Mirena nach 3,9 Jahren entfernt

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Josie77
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Mirena nach 3,9 Jahren entfernt

Beitragvon Josie77 » 23.01.2015, 21:06

Hallo Ihr Lieben,
ich lese jetzt schon 3 Monate hier im Forum und es ist unglaublich, das einige Berichte von mir geschrieben sein könnten. Ich fasse mal (kurz) zusammen wie es bei mir war:
Habe mir die Spirale 02/2011 einsetzen lassen, fand es gut keine Periode mehr zu haben und nicht ständig an die Einnahme der Pille denken zu müssen.
Das Legen der HS war sehr schmerzhaft, ich habe dann den Abend Ibupr. genommen dann ging es.In den Wochen danach ein ekelhafter gelb/grüner Ausfluss ich dachte, da sein irgendwas eingewachsen oder entzündet. Dann hatte ich immer solche Unterleibsschmerzen die bis in den Darmbereich strahlten. Also zum Hausarzt, dann zum Internisten - nichts, Ich konnte mich kaum hinsetzten, Dann zum Frauenarzt - nee alles liegt perfekt. Schleim ist toll, Eisprung steht bevor. Ok, dachte ich dann kommt das vom Eissprung die Schmerzen kamen dann so alle 4 Wochen, ok dachte ich dann wird es das gewesen sein. Im Sommer 2011 bekam ich öfter starke Kopfschmerzen und Rückenschmerzen im LW-Bereich. Immer wieder, so dass ich morgens nicht mehr aus dem Bett kam, dann Orthopäde - Spritzen, wurde nicht besser. Ich bekam ne richtige Depriphase, weinte viel, allen ging es irgendwie besser nur bei mir ist alles so sch...
Ich sollte Sport machen, aber ich hatte gar keine Kraft mehr dazu, alles war zu viel. Dann schliefen mir die Arme und Beine ein. Dann Zusammenbruch, Klinik, Diagnose Überforderung, depressive Phase mit Ängsten. Ich machte keine Therapie, weil es gab eigentlich nichts... ausser das alles so grau war.
Antidepressiva und Entspannung, ich rappelte mich wieder auf und vom Sommer 2012 (AD abgesetzt) - Sommer 2013 ging es (zwar immer müde und Antriebslos). Dann ging es wieder los, Ängste, Panikattaken und Depressionen, also wieder Psychologe, Antidepressiva und es wurden zwar die Angstsymtome weniger, habe auch mal gute Tage, aber ständig diese Angst vor der Angst. Irgendwann las ich dann ein Bericht über hormonelle Verhütung, und googelte dann weiter... und landete hier und in anderen Erfahrungsberichten...ich war fassungslos und aber auch erfreut, vllt. ist alles weg wenn ich das DING ziehen lasse. Dann habe ich im am 17.11.204 die Spirale ziehn lassen, Der FA sagt das es sein könnte das sie NW von der NW kommen könnte, das manche Frauen damit Probleme haben. Also raus damit... Nun ist die Erwartung sehr groß und ich warte dass es endlich besser wird. Nach 7 Wochen habe ich endlich meine Periode bekommen, Freude. Irgendwie ging es mir besser. Die Müdigkeit ist auch nicht mehr so doll. Nun warte ich halt dass die trüben Gedanken,Gedankenkreisen bzw. die Angst weggeht.
Kann einer dazu noch was schreiben, wann es besser geworden ist.
DANKE an alle hier. Josi 37J., 2 Kinder 12J.& 6J.

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exilhanseatin
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Re: Mirena nach 3,9 Jahren entfernt

Beitragvon exilhanseatin » 25.01.2015, 08:16

Liebe Josi,

leider kann das ziemlich lange dauern. Viele merken erst mal nach dem Ziehen eine Verbesserung, dann ist es eine Achterbahnfahrt mit auf und ab, wobei "ab" oft mit der Zeit um den Eisprung und die Mens zusammenfällt.

Nach einem halben Jahr kommt oft noch einmal eine besonders schlechte Phase. Möglicherweise hängt das damit zusammen, das nach dieser Zeit die künstlichen Hormone weg sind, der Körper aber noch nicht genug eigenes Progesteron bildet.

