Mirena und Epilepsie

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nawaxa
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Mirena und Epilepsie

Beitragvon nawaxa » 02.03.2015, 19:38

Hallo Forum!

Ich habe mich hier angemeldet, weil ich mir Antworten erhoffe!
Ich bin 25 und habe Epilepsie. Verhütung war ewig ein Problem, da Periode, Hormone und Antiepileptiker sich immer irgendwie gegenseitig beeinflusst haben. Als die Anfälle immer größer wurden und die Menstruation immer heftiger, musste ich handeln.
Mein Frauenarzt hat mit die Mirena Spirale vorgeführt, Broschüren mit den beste Aussichten gezeigt und von zahlreichen Konferenzen speziell für "junge" Frauen mit Epilepsie und Verhütung erzählt. Ich habe nicht lange überlegt und ich sollte laut meiner FA in meiner derzeitigen Situation (Anfallshäufigkeit, und Blutungen) auch keine Zeit verlieren. Ich habe mir die Mirena vor einem halben Jahr einsetzten lassen. Anfangs war alles OK, ich war glücklich, keine Blutungen mehr und der Spiegel der Antiepileptiker war im Therapeutischen Bereich (seit 5 Jahren und zahlreiche Tabletten- Experimenten).
Trotz aller anfänglichen Euphorie bemerkte ich ein großes Gefühl der Traurigkeit, ich schlafe ständig ein und weine sehr oft, weil ich verzweifelt bin. Ich habe dass Gefühl mein Leben nicht mehr meistern zu können. Mir fällt es schwer mich zu konzentrieren, habe Schmerzen im Unterleib und Rücken und suche nach einer "Diagnose" für mein Empfinden. Nun lese ich in diesem Forum sehr vieles über, das ich erschrocken bin. Ich bin in den letzten Wochen zwischen Neurologen und Gynäkologen gependelt. Komme mir vor wie eine Hypochonder. Mein Neurologe sagt alles wäre unauffällig und das merke ich auch, bin ja anfallsfrei. Auch organisch bin ich gesund. Meine Gynäkologen sagt die Hormonabgabe sei so gering das Es nicht zu Stimmungsschwankungen kommen kann, dauerhafte Schmerzen im Unterleib können auch nicht sein. Die Spirale werde ca. 3 mal die Woche bei verschiedenen Patientinnen eingesetzt und alle seien vital und ich sei die einzige die so was behauptet. Sie sagt mein Befinden wäre nicht ihre Baustelle und hat mir Bachblüten und Agnus Castus verschrieben.
Ich fühle mich alleine gelassen von den Experten. Ich weiß nur, dass ich unter den Bedingungen nicht mehr "lange funktioniere", ich bin einfach erschöpft und verzweifelt, es ist schwer in Worte zu fassen, wie es sich anfühlt.

Ich weiß nicht weiter. Lasse ich die Spirale entnehmen und daran lag es nicht bekomme ich vielleicht erneute Anfälle. Bleibt Mirena drin und ist der Auslöser kann Ich so mein Leben nicht mehr lange meistern. Ich meine nicht das ich psychisch krank bin, eigentlich stimmt alles so, wenn nur das Befinden nicht wäre.

Vielleicht finde ich in diesem Forum einen Rat oder Betroffene die eine Lösung für mich haben. Ich bin für jede Antwort oder jeglichen Rat dankbar. Vielen Dank, liebe Grüße und alles Güte für jeden Einzelnen!

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Sonia
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Registriert: 03.05.2012, 15:51

Re: Mirena und Epilepsie

Beitragvon Sonia » 03.03.2015, 07:40

Liebe Nawaxa,

ich weiß ganz genau wie du dich fühlst. Genau so im Stich gelassen habe ich mich auch gefühlt. Die Ärzte ( und nicht nur die Gynekologen) halten die Mirena für absolut harmlos. Aber so ganz easy ist es nicht. Manche Frauen möchten sie nicht missen(wobei ich persönlich glaube, irgendwann etnwickeln sich Symptome..bei der einen nach einem Jahr, bei der anderen nach 10 Jahren) und andere haben gravierende gesundheitliche Probleme deswegen.

Ich habe viel gelesen und an eigenem Leib auch erfahren wie sehr die Mirena das Nervensystem schädigen kann. Ich kenne schon um die 20 Frauen, welche die gleiche Symptomatik entwickelt haben (Zuckungen in der Muskulatur , am Augenlied, vegetative Störungen, Nervenschmerzen etc). Ich unterhielt mich auch mit meinem Hausarzt darüber, weil er am Anfang der einzige war, der absolutes Verständnis zeigte und ein Hormongegener ist. Er hat mir auch erzählt, dass diese Hormonspirale gar nicht bei neurologischen Krankheiten einsetzen werden dürfte. Jemand aus dem Forum hat einen Link auch dazu gehabt, wo es hieß dass die Mirena die Beschwerden z.B. bei Multiple Sklerose stark ehöht und die Schübe viel öfters kommen und trotzDEM wird sie diesen Patientinnen gesetzt.

Hast du den Beipackzettel der Mirena bekommen? Hast du etwas in dieser Richtung unterschrieben ?

Die Ärzte klären nicht auf , leider. Und die Abgabe der Hormone ist gar nicht konstant, denn dies kann gar nicht gesteuert werden. Das zeigen auch einige Studien. Ich glaube, sogar, ich habe es hier im Forum gelesen, zwar in dem Thread "LInks zu..."

Dazu fegt die Mirena die Mineral- und Vitaminspeicher leer. Ich habe durch sie einen schlimmen Magnesium- und B12 Mangel entwickelt.

Natürlich musst du entscheiden, was für dich das beste ist, aber wie du hier nachlesen kannst, man kann richtig krank werden von diesen Hormonen.

Schau mal nach bei FB unter "Mirena-Hormone sind keine kleinen Freunde". Da triffst du auch Frauen, welche unter neurologischen Krankheiten leiden (und leider nicht nur das).

Liebe Grüße
S
44 Jahre, 2 Kinder, Mirena von 09/2011 bis 04/2012

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