Nachwirkungen auch noch zehn Jahre nach Entfernung?

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exilhanseatin
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Re: Nachwirkungen auch noch zehn Jahre nach Entfernung?

Beitragvon exilhanseatin » 09.03.2015, 21:34

Die mirena kann schon so lange nach dem Ziehen für Nebenwirkungen verantwortlich sein - denn sie verursacht u.a. Mängel an Vitaminen und Mineralstoffen, die sich meist leider nicht von allein normalisieren.

Außerdem kann sie Krankheiten auslösen, wie z.B. Hashimoto - und dadurch geht es einem dann wiederum schlecht.

Es ist wirklich wichtig, seine Schilddrüsen-Werte zu kennen, nicht nur den TSH-Wert. Bist Du bei einem Spezialisten? Nuklearmediziner oder Endokrinologen helfen da besser als ein Hausarzt.

Kennst Du dieses Forum: http://www.ht-mb.de/forum/forum.php?

Bzgl der Schilddrüsen-Werte kann man Dir dort, im Hashimoto-Forum, sicher helfen. Aber nur, wenn Du neben TSH auch T3 und T4 einstellen kannst.

Auch in Bezug auf Vitamine und Mineralstoffe kennen sich dort viele gut aus.

B12 finde ich bei Dir auch viel zu niedrig. Ich weiß ja nicht, was Du für Symptome hast, aber allein durch einem B12-Mangel kann es einem schon richtig mies gehen - und dabei lässt er sich ganz leicht durch Spritzen beseitigen.

Und viele profitieren von dem Auffüllen auch, wenn sie an der unteren Grenze vom Referenzbereich sind.

Die gute Nachricht also: Du kannst durchaus noch auf Genesung hoffen :-)

Ps:
Pass auf mit dem Vitamin D, da ist es gerade modern, sich Unmengen reinzupfeifen. Gerade wenn man von vorneherein nicht so gut mit Magnesium versorgt ist, kann das aber auch nach hinten losgehen. Also besser langsam anfangen. Wieviel nimmst Du denn zur Zeit???
42 Jahre, 3 Kinder, Mirena von Oktober 2010 bis Juli 2011

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Henut
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Re: Nachwirkungen auch noch zehn Jahre nach Entfernung?

Beitragvon Henut » 10.03.2015, 09:52

Hallo!

Mein Betriebsarzt sollte heute da sein, ich werde dann mit ihm den Befund und die ganze Problematik besprechen. Bin schon gespannt, wie er darauf reagiert. Er kennt ja meine Krankengeschichte und er war zumindest bisher der einzige, der mich nicht gleich in die Psychoecke abschieben wollte, sondern doch noch mal hier und mal da eine Untersuchung anordnete.
Ich werde meine Mirena-Erfahrung zu den Erfahrungsberichten hinzufügen, dann wisst Ihr, was bei mir los ist.

An und für sich gehe ich zu Jahresbeginn immer ins Krankenhaus auf die Nuklearmedizinische Abteilung, um meine Werte messen zu lassen. Diesmal gab es aber in meiner Firma die Möglichkeit zur Ultraschall-Untersuchung der Schilddrüse, und da diese gut ausfiel, wollte ich mir heuer den Gang ins Spital ersparen und den Bluttest über den Betriebsarzt mitmachen. Aber nun fehlen mir erst wieder die Werte. :( Na ja, Blutabnehmen macht ja Spaß und unnütze Rennereien auch... :evil:

Das Forum kannte ich nicht, ich lese oft in einem österreichischen Hashi-Forum mit.

Bis vorletzte Woche habe ich immer fünf Tropfen pro Tag von Oleovit D3 eingenommen. Nun probiere ich es mit einer wöchentlichen Einnahme von 40 Tropfen. Wenn der Arzt heute zu mehr rät, werde ich es wohl tun, aber mit Maß und Ziel, die Gefahren der Überdosierung sind mir bekannt.

Mein letzter Hormonstatus liegt sicher schon mehr als zwei Jahre zurück. Damals waren alle Werte im Normbereich, mein Arzt sah keinen Handlungsbedarf. Da ich meine Probleme dadurch dann nicht im Zusammenhang mit meinen Hormonen sah, habe ich keinen weiteren mehr machen lassen.

