Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

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Kooper
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Re: Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

Beitragvon Kooper » 25.02.2016, 18:43

Liebe exilhanseatin,

vielen Dank für Deinen langen Text - ich hab jetzt nicht sooo viel Zeit und antworte in den nächsten Tagen ausführlicher (evtl. in Etappen), aber auf Deinen Schlusssatz möchte ich doch eben schnell eingehen !

Nein, hier im Forum hat mich überhaupt niemand angemeckert (ich finde es eine tolle, hilfreiche Gemeinschaft hier !!!) und sonst bin ich nicht so der Forenschreiber.

Ich bin halt seit Jahren auf der Suche nach Hilfe (wie so viele hier), und da durfte ich mir schon die tollsten Sachen anhören.

Wie z. B. der Endo, der mich wegen der B12-Spritzen angemeckert hat.
Oder meine Hausärztin, die meinen Salatkonsum für die Wurzel meines Übergewichtes hält.
Manche blubbern auch gleich drauf los, wenn sie das Wort "NEM" hören. (Schließlich könnte man das ja alles mit der normalen Nahrung aufnehmen...)

Jeder sagt was anderes, an "guten" Tagen nervt es mich nur, an "schlechten" triggert es mich sehr. (Immerhin habe ich ja schon die ganzen Jahre Schuld an den NW der Mirena bekommen...)

Ich hoffe, ich hab mich jetzt etwas besser ausgedrückt !

Liebe Grüße + einen schönen Abend !
Kooper
Kooper, Baujahr 1970, in Partnerschaft, keine Kinder
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Eugen Roth

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Kooper
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Re: Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

Beitragvon Kooper » 02.03.2016, 18:35

Liebe exilhanseatin,

ich weiß nicht, was das für ein Knoten ist, aber der Arzt war nicht sonderlich beunruhigt, erst recht, nachdem ich ihm erzählte, dass meine Mutter mehrere Knoten an der Schilddrüse hat. Und komischerweise: ich bin auch nicht beunruhigt. Mit der Mirena hätte ich wahrscheinlich schon wieder das ganze Internet abgesucht, was so ein Knoten bedeuten und welche Folgen er haben könnte.... so bin ich mir irgendwie sicher, dass das völlig harmlos ist und schenke ihm weiter keine Beachtung. (Ob das richtig ist, wird sich früher oder später zeigen - ich bin da echt entspannt...).

Es ist sicher eine andere Situation, wenn man - wie Du - 3 Kinder hat, da ist man dann ja nicht nur für sich selbst verantwortlich. Und will sich ja auch nicht irgendwann vorwerfen lassen (aus Liebe) "Mama, hättest Du Dich bloß gekümmert".

Ich hätte mich auch vor der OP gedrückt, solange es der Arzt noch so durchwinkt. Regelmäßige Untersuchungen und dann wieder verdrängen... An die Stimmbänder habe ich auch sofort gedacht, das habe ich schon öfter gehört, dass die in Mitleidenschaft gezogen werden können. Ein Glück, dass das bei Dir gut gegangen ist ! Eine Narbe finde ich da auch das weitaus kleinere Übel (und ich glaube, man selbst guckt da auch irgendwann nicht mehr hin). Wie war das dann mit den Antikörpern ? Gingen die nach der OP sofort weg ?

Mit der Mirena habe ich nach jedem Strohhalm gegriffen, was es denn sein könnte. An den Teufel in meinem Bauch habe ich nur gedacht, wenn mich jemand nach der Verhütung gefragt hat. Und wenn es mir ganz arg dreckig ging, tauchte manchmal der Gedanke auf: "sei froh, dass Du jetzt nicht auch noch Deine Periode hast, sonst würde es Dir noch schlechter gehen" - niiieeee hätte ich auch nur in Erwägung gezogen, dass die ausbleibende Periode ein Grund sein könnte, warum es mir so dreckig ging (als ob mich das Ding auch noch gehirngewaschen hat). Mit der Entfernung verbesserten sich schlagartig Geruchs- und Geschmackssinn und mir wurde klar, was ich mir angetan habe (bzw. mir habe antun lassen).

Ich habe heute auch andere Ärzte bzw. ich bin sehr viel kritischer geworden. Ich höre meiner Hausärztin inzwischen sehr genau zu (und frage mich heute, ob sie früher auch so viel Mist geredet hat oder ob das nur deshalb ist, weil sie nicht zugeben mag, dass sie echt gepennt hat) ...

