Nachwirkungen auch noch zehn Jahre nach Entfernung?

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Henut
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Nachwirkungen auch noch zehn Jahre nach Entfernung?

Beitragvon Henut » 06.03.2015, 14:29

Hallo!

Ich bin neu hier und erst vorgestern durch Zufall auf Euer Forum gestoßen. Seit 1999 lebe ich vermutlich Dank Mirena in einem nicht enden wollenden Albtraum. Meine Erfahrungen werde ich gerne, wenn es gewünscht wird, posten.

Aber ich habe vorweg ein paar für mich sehr wichtige Fragen:

Ich ließ mir Anfang 1999 die Mirena setzen, kurz nachdem begonnen wurde, sie überall als nebenwirkungsfreies Wunderding anzupreisen. Schon während der Tragezeit hatte ich zahlreiche Beschwerden, die ich anfangs aber anderen Umständen zuschrieb. Erst als ich mir einen Knoten aus der Brust entfernen lassen musste und von der operierenden Ärztin den Rat erhielt, die Spirale ziehen zu lassen, da sie vermutlich der Auslöser für die Knotenbildung gewesen sein könnte, ließ ich sie nach 4 1/2 Jahren Tragezeit entfernen. Seither war ich nie wieder gesund, hatte zahlreiche Beschwerden und irgendwann im Laufe der Jahre auch die Diagnose Hashimoto, so dass ich in der letzten Zeit die Schuld immer bei der Schilddrüse suchte, ohne jedoch Werte vorweisen zu können, die diese Vermutung rechtfertigten. Nachdem ich im Internet aber auf so viele Betroffene mit gleicher Symptomatik gestoßen bin und alle die Mirena getragen haben, würde mich nun interessieren, ob die Mirena auch nach so vielen Jahren noch Auswirkungen auf die Gesundheit haben könnte. Viele hier schreiben, dass die Nebenwirkungen kurz nach dem Entfernen oder nach ein paar Jahren nachließen, aber bei mir sind es nun mittlerweile 11 Jahre, dass die Spirale weg ist und ich habe seither nie wieder Hormone zur Verhütung eingenommen. Nur mal eine kurze Phase lang Schilddrüsenhormone, um zu schauen, ob sie Einfluss auf meine Beschwerden nehmen.
Und die nächste Frage ist: gibt es überhaupt eine Möglichkeit, etwas gegen die Schäden zu tun, die Mirena ausgelöst hat? Ich habe zwar viele Berichte von Frauen gelesen, die darunter leiden, aber keinen, wo aufgezeigt wird, wie man dagegen vorgehen kann.

Ich arbeite in Wien und lebe in Niederösterreich. Über jeden Tipp und Hinweis wäre ich sehr dankbar!

Liebe Grüße

Andrea

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Wolke7
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Re: Nachwirkungen auch noch zehn Jahre nach Entfernung?

Beitragvon Wolke7 » 06.03.2015, 19:26

hallo andrea,

bei mirena ist alles möglich und unmöglich.

hast du nachdem die mirena entfernt wurde die wichtigsten vitamine und mineralien testen lassen (vit. d, b 12 usw.)? mirena frisst das alles weg.....

progesteron - hormonstatus ? viele haben hier mangel....

entgiftung ? darmstatus? leberwerte?

das ist so das, was mir spontan einfällt und was du machen kannst. magnesium hilft hier vielen sehr gut.

lg wolke7

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Henut
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Re: Nachwirkungen auch noch zehn Jahre nach Entfernung?

Beitragvon Henut » 06.03.2015, 22:15

Hallo Wolke7!

Vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe in den letzten Jahren regelmäßig Blutuntersuchungen machen lassen, sowohl um den Hormonstatus zu messen als auch zu schauen, ob ich Mangelerscheinungen habe. Mit Ausnahme eines Vitamin D-Mangels war immer alles in Ordnung. Auch letzte Woche hat eine Blutuntersuchung ergeben, dass mir lediglich Vitamin D fehlt, obwohl ich schon seit ewigen Zeiten Vitamin D in vorgeschriebener Menge einnehme. Vitamin D kann mein Organismus offensichtlich nicht mehr richtig speichern.

