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catherine
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Beitragvon catherine » 20.10.2014, 16:14

Vielen Dank für alle eure Beiträge nach meinem Aufruf. Ich gebe Bescheid, sobald der Sendetermin bekannt ist.
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Wieder im Leben
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Re: Eine Bitte an Alle! Sehr wichtig.

Beitragvon Wieder im Leben » 20.10.2014, 16:58

Das ist ja sehr gut!
Je mehr zur Aufklärung beiträgt, desto besser!
können die Termine nach Bekanntgabe hier online gestellt werden?
Ist der Bericht anonym möglich?
Wie kam es jetzt zu dem Anstoß nochmals eine Sendung zu machen?
LG !

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exilhanseatin
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Re: Eine Bitte an Alle! Sehr wichtig.

Beitragvon exilhanseatin » 20.10.2014, 21:49

Oh Catherine, das ist suuuuuuuper!!! Ich werde hier ganz viel reinschreiben, wenn ich mehr Zeit habe, aber zu den Aussagen der Gyn., das muss ich ja schon mal loswerden, werd ich nie vergessen, mit welchen Worten mir die das Teil angepriesen hat:
"Die ist ja super"
Da hab ich damals schon gedacht, was das für eine seltsame Formulierung ist für eine Ärztin...
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catherine
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Re: Eine Bitte an Alle! Sehr wichtig.

Beitragvon catherine » 21.10.2014, 08:26

Hallo Wiederimleben,
gerne kannst du deinen Bericht einfach per PN an mich senden, ich leite ihn weiter.Die zweite Sendung zur Mirena war schon länger geplant.Hast du die Erste denn schon gehört? Du findest sie im Netz, wenn du Folgendes googelst: "Bayern 5 Funkstreifzug Mirena".Hör's Dir mal an, ich finde, sie ist sehr gut recherchiert! LG
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summse
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Re: Eine Bitte an Alle! Sehr wichtig.

Beitragvon summse » 21.10.2014, 17:39

Hallo,

gerne bin ich dabei, wenn es geht, kannst du gerne auch Auszüge aus meinem Tagebuch nehmen.

Was ich unverschämt gefunden habe ist die Tatsache, das mir die Mirena als Stimmungsaufhellend verkauft wurde und positiv auf meine leichten Depressionen wirken würde.... ich wusste nichts von der Nebenwirkung Depression, denn dann hätte ich dankend abgelehnt. Die Mirena verschlimmerte meine Depressionen massiv bis hin zu Zwangsgedanken, die mir teilweise heute noch geblieben sind. Ich war damals schon so gut wie raus aus der Depression, als ich mir die Mirena habe legen lassen... ich bin heute noch sehr sauer darüber....

lg
(Jahr 2016) 38 jahre ,3 kinder Mirena vom ?.06.2009 - 28.6.2012

http://hormonspirale-forum.de/viewtopic ... 009#p45009 , Updats

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Wolke7
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Re: Eine Bitte an Alle! Sehr wichtig.

Beitragvon Wolke7 » 21.10.2014, 19:04

hallo catherine,

das finde ich sehr gut und großen dank an dich.

ich habe von meinem fa nur das tolle gehört ( das ist das beste was es gibt - keine nw - wirkt nur lokal - besser wie eine steri bei ihrem mann - das kann man rückgängig machen -die steri nur schwer - das ist doch echt jetzt besser - ich sehe keine kontraindikationen bei ihnen -das hält 5 jahre, hochgerechnet was man alles spart an binden/kondomen, lohnt sich das voll - das gibt nur ganz gering hormone ab - sie müssen an nix mehr denken) - und ihm voll vertraut, meine angst vor einer schwangerschaft war "schlimmer". mir ging es ja auch gut nach der einlage. die fehlende periode hat mich nicht gestört. was ich aber nicht wußte, war, dass ich eine geerbte schwache leber habe und die mirena gallensteine fördert. nw kamen schleichend - fingen verstärkt nach der 2. mirena an. mein fa hat immer den zusammenhang verneint, kopfweh/migräne und stimmungsschwankungen hat er als nw der mirena dann irgendwann " zugegeben", steht aber immer noch positiv dem teil gegenüber. und ich bin der erste fall mit solchen nw, er kann das nicht glauben, wenn sich die fälle häufen, dann ja. und er hat zugegeben, dass die ärzte geschult werden und es nicht anders wissen. ich bin seitdem sehr ernst, nicht mehr so lebenslustig und unbeschwert, lache nicht mehr......

