Mirena seit zwei Monaten

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purpurea
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Re: Mirena seit zwei Monaten

Beitragvon purpurea » 01.12.2015, 13:47

ok. dann werde ich mal paar Tage das Johanniskraut weglassen. Hatte die Bauchschmerzen zwar schon, bevor ich mit dem Johanniskraut angefangen hab. Aber vielleicht verhindert das ja, das die Magenschleimhautentzündung abheilt.

Bis jetzt spüre ich noch keine Veränderung. Aber 24h ist vielleicht auch noch bischen kurz um wirklich eine Besserung zu haben.

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summse
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Re: Mirena seit zwei Monaten

Beitragvon summse » 02.12.2015, 07:49

Hallo, ich würde aber mit deinem Arzt mal darüber erst sprechen... glaube aber es stand sogar bei Nebenwirkung von Johanneskraut... bin mir aber jetzt nicht 100% sicher..ist ja doch schon 3 jahre bei mir her;)
(Jahr 2016) 38 jahre ,3 kinder Mirena vom ?.06.2009 - 28.6.2012

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purpurea
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Re: Mirena seit zwei Monaten

Beitragvon purpurea » 02.12.2015, 09:06

Ja. das steht in den Nebenwirkungen drinne. Magen - Darm-Beschwerden. Ich hab es jetzt einfach mal weggelassen.

Ach ich kenne euch zwar nicht, aber muss euch trotzdem mal mein Herz ausschütten. Hab seit gestern so nen richtigen Tiefpunkt. Schlimmer als je zuvor. Die Magenschmerzen waren fast nicht aushaltbar und machen mich verrückt. Dann bin ich die ganze Zeit mit der Kleinen alleine. Bin so verzweifelt. Mir kommt alles so hoffnungslos vor. Ich will nicht mehr. Ich hab seit gestern ganz massive Selbstmordgedanken. Ich sehe keine Zukunft mehr für mich und frage mich immer wieder warum ich mich eigentlich so quäle. Immer nur für andere. Ich muss für meine kleine Maus da sein. Ich kann das meinen Mann nicht antun. ect.
Das Leben ist echt nicht schön. Ich kann nachts nicht schlafen. Die ständigen Magenschmerzen seit einem Monat. Ich kann seit einem Monat nur Reis und Zwieback essen. Ich habe überhaupt keine Freude mehr am Leben und auch wirklich die Nase voll. Und dann muss man den ganzen Tag fit für die Kleine sein. Ich schaffe das alles nicht mehr. Hatte jetzt auch mal rumtelefoniert. Es gibt bei uns in der Nähe wirklich keine Hilfsangebote. Keine Beratungsstellen. Überweisung zum Psychologen würde ich zwar bekommen, da ist aber frühestens in einem viertel Jahr ein Termin frei.
Das ist ja jetzt auch nicht die einzige Scheiße, die ich dieses Jahr durch habe. Problematische Schwangerschaft. schwere Geburt mit anschließender OP. eine Woche nach der Entbindung hatte ein bisher unentdeckter Tumor meine Nebenniere zerrissen. Wäre daran fast gestorben. 2 Wochen Krankenhaus mit Intensivstation, wo ich die Kleine gar nicht sehen konnte. Infektion in der OP Narbe und die musste wieder geöffnet werden. Lungenentzündung durch das lange liegen. Dann wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen und mir ging es echt noch so dreckig. War so schwach, dass ich teilweise nicht mal ne Treppe steigen konnte. Aber man hat dann halt auch keine Zeit sich zu erholen, weil man ja sein Baby zu versorgen hat, was einen auch Nachts alle paar Stunden weckt. Mein Mann arbeitet auswärts und war nur Sonntag zuhause. Naja... dann die Mirena. Wo ich mir nicht sicher bin, ob die wirklich schuld an meinen jetztigen Beschwerden ist. Ich bin so verzweifelt. Wenn das mit den Selbstmordgedanken nicht aufhört, lasse ich mich noch irgendwo selbst einweisen. Ich will das eigentlich gar nicht und kann mir auch nicht vorstellen, dass ich sowas mache. Aber der Gedanke ist sooooo verlockend. Endlich nicht mehr leiden. Keine Schmerzen mehr.

