Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

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Kooper
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Re: Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

Beitragvon Kooper » 17.02.2016, 07:48

Hallo liebe Wolke 7,
liebe Sonia,
liebe Lunabelle,
liebe summse,
liebe Exilhanseatin,
und liebe Shannon,

erst mal vielen Dank, dass Ihr meinen langen Text gelesen und Euch Gedanken dazu gemacht habt !

Im Nachhinein hat es mir richtig gut getan, aufzuzählen, was ich schon alles gemacht habe und worauf ich immer noch verzichte.
Wenn ich bei meiner Ärztin rausschleiche, habe ich immer das Gefühl, dass sie nach dem Prinzip "§1) ich bin schuld an jeder gesundheitlichen Einschränkung §2) sollte ich einmal nicht schuld sein, tritt automatisch §1 in Kraft" verfährt. Sie hält es ja auch nicht für nötig, mich zu untersuchen (weil es alles psychisch und der Stress ist) - die letzten Blutwerte hat sie 2008 genommen und nackt hat sie mich glaube ich noch nie gesehen... (wenn ich mal wieder Kraft habe, werde ich wohl wechseln :roll: )


@ Wolke7
Du hast ja auch schon eine Menge Geld ausgegeben und Dich immer weiter gekümmert und belesen.

Ein Schieben auf die Psycho-Schiene empfinde ich als respektlos, erst recht, nachdem das Internet VOLL ist von Frauen, die mit und nach Mirena dieselben Beschwerden in unterschiedlicher Form haben.

Dein Tipp zum Darm bestätigt mir, dass es ja vielleicht doch an meiner Darmsanierung gelegen haben könnte, dass ich den TSH von 4,84 im Januar 2014 auf 3,21 im Oktober 2014 bekommen habe - der Endo hat mich auch gefragt, wie ich das gemacht habe. Ich dachte, das liegt vor allem am Verzicht auf Gluten - aber das brauche ich den Ärzten nicht zu erzählen, weil der Zusammenhang für sie nicht existent ist (obwohl im Netz viele von einer Verbesserung ihres Befindens berichten).

Von wem bekommst Du die Progesteron-Creme verschrieben ? Bei mir weigern sich alle.

Ich war früher auch immer zu dünn, konnte die Schoki tafelweise verdrücken, inzwischen nehme ich glaube ich davon zu, dass bei meiner Nachbarin hinter der abgeschlossenen Wohnungstür ein Kuchen steht - anders kann ich es mir nicht erklären !


@Sonia
Vielen Dank für den Tipp, ich hätte exilhanseatin heute angeschrieben - aber sie war schneller als ich !


@ Lunabelle
Zunächst vielen Dank für das Kompliment und auch für Deine vielen Tipps.

Mit der nach dem Ziehen diagnostizierten verfrühten Menopause komme ich ganz schlecht klar, auch wenn ich keine Kinder wollte (wobei ich liebend gern alle Kinder dieser Welt bekommen hätte, wenn mir dafür die Mirena erspart geblieben wäre). Wie geht es Dir inzwischen damit ?

Zu den Kaffeeinläufen habe ich recherchiert und werde das sicher mal ausprobieren (muss noch etwas Mut sammeln).
Karottensaft mache ich mir des Öfteren mit meinem Entsafter (allerdings habe ich gelesen, dass Dr. Gerson andere Geräte empfiehlt als das, was ich habe) - manches macht frau ja vielleicht auch instinktiv richtig. Und ich werde den Saft von nun an noch öfter in mein Programm aufnehmen !

Gehst Du denn gegen die relative Östrogendominanz ansonsten mit irgendwelchen Präparaten vor ?

Das mit dem Natrium war mir bislang nicht bekannt, und ich habe mal gegoogelt, worin es alles enthalten ist. Vieles betrifft mich kaum wie z. B. Produkte aus Dosen, Cornflakes und Brot. Allerdings betrifft es auch Käse (besonders Feta) und Sauerkraut - verzichtest Du komplett auf diese Dinge ?

Salat (Zutaten kaufe ich auf dem Wochenmarkt) mit Leinöl gehört zu meinen Haupternährungsbestandteilen. Warum ergänzt Du es mit Kaliumzitrat ? Ich lese da immer so Widersprüchliches, dass man bei Kalium vorsichtig sein soll und bin verunsichert, da etwas falsch zu machen.

Genauso ist es mit dem Quark. Manche sagen : bloß nicht, das übersäuert. Andere schwören drauf, weil es ja wohl auch einen Entgiftungseffekt für die Leber hat. Ich weiß oft echt nicht mehr, was richtig ist ! Klar ist da der eigene Körper der beste Anzeiger, aber mit Mirena habe ich nichts gefühlt und im Moment reagiert mein Körper einfach auf nichts, was nicht wirklich Allergie ist.

In die Gerson-Therapie habe ich mich etwas eingelesen, und neben den Kaffeeeinläufen werden ja auch reichlich frische Säfte empfohlen. Wie schaffst Du diese logistische Meisterleistung ? Vom Einkaufen über die Zubereitung über die Entsorgung der Abfallprodukte hängt da ja eine ganze Menge dran, was bewältigt werden muss und zeit- und geldintensiv ist. Den Therapieansatz finde ich super !

B12-Spritzen gebe ich mir auch (in den Bauch) - darf "frau" auch niemandem erzählen, ich habe dafür Mecker vom Endo bekommen...

Wie lange hat es gedauert, bis Du Deinen Weg gefunden hast ?


@ summse
Ja ich hatte dieses Mistding Mirena 10 lange Jahre in mir und frage mich wirklich bis heute, wieso ich nie drauf gekommen bin... Aber mit den anpreisenden Worten des Gyn (meinem damaligen Lieblingsarzt !) und lediglich der Hochglanzbroschüre sowie dem Willi-Wichtig-Kärtchen "Ich trage Mirena" fühle ich mich in einen elitären Kreis aufgenommen und da die NW erst nach ca. einen 1/4 Jahr ganz dezent begannen, fand ich immer in meiner Person begründete Erklärungen (tatkräftig unterstützt von den Halbteufeln in weiß).

