Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

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Kooper
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Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

Beitragvon Kooper » 13.02.2016, 15:32

Liebe Mitleidende bzw. Ex-Mitleidende,

ich möchte mal etwas fragen (und ein bisschen (viel!) Jammern) zum Thema Mirena und Schilddrüse. Es wird ein langer Text, ich kann mich schlecht konzentrieren, und Infos weglassen möchte ich auch nicht.

Ich habe die Mirena seit knapp 3 Jahren raus, manches hat sich sofort gebessert, an anderen Dingen laboriere ich bis heute herum.

Ein 3/4 Jahr nach dem Ziehen wurden meine Hormonwerte gemessen (01/2014) und die waren katastrophal (= postmenopausal). Gleichzeitig stellte man folgende Schilddrüsenwerte fest (Referenzbereich in Klammern):
TSH: 4,84 mlU/l (0,27 - 4,20)
FT3: 3,5 pg/ml (2,9 - 5,1)
FT4: 1,1 ng/dl (0,9 - 1,7)
MAK: 67 IU/ml (< 34)

Vorher waren die Schilddrüsenwerte immer okay.

Mitte 2015 war ich bei einem Endokrinologen, der stellte folgende Schilddrüsenwerte fest:
TSH: 4,0 µIU/ml (0,27 - 2,50)
FT3: 2,90 pg/l (2,00 - 4,00)
FT4: 11,40 ng/l (9,80 - 17,00)
TPO: 227,10 kIU/ml (< 34)
Seine Aussage: allenfalls eine minimale Unterfunktion, nicht behandlungsbedürftig. Östrogen hatte sich leicht gebessert.

Mein Blutbild war ansonsten gut inkl. super Cholesterin-Werten (bei Schilddrüsenunterfunktion ja oft das erste Alarmzeichen).

Da meine Hausärztin sich in all den Jahren nicht bemüßigt fühlte, mich mal zu untersuchen, habe ich gerade (02/2016) ein aktuelles Blutbild bei einem anderen Arzt machen lassen, denn es geht mir nicht gut, Beschwerden siehe unten. Dieser Arzt hat auch endlich mal einen Ultraschall des Bauches (alles okay - ich dachte ja schon, da wächst was) und der Schilddrüse gemacht.

Ich habe ihn so verstanden, dass die Schilddrüse eigentlich gut aussieht, 1 kleiner Knoten (hat meine Mutter auch), ansonsten leicht aufgelockert, aber alles okay.
Die Werte sind allerdings wie folgt:
TSH: 6,32 µIU/ml (0,27 - 4,20)
FT3: 3,50 pg/ml (2,0 - 4,40)
FT4: 10,07 ng/l (9,30 - 17,00)
Die Antikörper werden noch gemessen.

Meine Blutwerte waren ansonsten gut (ich habe das auch geprüft, denn ich glaube den Halbteufeln in weiß NICHTS mehr).

Meine Beschwerden inkl. Jammerei:
Bis Mitte 2014 konnte ich noch joggen, das ging aber immer schlechter, weil ich schon kurz vor dem Ziehen der Mirena einen Stein im Bauch hatte, der seither immer schlimmer wird. Es drückt mich in jeder Lebenslage (gehen, liegen, sitzen) und ich habe deswegen schon Tränen ohne Ende vergossen.

Ich war IMMER sehr schlank, ein Knochengestell, knapp 60 kg bei 1,80 m, und seit 2012 kann ich machen, was ich will, es geht nichts runter, sondern nach 2 besonders fiesen Jahren (2012 + 2013 mit jeweils knapp 10 kg) auch weiter stetig aufwärts, seit Anfang 2014 noch mal schleichend 6 kg, ich bin jetzt bei 84 kg. Das Schlimme ist, dass NICHTS mehr passt und es für meine Körperform auch keine Kleidung gibt. Da mein Körper dieses Übergewicht nicht kennt, scheint er sich Stellen zu suchen, wo er das Fett unterbringen kann, die dann "voll zu machen" und sich anschließend eine neue Stelle zu suchen. Von Bauch über Oberschenkelansatz über Oberarme und jetzt die Finger. Die sind so dick geworden, dass Ringe, die vorher auf den Mittelfinger passten, nun beim Ringfinger das Fett herausquellen lassen. Handgelenke sind schlank. Ich fühle mich wie ein Michelin-Männchen ! Und mein Körper schreit mir auch den ganzen Tag zu, dass er das nicht haben will, ich fühle mich extrem unwohl, meinen Knien geht es nicht gut, in den Spiegel mag ich gar nicht mehr gucken.

