Hilfe gegen Schwindel

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Jessi71
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Hilfe gegen Schwindel

Beitragvon Jessi71 » 01.12.2004, 09:19

Hallo!

Nach 5 Jahren HS (sie ist seit 2 Wochen raus) und über einem Jahr Nebenwirkungen (Schwindel, Panik, Ruhepuls von 100 und Gewichtszunahme :15 kg in 1!Jahr) fand ich euch!

Und dafür möchte ich mich bedanken.
Einerseits weil ich dadurch endlich den Grund für meinen Zustand gefunden habe und zum Anderen, weil ich mich mit Tips und Unterstützung erkenntlich zeigen kann.

Mein letztes Jahr gleicht dem von vielen von Euch. Ärzte, die vorurteilten (Alleinerziehend=Stress), Besuche bei Ärzten, die man noch nie gesehen hat (Kardiologe, CTG, EEG.....) und am Ende eine Medikation, die keiner 33 jährigen Frau entspricht: Betablocker. Die mir aber über die sehr schwere Zeit anscheinend geholfen haben.

Durch Zufall habe ich dieses Forum gefunden, obwohl ich nicht danach suchte und ging mit dem neuen Wissen zu meiner FA. Zeitgleich war es eh soweit, die HS ziehen zu lassen.
Und siehe da, meine FA wusste von dem Problem und ich hatte nur das Pech, sie nicht drauf angesprochen zu haben.
Zum Glück steht sie hinter mir und nimmt mich ernst.

Nun zu meinem Tip:
Sie sagte mir, dass es mindestens 6 Wochen dauern würde, bis sich der Körper einigermaßen regeneriert. Sollte dem nicht so sein, habe sie schon sehr vielen Frauen mit diesen Symptomen geholfen. Und zwar durch Akupunktur. Sie besitzt die Kenntnisse der großen Chinesischen Heilkunst (nicht zu vergleichen mit den minimalen Grundkenntnissen vieler Ärzte). Und die Wirkung soll schon innerhalb weniger Sitzungen eintreten. Natürlich übernimmt die Kasse solche BEhandungen nicht, doch wäre mir das in dem Fall nicht so wichtig.

Ob es hilft kann ich selbst noch nicht sagen. Falls ich es in Anspruch nehmen "muss", werde ich von meinen Erfahrungen berichten. Aber vielleicht hilft es einer von euch bei der Suche nach Möglichkeiten, das schöne Gefühl von vorher wieder zu erlangen.

Ich freue mich auf angstfreies Autofahren (erste Schwindelattacke bei 140 h/km auf Autobahn mit meiner Tochter hinten drin). Seit dem fahre ich nur noch in der Stadt und kurze Strecken auf der Bahn. Und auf angstfreies Einschlafen ohne Aufwachen in Panik.
Nun möchte ich mein Leben zurück!

Alles Liebe

Jessi

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janis
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Beitragvon janis » 01.12.2004, 13:48

Hallo Jessi,

mir wurde vom Hausarzt gesagt, dass es 6 MONATE dauern kann, bis es sich wieder einigermaßen normalisiert :( ....
Berichte auf jeden Fall von der Akupunktur, falls du sie machen lässt. Wenn ich mich recht entsinne haben hier schon Frauen positiv davon berichtet. Ich bin zudem auf der Suche nach einem neuen Frauenarzt/-ärztin..

Dir alles Gute für die Zeit danach :D

Grüßle Janis

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Jessi71
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Beitragvon Jessi71 » 01.12.2004, 14:41

Hallo Janis,

wenn es wirklich bis zu 6 Monate sein sollen, dann scheint meine FA zwar davon gehört zu haben, jedoch noch nicht wirklich praktische Erfahrungen gesammelt zu haben.

Was mir auch etwas komisch vorkommt, ist die Tatsache, dass sie sagte, dass es bei Gestagen keinerlei Entzugserscheinungen geben soll. Was natürlich gegen jeden Erfahrungsbericht hier aus dem Forum spricht.

Sie verfügt wohl über sogenanntes Halbwissen. Aber immerhin *lächel!

Wie auch immer bleibt mir nur das Abwarten. Doch das ist mit Perspektiven, im Gegensatz zu der Zeit bevor ich von und über euch gelesen habe.