Das Dysto loges kenne ich, ich habe es sogar noch hier liegen und sollte es mal wieder herauskramen - Danke für den Tipp !

Hast Du die Globulis denn noch im Kühlschrank ? Und hast Du erst den Hormonausgleich gemacht und dann das Progesteron genommen ? Eine Creme bekomme ich anscheinend eh nicht verschrieben, aber vielleicht soll das so sein, ich bin ja so empfindlich... Konntest Du die Globuli selbst bei der Apotheke kaufen oder brauchtest Du ein Rezept vom Arzt ? Bei WhatsApp bin ich, könnte Dir dann eine PN schicken.

Wie geht es Dir denn sonst - nach Deiner Schwangerschaft und mit dem Familienzuwachs ?


@ exilhanseatin
Vielen Dank für Deine Links, sie haben mir sehr weiter geholfen. Ich dachte immer, je mehr Antikörper, desto kränker - aber das ist ja gar nicht so !

Ich habe noch mal in meinen Bericht geguckt: es steht nur TPO dabei. Vom neuen Blutbild habe ich hierzu noch keine Angaben, die soll ich aber diese Woche bekommen.

Das von Dir genannte Forum ist inzwischen mein Hauptinformant. (Bislang konnte ich mich aber noch nicht dazu durchringen, mich anzumelden.) Beim Lesen ist mir aufgefallen, dass es noch weit mehr Symptome gibt als Depression, Konzentrationsprobleme und vor allem das leidige Gewicht, von denen ich auch einige habe wie z. B. Kribbeln in den Fingern, geschwollene Finger, keine Libido, Unruhe, Gedankenkreisen. Auch Zyklusstörungen sind genannt (ich habe im Moment gar keinen Zyklus). Ich habe auch des Öfteren gelesen, dass sich viele mit einem TSH von über 4 sehr elend fühlen - dann muss ich wohl nicht weiter graben, ob ich was falsch gemacht haben könnte. Ist ja auch irgendwie beruhigend. :wink:

Über das Buch von Frau Brakebusch bin ich auch gestolpert, das soll sehr hilfreich sein, und ich werde es mir nach endgültiger Diagnose sicher zulegen. Kennst Du auch das Buch von Dr. Kharrazian und wenn ja, ist das hilfreich ?

Thyroxin soll es auch als Tropfen geben, vielleicht wäre das eine Alternative ?

Der Arzt, der das Blutbild gemacht hat, hat es mir auch so erklärt, dass es eigentlich kein Medikament ist, sondern etwas, was mir fehlt. Ich glaub den Ärzten halt nix mehr und den Rest meines Lebens dort regelmäßig vorstellig werden zu müssen sowie von der Pharma (die ja nun mal die Medis produziert) abhängig zu sein - davor graust mir. Die Überreaktion vom letzten Mal tut dann ihr übriges dazu. (Ich weiß gar nicht, wo ich gelandet wäre, wenn ich die ganze Tablette genommen hätte...)

Gehst Du mit Deiner Schilddrüse zum Endo oder macht es Dein Hausarzt ?


@Shannon
Vielen Dank auch Dir für Deine Antwort !

Ach, wir machen hier doch alle ganz viel durch... ich will mich da gar nicht als "ärmste Wurst" hinstellen. Es ist halt phasenweise immer noch kaum aushaltbar - deshalb bin ich mir auch sicher, keine "echte" Depression zu haben. Irgendwo in mir drin ist die Erinnerung an den fröhlichen, leistungsfähigen Menschen geblieben, der ich mal war...

Im Vitalpilz-Forum scheinen sich viele Menschen zu tummeln, die Ahnung haben, auch Hashimoto ist dort genannt. Bislang konnte ich noch keinen Widerspruch entdecken, müsste aber noch genauer einsteigen in die Materie.

Ich kann und werde an die Amalgamfüllungen wirklich nicht rangehen. Es sind so einige und fast alle sind aus den 80ern. Ich bin seit 2007 zur Psychotherapie gegangen und habe das selbst bezahlt, seither geht es von HP über Quanten- und Wunderheiler zu Osteopath (bezahle ich auch selbst) die NEM noch nebenher. Zu Glück gibt es für meine Körperform im Moment echt keine Kleidung - da muss ich also kein Geld für ausgeben und beschränke mich auf das wenige, was ich habe. Die ganze Kohle geht für die Gesundheit drauf, und da die Mirena den größten Teil meiner Leistungsfähigkeit zerstört hat, stoße ich an meine Grenzen.

Ich war 2014 bei einem Quantenheiler, da steht auf dem Bericht, dass ich keine Amalgam-Unverträglichkeit habe, das hat er mir auf Nachfrage auch bestätigt. Allerdings hatte der gute Mann eine Trefferquote von nicht mal 50% - etwas anderes, als nun ganz fest daran zu glauben, dass die Amalgam-Aussage zu den zutreffenden Aussagen gehört, bleibt mir wohl nicht... :(

An Candida habe ich auch schon gedacht, aber das passt nicht. Die von Dir beschriebenen Symptome habe ich (zum Glück !) auch alle nicht.

Ich habe geguckt, worin Hefe enthalten ist - vieles betrifft mich nicht, weil ich ja eh glutenfrei esse und es Fertigsaucen bei mir nicht gibt. Allerdings ist es auch hier wie beim Natrium: Käse und Sauerkraut... Sauerkraut esse ich eh nur alle paar Monat, das macht mir nichts, aber der Käse....