Neben dem Übergewicht habe ich derzeit wieder verstärkt Depressionen, bin kurzatmig, kann mich immer schlechter bewegen, habe Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, mir ist öfter schwindelig, ich bin überdreht und zittrig, kann schlecht schlafen (grübel dann). Was eine Libido ist, weiß ich nicht mehr.

Einen Zyklus habe ich seit Mirena nicht mehr. 5 Monate nach dem Ziehen (03/2013) kam die erste Periode, dann nach weiteren 2 Monaten ein bisschen was, im Jahr nach dem Ziehen (2014) hatte ich 2 x eine Periode und 1 x ein bisschen was (da nahm ich kurzzeitig 2 kg ab), in 2015 hatte ich überhaupt keine richtige Periode, wie ich sie gewohnt bin. (ÖstroGesta und Rimkus hatten leider nur Nebenwirkungen bei mir *heul* und die ganzen Tees etc. haben mich auch nicht weiter gebracht).

Im September 2015 war ich beim Gyn, organisch war alles tip-top (da wäre von WJ keine Rede gewesen), aber als er die Werte sah, hat er abgewunken, ich wäre eben in den WJ (12 Jahre eher als meine Mutter), da hätte ich eben Pech, und da ist man dick, damit muss man sich abfinden. Allerdings würde ich "bald" eine Periode bekommen, Schleimhaut wäre da. (ich warte bis heute). Einen Eisprung habe ich nach meinem Empfinden schon länger nicht gehabt.

Meine Verdauung ist aber super (mehrmals am Tag) und Haarausfall ist seit Mirena auch im normalen Bereich. Frieren tue ich auch nicht.

Was ich bislang getan habe (das wird jetzt lang):

Ich habe alles durch in Sachen Ernährung: zucker-, lactose-, glutenfrei.
Glutenfrei ernähre ich mich bis heute, ich habe das Gefühl, es tut mir gut und es bremst bei mir den Schoko-Appetit (der schon ab und an mal da ist - aber das Weglassen ja hat ja auch nix gebracht *heul*). Weißen Zucker esse ich außer in Schokolade überhaupt nicht. Ich trinke seit über 20 Jahren keine Cola mehr, Schweinefleisch esse sich seit über 30 Jahren nicht mehr (Allergie), auch sonst bin ich weitgehend fleischfrei unterwegs (allenfalls Rind oder Lamm alle paar Wochen). Ich esse oft Salat, ansonsten Kartoffeln, Reis + Gemüse, nutze Ingwer, Curcuma, Chia-Samen. Trinken tue ich hauptsächlich Wasser, ansonsten Kräutertee, selten (alle paar Wochen) mal eine Fruchtschorle. Ich presse mir oft Saft selbst mittels Entsafter.

Allerdings gebe ich zu, dass ich in besonders schlimmen Zeiten Alkohol konsumiere (Wein), das ist immer die letzte Station vor der Selbstverletzung (weil die Depressionen zeitweise nicht aushaltbar sind, zumal sie ohne triftigen Grund stattfinden). Dass das nicht optimal ist, ist mir bewusst.

Ich nehme Selen, Vitamin D (letzter Spiegel 149,9 nmol/l), Vitamin K2, B-12 Spitzen (letzter Wert lag weit über dem Referenzbereich), Gerstengras, Magnesium, FolPlus (ohne Jod), habe eine Zeitlang Maca genommen etc.