Es ist leider mein Hauptproblem, dass ich zwar zahlreiche Symptome habe, aber bei Untersuchungen nie etwas zu finden ist. Meine Werte sind immer bestens. Was für mich auch eigenartig ist, ist der Umstand, dass ich während der Tragzeit von Mirena zwar auch schon Nebenwirkungen hatte, aber nicht so schlimme, dass sie mir zu denken gegeben hätten, bis ich dann den Knoten in der Brust bekam. Der eigentliche Wahnsinn begann aber erst unmittelbar nach der Knotenentfernung und hat sich nach der Entfernung der Spirale nur noch gesteigert. Heute kann ich sagen, dass bei mir fast alle Nebenwirkungen, die hier von vielen Mitgliedern während ihrer Tragezeit beschrieben wurden, auftreten, obwohl die Spirale längst nicht mehr da ist. Fast als hätte ich ein riesiges Vorratslager an Mirena-Unrat in mir, in dem meine Beschwerden aus dem Vollen schöpfen können.

Entgiftet habe ich übrigens auch schon mehrfach, Verbesserung gab es dadurch aber keine.

Liebe Grüße

Andrea

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Wolke7
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Re: Nachwirkungen auch noch zehn Jahre nach Entfernung?

Beitragvon Wolke7 » 07.03.2015, 18:54

hallo andrea,

stelle doch deine blutwerte mal hier rein.

mir ging es nämlich so, alles i.o. und bestens, aber der vit. d wert war zu niedrig an der unteren grenze und beim ferretin (eisenspeicherwert) genauso, da hatte ich was mit 30 und du brauchst mind. 50 usw.

ich denke, hier kennen sich viele gut aus und können dir einen rat geben.

wenn du das nicht willst, kannst du mir gerne eine pn schicken , vielleicht weiß ich was.

bis dahin und lg wolke7

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Henut
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Re: Nachwirkungen auch noch zehn Jahre nach Entfernung?

Beitragvon Henut » 08.03.2015, 18:41

Hallo Wolke7,

mein letztes Blutbild habe ich am 27.2. machen lassen, ist also noch sehr aktuell.

Meine Werte sind:

Eisen: 85 µg/dl (Referenzwerte 37 - 145)
Ferritin: 27 ng/ml (Referenzwerte 13 - 150)
Harnsäure: 4.6 mg/dl (Referenzwerte 2.4 - 6.0)
Natrium: 141 mmol/l (Referenzwerte 135 - 150)
Kalium: 5.3 mmol/l (Referenzwerte 3.5 - 5.5)
Chloride: 105 mmol/l (Referenzwerte 95 - 110)
Calcium: 2.3 mmol/l (Referenzwerte 2.2 - 2.7)
Phosphor anorg.: 0.9 mmol/l (Referenzwerte 0.8 - 1.5)
Magnesium: 0.70 mmol/l (Referenzwerte 0.65 - 1.05)
Schilddrüse TSH: 1.74 µU/ ml (Referenzwerte 0.20 - 5.00)
Vitamin B12: 253 pg/ml (Referenzwerte 200 - 950)
Vitamin D- (25-OH): 18.3 ng/ ml (Referenzwert: 10 - 30 ng/ ml = Unzureichende Versorgung)

Sind andere Werte auch noch von Bedeutung?
Ich weiß, dass einige Werte schon grenzwertig sind, aber immer noch im grünen Bereich, daher hat es mich noch nicht beunruhigt. Vitamin D wundert mich, da ich die wöchentlich vorgeschriebene Dosierung schon seit vielen Monaten einnehme. Ich habe jetzt von 30 Tropfen auf 40 erhöht. Mit meinem praktischen Arzt kann ich die Werte erst am Dienstag besprechen, er ist mein Betriebsarzt und leider nicht laufend da.

Ich wollte die Werte messen lassen, weil ich mit Jahresbeginn angefangen habe, mich rein vegetarisch zu ernähren, und mir nicht sicher bin, ob ich alles richtig mache. Meine Hoffnung war, dass durch den Fleischverzicht die Gelenkschmerzen weniger werden. Das hat sich aber noch nicht erfüllt.

Danke schon mal fürs Anschauen! :D

Liebe Grüße

Andrea

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Sonia
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Re: Nachwirkungen auch noch zehn Jahre nach Entfernung?

Beitragvon Sonia » 09.03.2015, 07:32

Liebe Andrea,

die Referenzwerte des Labors sind absolut veraltet. Ferritin soll z.B. bei 50 ng/ml beginnen, Magnesium bei 1.0 mmol/l, Vit B12 darf niemals unter 350 pg/ml rutschen...
und so weiter. Kein Wunder das es dir so schlecht geht. Du hast sehr viele Baustellen! Und voallem Vit D..der ist ganz katastrofal bei dir.