Ich bin jetzt am Überlegen, wie ich weiter vorgehen soll. Gestern habe ich viel Zeit damit verbracht, nach einem Gynäkologen Ausschau zu halten, der alternativ denkt und nicht gleich groß die Mirena auf seiner Homepage anpreist und obendrein einen Kassenvertrag hat. Bin leider noch nicht fündig geworden. Da die Alternativmedizinerin sich auch mit Schilddrüsenproblematik und Hormonstörungen befasst, hoffe ich, dass sie mir dann einen Tipp geben kann, wohin ich mich wenden soll. Anfang April habe ich dann den Termin bei ihr. Mein Betriebsarzt soll mich bis dahin mit den fehlenden Ergänzungsmitteln versorgen. Und dann versuche ich weiterhin positiv zu denken und daran zu glauben, dass ich eines Tages alle Beschwerden los bin.

Danke für Eure Hilfe und liebe Grüße

Andrea

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Henut
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Re: Nachwirkungen auch noch zehn Jahre nach Entfernung?

Beitragvon Henut » 10.03.2015, 13:32

So, den Arztbesuch hätte ich mir sparen können. Er will natürlich nichts davon wissen, dass die Referenzwerte veraltet sind, für ihn ist mein Blutbefund wunderbar, bis auf Vitamin D, aber da soll ich einfach ein paar Tropfen mehr nehmen, aber sonst würde ich nichts zusätzlich brauchen. Über Mirena wollte er gar nicht mehr wissen, entweder kennt er die Problematik, oder er hält es für ausgeschlossen, dass das meine Probleme verursacht haben könnte.
Ansonsten will er sich weiter nicht einmischen, da ich in die Hände eines Hormonspezialisten gehöre, der weitere Schritte festlegen soll.
Gut, damit ist dieser Arzt vorläufig auch mal abgehakt, da komme ich nicht weiter.

Ich habe jetzt meine Erfahrungen mit Mirena an anderer Stelle gepostet, falls es interessiert. Ist aber lang geworden...

Liebe Grüße

Andrea

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Kooper
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Re: Nachwirkungen auch noch zehn Jahre nach Entfernung?

Beitragvon Kooper » 11.03.2015, 10:49

Liebe Andrea,

ich habe Deinen Bericht gelesen und bin absolut fassungslos über Deine Leidensgeschichte.

Auch wenn Dir das de facto nichts nützt, wollte ich Dir wenigstens schreiben, dass ich Deine Trauer über die verlorenen Jahre sehr gut nachvollziehen kann !

Ich weiß nicht, was in Sachen Mirena bei den Ärzten "abgeht", dass trotz so vieler Beschwerden bei den unterschiedlichsten Frauen ein Zusammenhang immer noch abgestritten wird.

Die meisten von uns haben nie eine Packungsbeilage gesehen (warum wohl ????), und die Ärzte sind mit "selber Schuld" schnell bei der Hand, wenn man die dort genannten Beschwerden entwickelt.

Als ob man sich nicht selbst all die Jahre die Schuld gegeben und immer wieder an den eigenen Lebensumständen "herumgearbeitet" hat, in der Hoffnung, eine Besserung zu erzielen...

B 12 (das kann man sich auch selbst spritzen - ist echt nicht schlimm), Magnesium, Vitamin D (sollte in Verbindung mit Vitamin K2 genommen werden) wurden hier schon genannt, ich nehme z. B. zusätzlich Gerstengras, Maca und Selen, habe versucht, mit Nux vomica auszuleiten und habe zudem im letzten halben Jahr eine Darmsanierung gemacht.

Das meiste mache ich aber in Eigenverantwortung, da ich leider mit den HPs ähnliche Erfahrungen wie mit den Ärzten gemacht habe :evil: . (Von daher: meine Ideen bitte nur nach Selbst-Belesen nachmachen - ich bin mein eigenes Versuchskaninchen)

Mir geht es zwar noch nicht dauerhaft gut, aber in jedem Fall besser.

Und das wünsche ich Dir auch !

LG Kooper
Kooper, Baujahr 1970, in Partnerschaft, keine Kinder
1. Mirena 2003 - 2009, 2. Mirena 2009 - 2013


Was bringt den Doktor um sein Brot ?
a) die Gesundheit b) der Tod.
Drum hält der Arzt, auf daß ER lebe,
Uns zwischen beiden in der Schwebe.
Eugen Roth

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Henut
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Re: Nachwirkungen auch noch zehn Jahre nach Entfernung?

