Jades Nachwirkungen & jetzt Antidepressiva?

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tina2805
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Jades Nachwirkungen & jetzt Antidepressiva?

Beitragvon tina2805 » 07.06.2016, 18:10

Liebe Mitleidende,

mir geht es ganz genauso wie vielen von euch!
Habe mir letztes Jahr im Juli die Jaydess legen lassen; nach heftigen Unterleibsschmerzen und Blutungen die bis Ende September anhielten, war ich rundum happy mit der Spirale! Bis jetzt....

Wie viele von Euch habe ich Burnout-Diagnose bekommen, habe total Depressionen (mit Selbstmordgedanken), Schlafstörungen, etc. Habe mir daraufhin jetzt vor einem Monat die Spirale ziehen lassen...
Leider sind meine Symptome eher schlimmer als besser geworden, was ich jedoch momentan gar nicht brauchen kann, da ich eigentlich meine Masterthesis fertigstellen muss und zudem im August einen neuen Job anfange. Aus diesem Grund und weil ich wirklich am ausflippen bin, bin ich jetzt am überlegen ob ich die Antidepressiva Citalopram nehmen soll. Mein Arzt hat mir diese schon verschrieben und sie liegen neben mir... Habe jedoch totale Angst, dass ich mir damit nur zusätzliche Probleme schaffe (mögliche Nebenwirkungen) und vielleicht auch den Hormonabbau der Jaydess stoppe....

ABER es muss jetzt einfach so schnell wie möglich besser werden - ich MUSS wieder funktionieren!!!!

Hat jemand schon etwas ähnliches durchgemacht mit Antidepressiva und kann mir einen Rat geben?

:smile_heart:

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Kooper
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Re: Jades Nachwirkungen & jetzt Antidepressiva?

Beitragvon Kooper » 07.06.2016, 21:04

Liebe Tina,

ich habe zwar mit Citalopram keine Erfahrung gemacht, aber mit einigen anderen Präparaten und kann Dir aus meiner Sicht nur raten: Finger weg !!!!

So wie Du es schreibst, geht es Dir total dreckig und Du meinst, keinen Tag länger mit diesem Symptomen zu ertragen. Irgendwas muss her - aber ganz schnell. (So war es jedenfalls bei mir)

Meines Erachtens helfen Antidepressiva hier aber überhaupt nicht weiter, da die Symptome hormonell bedingt sind. Mir haben die Pillen jedenfalls in keinster Weise geholfen, dafür durfte ich mich dann noch mit den Nebenwirkungen plagen.

Außerdem brauchen Antidepressiva auch eine Weile, bis sie greifen. Leider ist es also nicht so: heute Pille schlucken, dann nachts gut schlafen und morgen fröhlich aufstehen... (und das wäre ja das, was man als Hormonspiral-Geschädigte ganz dringend bräuchte !)

Unbedingt zu beachten ist zudem, dass in den Packungsbeilagen der meisten Antidepressiva steht, dass sich die Symptome zunächst verstärken können, besonders Suizidgedanken.

Auch ist unter Hormoneinfluss die Leber oft beeinträchtigt, und Antidepressiva gehen auf die Leber, deshalb müssen bei Einnahme in bestimmten Abständen die diesbezüglichen Blutwerte kontrolliert werden.

Wenn man das Medikament zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr nehmen möchte, muss es ausgeschlichen werden, und das ist recht mühsam und kann ebenfalls von Beeinträchtigungen begleitet werden.

Viele hier berichten von einer erhöhten Sensibilität durch den Hormon-Dauerbeschuss aus den Spiralen. Ich kann von mir sagen, dass ich auf alles mit reichlich Nebenwirkungen reagiere, das war früher definitiv nicht so.

Mit Deiner neuen Arbeitsstelle und deiner Masterarbeit ist es natürlich oberscheiße, da hab ich auch keine schlauen Tipps. Ich war phasenweise zu gar nichts mehr fähig und schon gar nicht zu konzentriertem, qualitativ hochwertigem Arbeiten.