ich hoffe, du kannst damit was anfangen.

lg wolke7

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catherine
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Re: Eine Bitte an Alle! Sehr wichtig.

Beitragvon catherine » 22.10.2014, 00:49

Hallo Wolke 7,
vielen Dank schon einmal. Wir werden den Sendetermin noch rechtzeitig posten, damit ihn jeder hören kann!
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Kooper
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Re: Eine Bitte an Alle! Sehr wichtig.

Beitragvon Kooper » 23.10.2014, 18:06

Hallo catherine,

Danke für Dein erneutes Engagement !

Ich habe mich 2003 mit dem Wunsch, mich sterilisieren zu lassen, an meinen Gyn gewandt. Dies lehnte er ab mit den Worten "Dann kommen Sie wesentlich früher in die Wechseljahre".

Seine Bewerbung der Mirena habe ich noch heute im Ohr: "Das ist etwas ganz Tolles. Sozusagen der Mercedes unter den Verhütungsmitteln. Ist super verträglich, und wirkt nur lokal ! Ist zwar etwas teurer, aber überlegen Sie mal, was Sie alleine an Hygieneartikeln sparen ! Und was anderes geht bei Ihnen ja sowieso nicht: Pille nicht wegen der Raucherei, Kupferspirale nicht wegen der langen und starken Blutungen." (Ich hatte mit meinem Gyn so einiges durchgestanden und vertraute ihm damals quasi blind.)

Bei mir hat die Mirena vor allem auf die Psyche geschlagen. Die körperlichen Nebenwirkungen wie z. B. Schwindel, Bluthochdruck, Gewichtszunahme, Übelkeit, Rückenschmerzen etc. waren "Extras" - da es ja ohnehin alles besch... war, kam es da dann auch nicht mehr drauf an.

Als ich die Mirena (dank diesem Forum !) dann im März 2013 ziehen lassen wollte, stritt der Gyn den Zusammenhang mit meinen Beschwerden ab, er zog sie mir erst, als ich von meinen Dauer-Hitzewallungen berichtete.

4 Monate später wurde ich wieder vorstellig, weil sich die Periode nicht einstellte. Der Gyn (der sie mir gezogen hat) erinnerte sich zunächst nicht mal mehr, dass ich die Mirena nicht mehr habe ! (Wofür gibt es eigentlich Patientenakten - das frage ich mich immer wieder !) Auf meine Frage, wie ich nun verhüten würde, hat er mich ausgelacht, und als ich die ausbleibende Periode beklagte, meinte er, "wenn ich die Mirena noch hätte, dann hätte ich keine Probleme" und außerdem "ist sie das Beste, was jemals erfunden wurde".

Über meinen "Waschbärbauch" (Zitat Gyn) machte er sich lustig, zudem sollte ich zum Ultraschall wegen meines erhöhten Brustkrebsrisikos (das er aber in meiner Person und nicht in der Mirena begründet sieht) und wegen meiner Ängste "sind Sie ein Fall für den Psychiater, und nicht für den Frauenarzt". (Unfassbar, dass man für die in der Packungsbeilage genannten Nebenwirkungen auch noch verantwortlich gemacht wird !)

Im Januar 2014 ließ ich einen Hormontest machen, dessen Ergebnis mir der Gyn auf dem AB hinterließ (ist archiviert !): "Wie ich es vermutet habe, sind Sie nun doch schon ein bisschen in den Wechseljahren"

Ich habe mir die Laborwerte abgeholt (denn ich glaube n i c h t s mehr): Sie waren POSTMENOPAUSAL. "Ovarialfunktion weitgehend erloschen". Da war ich gerade 43 geworden. (Meine Mutter ist mit 54 in die Wechseljahre gekommen....)