Beitragvon Henut » 11.03.2015, 14:39

Liebe Kooper,

vielen Dank für Deine lieben Worte! :D Und schön, dass es Dir schon besser geht als zuvor!

Leider gibt es unter den Ärzten viele, die selbstherrlich auf uns herab schauen, weil uns das medizinische "Wissen" fehlt. Intuition und Bauchgefühl kennen sie offenbar nicht. Ich habe mir gestern das Mirena-Feature vom Bayrischen Rundfunk angehört. Allein wie dieser Gynäkologe über die hypochondrischen Frauen gesprochen hat, wäre ich ihm da schon am liebsten an die Gurgel gesprungen! Genau wegen solchen Ignoranten, denen jegliches Einfühlungsvermögen in einen anderen Menschen fehlt, müssen wir dann leiden. :evil:

Ich habe in den letzten Jahren auch vieles im Alleingang versucht, ausprobiert, was tut mir gut und was nicht. Es bleibt einem ja oft auch gar nichts anderes übrig. Selen nehme ich auch regelmäßig, wegen der Schilddrüse. Nux vomica habe ich daheim, das kann ich auch mal probieren. Und bis ich den Termin bei der Alternativmedizinerin habe (bei uns in Österreich sind Heilpraktiker nicht erlaubt, hier dürfen nur Humanmediziner Behandlungen anbieten, die in Deutschland Heilpraktiker durchführen können), hole ich mir ein Vitaminpräparat aus der Apotheke.

Ich frage mich gerade, ob es sinnvoll war, dass ich mit Jahresbeginn meine Ernährung auf vegetarische Kost umgestellt habe, weil ich da vielleicht meine Eisenzufuhr noch mehr reduziere... andererseits kommt jetzt bald wieder die Brennnessel-Zeit, wo ich auftanken kann.

Übrigens bin ich heute im Internet auf den Halbwertzeit von Levonorgestrol gestoßen. Der wurde bei einer Pille gemessen, die dieses künstliche Hormon enthält. Sie betrug 43 Stunden. Ich weiß ja nicht, ob ich das richtig berechne, aber wenn ich davon ausgehe, dass ich die dreifache Dosis täglich über 4 1/2 Jahre abbekommen habe, komme ich am Ende auf eine Summe von fast 38 Jahren, die ich zum Abbau benötige. In dem Fall bin ich schon über 70, bis das Zeug endlich aus mir raus ist! :shock:
Hoffentlich berechne ich das nur falsch...

Liebe Grüße

Andrea

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Wolke7
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Re: Nachwirkungen auch noch zehn Jahre nach Entfernung?

Beitragvon Wolke7 » 15.03.2015, 09:50

hallo andrea,

ich bin geschockt über deinen bericht - und denke gerade, ob du vieleicht gallensteine in der leber und gallenblase haben könntest, die symptome sprechen dafür. ich kann dir das buch von andreas moritz empfehlen. das erfaßt eben keine blutuntersuchung. ich bin selbst davon betroffen und mit jedem stein der bei mir abgeht, geht es mir besser. das kann übrigens auch von der mirena kommen-bei mir kommt noch viel extrem sselischer stress dazu. ich habe im net außer der apfelsaftmethode etwas gefunden, das auch mir hilft:kurkumapulver mit schwarzem pfeffer gemischt und olivenöl, so dass eine paste ensteht, das 2 x am tag einmal vor dem mittagessen und dann am nachmittag nochmal. mit dieser methode habe ich schon ein haufen steine und parasiten ausgeschieden.einen versuch ist es wert.

liebe grüße wolke7

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Henut
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Re: Nachwirkungen auch noch zehn Jahre nach Entfernung?

Beitragvon Henut » 16.03.2015, 23:57

Liebe Wolke7,

Gott sei Dank bin ich absolut steinfrei. Habe das vor ein paar Monaten wegen Oberbauchschmerzen checken lassen. Ich entwurme auch vorbeugend ein- bis zweimal im Jahr, weil ich eine Menge Tiere habe und man da nie wissen kann. Daran kann es also nicht liegen... ich wurde auf Borreliose getestet, auf Rheuma und Gicht. Auch die Nebennierenfunktion wurde überprüft und es gibt keinen Knochen in meinem Körper, den ich nicht wegen der Schmerzen habe röntgen lassen. Aber alle Befunde waren stets unauffällig, so dass man irgendwann an sich selbst zu zweifeln beginnt.