Für die Schlafstörungen hat mir (noch unter liegender Mirena) recht gut Zincum valerianicum (Calmvalera) geholfen (enthält aber Alkohol). Damit konnte ich echt wieder mehrere Stunden am Stück schlafen.

Ansonsten (wenn Dein Arzt es macht) Vitamin B 12 spritzen lassen bzw. selbst spritzen, Magnesium (Wirkungseintritt dauert aber ein wenig), viel (und möglichst wenig bekleidet) in die Sonne gehen, denn den meisten von uns fehlt Vitamin D nach der Hormonspirale.

Für die Nerven sonst noch Bachblüten oder Dysto-loges.

Dein Zustand ist sicher grausam, ich kann es nachfühlen, aber halte durch, es kann nur besser werden !

Liebe Grüße
Kooper
Kooper, Baujahr 1970, in Partnerschaft, keine Kinder
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summse
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Re: Jades Nachwirkungen & jetzt Antidepressiva?

Beitragvon summse » 07.06.2016, 22:01

Hallo, nun hatte ich fein geantwortet und mein Text ist nicht erschienen, also nochmal.
Ich habe am Anfang mit Citalopram bekonnen und ich kann sagen es dauert ewig bis eine Besserung eintritt, also so schnell wirken auch diese nicht. Habe dann später Venlafaxin bekommen, es ging mir aber trotz ständiger Erhöhung der Dosis nicht viel besser. Ich glaube in meinem Fall haben diese Tabeltten nicht so viel Wirkung gezeigt oder es lag eben daran das ich diese Mirena hatte und dieses zusammenspiel es eben schlimmer statt besser machte. Ich habe ca. 6 Monate nach der Entfernung der Mirena auch mit den AD´s aufgehört und bis heute keine mehr angerührt. Ich wollte auch immer etwas, was mir schnell hilft, man will das es einfach nur aufhört und würde echt alles schlucken. Ich kann die nicht sagen ob du die essen sollst oder besser nicht, denn ich bin dennoch kein Arzt und kann nur von meinen Erfahrungen sprechen. Ich denke einigen Menschen helfen diese Ad´s wirklich, aber ich denke auch das einige Menschen ohne diese Ad´s besser dran wären und es heutzutage eh viel zu schnell verschrieben wird. Man muss sich im Klaren sein, das bei Einnahme von Ad´s eine Erstverschlimmerung auftreten kann (auch das kenne ich und ist wirklich nicht lustig, dazu haben sie mir dann Travor verschrieben und wer sich auskennt, der kennt diesen Hammer von Droge). Ich weiß heute, dass die Natur soviel bieten kann und hatte dann Mittelchen die mich auch sofort nach Bedarf wieder etwas beruhigten und meine Angst und Panik weniger present waren. Vielleicht ist es eine gute Alternative, wenn du die Kraft hast einen Heilpraktiker aufzusuchen.
LG
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tina2805
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Re: Jades Nachwirkungen & jetzt Antidepressiva?

Beitragvon tina2805 » 09.06.2016, 11:34

Hallo ihr zwei,

vielen lieben Dank schon einmal für Eure netten und ausführlichen Antworten!!!

Ich habe mich jetzt - wie von Euch empfohlen - gegen das Nehmen von Antidepressiva entschieden.
Nehme seit gestern Hoggar Balance (pflanzlich) und muss sagen, dass ich bereits nach der ersten eine sehr positive Änderung gespürt habe...

Drückt mir die Daumen, dass das jetzt auch weiterhin so bleibt und bergauf geht...

Liebe Grüße

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Sonia
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Re: Jades Nachwirkungen & jetzt Antidepressiva?

Beitragvon Sonia » 09.06.2016, 11:49

liebe Tina,

das ist gut so :smile_nod: , ich habe damals die AD kurz genommen, weil ich dachte, ich drehe durch aber ich kann sagen, es war schlimmer als ohne. Dafür nahm ich Neurapas Balance und Dysto Loges und danach gings mir viel besser.

Ich drück Dir die Daumen

LG S
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summse
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Re: Jades Nachwirkungen & jetzt Antidepressiva?