Ich habe mir zwischenzeitlich Berichte von allen Ärzten abgefordert, bei denen ich in den letzten Jahren in Behandlung war, u. a. auch von der Gyn, die mir die 2. Mirena eingesetzt hat. In ihrer Akte steht "Depressionen" - und die Frau hat mir das Ding ohne weiteren Hinweis und ohne mit der Wimper zu zucken eingesetzt ...

Dass mir die Wutwolken aus den Ohren kommen, wenn ich über das alles nachdenke, muss ich hier wohl nicht gesondert erwähnen !

Ich hoffe aber, das hilft Dir weiter.

LG Kooper
Kooper, Baujahr 1970, in Partnerschaft, keine Kinder
1. Mirena 2003 - 2009, 2. Mirena 2009 - 2013


Was bringt den Doktor um sein Brot ?
a) die Gesundheit b) der Tod.
Drum hält der Arzt, auf daß ER lebe,
Uns zwischen beiden in der Schwebe.
Eugen Roth

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exilhanseatin
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Re: Eine Bitte an Alle! Sehr wichtig.

Beitragvon exilhanseatin » 23.10.2014, 20:44

Hallo liebe Catherine,

hier ist mein Erfahrungsbericht aus dem Jahr 2011:

"Ich halte die Hormonspirale für ursächlich für viele Beschwerden, an denen ich in diesem Jahr gelitten habe und immer noch leide.

Ich bin 37 Jahre alt und habe mir Anfang des Jahres, etwa sechs Monate nach der Geburt meines dritten Kindes, die Hormonspirale einsetzen lassen. Meine Frauenärztin pries diese mit Formulierungen an wie "die ist ja super" und "man muss sich ja nicht unnötig mit Hormonen belasten". Der "Beipackzettel" wurde mir im nachhinein ausgehändigt. Zuvor wurde ich nicht darauf hingewiesen, dass die Spirale bei Migräne mit Aura nicht empfehlenswert ist. (Ich hatte bereits einige Male eine Aura, allerdings ohne Kopfschmerzen. Ich habe zudem die Autoimmunerkrankung Hashimoto, muss allerdings keine Schilddrüsenmedikamente einnehmen. Ansonsten nehme ich keine Medikamente ein und bin im Großen und Ganzen immer gesund gewesen).

Folgende Nebenwirkungen traten nach einigen Wochen auf

Gewichtszunahme (circa fünf Kilo)
Zyste
Zwischenblutungen, dann keine Regelblutung mehr
Ausfluss
verringerter Geschlechtstrieb

im Frühling hatte ich dann starke Sehstörungen:
hohe Lichtempfindlichkeit
bekannte Aura-Migräne nach langer Zeit wieder aufgetreten und stark verschlimmert
Flimmer-Skotome
über Wochen andauernd:
zeitweilige Doppelbilder
blinder Fleck
Gesichtsfeldeinschränkung

nach einigen Wochen gipfelte dies Ende Mai in einer Aura ohne Migräne mit Flimmerskotom und
mit Sprachstörungen und kurzzeitigem Verlust des räumlichen Sehens

Bis auf die Lichtempfindlichkeit verbesserten sich die Sehstörungen danach. Ich suchte eine Neurologin auf, die die Sehstörungen aufgrund meiner Vorgeschichte als Aura einordnete.

Danach traten seit Anfang Juli andere neurologische Störungen auf:
- über Wochen andauerndes Kribbeln und Taubheitsgefühle linksseitig
- zeitweilig lief ich andauernd irgendwo gegen


Der Hausarzt schickte mich zur Neurologin und diese zum Abklären und Ausschluss einer MS ins Krankenhaus. Ein Zusammenhang mit der Hormonspirale wurde von allen Seiten abgestritten.

