit mit dem gerät im körper.

das mit der geldgeilheit taucht immer mit dem legen der spirale auf.

"daß auch dieses dem körper nochmal einen kraftakt der umstellung abverlangt habe ich von arztseite noch NIE gehört!!!!!!!!!!!"

das ist sehr traurig. es ist doch klar dass es für den körper auch anstrengend ist sich von der dauernden hormongabe wieder zu erholen. auch das mechanische eingreifen in den körper bleibt ja vom körper nicht unbemerkt.

wie gesagt ich bevorzuge schulmediziener die auch noch andere dinge wissen.

das bar & direkt bezahlen der spirale hat, zumindest bei uns in der praxis, den grund dass die zahlungsmoral der patienten leider sehr schlecht ist. lustigerweise hauptsächlich bei den besserverdienenden.
als arzt bekommt man ständig werbung von inkassofirmen die für einen die aussenstände eintreiben wollen weil sich das hier echt lohnt ;)

und wir haben auch nur so einen quittungsblock den man aber so gut wie nie benutzt, da man die spirale ja auch nicht von der steuer absetzen kann ;).
und wenn ein arzt die dinger nicht abrechnet ist er schön doof, da er ja auch die spirale bezahlen muss und wo gehen die denn alle hin wenn nicht in frauenkörper. oder er hat nen guten trick das zu erklären und muss in folge dessen weniger steuern zahlen und kann das einlegen billiger machen :)

zum verklagen: bei so jungen präparaten muss einem klar sein dass eventuelle langzeitwirkungen nicht erforscht sind, auch dies sollte ein guter arzt besprechen.
aber das ist ein überall aktuelles problem unserer zeit.
wir sind alle versuchskaninchen aber freiwillig (zumindest bei diesem thema).
dafür haben wir aber auch den überaus grossen nutzen und nicht erst unsere enkelinnen.

die mirena muss übrigends schon länger aufm markt sein. ich hab ne freundin die sie sich 2000 nach fünf jahren hat ziehen lassen und hier hatte auch jemand geschrieben dass er schon seit 10 jahren die mirena (also insgesamt zwei) hat.

das mit der packungsbeilage (die man ja nicht mit nach hause bekommt) ist echt dumm. aber auch hier gilt SUCHT EUCH EINEN ARZT DEM IHR VERTRAUEN KÖNNT.
nicht umsonst gibt es bei ärzten die leistung: verhütungsberatungsgespräch.

wenn jemand einem nur positives erzählt sollte man stutzig werden.
jemand der nicht auf die risiken aufmerksam macht, macht sich übrigends strafbar.

und was auch total wichtig ist: sprecht die ärzte darauf an. ohne groll. einfach hingehen oder anrufen und sagen dass man sich schlecht beraten fühlt und wissen möchte warum auf die risiken nicht genug hingewiesen wurde. ärzte sind auch nur menschen und einige somit vielleicht auch noch lernfähig.

wenn man einfach ohne erklärung den arzt wechselt weiss der ja nicht warum. vielleicht haben das ja alle frauen von euch immer gemacht und euer arzt hat tatsächlich noch nie von problemen mit der mirena gehört ... ?

mir hat übrigens auch nie ein zahnarzt geglaubt dass ich trotz betäubung noch schmerzen habe. dann geriet ich an einen ganz neuen jungen zahnarzt den das interessierte und der das dann minutiös ausgetestet hat (betäubung gespritz, immer ins zahnfleisch gepiekt, ich musste sagen obs piekt oder nur drückt, woanders gespritzt usw.). dabei stellte er fest das der grossen nerv im unterkiefer bei mir wohl nicht ganz genau da sitz wo er bei anderen sitzt (ist bei ca 20% der menschen so) und deswegen war ich in 10 zahnarztjahren nie richtig betäubt. hatte schon angenommen das es normal ist dass man trotzdem was merkt.
der witz ist aber: nachdem ich mit diesem neuen wissen bei zahnärzten ankam waren die entweder interessiert und haben versucht den nerv zu treffen oder waren noch hundert mal uneinsichtiger und arroganter als vorher ohne mein spezialwissen.
aber zu diesen idioten gehe ich auch nicht mehr.

egal,

ich wünsche euch allen viel gesundheit und glück für die nächste arztwahl,

katrin.

Gast

Beitragvon Gast » 10.11.2004, 15:43

Mich wundert es nur, dass Allgemeinärzte wohl der Hormonspirale wesentlich skeptischer gegenüberstehen als Frauenärzte.
Oder kannst du uns das anders erklären?