Insgesamt kann sich diese Achterbahn-Phase länger als ein Jahr hinziehen. Aber die "Downs" werden weniger und die Höhenflüge höher.

Ich hoffe, ich habe Dich damit nicht zu sehr geschockt. Aber eine schnelle Genesung ist es häufig leider nicht.

Die allermeisten sagen immerhin, es ist nie wieder so schlimm wie MIT der mirena. Und spätestens nach einigen Jahren bist Du wieder ganz die Alte.

Hilfreich in dieser Zeit kann hochdosiertes Magnesium sein, wie Annkiste in ihrem Bericht schrieb. Außerdem kannst Du Vitamin B12 überprüfen lassen (am besten der Wert Holo-Tc) und gegebenenfalls mit Spritzen oder Methylcobalamin-Lutschtabletten auffüllen.

Ein Mangel an Vitamin B12 kann sich auch in Depressionen zeigen!

siehe z.B. hier http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=39550
Mangelsymptome: Ein Mangel äußert sich als megaloblastäre Anämie mit Blässe, Schwindel, Müdigkeit und Herzschwäche. An neurologischen Symptomen treten Taubheitsgefühle (insbesondere in den Beinen), Gangprobleme, Gedächtnisverlust, reversible Demenz und Depressionen auf. Typisch sind zudem Risse an den Mundwinkeln, Entzündungen an der Zunge, Verstopfung und Appetitlosigkeit.
(...) Einige Untersuchungen weisen darauf hin, dass Frauen unter oralen Kon­trazeptiva einen niedrigeren Vitamin- B-Spiegel (etwa an B6, B12) haben (11).
Hier auch der Fall einer Genesung durch B12:
http://www.psychologieforum.de/depressi ... 20487.html

Ein Zusammenhang von B12-Mangel mit der mirena kann darin bestehen, dass es zu einer Östrogendominanz im Körper kommt (paradoxerweise, da ja durch die mirena Gestagen zugeführt wird - aber dieses funktioniert nicht so wie das körpereigene. Der Körper fährt die Produktion des eigenen Progesterons zurück, denn die mirena gaukelt ihm ja vor, dass genügend vorhanden ist.) Jedenfalls kann dieses Ungleichgewicht der Hormone dazu führen, dass der Körper vermehrt Vitamine und Mineralstoffe verbraucht. Und aus so einem Mangel kommt man von alleine nicht so einfach wieder raus. Daher kann es lohnen, Vitamine und Mineralstoffe zu überprüfen. Und die Erfahrungen im Forum zeigen, dass gerade Magnesium und B12 oft im argen liegen.

Gute Besserung!
42 Jahre, 3 Kinder, Mirena von Oktober 2010 bis Juli 2011

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Josie77
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Re: Mirena nach 3,9 Jahren entfernt

Beitragvon Josie77 » 26.01.2015, 08:59

Hallo exilhanseatin,

vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Magnesium nehme ich schon seit einiger Zeit, da ich durch ständige Anspannung (Unruhe, Unsicherheit -Angst) auch immer Rückenbeschwerden habe.
Die Akne ist auch seit 2011 mein treuer Begleitung, ich sehe aus wie ein Teenie :roll:

Das mit den Vitaminen nehme ich nach unserem Urlaub beim Doc gleich mal in Angriff. Ich hoffe das mir die Sonne gut tut. Im Vergleich zum letzten Jahr geht es mir ja schon besser.
Nehme aber auch Venlafaxin 150mg/pro Tag und mache seit Januar 2014 eine Verhaltenstherapie... Wie gesagt es gibt Zeiten da geht es, aber im Hintergrund ist immer ne Angst, was mich manchmal völlig verrückt macht, dann wende ich Entspannungsübungen an und ich fahre langsam wieder runter. Aber das ist ja kein Dauerzustand, eher wie Autofahren mit Handbremse und ohne Licht im dunkeln 8)

Alles sch... Aber es wird schon wieder. Ich möchte auch wieder unbeschwert sein und nicht über alles und jenes nachdenken und zerdenken.
Jedenfalls ist es schön das es so ein Forum gibt und wir uns austauschen können. Hier habe ich jedenfalls mehr erfahren als beim DOC, sowohl Frauenarzt und Hausarzt.