Als ich nicht mehr joggen konnte, habe ich mir ein Trampolin zugelegt. Ich erledige alle Wege zu Fuß oder mit dem Rad, mache Hormonyoga (anderes Yoga ist nicht wirklich möglich, weil ich z. B. beim Sonnengruß die vielen Kilos kaum hochgestemmt bekomme und mir dann Zerrungen zuziehe). Ich würde mich aber zwingen, wenn es helfen würde ! (Meine Bewegung ist den Kilos aber scheißegal.)

Öl ziehen, Wechselduschen - alles meins.
Darmsanierung habe ich 2014 absolviert, danach hatte ich im Oktober 2014 nur noch einen TSH von 3,21 (0,27 - 4,20) - aber ob das miteinander zusammenhängt, weiß ich natürlich nicht. Freie Werte wurden da nicht gemessen.

Sorry für diese langen Erklärungen, aber nachdem ich gestern bei meiner Hausärztin war mit der Bitte, sich nun endlich mal um meine desolaten Hormone zu kümmern, bin ich wieder nur mit der Empfehlung nach Hause geschickt worden, über 4 Wochen ein minutiöses Ernährungs-Tagebuch zu führen inkl. detaillierter Mengenangaben wie "Messerspitze" und auch zu messen, welche Temperatur das von mir getrunkene Wasser hat. Zudem wurde mir ein weiterer Klinikaufenthalt vorgeschlagen... Ich könnte nur noch k...., denn ich weiß, dass ich es nicht an der Psyche habe und auch nicht zu blöd zum Essen bin !

Sie hatte mir nach den Werten von Anfang 2014 (vom Gyn festgestellt) mal eben L-Thyroxin 75 über den Tisch geschoben (nix mit einschleichen !). Da ich meine Überempfindlichkeit gegen alles kenne, habe ich die Tablette rein vorsorglich gedrittelt. Und ich habe nach der Einnahme echt gedacht, dass ich krepiere: Herzstiche, Wortfindungsstörungen, ich kam kaum noch hoch vom Stuhl, so sehr war ich "lahmgelegt". Ich habe das am nächsten Tag noch einmal ausprobiert, da kamen dann noch Durchfall und Erbrechen hinzu.

Ich habe panische Angst, diese Tabletten noch einmal nehmen zu müssen ! Schweineschilddrüse kann ich ja auch nicht nehmen, weil ich allergisch gegen Schwein bin.

Meine Fragen:
Ist das denn überhaupt eine Unterfunktion ? Überall steht was von "latent".

Und ehrlich gesagt möchte ich gar keine Tabletten mehr nehmen ! Alles hat bei mir nur Nebenwirkungen, seit Mirena bin ich hyper-empfindlich.

Gibt es nicht noch was anderes ? Noch mal Darmsanierung ? Astaxanthin ? Soja komplett weglassen (esse ab und zu Tofu) ? Ausleitung mit Algen (habe aber alte Amalgam-Plomben, die aufgrund von Zahnarzt-Angst & Geldmangel bleiben sollen) ? Hat jemand Erfahrung mit naturidentischer Progesteroncreme (nicht Biovea) im Zusammenhang mit der Schilddrüse ? Oder sonst noch Ideen ?

Meine Mirena wurde im März 2003 gelegt und im März 2013 gezogen, ich wünsche mir so sehr, dass es mir endlich mal nachhaltig besser geht !

Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße
Kooper
Kooper, Baujahr 1970, in Partnerschaft, keine Kinder
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Drum hält der Arzt, auf daß ER lebe,
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Wolke7
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Re: Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

Beitragvon Wolke7 » 13.02.2016, 21:49

halllo kooper,

ich kann dich go gut verstehen, ich bin auch nur gerannt von arzt zu arzt, von hp zu hp......und es hat nicht viel gebracht, außer dass es einen haufen geld gekostet hat, jeder an mir rumgedoktert und nun meine probleme psychosomatisch sind.

dein tsh ist viel zu hoch, normal sollte der um die 1 sein.