Gruß Janis
wie wärs mit dem ansatz, dass frauenärzte nur die verhütungsmittel an sich vergleichen und da ist die mirena im moment ungeschlagen.

ein hausarzt hat ja einen ganz anderen standpunkt. er vergleicht vielleicht auch verhütungsmittel/nichtverhütungsmittel.

auch ist es so dass frauenärzte wesentlich mehr mit mit den unschönen folgen fehlgeschlagener verhütung zu tun haben als hausärzte. eine patientin zum dritten mal zur ausschabung zu schicken weil ihr (angeblich) wieder das kondom geplatzt ist oder die pille wegen "durchfall" nicht gewirkt hat und sie aber auf gar keinen fall jetzt ein kind haben will, ist kein spass.

und die zahl frauen die mal wieder die "pille danach" haben wollen und diese offensichtlich schlucken als wären es smarties, ist auch nicht gerade niedrig.
bei uns in der praxis rufen immer freitags mittags frauen deswegen an. komisch oder? haben die alle donnerstags sex oder planen die vielleicht eher ihr wochenende?

ich wüsste nicht dass ein arzt einen positiven legalen vorteil durch die verschreibung bestimmter medikamente hat.
die vertreter der pharmafirmen sitzen auch bei uns immer wie lästige verkäufer im wartezimmer und warten darauf meine cheffin zu nerven.

vielleicht ist auch ein grund weshalb die frauenärzte noch so uninformiert sind der dass man mit diesen "mirena-problemen" eher zum psychologen(depression), allgemeinmed.(bauchweh) oder irgendeinem anderen arzt geht und erst am ende zum gyn.

die bekommen den leidensweg vieleicht oft gar nicht mit.

nur so eine überlegung...


katrin.

Benutzeravatar
Kirschblüte
Team
Beiträge: 108
Registriert: 18.04.2004, 15:09

Beitragvon Kirschblüte » 10.11.2004, 15:48

"aber auch hier gilt SUCHT EUCH EINEN ARZT DEM IHR VERTRAUEN KÖNNT."

Siehe meinen Bericht weiter oben: ich vertraue meiner Gyn und ich wurde auch entsprechend aufgeklärt! Manchmal hilft Vertrauen alleine aber nicht.

Dann sind wir "Versuchskaninchen". Mir ist sehr klar, dass künstliche Hormone immer etwas Unerwünschtes im Körper bewirken können, egal, ob nur in kleiner Menge oder angeblich nur lokal. Und bei jeder Frau kann das unterschiedlich sein.

Wenn mir die Beraterin meiner Krankenkasse allerdings, wie neulich geschehen, gesteht, dass immer mehr Frauen mit Mirena NW kämpfen, die NICHT aufgelistet werden, so gibt mir das doch zu denken. Und ich habe meine liebe Mühe damit, dass es sooooo lange dauert, bis Schering endlich reagiert und zumindest den Katalog mit NW erweitert.

Sonnige Grüsse,
Kirschblüte-Katrin.

Benutzeravatar
Anja
Aktives Mitglied
Beiträge: 24
Registriert: 30.10.2004, 20:14
Wohnort: Schleswig-Holstein

Das ist auch eure Entscheidung! teil 2

Beitragvon Anja » 10.11.2004, 17:33

Hallo,

also da wird mir doch echt schlecht, wenn ich sowas lese!

Ich hatte vorher 2 Kupferspiralen und wollte mich danach eigentlich sterilisieren lassen. Aber mein FA hatte nichts besseres zu tun als mir von schrecklichsten Nebenwirkungen zu erzählen. Dann fing er an von der Mirena zu berichten....

Nur Vorteile!!!

Ich war begeistert. Einen Beipackzettel habe ich nie gesehen.

Wann weiß man denn ob man seinem Arzt vertrauen kann oder nicht. Doch wohl erst wenn man mal so richtig auf die Schnauze gefallen ist.
Ich war 15 Jahre bei meinem FA. Er hat mich immer super betreut und ich hatte grenzenloses Vertrauen zu ihm. Da wechsel ich doch nicht den Arzt, wenn es um die Verhütung geht, oder.

Wenn ich an einer schweren Krankheit leide, ja dann ziehe ich auch noch andere Ärzte zu Rate. Aber doch nicht bei der Verhütung.

Ich habe meinen Frauenarzt auf die Nebenwirkungen angesprochen. Er hat geleugnet. Ich bin Monate lang durch die Hölle gegangen. War sogar für 6 Wochen in einer psychosomatischen Klinik. Es folgten auch danach wieder Ärzte- und Therapeutenbesuche ohne Ende. Der wirkliche Durchbruch wurde nie geschafft.

Erst durch dieses Forum und die Entfernung der Mirena bin ich wieder ein Mensch geworden. Es wird noch lange dauern bis ich wieder ganz hergestellt bin, aber ich merke eine ständige Verbesserung.

Das was mir angetan wurde nenne ich schlicht und ergreifend Körperverletzung, aber wer zahlt mir Schadensersatz.

Es war aber nicht nur mein Leiden, sondern auch dass meiner Familie. Mir krampft sich jetzt noch das Herz zusammen wenn ich an die Hilflosigkeit meiner beiden Mädchen und meines Mannes denke.