Beitragvon summse » 10.06.2016, 10:00

ich finde es gut es so zu versuchen... neurexan und dysto loges waren meine Mittel...dysto loges habe ich ab und an heute noch:)
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Kooper
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Re: Jades Nachwirkungen & jetzt Antidepressiva?

Beitragvon Kooper » 30.07.2016, 20:11

Liebe Tina2805,

ich habe im Thread von "Wanda" gelesen, dass Du gerade in einer psychosomatischen Klinik bis und spürst, dass Du dort eigentlich nicht hingehörst.

Das kann ich gut nachvollziehen und wenn Deine Beschwerden hormonell bedingt sind, ist Dein Gespür definitiv richtig.

Versuche dort, so viel wie möglich mitzunehmen, was hilfreich ist, wie z. B. manuelle Therapien, Entspannungsbad, Bewegungs- und Kunsttherapie (was Dir halt liegt).
Lass Dir aber nicht zu viel aufdrücken, das versuchen die gern bei Burnout-Patienten, um zu sehen, ob und wann sie "Stop" sagen.

Und pass bei den Mitpatienten auf. Die Klinikgemeinschaft kann eine große Stütze sein, aber man darf nicht unterschätzen, wie viele wirklich kranke Menschen sich dort aufhalten, die sich am Ende als Wolf im Schafspelz entpuppen. Vorsicht ! Manche nicht zu nah ranlassen, sonst bringt man mehr Probleme mit nach Hause, als man vorher hatte.

Viel Glück und gute Besserung !
LG Kooper
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tina2805
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Re: Jades Nachwirkungen & jetzt Antidepressiva?

Beitragvon tina2805 » 02.08.2016, 10:22

Liebe Kooper,

Danke für deine Nachricht! Ich versuche wirklich das beste aus dem ganzen zu machen, vor allem weil ich wirklich die Klinik wirklich in einer traumhaften Landschaft liegt... Aber wie du richtig schreibst muss man wirklich aufpassen, damit man sich nicht auf einmal einreden lässt, ernste psychische Probleme zu haben...

Mein Problem ist, dass ich mich gar nicht so wirklich auf die Therapie einlassen kann, weil mich mein Kopf schier kaputt macht. Ich habe einen unglaublichen Druck im Kopf und sehe total verschwommen/benebelt... Kennt das jemand von euch auch? Hätte so gerne irgendetwas das die Symptome wenigstens ein bisschen erleichtert...

LG Tina

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summse
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Re: Jades Nachwirkungen & jetzt Antidepressiva?

Beitragvon summse » 02.08.2016, 11:40

Hallo Tina, das vernebelte und der Druck kann auch von den Medikamenten die du jetzt nimmst kommen.
Ich erinner mich noch genau, als ich in eine Klinik sollte, ich habe mich gewehrt , denn mein Bauch sagte mir, ein Klinikaufenthalt halte ich nicht aus. Meine Psyche war kaputt, aber ich hatte mehr Angst dieses Leiden anderer zusehen und die Angst das ich dann auch so Ende, deswegen bin ich nie in eine Klinik, ob es richtig war? für mich ja...

Ich hoffe sie können dir helfen, wobei das Problem ja wirklich bei der Mirena und die Nachfolgezeit liegt. Haben die wenigsten alle Bluttest gemacht von Mineralien und Vitaminen oder verfahren die in der Klinik stur nach Schema F.

Ich wünsche dir ganz schnell gute Besserung und halte den Kopf hoch, auch du wirst wieder gesund...

Ganz liebe Grüße
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ShinsBeauty
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Re: Jades Nachwirkungen & jetzt Antidepressiva?

Beitragvon ShinsBeauty » 02.08.2016, 13:05

Hei du liebe

Ich selber hatte auch starke Depressionen mit Selbstmord Gedanken! Ich habe aber nie Antidepressiva genommen und würde es auch nie.... Würde eher sagen finger weg!

Die Depressionen wurden bei mir auch zuerst schlimm habe einen richtigen Entzug durchgmacht! Was bei mir geholfen hat ist Vitamin b12 hatte ja auch einen mangel durch die Spirale ... Dann wurden die depressiven phasen weniger und die Panilattacken verschwanden fast ganz alles liebe
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