Da ich durch Zufall auf das Forum Hormon-Spirale stieß und daher wusste, dass andere Frauen ähnliche Beschwerden (bzgl des Kribbelns) haben, habe ich diese vorsichtshalber im Juli (nach etwa sechs Monaten Tragezeit) entfernen lassen.

Nach dem Ziehen verstärkten sich meine Beschwerden zunächst:

Ich litt am stärksten in den ersten Tagen, danach abnehmend noch ca. zwei bis drei Wochen unter
Hitzewallungen
Herzstolpern
Schlafstörungen
Angstzuständen
Konzentrationsproblemen


Allein die starke Reaktion auf das Entfernen der Spirale lässt mich doch sehr daran zweifeln, dass die Wirkstoffe der Spirale nur in der Gebärmutter bleiben und den Körper angeblich viel weniger als die Pille beeinträchtigen. Ich habe in meinem Leben bereits mehrmals die Pille abgesetzt und nie irgendwelche Reaktionen meines Körpers darauf bemerkt, dass diese Hormone nicht mehr zugeführt wurden.

Mein Hausarzt, verschiedene Neurologen und die Augenärztin konnten bis heute keine Ursache für die Beschwerden finden

Blutbild,
MRT,
Untersuchungen der Nervenleitgeschwindigkeiten und
Nervenwasseruntersuchung
ergaben keinen Befund.

Die schlimmsten Symptome nach dem Ziehen der Spirale klangen ohne eine Behandlung (abgesehen davon, dass ich begonnen hatte, als Nahrungsergänzungsmittel Magnesium einzunehmen) wieder ab.

Es bestehen weiterhin:
Empfindungsstörungen (Kribbeln links) und hohe Lichtempfindlichkeit

Mein Hausarzt ordnete die Beschwerden nun als von der Halswirbelsäule kommend ein und ordnete Fango und Massagen an. Dies Rezept habe ich auch benutzt, allerdings ohne dass eine Besserung eingetreten wäre.

Auf eigene Faust versuche ich nunmehr, herauszufinden, ob ich einen Mangel an Magnesium oder B-Vitaminen habe.

Da ich durch das Forum "www.hormonspirale-forum.de" weiß, dass auch andere Frauen an Kribbeln und Taubheitsgefühlen leiden, bin ich ziemlich sicher, dass die Ursache in dem Tragen der Spirale zu finden ist."

Heutiger Stand der Dinge: Kribbeln und Taubheitsgefühle sind komplett verschwunden. Keine Migräne. Gewichtsabnahme. Konzentration ist wieder möglich.

(unter mirena hatte ich eine Zeitlang sogar Angst, Auto zu fahren! Heute arbeite ich längst wieder freiberuflich)


Kommentare meiner Ärzte:

Der Frauenarzt, Nachfolger in der Praxis der Ärztin, die mir die mirena gelegt hatte, hielt zwar einen Zusammenhang meiner Beschwerden mit der mirena aufgrund der Aura-Migräne für möglich, empfahl mir aber trotzdem mit warmen Worten eine psychosomatische Klinik.

Sowohl mein damaliger Hausarzt als auch die Neurologen stritten einen möglichen Zusammenhang mit der mirena vehement ab.

Ich suchte mir eine neue Frauenärztin (vermittelt durch pro familia, da ich eine Ärztin suchte, die Diaphragmen anpasst). Diese ältere Ärztin zeigte sich an meinen Erfahrungen interessiert und sagte, sie hätte schon einmal eine Patientin gehabt, der es mit der Mirena nicht gut gegangen sei und sie sich hat ziehen lassen.

Auch meinen Hausarzt habe ich gewechselt. Mein neuer Hausarzt war zunächst nicht sonderlich überzeugt von meinem Verdacht, die mirena habe mich krank gemacht und erzählte mir, dass seine Frau und er ebenfalls mit der mirena verhüten.

In unregelmäßigen Abständen habe ich mich nach dem Wohlergehen seiner Frau erkundigt.

Ein Jahr später erzählte er mir, sie seien mittlerweile nicht mehr so überzeugt von der mirena und würden sich Alternativen überlegen.
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