Ich weiß nicht, wie es Euch ergangen ist, als Ihr den Zusammenhang mit der Mirena erkannt habt. Mir hat es in den ersten Tagen total den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich hatte das Gefühl, endgültig in das schwarze Loch zu fallen, in dem ich mich schon zur Hälfte versunken gesehen habe. Ich hatte und habe auch so eine unbändige Wut in mir, weil man uns etwas in den Körper gepflanzt hat, dessen Auswirkungen keiner kannte, und das so viel Schaden angerichtet hat. Auch habe ich Angst, was da noch alles kommen kann. Ich habe das Gefühl, auf einer tickenden Zeitbombe zu sitzen, die jederzeit hochgehen kann. Andererseits hat mir die Erkenntnis auch etwas ermöglicht, was ich noch vor ein paar Wochen nie zugelassen hätte. Ich habe mich mit meinem Körper ausgesöhnt. All die Jahre habe ich ihm vorgeworfen, dass er nicht so funktionieren würde, wie es sein sollte. Aber jetzt weiß ich, dass er vermutlich gar nichts dafür kann und dass er ja trotz Mirena immer versucht hat, alles am Laufen zu halten. Dadurch kann ich ihm gegenüber jetzt sogar Dankbarkeit empfinden. Und auch so etwas wie Stolz, weil er stärker ist, als ich dachte. Und dass hat mich wiederum innerlich zur Ruhe kommen lassen. In den ersten drei Tagen habe ich jedes Mal, wenn ich nur an die Mirena dachte, zu weinen begonnen. Im Augenblick aber habe ich das unter Kontrolle und verspüre erstmals wieder so etwas wie Hoffnung, dass ich da irgendwie heil herauskomme. Ich weiß noch nicht wie und wann, aber ich will im Moment einfach daran glauben, dass ich es schaffe, diesen künstlich produzierten Hormonüberschuss abzubauen. Wenn ich jetzt in der Nacht wegen einer Hitzewallung munter werde, stelle ich mir vor, dass ich alles Schädliche ausschwitze, anstatt mir Sorgen zu machen, was mit mir los sein könnte. Die Angst hat mich lange genug in ihrem Klammergriff gehabt! Ich versuche jetzt einfach, meine Selbstheilungskräfteanzuregen. Vielleicht kann ich so mit der Zeit eine Verbesserung erzielen, mal schauen.
Wie geht Ihr denn damit um?

Liebe Grüße

Andrea

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exilhanseatin
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Re: Nachwirkungen auch noch zehn Jahre nach Entfernung?

Beitragvon exilhanseatin » 17.03.2015, 10:18

Liebe Andrea,

es tut mir sehr leid, was du alles durchgemacht hast! Ich habe Deinen Erfahrungsbericht durchgelesen und ich finde es super, dass Du Dir so viel Mühe damit gegeben hast. Diese Erfahrungsberichte sind der beste Beweis, den wir dafür haben, dass die mirena eben nicht von allen super vertragen wird. Im Gegensatz zu dieser Rubrik bleiben die Erfahrungsberichte dort auch dauerhaft gespeichert.

Du hast ja sehr viel an Symptomen aufgeschrieben, die im Laufe der Jahre aufgetreten sind.

Welche sind den inzwischen am schlimmsten? Davon ausgehend kann man dann überlegen, welche Vitamine / Mineralstoffe Dir möglicherweise fehlen.

Als erst würde ich an Deiner Stelle erst mal mit Magnesium beginnen. Damit kann man eigentlich nix falsch machen. Du schreibst von Herzrasen und Schwindel - das passt zu Magnesiummangel.

Magnesium hat schon vielen hier geholfen (zum Beispiel annkiste, die die Zusämmenhänge sehr gut geschildert hat: http://www.hormonspirale-forum.de/viewt ... =32&t=4391). Es ist relativ unbedenklich, da der Körper eine Überdosis einfach wieder ausscheidet (Durchfall). Ein Mangel ist schwer festzustellen, er müsste im Vollblut gemessen werden. Und Dein Wert (ich nehme einfach mal an, dass der im Serum genommen wurde) ist ziemlich niedrig.

