Nachwirkung der Mirena

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Kooper
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Nachwirkung der Mirena

Beitragvon Kooper » 04.06.2015, 20:32

Hallo in die Runde,

ich habe hier was interessantes gefunden, und war recht überrascht, weil ich gerade diesen "Experten" ansonsten meist als äußerst mirenafreundlich empfinde:

Dann wurde die Mirena vor gut einem Jahr gezogen und Sie haben bereits Stimulationen hinter sich! Es ist bekannt, dass die Mirena mindestens 1 Jahr, häufig 2 Jahre "nachwirken" kann; deshalb hat man eigentlich immer empfohlen, Sie nicht unbedingt zu legen, wenn noch KiWu besteht; jetzt gibt es ja eine nicht so lang wirksame "Spirale"!

Link: http://www.hormontherapie-wechseljahre. ... d=15025830

Und wenn schon der "Experte" behauptet, dass sie häufig 2 Jahre nachwirkt, werden es wohl eher 3 (und mehr) sein....

Das bringt mich übrigens erneut zur "Erholungszeittheorie", und über die wir alle ja immer wieder rätseln.

Wie soll das eigentlich funktionieren mit der dosierten Abgabe der Hormone über mehrere Jahre ? Hat das Ding eine Zeitschaltuhr ?

Ich habe eher das Gefühl, dass es durchaus sein kann, dass die Hormone mit einem Mal freigesetzt werden und sich dann über die Jahre abbauen. Und zwar mit einem Reservoir von mehr als 5 Jahren, denn ich habe im Netz Frauen gefunden, die sie 9 Jahre getragen haben mit immer noch nachgewiesener Wirkung.

D. h. Körper und Seele sind noch im Abbauprozess, und dann kommt nach 5 Jahren eine neue Mirena oben drauf... hier schreiben so viele, dass es erst mit der Folge-Mirena so richtig schlimm wurde (bei mir übrigens auch).

Das nur mal als Idee, weil die Ärzte ja auch immer wieder behaupten: "wenn es Ihnen nicht sofort nach dem Ziehen besser geht, war es nicht die Mirena, und ich setze Ihnen gern eine neue...." :evil:

LG Kooper
Kooper, Baujahr 1970, in Partnerschaft, keine Kinder
1. Mirena 2003 - 2009, 2. Mirena 2009 - 2013


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ladybird
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Re: Nachwirkung der Mirena

Beitragvon ladybird » 04.06.2015, 21:01

Das klingt plausibel.
Ein Wahnsinn ist das!
www.risiko-hormonspirale.de
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There
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Re: Nachwirkung der Mirena

Beitragvon There » 04.06.2015, 21:14

Mich macht das alles immernoch und immer wieder so fassungslos...! :o
Ich glaube aber, darüber hinaus, dass es eine Art "2. Generation" von Mirena gegeben hat, die etwa seit 2010 routinemäßig gelegt wird und die in irgendeiner Weise anders dosiert und/oder zusammengesetzt ist, so dass sie die NWs schneller spürbar werden lässt. Das würde erklären, warum viele der frühen Mirenaträgerinnen erst ab der 2. so gravierende Schäden gespürt haben und jetzt sehr häufig Frauen unmittelbar mit NWs reagieren.
Schlussendlich: die Aufklärungsarbeit über dieses Forum ist und bleibt elementar, da es viele viele Menschen gibt, die nicht bei facebook mitmischen und die hier aber trotzdem Unterstützung erfahren. Und ich denke, wir werden uns alle noch wundern, ob das nicht ähnliche Ausmaße annehmen wird, wie der Contergan-Skandal, denn in die Nähe dessen kommt diese Riesensauerei in meinen Augen schon :evil:

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Kooper
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Re: Nachwirkung der Mirena

Beitragvon Kooper » 04.06.2015, 21:38

Ich habe auch schon an den Contergan-Skandal gedacht und auch an den Film mit den verseuchten Blutkonserven in den 80ern.

Auch wenn ich mich gleichzeitig irgendwie für den Vergleich schäme, was aber sicher daraus resultiert, dass man uns dieses Ding seit Jahren wie "Sch... in Bonbonpapier" präsentiert und uns an allen NW die Schuld gibt.

Man (ich) zweifelt halt an sich. Ob man (ich) sich nicht doch nur "anstellt".