Ich weiß, dass ihr mir nicht helfen könnt. Aber es tut gut das mal nieder zu schreiben und evtl. bischen Zuspruch zu bekommen

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Sonia
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Re: Mirena seit zwei Monaten

Beitragvon Sonia » 02.12.2015, 10:02

liebe Purpurea,
ich schick dir gleich eine PN.
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Kooper
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Re: Mirena seit zwei Monaten

Beitragvon Kooper » 02.12.2015, 12:25

Liebe Purpurea,

ich kann Dir leider nur insoweit helfen, als dass Du von mir nicht lesen wirst "das ist nicht die Mirena", "geh zum Psychiater" oder "das bildest Du Dir ein".

Die Neben- bzw. Nachwirkungen der Mirena auszuhalten mit einer derart angeschlagenen Gesundheit und einem kleinen Kind muss die absolute Hölle sein !!!

Deine Gedanken "ich schaffe das alles nicht" (selbst Telefonate werden dabei zum schier unüberwindlichen Berg) und die massiven Suizidgedanken kenne ich von mir auch: egal, wie sehr man sich selbst einredet "ist doch alles gar nicht schlimm, was hast Du bloß" - sie lassen sich mit Logik nicht verscheuchen.

Halte durch, es wird auf jeden Fall besser !!!!!!!!!!!!!! (Auch wenn Du Dir das derzeit vielleicht nicht vorstellen kannst.)

Kannst Du irgendjemand "einspannen", der Dir hilft oder Dich ablenkt ? Eltern, Freunde, Nachbarn ? Kann Dein Mann übergangsweise kürzer treten ? Ich weiß, alles banale Ideen, aber von mir selbst weiß ich, dass ich in den tiefen Seelenlöchern gar nicht mehr klar denken konnte und daher auf naheliegende Dinge überhaupt nicht mehr gekommen bin.

Hilfreich habe ich für mich die Zufuhr von Magnesium, das Spritzen von B12 und seit neuestem auch die Osteopathie empfunden.

Und die Zeit - jeden Tag wird es ein kleines bisschen besser !

Ich drücke Dir die Daumen !

LG Kooper

Kennst Du die Radio-Beiträge auf BR ? Da wird auch von Suizidgedanken berichtet. Lenkt Dich vielleicht ab und bestärkt Dich, dass Du auf dem richtigen Weg bist
Kooper, Baujahr 1970, in Partnerschaft, keine Kinder
1. Mirena 2003 - 2009, 2. Mirena 2009 - 2013


Was bringt den Doktor um sein Brot ?
a) die Gesundheit b) der Tod.
Drum hält der Arzt, auf daß ER lebe,
Uns zwischen beiden in der Schwebe.
Eugen Roth

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summse
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Re: Mirena seit zwei Monaten