Den Zuckerjanker konnte ich durch glutenfrei echt gut bremsen. Ganz weggelassen hatte ich ihn auch schon eine ganze Weile, was aber überhaupt nichts gebracht hat. Und dann ist bei all meinen Bemühungen der Frust irgendwann so groß, dass ich (als letzte Station vor der Selbstverletzung) zum Alkohol greife. Darauf habe ich keinen Janker - das Zeug schmeckt mir nicht mal, so dass ich zwischendurch auch immer mal Wochen ganz ohne bin. Es wird halt schlimm, wenn mir die ganzen verlorenen Jahre neben der Erkenntnis, dass ich seit Jahren immer nur gegen die Wand renne, so richtig zu Bewusstsein kommen und dazu dann evtl. noch anderer Ärger kommt.

Ich bin inzwischen so müde, immer wieder zu verzichten, und allenfalls mit einem stagnierenden Gewicht "belohnt" zu werden... so kenne ich das echt nicht, ich konnte früher essen, was ich wollte, "Gewicht" stand nie auf meiner To-Do-Liste (bis auf das 1 Jahr, als ich auch noch Antidepressiva nahm).
*Seufz* :(


@all
Ich danke Euch für all Eure Anregungen und für die Zeit, die Ihr Euch für das Lesen meines langen Textes und Eure Antworten genommen habt.

Ich bin seit Tagen hin- und hergerissen. Alle 5 Minuten wechselt es zwischen "versuch es alternativ - Medis kannst Du immer noch nehmen" und "nimm ein Medi, weitere Fehlschläge schaffst Du auch psychisch nicht mehr".

Immerhin hat der Arzt, der mir die Blutwerte abgenommen hat, gesagt, das ich mit diesem TSH auch Plastiktüten essen könnte, und ich würde nicht abnehmen. Das würde mit einem TSH von 1 ganz anders aussehen. Aber stimmt das wirklich ? Ich habe im Netz unterschiedliches dazu gelesen.

Und ich kann das ganz klar sagen, dass das im Moment mein allergrößtes Problem ist, auch wenn 84 kg bei 1,80 offiziell durchaus tolerabel ist - mein Körper ist 60 kg gewohnt und er zeigt mir den ganzen Tag, wie besch... er das findet. Wie gesagt, Kleidung gibt es für diese eigenartigen Proportionen auch nicht. Im Moment sehe ich aus wie die uralten Frauen (also wie meine Hormonwerte): dicker Bauch, relativ dünne Beinchen. An die Depressionen, Ängste und die damit verbundenen Einschränkungen hatte ich mich ja schon gewöhnt (so merkwürdig sich das auch anhören mag) - aber nun auch noch fett sein zu müssen trotz kontrollierter Ernährungszufuhr und Sport, das empfinde ich als Höchststrafe.

Wie handhabt Ihr das denn eigentlich mit den Einschränkungen ? Durch mein "glutenfrei" fallen z. B. gemeinsame Frühstücke oder Einladungen zum Kuchen flach. Wenn ich ausnahmsweise mal irgendwo hingehe, dann heißt es nur noch "dies darf ich nicht, das kann ich nicht" - da vergeht mir der restliche (eh schon kaum vorhandene) Spaß (den anderen auch). Im Restaurant ist es ja genauso: schwer, noch was auf der Karte zu finden, was allen Kriterien entspricht.

Wie handelt Ihr das ? Auch im Hinblick auf die sozialen Kontakte ?

Und bezüglich des Umgangs mit (angeblich) guten/schlechten Lebensmitteln ? Z. B. habe ich gelesen, dass Radieschen bei Hashi nicht so gut sein sollen. In anderen Quellen steht genau das Gegenteil. Was darf ich überhaupt noch essen ? Bio-Kokosöl auf Kartoffeln (ach nee, die hatte der Steinzeit-Mensch ja noch nicht, sollen also auch nicht gut sein) Ich werd noch irre dabei !!! :evil: :evil: :evil:

Last but not least die Frage nach der Finanzierbarkeit der Maßnahmen. Ich kann mir viel mehr als das, was ich mache, echt nicht leisten...

Sollte ich jetzt was vergessen haben, seht es mir bitte nach (ich habe im Netz den Begriff "Hashi-Hirn" gelesen... :lol: )

Vielen Dank noch mal an alle ! Ich hoffe, dass dieser Austausch auch anderen Anregungen geben kann.

Euch einen schönen Tag !

LG Kooper
(die für den Text mehrere Stunden gebraucht hat)
Kooper, Baujahr 1970, in Partnerschaft, keine Kinder
1. Mirena 2003 - 2009, 2. Mirena 2009 - 2013


Was bringt den Doktor um sein Brot ?
a) die Gesundheit b) der Tod.
Drum hält der Arzt, auf daß ER lebe,
Uns zwischen beiden in der Schwebe.
Eugen Roth

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summse
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Re: Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

Beitragvon summse » 17.02.2016, 09:24

Hallo, erstmal denke ich das der Darm echt mit vielen zu tun hat...so wie eine Diät auch auf die Hormone eingreift.. ich denke es ist immer ein Zusammenspiel und etwas für den Darm zu tun ist nie verkehrt.
Ich hatte die Globuli nicht im Kühlschrank,mein Heilpraktiker ist auch Hausarzt und Notarzt und fühle mich bei ihm gut aufgehoben,da er nicht nur eine Seite der Medikamente bedient,aber vorrangig aber auf NaturBasis. Erst habe ich diese Hormonausgleichglobuli bekommen, dann habe ich die Progesteronglobuli dazu bekommen und später durch die Creme ersetzt.... Ich habe diese Röhrchen noch da und könnte sie dir fotografiere, dann kannst du dich darüber besser belesen...

Uns geht's sehr gut Danke... habe zwar mit pms zu kämpfen und bin nicht mehr so sehr nervlich belastbar, aber das war wohl der Preis von Mirena...