Kennst du einen guten Heilpraktiker? Er könnte dir beim Auffüllen der Vitamin und Mineralien helfen. Die Ärzte unterstützen so was gar nicht, ..man passt irgendwie in die Tabelle und
basta! Ich find es furchtbar :evil: .

Bei mir sah es damals auch so ähnlich aus. Und erst nachdem ich Magnesium, Eisen, B12 und Vit D aufgefüllt habe, fühle ich mich richtig wohl.
Ich nehme aber Magnesium auch täglich, da ich viel um die Ohren habe und 3 x die Woche Ausdauertraning mache.

Ach so..bei der Schilddrüse braucht man alle 4 Werte,..haben die auch freies T3 und T4 gemessen? Was macht die Leber? Das wäre auch gut zu wissen.

LG S
44 Jahre, 2 Kinder, Mirena von 09/2011 bis 04/2012

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trinchen
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Re: Nachwirkungen auch noch zehn Jahre nach Entfernung?

Beitragvon trinchen » 09.03.2015, 09:47

Hallo Andrea,
Ach so..bei der Schilddrüse braucht man alle 4 Werte,..haben die auch freies T3 und T4 gemessen?
Ich kann mich Sonia hier nur anschließen. In meiner Hausarztpraxis wurde auch nur der TSH-Wert gemessen. War angeblich alles in Ordnung. Mein Homöopath wollte es genauer wissen und hat auf freies T3 und T4 getestet - und siehe da, das T4 ist völlig im Keller und ich habe eine Unterfunktion!

LG
Trinchen, Jahrgang '69, Mirena von 02/2006 - 11/2010

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Re: Nachwirkungen auch noch zehn Jahre nach Entfernung?

Beitragvon Henut » 09.03.2015, 11:08

Hallo Sonia, hallo Trinchen,

ja, über die fehlenden Schilddrüsenwerte habe ich mich auch schon geärgert, weil ich ja Hashimoto-Patientin bin und eigentlich das Blutbild in erster Linie wegen dieser Werte wollte. :evil:

Das Labor habe ich leider auch neu ausprobiert, weil es etwas näher an meinem Arbeitsplatz liegt, als mein bisheriges. War dann wohl nichts...

So, hier die Leberwerte, die nach den (veralteten?) Referenzwerten auch im grünen Bereich wären:

GOT (ASAT) 28 U/l (Referenzwerte < 35)
GPT (ALAT) 30 U/l (Referenzwerte < 35)
Gamma-GT 16 U/l (Referenzwerte < 42)
Alkalische Phosphatase opt. 65 U/l (Referenzwerte 35 - 104)
Alpha Amylase 71 U/l (Referenzwerte 28 - 100)
Lipase 27 U/l (Referenzwerte 13 - 60)

Mein Mann geht schon seit Jahren zu einer sehr guten Alternativmedizinerin, die aber leider teuer ist, weswegen ich mich noch nicht durchringen konnte, sie ebenfalls aufzusuchen. Habe aber vor, das jetzt in Kauf zu nehmen. Mit einem Gynäkologen kann ich mir vermutlich sparen, über meine Vermutung, dass Mirena der Auslöser meiner Probleme ist, zu reden...

Danke schon mal für Eure Informationen! Das hilft mir sehr weiter!

Liebe Grüße

Andrea

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Sonia
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Re: Nachwirkungen auch noch zehn Jahre nach Entfernung?

Beitragvon Sonia » 09.03.2015, 14:11

ja, Andrea.. du lebt mit Mängeln und das ist nicht gut!

Schon dein B12 Wert muss dich müde machen und auch das Eisen.Magnesiummangel verursacht Krämpfe, Zuckungen im Gesicht oder der gesamten Muskulatur, macht auch müde und manchmal sogar zitterig.

Ich habe damals auch sehr viel Geld inverstiert..da ich mich mit den Präparaten und Dosierungen nicht auskannte, es war aber seht gut inverstiertes Geld, jetzt geht es mir sehr gut.

Man muss heutzutage mehr Wissen haben als die Ärzte :evil: , diese unterlanten sich mit einem gar nicht über Mängel und deren Folgen.
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Wolke7
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Re: Nachwirkungen auch noch zehn Jahre nach Entfernung?

Beitragvon Wolke7 » 09.03.2015, 19:45

hallo andrea,

kein wunder, dass es dir nicht gut geht.

sonia hat dir ja schon gesagt, dass etliche werte im keller sind.

hast du auch einen hormonstatus machen lassen?

lg wolke7

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