Hier ein gutes und günstiges Präparat: http://www.tri-mag.eu/Magnesiumcitrat/M ... itrat.html

Außerdem nimmst Du Vitamin D, und zu Vitamin D sollte man ohnehin immer Magnesium einnehmen. Wenn der Vitamin-D-Spiegel steigt, versucht der Körper nämlich, Magnesium und Kalzium in die Knochen einzulagern. Und das Magnesium und Kalzium, dass er da verwendet, fehlt dann woanders. Neben Magnesium ist daher auch Kalzium wichtig - Du solltest daher auch viel Käse und andere Milchprodukte zu Dir nehmen! Was ist denn drin in den Tropfen, die Du nimmst, wieviel IE nimmst Du täglich zu Dir?

Du schreibst von Vergeßlichkeit und unsicherem Gang. Das könnte an einem B12-Mangel liegen. Dein Wert ist wirklich sehr niedrig. Zum Glück ist es bei B12 ähnlich wie bei Magnesium - es ist relativ unproblematisch, es auf Verdacht einzunehmen. Besorg Dir diese Ampullen: http://www.pascoe.de/de/anwendungsberei ... s-1500-ug/

Es wirkt am besten, wenn es in den Muskel gespritzt wird. Das macht man aber nicht selber. Wenn Du keinen Arzt findest, der das für Dich macht, kannst Du es Dir selber in den Bauchspeck spritzen. (hier eine gute Anleitung: http://www.ht-mb.de/forum/showthread.ph ... ost1755278) Das hat nur den Nachteil, dass der Körper es nicht ganz so gut verwertet - ist aber trotzdem allemal besser, als diesen Zustand so zu belassen!

Versuch es nicht mit irgendwelchen Tabletten oder Zeug aus der Drogerie. Wenn Du ein anderes Präparat nehmen willst, achte darauf, dass es kein Cyano-Cobalamin ist. Wenn Du partout keine Spritzen willst, nimm hochdosierte Lutschtabletten mit Methylcobalamin, zum Beispiel sowas hier: http://www.gesundheitsmanufaktur.de/sho ... htabletten

Die übliche Art, den Mangel zu beseitigen, sind aber die Spritzen. Mit Deinem niedrigen Wert könntest Du mal versuchen, Deinen Arzt dazu zu bewegen, es auszuprobieren. Da die Dinger nicht viel kosten, sind die Ärzte da eher aufgeschlossen als bei anderen Vitaminen.

Das sind zwei Sachen, die Du auf jeden Fall angehen solltest.
Außerdem musst Du unbedingt Deine Schilddrüsenwerte incl. freiem T3 und T4 herausfinden.

Wenn Du Magnesium und B12 hochgebracht hast und herausgefunden hast, dass Deine anderen Schilddrüsenwerte wirklich auch ok sind (der TSH ist ok), und es Dir trotzdem nicht besser geht, dann könntest Du einen Versuch mit natürlichem Progesteron wagen. Leider gibt es einige mirena-Opfer, die meinten, dadurch sind ihre Beschwerden schlimmer geworden. Anderen hat es aber auch geholfen. Das ist also ein Risiko, es auszuprobieren. Aber es könnte sich lohnen, es anzugehen, denn im Progesteron liegt der Schlüssel dieser ganzen mirena-Misere. Einige haben Glück und die Hormone spielen sich wieder ein, bei anderen klappt es nicht. Bei Dir ist es ja wirklich lange genug her, um mal einen solchen Versuch zu wagen. Da Du ja schreibst, die Beschwerden ändern sich im Laufe des Zyklus, deutet es ja schon auf einen Zusammenhang mit den Hormonen hin.

Auch andere Vitamine und Mineralstoffe können im argen liegen, aber die sind nicht unbedingt so unproblematisch wie Mg und B12. Deshalb wäre es besser, einen Wert zu haben, bevor man das angeht. Das ist allerdings teuer und man muss auch aufpassen, dass einem da nicht zuviel aufgeschwatzt wird.

Auch Heilpraktiker sind ja leider nicht alles Engel und haben auch schon mal die Euro-Zeichen im Auge (mal davon abgesehen, dass das Labor ja auch etwas kostet, es entstehen ja tatsächlich viele Kosten durch diese Untersuchungen). Aber wenn Dein Mann da jemanden kennt, dem er vertraut, hast Du doch schon eine gute Empfehlung.