Lg
(Jahr 2016) 38 jahre ,3 kinder Mirena vom ?.06.2009 - 28.6.2012

http://hormonspirale-forum.de/viewtopic ... 009#p45009 , Updats

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exilhanseatin
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Re: Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

Beitragvon exilhanseatin » 17.02.2016, 10:45

Hallo Kooper,

ich finde Dich sehr tapfer und eine dickes Kompliment dafür, dass Du Dir etwas Galgenhumor bewahrt hast :-)


Wenn Du selber sagst, derzeit ist Dein Gewicht das größte Problem, kommst Du nicht drumherum, das Schilddrüsenproblem anzugehen. Melde Dich in dem Forum an, stell Deine Werte ein.. ich kann mir nicht vorstellen, dass da jemand etwas anderes sagen wird als ich.

Ja, es ist tatsächlich so: In einer Unterfunktion kann man anstellen, was man will, und nimmt nicht ab. Ich hatte mal eine fette Überfunktion nach der Geburt eines meiner Kinder, und da ist es das Gegenteil: Völlig egal, was man ist, man nimmt ab. Damals haben immer alle gesagt: Toll, das hätt ich auch gerne mal, aber neee, dafür fühlt man sich nicht gut, eine gesunde Schilddrüse ist und bleibt das allerbeste...

Seitdem glaube ich auch allen Menschen, die beteuern, sie essen lediglich Gemüse und nehmen trotzdem zu. Es ist halt die Frage, wieviel Energie der Körper verbrennt.


Ich habe nach der elenden Mirena-Zeit meine Schilddrüse entfernen lassen. Also nicht einfach nur so, sie war viel zu groß und hatte kalte Knoten, einer davon sehr groß. Die Empfehlung, dass die wohl mal raus muss, hatte ich lange vor der mirena-Zeit. Aber weil es mir so schlecht ging und die Schilddrüse und Hashimoto damals einen möglichen Grund für mich darstellten, habe ich sie rausoperieren lassen.

Seitdem teste ich mich so durch mich diverse Dosierungen. Also seit vier Jahren eigentlich. Dabei gab es auch mal Zeiten, in denen mein TSH zu hoch war, in denen ich also eine Unterfunktion hatte. Damals hatte ich einen totalen Tatter und dachte echt, so, jetzt ich alles vorbei. Und mein TSH lag nur etwa bei 3 oder so. Deiner ist wirklich ehrlich sehr hoch, das ist nicht "latent". In meinen Augen

Das mit dem TSH bei 1 ist so ein Ziel für Menschen wie mich, die keine Schilddrüse mehr haben. Ansonsten würden Ärzte vermutlich ständig Schilddrüsenhormone verordnen müssen. Vielleicht kann es ja einfach mal sein, aus welchen Gründen auch immer, dass der Körper die Schilddrüse auffordert, mehr Hormon zu bilden (das ist es, was der TSH sagt).

Daher also ein größerer Referenzbereich. Aber wie bei Frau Brakebusch bis ca. 2,5. Bei Dir dagegen ist der TSH seit Jahren zu hoch, und selbst der mit 3,21, über den Dein Endo sich so gewundert hat, ist noch hoch.

Wenn Du jetzt mit Schilddrüsenhormonen beginnst und die Probleme beim Einschleichen überwunden hast, ich das auch keine Garantie dafür, dass Du damit abnimmst. Aber wenn Du mal eine gute Einstellung gefunden hast, solltest Du zumindest nicht weiter zunehmen. Ganz zu schweigen davon, dass es dann auch andere positive Zeichen geben sollte, wie bessere Konzentration, bessere Muskelkraft etc.

Schilddrüsenhormone sind keine Zaubermittel, die gesunde Menschen einfach mal so zum Abnehmen versuchen sollten. Das Zusammenspiel der Hormone ist auch sehr kompliziert, zum Beispiel bekommen einige von einer hohen Dosis Thyroxin auch supergroßen Hunger und nehmen deshalb dadurch zu. Also, was ich sagen wollte, vorsichtig sein ist gut, aber in Deinem Fall ist das Schilddrüsenhormon absolut angezeigt und durch die unangenehmen Begleiterscheinungen beim Einschleichen musst Du wohl einfach durch. Leider.

Zu den Fragen zu den Büchern: Zu Dr. Kharrazian kann ich leider nicht sagen, das habe ich nicht gelesen. Ich fand das Buch von Frau Brakebusch ganz interessant, aber auch ohne das Buch zu lesen, kann man mithilfe des Forums viel dazulernen. Auch da gibt es Leute, die ihren Mumpitz verbreiten, also man kann nicht wirklich jeden Beitrag für bare Münze nehmen... aber ich denke, wenn man eine Weile rumliest, bekommt man ein Gefühl dafür, wem man trauen kann... (ich persönlich schätze ja die Beiträge von "Jutta K." sehr, oder "Riech.Reload"). Ich schätze Dich so ein, dass auch Du das sicher zuordnen kannst. Man kann dort jedenfalls viele Anregungen bekommen, und wenn man die dann kritisch hinterfragt, bekommt man schon raus, was man davon mal probieren kann und was vielleicht lieber nicht. Ich habe dort superviel gelernt, zum Beispiel, dass man sich seine Werte geben lassen sollte und sich dazu sein Befinden notieren sollte, dass die freien Werte wichtig sind, dass man eventuell mit Thybon, also T3, dem T3 nachhelfen sollte... und dass auch Vitamine und Mineralstoffe wichtig sind.

Aber da bist Du ja auch schon ziemlich weit fortgeschritten auf diesem Weg.

Ich selber gehe zu einer Endokrinologin, mein Hausarzt ist zwar nett und sicher auch in vielen Dingen kompetent, aber er nimmt z.B. nur den TSH. Und meine Endokrinologin hat übrigens ausdrücklich gesagt, gegen B12-Spritzen hat sie nichts. Ich fürchte, Dein Endo ist vielleicht auch nicht so dolle (Ich sag nur "latent")

Das mit den Antikörpern habe ich übrigens nicht so richtig verstanden.. nein, es ist nicht so gut, wenn man viele davon hat, da das heißt, dass der Körper sich gegen die Schilddrüse zu wehren versucht. Deshalb ist Hashimoto eine Autoimmun-Krankheit, weil der Körper sich selber bekämpft. Wie blödsinnig. Aber watt will man machen, wir haben es uns nicht ausgesucht.