Der Arzt, der die aktuellen Schilddrüsenwerte genommen und den Ultraschall gemacht hat, ist von einem anderen Schlag. Der hat mir erst mal vermittelt, dass ein Arzt nicht automatisch mein "Feind" sein muss, und das hat er richtig nett gemacht. Leider ist er ein bisschen weit weg, um wirklich mein Hausarzt werden zu können.

Über die Doc-Liste bin ich im Internet schon gefallen (trotzdem: vielen Dank !!!), in der vorletzten Woche habe ich mir echt die Finger wundgesucht, aber an die Ärztin, die echt Ahnung hat, zudem super Bewertungen und die mir auch persönlich empfohlen wurde, ist kein Rankommen als neuer Patient. Wirklich KEINE Chance ! Und die Alternative hatte ich dann ja im letzten Jahr ausprobiert, ach nööööö, muss nicht noch mal sein (steht aber auch nicht auf der Liste). Nun ist mein Such-Nerv erst mal erschöpft (Geduld ist nicht so meins *grins*)

Ich habe mich dafür entschieden, mich jetzt erst mal auf dem HP-Weg um die Sexualhormone zu kümmern, d. h. es werden zunächst aktuelle Werte bestimmt inkl. Cortisol. Meine NEM fand sie weitgehend gut. Ich hatte das Gefühl, mit jemandem zu sprechen, die weiß, was sie tut (es erfolgte z. B. sogleich der Hinweis auf die Nebennieren), so dass das Gespräch auf Augenhöhe stattfand. Ich hoffe natürlich sehr, auf diesem Weg weiterzukommen. (Und ich bin da auch wirklich zuversichtlich !)

Ist Dir das Summen denn schon aufgefallen, als die SD noch drin war ? Oder hast Du es erst bemerkt, als sie draußen war, dass es "fehlt" ? Und zeitgleich das Entfernen der Mirena und die OP - das muss für den Körper ja ein Riesen-Chaos und -Stress gewesen sein ! Sicher eine ganz schwierige Zeit, auf die Du gut hättest verzichten können !

Das mit dem Rumprobieren an der Dosis liest sich schon etwas beruhigender ! Ich hab das in der letzten Zeit auch oft gelesen, dass man da sein eigener Arzt wird und "gute Werte" nicht gleichzusetzen mit "Wohlbefinden" ist. Und dass die Schilddrüse zeitverzögert reagiert (was das Ganze noch etwas schwieriger macht).

Ich denke, ich werde jetzt erst mal die Sexualhormone & Cortisol abwarten, zeitgleich noch ein bisschen entsäuern und dann mit der HP abstimmen, wie wir weiter verfahren. Ich werde es so lange wie möglich vermeiden, Tabletten nehmen zu müssen. Sollte es dann ohne SD-Medis absolut nicht gehen, werde ich zu dem netten Arzt gehen. Oder die HP fragen, ob sie einen Endo kennt, zu dem ich gehen kann. Sie fand das übrigens sehr fahrlässig mit den Thyroxin 75, und sagte, dass damit schon Menschen mit dem Notarzt ins KHS mussten (da wäre ich wohl auch gelandet, wenn ich die ganze Tablette geschluckt hätte).


Noch mal was off topic zum Abschluss:

Laut meiner Krankenakte vom FA habe ich die Mirena auf den Tag genau 10 Jahre getragen - eigentlich ein irrer Zufall.

Und: wenn ich mal wieder die aktuellen Lottozahlen brauche, frage ich ihn ! In der Akte taucht 2006 eine Allergie auf, die erst 2009 diagnostiziert wurde.... (während Dinge, die drin stehen müssten, NICHT vermerkt sind - aber das war ja eigentlich auch klar... :mrgreen: )

Schönen Abend, liebe Grüße
Kooper
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Re: Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

Beitragvon Wolke7 » 06.03.2016, 12:36

hallo kooper,

woher weißt du denn, was in deiner krankenakte steht?

mir ist inzwischen egal, wenn der arzt gut ist, dann fahre ich auch etwas weiter. meine erfahrung ist leider die, es gibt nicht mehr sehr viele wirklich gute ärzte und ich bin froh, wenn ich dann doch einen finde, auch wenn ich 30 km fahren muss. mir ist es das wert.

lg wolke7

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Re: Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

Beitragvon Kooper » 07.03.2016, 16:21

Hallo Wolke7,

ich habe mir von allen meinen (ehemaligen) Ärzten Kopien meiner Akten angefordert. Da hat man als Patient Anspruch drauf, siehe auch hier: http://www.ratgeber-arzthaftung.de/Akte ... achten.htm

Es mag ja sein, dass wir eines Tages doch die Möglichkeit haben, irgendeinen Schadenersatz für die vielen versauten Jahre und die gesundheitlichen Einschränkungen zu bekommen (die Hoffnung stirbt zuletzt), und da wollte ich die Unterlagen gern zusammenhaben, zumal die Aufbewahrungsfrist "nur" 10 Jahre beträgt.