Beitragvon summse » 02.12.2015, 13:10

Hallo... ich kann Kooper nur zustimmen, vielleicht schaffst du nochmal den Weg zu deinem Heilpraktiker.... Johanneskaraut kann eine Erstverschlimmerung hervorrufen und auch das plötzliche absetzen, jeder Mensch reagiert anders, aber du solltes mit jemanden reden, der dir die Angst nimmt..... Vielleicht kann dein Mann einfach mal paar Tage krank einlegen, wenn er kurzfristig keinen Urlaub bekommt....
Du wirst für deine Tochter stark sein, ich weiß das und glaube mir, es haben sehr viele schon geschafft und sind wieder 100% gesund geworden... ich weiß die Worte lesen sich so unwirklich und die Gedanken die du hast machen einen Angst, man denkt es wird nieeeeeeeeeeeeeeee wieder besser und man schämt sich so zu denken, wo man doch so einen kleinen Sonnenschein hat....
Nimm die kleine mit ins Bett...nimm eine Thermoskanne und Abgekühltes Wasser ans Bett, so das du im Bett eine Flasche zubereiten kannst, ohne das du Nachts ständig raus musst... Mach es dir so bequem wie möglich, das du dir etwas Stress nimmst....Und vorallem versuche immer an die frische Luft zu gehen, egal welches Wetter ist....Ich weiß das es eine verdammt HARTE Zeit ist, vorallem mit einem Baby, ABER du schaffst es und suche mit deinem Mann nach Möglichkeiten, wer dich unterstützen kann, vielleicht auch ein vorrübergehendes wohnen bei einer Freundin, bei den Eltern kann sehr Hilfreich sein

Es gibt Mittelchen auf Naturbasis die dich etwas runter bringen, ich habe damals auch täglich spritzen bekommen vom Heilpraktiker die mich ruhiger werden liesen, in der Zeit der Wirkung konnte ich sogar klar denken, du musst da nicht allein durch ....

auch wir sind so gut es eben geht da... fühl dich gedrückt
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purpurea
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Re: Mirena seit zwei Monaten

Beitragvon purpurea » 02.12.2015, 14:18

Vielen vielen Dank für die vielen tröstenden Worte. Habe heute meine Schwiegermutti herbestellt. bzw. mein Mann hat sie her geschickt, weil er Angst um mich hat. Das hilft mir sehr und lenkt mich von den trüben und dummen Gedanken ab. Sie bleibt auch über Nacht. Dann bin ich nicht alleine. Ich bin so froh. Ich hoffe einfach, dass es jetzt nur ein paar Tage so schlimm ist und nächste Woche die Welt schon wieder besser aussieht.

Mir gibt das Forum hier wirklich viel Kraft. Und es lässt mich hoffen, dass es auch bei mir wieder besser wird.

Hab schon mit meinem Mann geredet. Kurzfristig Urlaub geht zwar nicht, aber wir werden vielleicht seine zwei Monate Elternzeit bischen vorziehen. Der Gedanke, daran, dass ich vielleicht nur noch 1-2 Monate durchhalten muss, statt 7 Monate, hilft auch schon.

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summse
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Re: Mirena seit zwei Monaten

Beitragvon summse » 02.12.2015, 14:33

Ich finde es sehr gut das Deine Schwiegermutter da ist,das entspannt die Nerven,ich kenne es..meine Schwiegermutter war auch für mich da.... Ich habe schon länger die Mirena draussen und auch diese fiesen auf und Abs durchlebt und ich kann aber sagen es wird besser,obwohl ich immer gedacht habe, gerade bei mir ist es bestimmt anders,als bei anderen :wink: ....

Alles Gute dir....
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nordlicht61
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Re: Mirena seit zwei Monaten

Beitragvon nordlicht61 » 03.12.2015, 15:51

Moin,

uiiii.... mit den Gedanken, dass alles keinen Sinn hat - bist Du nicht alleine.... !!!!
Denke mal die hatten hier schon gaaaaaaaaaaaaaaanz viele von uns!

ABER: es lohnt sich durchzuhalten!!!!!! :!:

Meine Mirena ist seit März draußen (2003-2015 :shock: ) und das Leben macht jeden Tag mehr Spaß!!!!


Wünsche Dir alles Gute für die derzeit schwierige Situation - deine Schwiegermutter kann Dir hoffentlich helfen.
Trotz süßem kleinen Baby - gönn Dir kleine Auszeiten nur für DICH!
Das ist ganz wichtig - merkt man allerdings oft erst wenn es einem schon mies geht...