Und ich glaube schon, dass Dein Wert Anti-TPO meint ... ich kenne sonst gar keinen anderen TPO-Wert

Übrigens meint MAK letztlich dasselbe:

http://www.apotheken-umschau.de/Laborwe ... 34001.html


Viele liebe Grüße und gute Besserung


Ps.: Ach so, die Tropfen... die habe ich mal probiert, ich fand die Dosierung schwierig und zum Schluss schmeckten sie leicht muffig. War nicht so meins

Pps: Also das mit den Radieschen war mir neu :-) man lernt nie aus *grins*
(mach Dich nicht zu sehr verrückt... also Gluten-Verzicht habe ich z.B. jetzt noch nie probiert. Vielleicht wäre es ja mein Durchbruch, wer weiß.... Aber für mich sprechen Deine Werte so deutlich für eine Schilddrüsenunterfunktion, dass ich an Deiner Stelle jetzt wirklich erst mal dem nachgehen würde. Und wenn Du dann Bilderbuch-Schilddrüsenwerte hast und Dir geht es aber immer noch mies, dann kannst Du ja immer noch andere Dinge ausprobieren. Wie Radieschen weglassen oder Gluten oder keine Ahnung was. Mit drei Kindern kommt das bei mir nicht so einfach infrage, es muss halt immer auch alles praktisch sein. )
42 Jahre, 3 Kinder, Mirena von Oktober 2010 bis Juli 2011

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Re: Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

Beitragvon Wolke7 » 17.02.2016, 14:44

hallo kooper,

mir verschreibt die creme mein arzt bzw fa auf privatrezept oder bei biovea bestellen, geht auch. wo wohnst du denn?

bei mir spielt der seelsiche stress eine große rolle, wobei ich nicht weiß, wieviel von meinen problemen auch noch mit der mirena zusammenhängen... mein arzt hat allerdings auch gesagt, dass mirena der größte mist ist, den es gibt und es gut sein kann, dass diese langzeitwirkungen hat. du hattest die mirena 10 jahre, da dauert es klar länger, bis alles wieder im lot ist wie jemand der sie 6 monate hatte.

mach dir nicht so einen stress wegen dem essen, dein körper meldet sich schon, wenn er was nicht haben will. ich gehe inzwischen sehr gerne weg und auch ins cafe..... ich lasse mir die kuchen und torten schmecken, aber eben ausgesucht, nicht überall hin. versuche es einfach, was dir bekommt und was nicht. und ich mache wieder yoga. ich habe mich lange zeit gar nichts mehr getraut, nur noch angst, am besten zu hause..... aber das ist auch nichts. langsam anfangen. du gehst doch arbeiten? da mußt du doch auch raus. wie machst du das mit dem essen z.bsp.?

lg wolke7

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Re: Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

Beitragvon Wolke7 » 18.02.2016, 19:08

hallo kooper,

hast du schonmal in diese richtung gedacht?

"Symptome einer trägen Leber und die Auswirkungen auf die ..." mußt mal googeln.

lg wolke7

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Sonia
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Re: Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

Beitragvon Sonia » 18.02.2016, 20:14

hallo an alle,

bitte kauft nicht mehr bei Biovea. In dem Facebookforum mussten einige Frauen Strafe zahlen, weil sie eben diese Progesteroncreme kauften. Diese landet oft beim Zoll (Biovea macht jetzt das Direktgeschäft) und Hormone frei zu kaufen ist in Deutschland verboten. In England oder USA ist das was ganz anders.
Und.. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht...leider. Die mildeste Strafe war etwas um die 200,-€.

Liebe Grüße S

PS: aber was ich dir liebe Kooper noch empfehlen kann, ist die homöopathische Progesteroncreme oder die Globolis. Da haben einige Frauen aus dieser Gruppe auch gute Erfahrungen gemacht.
44 Jahre, 2 Kinder, Mirena von 09/2011 bis 04/2012

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Re: Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

Beitragvon Kooper » 19.02.2016, 09:24

Guten Morgen @all !


@ Liebe Summse,

wenn ich mit meinem Hashi-Hirn "Kühlschrank" schreibe, dann meine ich doch "Medizinschrank" :lol: :lol: :lol: !

Ich hatte damals (2014) nach einem 3/4 Jahr Darmsanierung gedacht, nun wäre mal gut (kostet ja auch alles). Werde da wohl noch mal rangehen !

Ich schicke Dir eine PN und bedanke mich im Voraus fürs Fotografieren !


@ Liebe exilhanseatin,

ach, tut das gut, mal nicht nur Mecker zu bekommen !

Und auch Dein letzter Satz beruhigt mich irgendwie, weil ich mich echt frage, wie andere (berufstätig / mit Kindern / depressiv oder oder oder) es schaffen, die zahlreichen Ernährungs- und Sporttipps "abzuarbeiten" - für jeden hat der Tag doch nur 24 Stunden und man hat doch auch eine unterschiedliche Tagesform. Wenn ich heute 2 Stunden Sport mache und nur Salat esse, kann das morgen doch ganz anders sein !

Das mit den Radieschen (Meerrettich & Senf) hatte ich zufällig in der Zeitung gelesen, und da mich das Thema Schilddrüse ja nun schon über 2 Jahre begleitet, habe ich gegoogelt. Und halt lauter widersprüchliche Angaben gefunden. Ich esse Radieschen immer im Salat, könnte sie auch weglassen, aber immer nur weglassen und umstellen und keinen Erfolg haben macht auf die Dauer echt keinen Spaß !