Der Hammer ist noch, neulich kam meine Tochter aus der Schule und erzählte von einem Aufkärungstag der von Pro familia durchgeführt wurde. Was wurde u.a. auch groß angepriesen die

MIRENA!!!

Natürlich ohne Nebenwirkungen. Da kommt es einem doch hoch, oder.


Meiner Meinung nach gehen die Ärzte zu leichtfertig mit der Mirena um. Warum auch nicht, sie müssen ja auch keine Angst davor haben haftbar gemacht zu werden.

Wir haben einen eigenen Betrieb. Bei der Arbeit die wir verrichten müssen
wir teilweise eine Gewährleistungspflicht von 10 Jahren übernehmen. Da müssen wir uns schon vorher überlegen ob wir unsere Arbeit richtig machen oder ob wir rumpfuschen.

Wäre doch nett, wenn auch Ärzte mal so eine Pflicht übernehmen müßten, dann würden sie garantiert über alle Nebenwirkungen aufklären.

Zum Abschluß meine Meinung zu dir.

Bei deinen Berichten hört man einfach nur raus:

DIR GING ES NOCH NIE SO RICHTIG BESCHISSEN!!!

Ich hoffe für dich das dass auch so bleibt.

Gruß

Anja

Gast

Re: Das ist auch eure Entscheidung! teil 2

Beitragvon Gast » 10.11.2004, 18:54


Wenn ich an einer schweren Krankheit leide, ja dann ziehe ich auch noch andere Ärzte zu Rate. Aber doch nicht bei der Verhütung.
gerade verhütung ist doch ein total wichtiges thema bei dem es sich lohnt den richtigen arzt zu finden. du entscheidest dich immerhin eventuell für jahre medikamente zu dir zu nehmen.
Das was mir angetan wurde nenne ich schlicht und ergreifend Körperverletzung, aber wer zahlt mir Schadensersatz.



Meiner Meinung nach gehen die Ärzte zu leichtfertig mit der Mirena um. Warum auch nicht, sie müssen ja auch keine Angst davor haben haftbar gemacht zu werden.


Wäre doch nett, wenn auch Ärzte mal so eine Pflicht übernehmen müßten, dann würden sie garantiert über alle Nebenwirkungen aufklären.
Ärzte sind verpflichtet über die nebenwirkungen aufzuklären. ansonsten kannst du deinen Arzt wegen eines Kunstfehlers anzeigen.


also da wird mir doch echt schlecht, wenn ich sowas lese!

Zum Abschluß meine Meinung zu dir.

Bei deinen Berichten hört man einfach nur raus:

DIR GING ES NOCH NIE SO RICHTIG BESCHISSEN!!!

Ich hoffe für dich das dass auch so bleibt.

Gruß

Anja
ich hab dich nicht um deine meinung zu meiner person gebeten und empfinde es auch als extrem unhöflich was du schreibst.


gruss,

katrin.

Gast3

Beitragvon Gast3 » 10.11.2004, 19:02

@kitten, dann solltest du mit deinen Äusserungen aber auch etwas vorsichtiger sein und die Frauen vom Forum nicht für blöd und naiv hinstellen und das hast du definitiv mit deinem Beitrag getan ;-)

Wieviele Ärzte soll man denn besuchen um das richtige Verhütungsmittel zu finden und die beste Aufklärung zu bekommen und woher weiß man welchen Aussagen der Ärzte man am Ende Glauben schenken kann, wenn jeder was anderes zum Thema Mirena erzählen würde. ???????

"vielleicht ist auch ein grund weshalb die frauenärzte noch so uninformiert sind der dass man mit diesen "mirena-problemen" eher zum psychologen(depression), allgemeinmed.(bauchweh) oder irgendeinem anderen arzt geht und erst am ende zum gyn. "

ICH BIN ALS ALLERERSTES ZU MEINEM GYN GEGANGEN, weil meine Beschwerden mit Mirena anfingen... aber Zusammenhänge wurden erstmal abgelehnt: NEIN, Mirena hat keine Schuld. In einem ziemlichen depressiven Zustand rennt keiner noch zig andere Ärzte ab, nein ! denn schon nach der dritten gleichen Aussage eines Arztes glaubt man DAS Mirena nicht schuld ist, weil sie NUR LOKAL WIRKT und GANZ WENIGE HORMONE ABGIBT ! Standardaussage ! Schering selber: sagte DAS GLEICHE, genauso wie die Informationen im Internet !

Wo ist da die Sensibilität von Seiten des Herstellers und der Respekt gegenüber dem risikobehafteten hormonellen Eingriff in den Körper der Frau ?

Findest Du nicht, daß da etwas schief läuft ? Denn deine Äusserung: "entäuschung und wut darüber dass es einen stärker getroffen hat als jemand anderen" ist denke ich von keinem hier der Inhalt der Postings.

Gruss katja

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 11 Gäste