und dein übergewicht und dass du nicht abnimmst, hängt mit deinem darm zusammen. (ich habe das problem nicht, ich bin eher zu dünn), aber ich habe es gelesen und gleich an die geplagten hier gedacht.

hast du mal an übersäuerung gedacht? deinen ph wert gemessen? google mal unter "agenki". da kannst du auch anrufen und dich beraten lassen.

ich habe die progesteroncreme am anfang nicht vertragen, seit letztem jahr geht es sehr viel besser, ich bin halt vorsichtig mit der dosierung. hast du einen aktuellen hormonstatus?

ich wünsche dir alles gute und wenn du was herausgefunden hast in richtung gesundheit, dann lass es mich und uns wissen.

lg wolke7

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Re: Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

Beitragvon Wolke7 » 14.02.2016, 10:27

hallo kooper,

ich bin noch einmal, mich hat dein thema nicht losgelassen und ich habe mal gegoogelt:

"Was hat die Schilddrüse mit dem Darm zu tun?" sehr interessant für uns alle. hier findest du deine antwort, denke ich.

lg wolke7

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Kooper
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Re: Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

Beitragvon Kooper » 14.02.2016, 16:33

Hallo Wolke7,

vielen Dank für Deine Antworten (und dass Du meinen langen Text gelesen hast) !

Bezüglich ph-Wert-Messung, Leber & Darm hast Du mir schon mal gute Anstöße geliefert und ich werde mich da noch mal einlesen.

Ich melde mich wieder dazu !

LG + Schönen Rest-Sonntag
Kooper
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Sonia
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Re: Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

Beitragvon Sonia » 14.02.2016, 18:04

Liebe Kooper,

was die SD betrifft kennt sich Exilhanseatin seht gut aus. Schreibe Sie an. Sie ist sehr nett und hilft sehr gerne.

LG S
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Lunabelle
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Re: Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

Beitragvon Lunabelle » 14.02.2016, 23:17

Hallo Kooper,

habe deinen Text auch gelesen und finde, daß du schon sehr viel mitgemacht und ausprobiert hast.
Habe genauso wie du einen langen Leidensweg und (dank Mirena) eine verfrühte Menopause.

Das, was mir aber am meißten geholfen hat, ist die Ernährung und die Nahrungsergänzungsmittel.
"Annkiste" hat hier einen sehr guten Ansatz diesbezüglich geliefert.

Habe einen Cousin (Naturmediziner), der mir die Lebensweise nach Dr. Max Gerson empfohlen hat ("Die Gerson Therapie").
Er empfahl mir die Einnahme (zusätzlich) von Magnesium, aber auch Gersonconform Kaffeeinläufe und Karottensaft (Kaliumhaltig), jedoch ohne weitere Erklährung warum. Erst als ich mir das Buch gekauft habe (ca. 47.--) und es anfing zu lesen, verstand ich, warum.

Mirena bewirkt durch die relative Östrogendominanz Natriumeinlagerung, die wiederum zu Kalium- und Magnesiumausscheidung..... führt. Auf lange Sicht führt das dann zu TDS (Tissue-Damage-Syndrome), wie es Annkiste beschreibt. Die Zellen werden nicht mehr so funktionsfähig, was aber in den regulären Blutbildern nicht offensichtlich ist, jedoch am verschlechterten körperlichen Befinden.

So habe ich mit mir selber ertsmals komplett Natrium aus meinem Speiseplan gestrichen, was zu sofortigen Gewichtsverlust geführt hat. Zusätzlich zu frischen Obst- und Salat/Gemüsesäften (Bioware hat weniger Stickstoff) habe ich mit Kaliumzitrat ergänzt. Dann noch regelmäßig frische Rohkostsalate mit Bioleinöl zu mir genommen.

Der Darm war bei mir nach Natriumbikarbonatinnahme ( Natrium!) gereizt, so habe ich das auch weggelassen und mit Milchsäurebakterien (DM-Markt - gibt jedoch bessere Präparate) das ganze wieder beruhigt. Nach gut 2 Monaten halte ich das Gewicht (58,5 kg - 1,7m), trotz kontrollierter Eiweißzufuhr.