Bei Vitamin-Mangelerscheinungen ist die Chance nicht so schlecht, dass ein Heilpraktiker sich eher damit auskennt als ein Arzt. Die glauben da manchmal einfach nicht dran, dabei ist das stinknormale Medizin und hat nix zu tun mit Esoterik o.ä. Echt ärgerlich, man findet eher einen Arzt, der einem Hömöopathisches Zeug empfiehlt, als einen, der ernsthaft zum Auffüllen der Vitamine rät (und da kommt man nur mit großen Dosierungen weiter). Dabei ist die Wirksamkeit von Hömöopathie bis heute nicht bewiesen. Aber egal, das war jetzt offtopic

Jedenfalls, ok. ein Heilpraktiker ist teuer. Aber wenn Dein Mann diese Ausgabe wert ist, bist Du es ja wohl auch. Also, wenn Du mit Magnesium, B12 und der Schilddrüse nicht weiterkommst, solltest Du Dir von ihr helfen lassen.


Viel Erfolg!

Ps.: Eins ist mir noch aufgefallen. Du hast von Verdauungsproblemen geschrieben. Vielleicht könntest Du mal eine histaminarme Ernährung ausprobieren. Histamin kann alle möglichen Probleme machen, ua auch verstopfte Nase (davon hast Du ja geschrieben). Und eine Unverträglichkeit kommt nach mirena auch öfter mal auf. Hast Du Beschwerden nach Rotwein, altem Käse, Sauerkraut? Schau mal, hier ist auch von einem Zusammenhang zu unklaren Gelenkschmerzen die Rede: http://www.histaminbase.at/DieSymptome.php

Pps.: Falls Du allerdings wirklich Histamin nicht verträgst, solltest Du Magnesium lieber nicht als Citrat zu Dir nehmen, dann ist das oben erwähnte Produkt für Dich leider nicht empfehlenswert.
42 Jahre, 3 Kinder, Mirena von Oktober 2010 bis Juli 2011

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Henut
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Re: Nachwirkungen auch noch zehn Jahre nach Entfernung?

Beitragvon Henut » 19.03.2015, 08:45

Hallo Exilhanseatin,

ja, ich finde auch, dass jeder einzelne Erfahrungsbericht wichtig ist. Je mehr es werden, umso mehr wird aufgezeigt, dass mit der Mirena etwas nicht stimmt, dass sie eine Gefahr für uns darstellt. Und wenn nur eine Frau deswegen die Finger davon lässt, hat sich der Aufwand gelohnt.

Du fragst, welches Symptom für mich am schlimmsten ist... ich kann es schwer auf nur eines festlegen. Es ist das Zusammenspiel mehrerer, das mich an den Rand meiner Kräfte bringt. Die Gelenkschmerzen machen mir phasenweise Bewegungen sehr schwer, dann kommt noch die Kurzatmigkeit bei körperlicher Belastung (das kann schon das Tragen einer kleinen Einkaufstasche auf einer ansteigenden Straße sein) und das oft aus heiterem Himmel auftretende Herzrasen dazu. Diese drei Beschwerden zusammen verursachen bei mir das Gefühl, mich auf einem klebrigen Untergrund vorwärtsbewegen zu wollen und nur mühsam vorankommen zu können, oder eben, im Körper einer sehr alten Frau zu stecken. Es gibt immer so viel, was ich tun möchte, aber mein Zustand hindert mich meistens daran.

Dass man zu Vitamin D auch Magnesium einnehmen muss, hat mir nie ein Arzt gesagt. :( Ich habe es bisher immer nur dann genommen, wenn ich mal wieder nächtliche Wadenkrämpfe hatte, aber wieder aufgehört, wenn es sich gebessert hat.
Käse und Milchprodukte esse ich Gott sei Dank gerne und reichlich.
Auf meiner Vitamin D3-Flasche steht folgender Inhalt:
Wirkstoff: Colecalciferol (Vitamin D3)
1 ml (=36 Tropfen) enthält 14.400 I.E. Colecalciferol. 1 Tropfen = 400 I.E. Vitamin D3. Mittelkettige Triglyceride.
Ich nehme momentan einmal pro Woche 40 Tropfen davon ein.