Falls es schlimmer als erwartet werden sollte, werde ich auf jeden Fall die Akupunktur in Betracht ziehen. Besser als einfach weiter stupide irgendwelche Medizin einzunehmen´, ohne Ahnung, warum ich das tun soll. Dadurch bekämpfte ich nur Symptome, jedoch keinerlei Ursachen.

Leider muss ich meinen Körper erst mal von dem Zeug entwöhnen.
Trotzdem ist es ein unglaublich gutes Gefühl, dass er jetzt die Möglichkeit hat, sich zu regenerieren. Egal wie lange das auch dauert.

Welcher Art sind denn deine Erfahrungen?

Liebe Grüße
Jessi

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Kirschblüte
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Beitragvon Kirschblüte » 01.12.2004, 15:19

Liebe Jessi

Ich kann die Aussage von Janis aus eigener Erfahrung bestätigen. Will damit aber nicht sagen, dass ich in 6 Monaten keine Besserung bemerkt hätte, nein, gleich nach dem Ziehen von Mirena im April verschwanden bei mir eine ganze Reihe von Symptomen (die ich zum Teil gar nicht als Nebenwirkungen eingestuft hatte).

Bis ich zum ersten Mal das Gefühl hatte, in jedem Punkt wirklich wieder die Alte zu sein, dauerte es ca. 3 Monate - mit Akupunktur.

Noch heute stelle ich ab und zu kleinere Beschwerden fest, die ich vorher nicht hatte, oder deren ich mir nicht so bewusst war. Frau hat ja auch natürliche, zyklische Hormonschwankungen. Diese nehme ich wohl vermehrt war, da ich seit Mirena auf Hormone sensibilisiert bin :wink: .

Du sagst es ja selber: es müssen bei dir nicht unbedingt irgendwelche Nachwehen auftreten. Und falls doch, lass deinem Körper einfach Zeit, möglichst ohne Druck, dass alles nach 6 Wochen oder Monaten wieder beim Alten sein muss.

Liebe Grüsse,
Katrin.

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Lieselotte
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Beitragvon Lieselotte » 02.12.2004, 14:54

Hallo Jessi
habe ebenfalls Probleme mit Herzrasen, Schwindel und Panikattacken. Bin jetzt seit ca. 5 Wochen ohne Mirena und kann noch nicht genau sagen, ob es besser wird. Es gibt eben immer diese Hoch und Tiefs. Mein Internist meint, man müßte mindestens 3 Zyklen abwarten um zu sehen ob die Beschwerden durch Hormone ausgelöst wurden. Lasse mir zur Zeit wöchentlich Akkupunktur machen und ich muß sagen, das es ganz gut hilft. Jedenfalls habe ich das Gefühl das meine innere Unruhe besser geworden ist. Am schlimmsten finde ich den Schwindel, hoffe das sich aber alles bald bessern wird.
Lieselotte :)

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Jessi71
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Beitragvon Jessi71 » 02.12.2004, 16:22

Hallo Ihr! ;-)


@Lieselotte:
Diese innere Unruhe ist im Moment recht stark bei mir. Seit die Spirale raus geht steigert es sich täglich. Denke, es kann damit zu tun haben, dass ich wahrscheinlich jetzt kurz vor der Mens stehe. Die Abbruchblutung hatte ich am 2. Tag nach dem Entfernen für etwa 5 Tage und völlig schmerzfrei. Jetzt habe ich so typische Unterleibs"schmerzen" und ich denke, die Mens kütt (*g). Mal abwarten.
Vielleicht beschäftige ich mich auch einfach zu viel mit dem ganzen Thema und lasse es wieder zu sehr an die Oberfläche kommen. Und ich höre zu sehr in meinen Körper rein, weil ich Veränderungen erwarte/erhoffe/befürchte.

@Katrin:
Danke auch für deine lieben Worte. Das mit der Geduld muss ich mir auf jeden Fall zu Herzen nehmen, da ich eigentlich ein recht ungeduldiger Mensch bin. Und ein Kontrollfreak. Aber die Geduld musste ich im letzten Jahr schon aufbringen, ohne Perspektive. Doch die habe ich jetzt und das lässt mich jetzt ruhiger und gelassener sein. Vor allem dank solch einem Zuspruch und dem Lesen ähnlicher Geschichten

Ich wünsche euch auch alles Gute und viel Kraft!

Danke für den netten Empfang! :lol:

Jessi

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