Das mit dem Gluten betrifft meines Wissens Menschen, die noch eine Schilddrüse haben. So wie ich es verstanden habe, hat das Gluten eine ähnliche Struktur wie die Schilddrüse, so dass der Körper nicht unterscheiden kann, ob er Gluten oder Schilddrüse angreift. Das habe ich dazu auf die Schnelle gefunden: https://autoimmunpaleo.wordpress.com/20 ... en-korper/

Das muss ja für Dich eine total belastende Zeit gewesen sein mit einer viel zu großen Schilddrüse und immer der Frage "raus oder nicht raus?" ! War die Entscheidung, sie rausnehmen zu lassen, denn im Nachhinein richtig für Dich ? Ging es Dir danach besser ?

Ein bisschen schockieren tut es mich immer wieder, wenn ich lese und höre, dass die Menschen, die Schilddrüsenhormone nehmen müssen, jahrelang an ihrer Einstellung herumbasteln müssen. Von den 3 Menschen, die ich kenne, basteln alle. Wohl fühlen sie sich anscheinend gar nicht mehr. Immer stimmt was nicht. Abnehmen ist unterschiedlich (1 war sowieso schlank, bei den anderen beiden weiß ich nicht, was Essen und was Schilddrüse ist. Meines Wissens machen aber alle 3 nichts mit NEM, Darmsanierung o. ä.). Dinge, die vorher kein Thema waren (wie z. B. Erkältungen), haben sich nach LT-Einnahme massiv verschlechtert - jeder Infekt schlägt voll durch. Und wenn ich bei Dir auch lese, dass Du seit 4 Jahren herumprobierst, dann frage ich mich, was das für Dich bedeutet ?! Belastet Dich das sehr ? Geht es um Feineinstellungen oder so weit, dass Du Dich fragst: wie soll ich den Tag überstehen ?

"Mein" Endo wird wohl gar nicht erst "meiner" werden - ich war nur 1 x bei ihm und er war mir nicht sympathisch, und das möchte ich nicht mehr. Da habe ich dann ja noch weniger Vertrauen ! Wenn ich die Antikörper von dem netten Doc habe, der mich endlich mal untersucht hat, werde ich ihn fragen, ob er mir jemanden empfehlen kann.

Ich kann es nicht beweisen, weil man ja nie einen Hormonstatus vom Gyn bekommt, bevor er einem seine ganzen Hormonpräparate aufschwatzt - aber irgendwie sagt mir mein Bauch (der dicke), dass es bei mir steht und fällt mit dem Ungleichgewicht der Sexualhormone. Ein 3/4 Jahr nach dem Ziehen hatte ich fast kein Östrogen (und wer weiß, wie lange ich damit schon unterwegs war), Progesteron war auch grottig, aber wie soll das auch anders sein bei nicht vorhandenen Eisprüngen. Viele berichten ja auch von reduziertem LT-Bedarf unter Zuführung von Progesteron.

Ich habe auch nie gedacht, dass man von Salat zunehmen kann, und so habe ich das auch noch nie erlebt: egal, was ich esse oder wie viel ich mich bewege, es ist ein unveränderlicher Status Quo. Immerhin nehme ich nicht mehr so rasant zu wie 2012 + 2013 (toi toi toi), aber trotzdem findet ein stetiger Anstieg statt. Und komischerweise habe ich gleichzeitig das, was auch viele im von Dir benannten Forum berichten: immer weniger Appetit...

Vielen Dank für die gute Erklärung mit dem TSH !

Das mit dem "totalen Tatter" und dem Gefühl, dass nun bald alles vorbei ist - das kenne ich auch nur allzu gut, und wenn es etwas besser wird, frage ich mich im Nachhinein immer, wie ich das überstanden habe. Für mich ist das die totale Unruhe innen drin, während ich gleichzeitig aber nichts schaffe. Ich bin so unkonzentriert und unmotiviert und verstehe nicht, dass die Unruhe mir nicht den nötigen Schwung gibt (zumal sie das früher getan hat: wenn ich unruhig war, habe ich mich einfach mal kräftig ausgearbeitet !). Im Moment keine Chance: ich muss mich zu allem richtig aufraffen...

Danke für Deine guten Wünsche !


@ Liebe Wolke7,

die Creme von Biovea habe ich schon (und zum Glück auch keinen Ärger mit dem Zoll bekommen, wovor Sonja gewarnt hat), aber sie ist zu niedrig dosiert. Und dann verstärken sich die Östrogen-Dominanz-Symptome, was ich so gar nicht brauchen konnte. Ich habe dazu auch das Buch von Dr. Platt gelesen.

Du hast Glück, dass Du einen Arzt hast, der die Mirena als Mist identifiziert hat. Meine Ärztin hat zu mir gesagt, ich solle den Ansatz nicht weiter verfolgen, weil ich es ja nicht beweisen könnte. Das ärgert mich schon sehr, gerade im Hinblick auf den Warnhinweis, dass Ärzte bei psychiatrischen Erkrankungen immer nach Mirena fragen sollen.

Was für Dich nach Stress mit dem Essen aussieht, ist bei mir im Moment echt so eine Gewissensfrage. Ich möchte eine möglicherweise bestehende Autoimmunerkrankung nicht noch weiter anheizen durch ein mögliches Fehlverhalten meinerseits.

Das Gluten lasse ich schon seit gut 1,5 Jahren weg, Kuchen und Torten sind für mich also tabu. 2 Tage nach der Empfehlung vom HP waren wir zu Kaffee & Kuchen eingeladen mit all den netten Begleiterscheinungen "willst Du nicht doch ein Stück Kuchen ? Oder zumindest einen Keks ? Oder sonst eine Scheibe Brot ? Aber EIN Keks oder EIN Stück Kuchen wird da doch wohl nichts machen blablabla" Grrrrrrrrrrrrrrrrr.