Was mir nach wie vor wichtig ist, sind mir meine Rohkostsäfte (Angel-Juicer), Gemüsesuppen, Salate, Quark mit Leinöl.
Fleisch esse ich nur ab und zu (Hähnchen), Fisch, ansonsten gelegentlich Ei.
Die B12-Spritze gebe ich mir alle 4 Wochen subkutan (Bauch/Oberschenkel).
Würde mit Sojaprodukten bei Schilddrüsenunterfunktion ( sieht bei deinen Werten so aus TSH ist hoch, TPO =Tyroxinperoxidase-AK = evtl. Hashimoto) vorsichtig sein und eher weglassen.

Findest in Bezug auf die Gerson-Therapie Infos auf Facebook...
Ich hoffe du findest deinen Weg, so wie ich.

LG Lunabelle
"Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher." - Bertolt Brecht
Aegroti salus suprema lex. .- Das Wohl des Patienten ist höchstes Gesetz.

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summse
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Re: Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

Beitragvon summse » 15.02.2016, 09:24

sorry doppelt den Beitrag abgeschickt
(Jahr 2016) 38 jahre ,3 kinder Mirena vom ?.06.2009 - 28.6.2012

http://hormonspirale-forum.de/viewtopic ... 009#p45009 , Updats

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summse
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Re: Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

Beitragvon summse » 15.02.2016, 09:24

Hallo Kooper,
auch ich möchte dir gerne Antworten, auch wenn ich vielleicht nicht den erlösenden Tipp habe.
Ich habe wirklich sehr gute Erfahrungen mit Neurexan und auch Dysto loges gemacht. (Dysto loges habe ich sogar eine Zeitlang täglich genommen, damit meine Nerven einfach mal entspannen, Dosis und Dauer gibt jeder Arzt andere Anweisungen). Habe beides auch jetzt immer noch in meiner Hausapotheke.
Zu den Hormonen, kann ich nur soviel sagen, das mein Arzt mir einen Hormonausgleich Mittels Globuli verpasst hatte, die haben mir gut getan...ich nahm auch Progesteron in Globulis , später lies er mir eine Progesteroncreme an mischen, aber ich kam mit den Globulis besser klar.
Ich habe ehrlich nicht ganz so viel probiert, das meist hier empfohlene, wie Vitamine etc. Bei der Ernährung fand ich auch schnell raus was mir bekommt und was nicht, habe da auch Pro-bio-cult für den Darm genommen.
Ich kann dir wirklich erst mal Neurexan oder Dysto loges nahe legen und wenn es nur dazu hilft mal besser zu schlafen. Mit den Hormonausgleich, falls du Whatsapp hast und du mir deine Nummer gibst, schicke ich dir mal ein Bild von den Globuli und Bezeichnung (hoffe ich habe jetzt die Dinger noch im Medizinschrank, habe die ja nicht mehr gebraucht).

Ich wünsche dir alles Gute und halte immer an dem Fest, was ja schon besser geworden ist, ich glaube du hattest dieses Mistding Mirena auch sehr lang in dir:(
(Jahr 2016) 38 jahre ,3 kinder Mirena vom ?.06.2009 - 28.6.2012

http://hormonspirale-forum.de/viewtopic ... 009#p45009 , Updats

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exilhanseatin
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Re: Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

Beitragvon exilhanseatin » 16.02.2016, 10:05

Hallo Kooper,

Du brauchst einfach Schilddrüsenhormone, der TSH ist viel zu hoch, schau mal hier:
http://www.hashimotothyreoiditis.de/ind ... onregelung

Frau Brakebusch empfiehlt ab einem TSH>2,5 mU/l den Hormonersatz zu prüfen. Also spätestens bei deinem jetzigen TSH mit 6,32 ist das eindeutig eine Unterfunktion. Das erklärt auch die Gewichtszunahme und Depressionen sowie Konzentrationsstörungen.#

Bzgl des Wertes TPO: 227,10 kIU/ml (< 34) nehme ich an, damit sind Anti-TPO gemeint?