Was die Entfernung zu den Ärzten angeht, sehe ich es wie Du: ich nehme gern einen weiteren Weg zu einem kompetenten Mediziner in Kauf, als einen Depp in der Nähe aufzusuchen. Allerdings musste ich in der Mirena-Zeit mein Auto hergeben, und nutze seither den öffentlichen ÖPNV. Neben der Tatsache, dass ich selbst z. B. mit einem akuten Infekt meist keine Kraft habe, eine Weltreise zum Hausarzt zu unternehmen, empfinde ich es auch als egoistisch, meine Viren dann in verschiedenen Verkehrsmitteln zu verteilen. Deshalb wird der nette Allgemeinmediziner, der die SD untersucht hat, wohl leider nicht mein Hausarzt werden KÖNNEN, so gern ich es auch hätte.... :(

LG Kooper
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Re: Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

Beitragvon Wolke7 » 07.03.2016, 17:07

hallo kooper,

ach, so, das wußte ich nicht. danke.

ich habe noch einen ha hier, der mich eben mal schnell wegen einem infekt sieht und krankschreiben kann. da kann ich auch keine 30 km hinfahren in dem zustand. da verstehe ich dich voll und ganz. das ist aber schade. hast du denn keine chance auf ein "neues" auto?

wie geht es dir denn sonst so?

lg wolke 7

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Re: Fragen & Hilferuf zu Mirena & Schilddrüse (leider lang)

Beitragvon exilhanseatin » 08.03.2016, 08:42

Hallo liebe Kooper,

ich kann Dich sehr gut verstehen, dass Du diese Schilddrüsen-Tabletten nicht nehmen möchtest, nachdem sie Dir das letzte Mal nicht bekommen sind... aber ich fürchte, es führt kein Weg drumherum. Du kannst natürlich noch alles mögliche testen und ausprobieren, aber was hat das für einen Sinn, wenn Du doch den höchstwahrscheinlichen Grund für Deine Beschwerden schon herausgefunden hat? Das ist in meinen Augen eine reine Geldverschwendung, denn Heilpraktiker muss man ja leider teuer bezahlen. Und sicher auch zu recht. Schließlich müssen die ja auch von etwas leben. Und die Labore müssen auch bezahlt werden. Können die ja nichts dafür, dass die Kasse die Kosten nicht übernimmt....

Sehr schade, dass der nette und kompetente Arzt so weit weg ist... aber was soll ich sagen, Du warst ja bei ihm und hast seinen Rat bekommen. Und ich sehe es wie Wolke: Lieber weiter fahren und dafür gut behandelt werden. Dann halt mit den Öffis. Soo oft muss man ja auch nicht hin. Und du kannst ja trotzdem einen anderen Hausarzt haben, der näher dran ist. Oder? Ich glaube schon... Dann wird das halt Dein Schilddrüsen-Hausarzt!

http://www.focus.de/finanzen/recht/tid- ... 13508.html
http://www.medical-tribune.de/home/news ... erzte.html

Melde Dich doch einfach im Hashi-Forum an und stelle Deine Werte dort ein. Vielleicht können die Leute dort Dir helfen oder Dich überzeugen. Da musste nirgendwo hinfahren, und ob Du wirklich machst, was Dir empfohlen wird, das bleibt ja immer noch Deine Sache...

Zu Deinen anderen Fragen: Ja, die Antikörper sind weg. Und zum "Summen" - tatsächlich ist es mir erst aufgefallen, als es weg war, dass es plötzlich so schön ruhig war. In meiner Erinnerung war es so.

Meint Deine Heilprakterin denn nicht, dass Du Schilddrüsenhormone brauchst? Du hast ihr doch sicher Deine Werte gezeigt. Es gibt bestimmt auch gute Heilpraktiker, so wie es auch schlechte geben wird. Aber meiner Meinung nach ist es gerade für einen HP auch sehr wichtig, zu wissen, wann er nichts mehr ausrichten kann. Ein guter Heilpraktiker wird daher m.E. bei Deinen Werten auch als erstes sagen, dass es am aussichtsreichsten für eine Besserung Deines Befindens wäre, Schilddrüsenhormone zu nehmen.

Liebe Grüße und gute Besserung
42 Jahre, 3 Kinder, Mirena von Oktober 2010 bis Juli 2011

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