Trotzdem: Wenn mir heute ein Arzt "Guten Tag" sagt, gehe ich ans Fenster, um zu prüfen, ob auch wirklich "Tag" ist ! :twisted:

Wer den Film nicht kennt: http://www.zdf.de/der-fernsehfilm-der-w ... 80302.html
Ich fand ihn erschütternd, besonders die Aussagen des Vertreters der Pharmaindustrie.

Und: ich bin auch der Meinung, dass man die Dosierung irgendwann verändert hat, was meine Theorie von oben ja noch verschärfen würde. M. E. aber schon ab 2007 oder so (hab ich irgendwo gelesen). Oder es wird als 2. Mirena automatisch eine andere gelegt, weil die Patientin "die erste ja so gut vertragen hat".
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Sonia
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Re: Nachwirkung der Mirena

Beitragvon Sonia » 05.06.2015, 07:51

tja.. das ist wirklich interessant und auch wenn viele Mirenaträgerinnen (happy Mirenaträgerinnen) mich auslachen..ich glaube das, was mein lieber Hausarzt mir mal sagte..denn ihn hat das Thema sehr beschäftigt als mehrere Frauen zu ihm mit diesem Problem kamen. Es wurde immer von den Gynekologen abgestritten, dass es überhaupt NWs geben kann, denn ..lokal..wenig Hormone und und und.

Er meinte, dass es gar nicht kontrollierbar ist, wie viel und wie lange dieses Teil Hormone abgibt. Es gibt kaum Studien über die Wirkung. Es wurde nur an Schweinen und leider auch an indischen Frauen getestet. Seiner Meinung nach, hat die Spirale noch andere Stoffe in sich, die krankmachend sind. Und keiner weiß, wie lange sich diese im Körper befinden und wo überall. Obwohl er auch die Pille nicht gut finden, meinte er, dass die Pille dagegen harmlos ist.

Ich bin so froh, wenn ich jemanden von diesem Teufelsding abbringen kann und ihn auf dieses Forum aufmerksam machen kann. Es hilft doch noch ab und zu. Viele glauben ihren Ärzten..ich bis dato auch. Jetzt frage ich mich auch.. wenn ein Arzt "Guten Tag " sagt.. ob eins von beiden gelogen ist. Ärzte sind für mich Verkäufer geworden..egal welche.. Augenarzt , Gynekologe und so weiter. Immer schön ein Deckel auf die Symptome und dann noch Tabletten :evil: oben drauf gegen die Nebenwirkungen von den ersten Tabletten. Einfach nur Horror!

LG

PS: da wird mir ganz anders, wenn ich den Posting von Dumboline lese.. sie hat eine nervliche Erkrankung und hatte die Mirena! Klar..sie meinte, es ging ihr gut damit, aber dass es der Arzt in diesem Fall gar nich tlegen darf, das weiß sie nicht und sicher hat sie keinen Beipackzettel bekommen. Ich muss nämlich dabei an eine Frau denken, welche hier schrieb, dass sie MS hat und die Mirena bei ihr ganz schlimme Schübe ausgelöst hat.
44 Jahre, 2 Kinder, Mirena von 09/2011 bis 04/2012

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anneberlin
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Re: Nachwirkung der Mirena

Beitragvon anneberlin » 05.06.2015, 18:24

Den Beipackzettel habe ich damals gar nicht bekommen, jetzt aber habe ich im kanadischen Zettel gelesen, dass Bayer sogar Kontaktlinsenträgerinnen (!) davon abrät, die Mirena zu nehmen (sowie Raucherinnen, Diabetikerinnen, und und und, die Liste ist ewig lang, und natürlich bei nervlichen Erkrankungen!).
Die Meinung des Experten finde ich auch sehr interessant und glaubwürdig...
Nach bald 4 Wochen "ohne" spüre ich auch selber, dass es noch eine ganze Weile dauern wird, bis alles wieder "normal" wird, auch wenn ich eine Verbesserung gleich nach dem Rausziehen bemerkt habe. Ich habe jetzt mit Biofax gegen Wassereinlagerungen angefangen (nachdem Durchspülungstee nichts gebracht hat), fühle mich langsam auch etwas "leichter"...
Ende Juni habe ich einen Termin bei einer neuen FA, bin sehr gespannt, was sie über das Thema sagt...
45 Jahre alt, 2 Kinder (19, 16), Mirena von 05.2000-05.2015 :smile_thinking:

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