Damit ist der Grund für Deine Unterfunktion meiner Ansicht nach eindeutig Hashimoto
schau hier
"Deutlich positive TPO-Antikörper höher als 200 U/ml sind ein Hinweis für eine Autoimmunthyreoiditis (Hashimoto)."
http://www.hashimotothyreoiditis.de/ind ... per/tpo-ak


Hashimoto kann durch Hormonschwankungen ausgelöst werden bzw. tritt auf nach solchen Phasen auf (Pubertät, Wechseljahre.... mirena-Einnahme)

Stell Deine Werte einmal hier ein: http://www.ht-mb.de/forum/forumdisplay. ... yreoiditis

Aber ich finde es ziemlich eindeutig

Bestimmt können die Leute da auch Rat geben zum Einschleichen... das Du die Dosis gedrittelt hast, finde ich schon einmal sehr schlau! Vielleicht teilst Du Dir die für den Anfang lieber noch kleiner, wenn Du sie sonst schlecht verträgst? Das Befinden kann man erst wirklich beurteilen, wenn man eine Dosis für sechs Wochen hält. Was man auch probieren könnte, wäre eine andere Marke, viele nehmen L-Thyroxin von Henning, ich komme mit Euthyrox ganz gut klar (Merck).

Wenn Du so empfindlich reagierst, geh nochmal zu Deiner Ärztin und sag, dass Du Probleme hast und erst einmal einschleichen möchtest, es gibt auch eine Dosis von 25ern. Wenn Du dann noch halbierst oder erst einmal viertelst, kann Dein Körper sich noch langsamer dran gewöhnen.

Ich kann zwar verstehen, dass Du keine Lust auf Tabletten hast, aber sieh es einfach nicht als Medizin ... es ist ein Ausgleich eines Stoffes, den Dein Körper nicht ausreichend produziert, den Du aber brauchst. Sieh es ähnlich wie bei den NEM (nur bitte nicht absetzen, das Hormon wirst Du dauerhaft brauchen)

Zudem solltest Du darauf achten, kein Jod zu Dir zu nehmen, das bring die Schilddrüse noch mehr durcheinander (auch kein Jodsalz nehmen)
42 Jahre, 3 Kinder, Mirena von Oktober 2010 bis Juli 2011

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Shannon
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Re: Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

Beitragvon Shannon » 16.02.2016, 10:38

Liebe Kooper,

es tut mir leid, was Du alles durchmachst! Ich kenne mich nicht aus, aber ich würde auch vermuten, dass die Schilddrüse als Erstes eingestellt werden muss von einem Arzt. Ich kann allgemein zur Homronregulierung Cordyceps (Vitalpilz) empfehlen, aber ob das mit evtl. Schilddrüsenmedikamenten dann vereinbar ist, wäre unbedingt zu erfragen.
Ich verstehe, dass Du an die Amalgamfüllungen nicht ranwillst, aber das kann auch ein Faktor sein - Schwermetalle und Hormone und ggf. Candida im Darm bilden dann einen Teufelskreis. So war es bei mir. Wie viele sind es denn, und wie lange hast Du die schon? Evtl. kannst Du kinesiologisch austesten lassen, ob sie Dich belasten? Das ist wohl nicht bei allen Menschen gleich.
Wegen des Gewichts: Da können auch Allergien oder Candida eine Rolle spielen. Wie ist es mit Nahrungsmittelallergien? Candida-Symptomen? Hast Du z.B. Hautekzeme wie eingerissene Mundwinkel, schuppige Lippen? Gerade so Jieper auf Süßes, Hefeprodukte, Alkohol könnte darauf hinweisen. Fühlst Du Dich nach dem Konsum erst besser, um dann in ein Loch zu fallen? Du ernährst Dich schon glutenfrei, schreibst Du. Versuch mal hefe- und zuckerfrei (schwer! ich weiß) und schau, ob das Besserung bringt.
Liebe Grüße
Shannon
46 Jahre, 1 Kind, Mirena von 06/2007-02/2012

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