Die Anfangszeit war echt hart. Es ist doch sehr viel, was dann wegfällt, gerade auch an fleischfreien Alternativen. Aber als ich es geschafft hatte, hat es mir eine Freiheit beschert, die ich sonst nicht kannte. Vorher war Verzicht auf manche Dinge immer so eine Quälerei, so ein "ein paar Tage muss ich durchhalten, bis ich endlich wieder darf". Seit dem Glutenverzicht weiß ich: es ist fast egal, was man mir verbietet, ich schaffe es. Nur: ich brauche mal Erfolgserlebnisse. Sonst macht sich der Frust auch wieder allzu sehr auf der psychischen Ebene bemerkbar.

Was Deine Frage angeht, was ich z. B, zur Arbeit mitnehmen kann: es gibt inzwischen gute glutenfreie Alternativen, die mir auch schmecken. Klar, ob man sich mit den darin enthaltenen Stoffen "Palmfett & Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren" wieder andere Baustellen schafft - das weiß wohl niemand, aber einen Tod kann ich ja nur sterben...

Was die Leber angeht, werde ich mich wieder verstärkt mit Leberwickeln befassen (das tut ohnehin sooo gut !) und zum Frühjahr eine Löwenzahn-Tee-Kur einlegen.

Du machst doch glaube ich die bei Agenki empfohlene Leberreinigung: wie geht es Dir damit ? Was passiert dabei und danach bei Dir ? Und wie oft machst Du das ?


@Liebe Sonia,

vielen Dank für den Tipp mit Biovea im Zusammenhang mit dem Zoll ! Wusste ich nicht, und hab auch Glück gehabt (MAL muss ich ja auch auf der Glücksschwein-Seite sein :mrgreen:)

Danke auch für die Empfehlung mit den homöopathischen Mitteln - eigentlich spreche ich auf so etwas gut an und werde mich mal einlesen.

Euch allen einen schönen Tag !

LG Kooper
Kooper, Baujahr 1970, in Partnerschaft, keine Kinder
1. Mirena 2003 - 2009, 2. Mirena 2009 - 2013


Was bringt den Doktor um sein Brot ?
a) die Gesundheit b) der Tod.
Drum hält der Arzt, auf daß ER lebe,
Uns zwischen beiden in der Schwebe.
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Kooper
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Re: Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

Beitragvon Kooper » 19.02.2016, 10:01

@all

Ich habe gerade meine Werte bekommen:
TAK: 29,41
TPO: 337,10
TRAK 0,69

Die Werte zum TSH rein vorsorglich auch noch mal:
TSH: 6,32 µIU/ml (0,27 - 4,20)
FT3: 3,50 pg/ml (2,0 - 4,40)
FT4: 10,07 ng/l (9,30 - 17,00)

Der Doc (Allgemeinmediziner & Hausarzt) meint, es wäre eine deutliche SD-Unterfunktion - ob es schon Hashi ist, da ist er sich nicht ganz sicher, zumal die SD bis auf den einen Knoten ansonsten gut aussieht. Er stellt es mir frei, mit einer kleinen Dosis LT (25er) bei ihm zu starten oder einen Endo mit der Feinuntersuchung zu beauftragen. Wobei er eher empfiehlt, dass ich einen Endo aufsuche.

Einen guten Endo benennen konnte mir die Praxis leider nicht...

Und den zu finden, ist ja gar nicht so einfach, zumal die Wartezeiten auf Termine endlos sind und ich AUF GAR KEINEN FALL jemand möchte, der mir dann eine künstliche Hormonersatz-Therapie für Östrogen & Progesteron aufschwatzt - krank bin ich auch so schon genug und dass ich keine künstlichen Hormone vertrage, musste ich schmerzlich genug erfahren.

Mist....
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Wolke7
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Re: Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

Beitragvon Wolke7 » 20.02.2016, 13:18

hallo kooper,

deine werte sind nicht i.o., der tsh ist viel zu hoch. du wirst dir einen guten endo suchen müssen und wenn der termin eine ewigkeit dauert, vll. kann die kk was machen, damit es schneller geht.

ich mache nicht die agenki kuren, ich informiere mich da immer nur. ich finde das forum etc. einfach sehr gut.

an eine leberreinigung wie da beschrieben getraue ich mich alleine nicht ran; ich habe mir eine mischung aus kurkuma/olivenöl/schwarzer pfeffer zusammengerührt und damit soll man auch die leber reingien können. ich habe damit jedenfalls schon eine menge herausbekommen.

dass du mit einer progerstoncreme in eine östrogendominanz rutscht, glaube ich nicht. frau dr. scheuernstuhl verschreibt ja sogar 1 %, biovea hat meine ich 1,8 %. vll. hast du zuviel geschmiert ? dann können auch schwindel etc. auftreten. oder du verträgst die creme (noch) nicht, dann versuche es mit globulis d 4. aber zuerst mal brauchst du deine hormonwerte. das macht auch ein guter hp auf eignene kosten.

lg wolke7

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Re: Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

Beitragvon exilhanseatin » 25.02.2016, 10:35

Hallo Kooper,

ich finde, wenn Du einen guten Allgemeinmediziner hast, der auch die freien Werte nimmt, kannst Du Dich durchaus auch von dem behandeln lassen. Außerdem hat ja schon einmal jemand die Schilddrüse per Ultraschall untersucht.

Auf Dauer wäre es natürlich trotzdem gut, wenn immer mal wieder auch ein Endo draufschaut, vor allem wegen des Knotens. (Ist das ein heißer oder ein kalter Knoten, weißt Du das?) Hier könntest Du einen finden:

http://www.top-docs.de/

Es ist so eine Sache mit dieser Liste, ich habe zum Beispiel in meiner Stadt schon einige durch. Es werden auch Ärzte dort empfohlen, die ich persönlich nicht so dolle fand. Aber die Ärztin, bei der ich jetzt gelandet bin und mit der ich sehr glücklich bin, hat deutlich mehr gute Bewertungen als andere. Es lohnt sich also durchaus, in der Liste zu stöbern.