Vor ein paar Jahren habe ich mich im Zuge eines Allergietests auch auf Histamine austesten lassen, kam aber nichts dabei heraus. Natürlich kann sich das mittlerweile auch wieder geändert haben, aber wir passen da beim Kochen auch sehr auf, weil mein Mann daran leidet und leider am ganzen Körper anschwillt und sich bis aufs Blut aufkratzt, wenn er etwas Auslösendes zu sich nimmt.
Ich merke allerdings seit geraumer Zeit, dass ich einige Lebensmittel nicht mehr zu mir nehmen kann, weil ich dann wieder heftiges Sodbrennen bekomme. Weißmehlprodukte sind daher bei mir auch schon vom Essensplan gestrichen worden, wir essen glutenfrei.

Ich werde mir jetzt diese Ärztin gönnen und mich von ihr auf Herz und Nieren checken lassen. Ich weiß, dass sie sehr genaue Blutanalysen machen lässt. Stimmt, die sind alles andere als billig, aber hinterher hat man wirklich einen guten Überblick auf seinen Zustand. Und dann werde ich mit ihr gemeinsam genau überlegen, was ich zuführen werde und was nicht. Bei Nahrungsergänzungsmitteln bin ich mittlerweile auch sehr skeptisch geworden, weil man da mit einem Zuviel auch Schaden anrichten kann. Nur, was ich nicht durch eine ausgewogene Ernährung auffüllen kann, wird durch Tabletten und/ oder Spritzen zugeführt.

Auf jeden Fall vielen lieben Dank für die wertvollen Tipps und Links. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten, was beim Check alles herauskommt und was ich hinterher tun soll.

Herzliche Grüße

Andrea

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exilhanseatin
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Re: Nachwirkungen auch noch zehn Jahre nach Entfernung?

Beitragvon exilhanseatin » 19.03.2015, 13:24


Dass man zu Vitamin D auch Magnesium einnehmen muss, hat mir nie ein Arzt gesagt. :( Ich habe es bisher immer nur dann genommen, wenn ich mal wieder nächtliche Wadenkrämpfe hatte, aber wieder aufgehört, wenn es sich gebessert hat.
Käse und Milchprodukte esse ich Gott sei Dank gerne und reichlich.
Auf meiner Vitamin D3-Flasche steht folgender Inhalt:
Wirkstoff: Colecalciferol (Vitamin D3)
1 ml (=36 Tropfen) enthält 14.400 I.E. Colecalciferol. 1 Tropfen = 400 I.E. Vitamin D3. Mittelkettige Triglyceride.
Ich nehme momentan einmal pro Woche 40 Tropfen davon ein.
Hi Andrea! Ich habe mal gerade gerechnet, und wenn ich richtig gerechnet habe, nimmst Du also im Schnitt 2285 IE Vitamin D am Tag zu Dir. Das ist jetzt nicht allzuviel, sodass vielleicht auch noch gar nicht unbedingt Magnesium dazu genommen werden müsste ( da muss ich mal Deine Ärzte in Schutz nehmen)

Allerdings hilft es Dir offenbar auch nicht aus dem Mangel. Ich weiß allerdings auch nicht so recht, was ich dazu raten soll, denn ich habe mit höherdosiertem Vitamin D schlechte Erfahrungen gemacht. Ich hatte Panikattacken, Herzrasen, stand komplett neben mir. Vermutlich hatte bei mir das Vitamin D den Magnesiummangel verstärkt.

Andererseits braucht man Vitamin D, um Magnesium überhaupt im Körper speichern zu können. Vielleicht könntest Du einfach mal auf 3000 IE am Tag gehen?

(Ganz ehrlich, viele Vitamin-D-Jünger werden Dir sagen, auch 3000 IE am Tag sind so gut wie gar nichts und holen Dich nie aus einem Mangel raus - aber durch meine Erfahrung bin ich da sehr vorsichtig geworden. Wenn Du 3000 IE am Tag einige Monate hälst und sich Deine Herzrasen nicht verschlimmert, dann kannst Du ja weitergehen auf 4000 IE am Tag oder so - aber dann bitte bitte unbedingt mit Magnesium dazu!)

Zu den Gelenkschmerzen und der Kurzatmigkeit kann ich nicht so richtig etwas sagen, außer, dass so etwas bei einer schlecht eingestellten Schilddrüse schon mal vorkommen kann. Und da fehlen wieder die Werte. An Schilddrüsenhormon kommst Du ohne Arzt ja auch ohnehin nicht.

Viele Grüße

Sonja
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