Tipp: ich hab während des Baby-badens immer die halbe-dreiviertelstunde nur für mich genutzt!
Gönn sie Dir ohne schlechtes Gewissen! Dein Zwerg badet ebensogerne mit Papi oder Omi :wink:
Leg Dich hin - guck irgendwelche Daily Soaps - telefoniere mit einer Freundin - oder mach Dir einfach nen schönen Tee
--- putzen kannst Du spääääääääääter!!!! ---

Es wird besser!!!!!
Jeden Tag etwas mehr.... auch mit kleinen Rückschlägen.... danach gehts wieder bergauf

War heute bei meiner Frauenärtzin - das erste Mal nach der Entfernung ...
Sie konnte es kaum glauben wie gut es mir geht :)
Aber sie steht zum Glück auf dem Standpunkt:
*es gibt Sachen zwischen Himmel und Erde - die kann man nicht immer erklären* :wink:

Wünsche Dir auch alles Gute - halte durch - es wird besser!!!!!!

liebe Grüße vom
Nordlicht
Mirena seit 2003.... 03/2015
Bj 61 - 2 Kinder

Meine Geschichte: http://www.hormonspirale-forum.de/viewt ... =32&t=8313 mit updates

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There
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Re: Mirena seit zwei Monaten

Beitragvon There » 03.12.2015, 17:26

Liebe Purpurea,

auch ich möchte dir noch etwas dazu schreiben.
Wie du hier vielleicht schon bei der einen oder anderen Frau gelesen hast, macht einen Mirena depressiv, auch wenn man "doch eigentlich ein wunderbares Leben" hat, "gar keinen Grund zum Jammern", sich "so undankbar" dabei vorkommt, etc. Ich bin sicher, dass ich heute nicht mehr am Leben wäre, wenn ich sie behalten hätte, es war alles so schwer, so traurig und so überaus sinnlos. Das ist ein grauenhafter Zustand und selbst heute, in der Erinnerung, erschrecke ich noch selbst davor. Ich habe einen wundervollen Mann und zwei großartige Kinder, einen sehr erfüllenden Job der zu mir passt und genug Zeit und Geld für alles, was mir wichtig ist. Und dennoch...!
Ich bin Mirena seit über einem halben Jahr los, und es ist, als wäre dieses halbe Jahr tatsächlich eine Art magische Grenze, seit Anfang November bin ich nun erstmalig über 4 Wochen am Stück stabil. Fast wieder wie vor Mirena, auch wenn ich nun natürlich noch vorsichtig bin mit weiteren Prognosen.
Was ich damit sagen will ist, es WIRD besser, nicht immer kontinuierlich, nicht ohne Rückschläge und gelegentliche Momente/Tage der Resignation, aber doch WIRD es besser!
Bitte bitte halte durch! Führe Tagebuch über deine Gedanken und Symptome, das hilft dir, in ein paar Wochen zurückzuschauen und deine Fortschritte geschrieben zu sehen. Bleib im Gespräch mit anderen, mit uns, mit deinem Mann, gönn dir diese Zeiten und lass die Tränen fließen, die gehören halt auch dazu. Sie werden mit der Zeit weniger, ich weine mittlerweile nur noch in der Erinnerung daran und wie knapp es war. Ich führe dieses Tagebuch übrigens auch und trage jeden Tag die Stimmung ein, Symptome, besondere Belastungen, welche Vitamine/Mineralien ich zu mir genommen habe und relevante Zyklusinformationen. Und ich kann daraus ersehen, dass nicht nur die psychischen, sondern auch die körperlichen Symptome viel seltener auftreten und das meist zu ganz bestimmten Zeiten. Es gibt mir eine Art Kontrolle darüber, was mit mir passiert.
Es ist nicht fair, was da mit uns gemacht worden ist, aber keine von uns gibt Mirena die Macht, sie kaputt zu machen! Deshalb sind wir alle hier und kämpfen, jeden Tag. Du bist nicht alleine!

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