So, fürs erste jedenfalls, für den Einstieg mit Schilddrüsenhormon, finde ich es jetzt trotzdem nicht zwingend notwendig. Ich finde, das hört sich recht gut an, was Du über Deinen Hausarzt geschrieben hast. Und da muss man doch mal sagen, da hast Du doch wenigstens schon mal einen guten Hausarzt, und das ist ja auch mal was wert. Das ist eine der positiven Änderungen, die die mirena mir beschert hat: Ich habe jetzt viel bessere Ärzte. Vorher hatte ich mich einfach nicht so drum gekümmert....

Nun noch zu Deinen Fragen... Ist ja lieb, dass Du nachfragst. Also, ich habe mich um meine zu große Schilddrüse eigentlich immer überhaupt nicht weiter gekümmert (abgesehen von den regelmäßigen Untersuchungen). Solange der Arzt gesagt hat: "Naja, hmhm, vielleicht muss das mal operiert werden, aber noch geht es wohl so", hab ich halt gedacht, ein Glück, dann keine OP! Zumal bei der Mutter einer Bekannten bei einer solchen OP die STimmbänder verletzt wurden und ich davor ziemlich Schiss hatte. Damals ging es mir ja auch noch prima, also warum OP, wenn es nicht unbedingt sein muss? Und als es mir mit der mirena entsetzlich ging und es hieß, vielleicht ist die Schilddrüse ja der Grund (ich hatte sehr hohe Antikörper im vierstelligen Bereich), da war es gar keine Frage mehr für mich. Also raus damit... Zumal ich ja diesen großen kalten Knoten hatte und es heißt, auch wenn immer wieder punktiert wird, um auf Krebs zu untersuchen, kann man das nie ganz ausschließen, denn der Krebs könnte trotz eines unauffälligen Untersuchungsergebnisses einfach irgendwo sitzen, wo die Nadel gerade nicht hingekommen ist. Diese Gefahr wollte ich wegen meiner Kinder dann gerne komplett ausschließen. Darüber hatte ich mir vorher irgendwie nie so Gedanken gemacht (vielleicht auch mirena-typisch: Plötzlich größere Angst vor tödlichen Krankheiten...). Naja, und man muss dazu auch sagen, die war echt groß, die Schilddrüse, das hat man auch gesehen und sah schon irgendwie seltsam aus. Ist jetzt nicht so, dass ich die OP total bereue.

Tatsächlich geht es mir jetzt auch seit geraumer Zeit eigentlich ganz gut, nicht so unbedingt nach Bäumeausreißen, aber ich komm schon klar.

Einen positiven Effekt hatte die OP auf jeden Fall, dass weiss ich noch genau, wie ich das ins Schilddrüsenforum geschrieben habe... vorher hatte ich so ein großen Summen in mir, und hinterher war es ruhig. Das hört sich jetzt vielleicht seltsam an, aber für mich war es so. Sicherlich kein Grund, allen so eine OP zu empfehlen, aber es haben ja auch nicht alle so viele Antikörper und so einen großen Knoten.

Also, mit meinen Stimmbändern ist jedenfalls alles in Ordnung. Es ist halt eine Narbe zu sehen, an die habe ich mich aber gewöhnt, das finde ich nicht so dramatisch.

Alles war nach der OP nicht sofort gut, aber das war ja auch fast zeitgleich mit dem Ziehen der mirena. Das schiebe ich eher der mirena in die Schuhe. Und einem fetten B12-Mangel. Die Spritzen haben jedenfalls echt Wirkung gezeigt bei mir.

Das mit den Schilddrüsentabletten ist zur Zeit eher so ein Rumprobieren bei mir... Nichts dramatisches. Eigentlich weiß ich, dass ich um die 137 Mikrogramm Euthyrox brauche. 150 ist zu viel und 125 viel zu wenig. Ich doktore gerade ein bißchen mit extra T3 (Thybon) rum, ob nun 5 Mikrogramm besser sind oder 10 oder vielleicht doch 15... Das sind keine sonderlich großen Sprünge, die ich da mache. Und ich denke, anders wird man auch nicht rausfinden, was wirklich die beste Dosis für einen ist. Außerdem habe ich rausgefunden, dass es mir persönlich sehr viel besser bekommt, die Dosis aufzuteilen, zumindest auf eine Hälfte am Morgen und eine am Abend. Es ist allerdings ein wenig lästig, dass man dafür immer absolut nüchtern sein muss (denn gerade teste ich mal, wie es ist, die Dosis sogar vier Mal zu splitten, da muss man natürlich immer dran denken, zum richtigen Zeitpunkt die Tablette zu nehmen). Aber ich sag mir gerade, das ist auch eine Art Diät, da fallen wenigstens die ganzen unvernünftigen Zwischenmahlzeiten weg :lol:
Das halt ich jetzt mal durch bis Ostern, meine persönliche Fastenzeit ist das *grins*

Und wenn ich dann keine Lust mehr hab, dann lass ich es halt wieder. Ich habe auch keine Lust, da zu dogmatisch zu werden.

Die Tatsache, dass es etwas braucht, bis man eine gute Dosis gefunden hat, sollte Dich aber nicht dazu bringen, es gar nicht erst zu versuchen. Und zwar länger als ein paar Tage! Allerdings kann ich Dir zum Einschleichen leider keine tollen Tipps geben. Ich brauchte die Tabletten erst nach der OP, und da braucht man nicht Einschleichen - da die Schilddrüse komplett weg ist, musste ich sie auch sofort komplett ersetzen.

So, weiterhin alles Gute für Dich, und lass Dich bitte nicht von irgendwem "anmeckern" wie Du geschrieben hast. Wer meckert Dich denn an? Sind das irgendwelche verbohrten NEM-Freaks aus Internetforen oder so? Da tummeln sich ja auch mal seltsame Gestalten... ich hoffe, hier hat Dich keiner angemeckert :) Liebe Grüße!!!
42 Jahre, 3 Kinder, Mirena von Oktober 2010 bis Juli 2011

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