LG

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exilhanseatin
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Re: Mirena nach 3,9 Jahren entfernt

Beitragvon exilhanseatin » 26.01.2015, 11:41

Hallo Josi,

wegen der Haut: das weiß ich aus eigener Erfahrung, wie doof das ist. Du Arme! Bist Du bei einem Hautarzt gewesen? Bist Du sicher, dass es Akne ist oder könnte es auch Rosazea sein? Denn da kann auch ein Zusammenhang zu hormonellem Ungleichgewicht bestehen - und die Behandlung ist ganz anders.

Außerdem wünsche ich Dir einen schönen, entspannten Urlaub!
Hoffe, Du kannst Dich erholen.

Weiterhin gute Besserung!
42 Jahre, 3 Kinder, Mirena von Oktober 2010 bis Juli 2011

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Josie77
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Re: Mirena nach 3,9 Jahren entfernt

Beitragvon Josie77 » 26.01.2015, 14:23

Hallo exilhanseatin,

DANKE ...

ja, ich war beim Hautarzt, ist ne Akne. Es gab diverse Salben und Lösungen, auf die Lösungen habe ich allergisch reagiert und ein Antibiotikum für 4-6 Wochen (Minocyclin),
hat aber auch nicht geholfen.
Als ich 11/2013 im Krankenhaus war um eine Zyste entfernen zu lassen - sagte die Frauenärztin (sehr jung)noch, die Hormonspirale sei nicht unbedingt förderlich bei meiner Haut.
Ich habe mir nix dabei gedacht ?!

Na ja nun ist dieses Ding (HS) ja raus. Ich finde man bezweifelt zum Schluss alles und jeden.
Mein Mann hat mich immer wieder aufgebaut, obwohl er auch schon zwischenzeitlich am Ende war. Dann dachte ich vllt. ist es besser ne andere Arbeit und alleine wohnen, aber meine Kinder wollte ich dann auch nicht im Stich lassen und es musste so weitergehen...

Nun freue ich mich aber auf unseren Urlaub.

Herzliche Grüße

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Wolke7
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Re: Mirena nach 3,9 Jahren entfernt

Beitragvon Wolke7 » 26.01.2015, 22:21

hallo josi,

mach dir bitte selbst nicht soviel druck und lass dir zeit...... es kann ein jahr und länger dauern, bis die hormone von der mirena raus sind....

ich kenne das mit dem negativen nur zu gut und so ganz ist es bei mir auch noch nicht weg, manchmal kommt mir was hoch, aber ich sage mir dann gleich was positives und dann wird es mir besser.

magnesium und rescue tropfen helfen ganz gut, dazu tief atmen und viel trinken, sauna und bewegung.... und viel sehr viel geduld.

alles gute und lg wolke7

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Josie77
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Re: Mirena nach 3,9 Jahren entfernt

Beitragvon Josie77 » 27.01.2015, 09:21

Vielen Dank und den pos. Zuspruch.
Da ich bei einigen gelesen habe, Mirena raus und nächsten Tag bzw. in 1-2 Wochen... besser :o
da wartet man dann und hofft...

Ich versuche es gelassener zu werden ;-)

"Lieber Gott gib mir Geduld, aber sofort" :lol:

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Wolke7
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Re: Mirena nach 3,9 Jahren entfernt

Beitragvon Wolke7 » 27.01.2015, 21:58

ja, klar,aber es ist eben bei jeder anders; dazu kommen die lebensumstände, der tägliche stress, die seelische verfassung........ und du hast noch glück nicht gar solange die mirena gehabt zun haben. vielleicht geht es bei dir ja auch schneller und du bist nicht erst in 5 jahren wieder fit.

hast du mal an übersäuerung gedacht - wegen der haut - ????

mirena und co bringen den säure basen haushalt aus dem gleichgewicht....... eben weil viele keine periode mehr haben.

und das nervensystem wird extrem durch die mirena gestört - vielleicht kommt deine angst etc. daher.


lg wolke7

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gekkko
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Re: Mirena nach 3,9 Jahren entfernt

Beitragvon gekkko » 14.06.2018, 18:41

Hallo Josie,
darf ich dich vielleicht fragen, ob es bei dir besser geworden ist bzw. alle Symptome weg sind und wenn ja wie lange es gedauert hat?

Liebe Grüße
Tina

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