Man weiß, was man tut, ist aber kein Arzt

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Joana
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Man weiß, was man tut, ist aber kein Arzt

Beitragvon Joana » 01.12.2004, 13:35

Das Problem ist doch, dass viele Ärzte auf die Mirena schwören und die NW so herunterspielen als ob diese soselten auftreten, wie 1:1 000 000.
Wenn man dann mit Beschwerden seinen FA wieder aufsucht, nimmt dieser auch wenn es aufgelistet worden ist , wie z. Bsp. Zystenbildung die Mirena nicht als Ursache dafür. Und wenn man weitere Beschwerden schildert, die man erst seit der Mirena hat und die immer stärker werden, wird man nicht für voll genommen, sondern als hysterisch und Hypochonder eingestuft. Es gibt solche und solche Ärzte. Die Ärzte, die in erster Linie den Menschen sehen, kommen kaum dazu, ihre Einrichtung zu modernisieren und die Kreditrate zu tilgen, andere sehen Geld und den Menschen als Massenware und -produkt, wo die Quantität (zwecks Abrechnung) vor der Qualität kommt oder der Beruf Arzt als Imagepuffer in der Öffentlichkeit benutzt wird und die Ausübung des Berufes erfolgt mit Desinteresse und Profitgier. Ich habe 2 Freundinnen, eine ist Arzthelferin und die andere Ärztin, die schon bei ihrem Studium berichtet hat, dass einige deswegen (also aus Imagegründen) ein Medizinstudium auf sich nehmen. Klar ist ein Arzt ein Unternehmer, und er ist durch das Gesundheitssystem zu vielem gezwungen, was an seiner Ausübung hinterlich wie auch demotivierend ist. Doch ein Mensch ist keine Maschine, der man bei Fehlfunktion einfach ein Ersatzteil einbauen kann und wenn man selber einen Fehler macht , diesen wieder ausgleichen kann. Meist hat das beim Menschen fatale und bleibende Folgen, mit denen derjenige dann allein zu kämpfen hat und damit leben muss. Denn dann kümmert es keinen mehr außer diejenigen die es betrifft und deren Familien. Einen guten Arzt zu finden ist schwer.
Doch im Grunde genommen ist es doch der Frust und die Hilflosigkeit, die viele hierher führt, weil man sich allein gelassen fühlt und von Ärzten wie auch Schering AG nicht für voll genommen und als Erfahrungsaustausch. Weil alles so heruntergespielt wird und man selber solle doch lieber zum Psychologen gehen und sich untersuchen lassen. Nur jegliche Verantwortung von sich weisen. Es ist wie eine bundesweit agierende Selbsthilfegruppe.
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Betti_F
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Liebe Joana

Beitragvon Betti_F » 01.12.2004, 19:49

Ich entnehme ganz deutlich aus deinem Schreiben Deine Verzweiflung Deine Hilflosigkeit aber auch deine Wut über Ärzte die einem nicht wirklich ernst nehmen. Ich kenne das auch nur bringt uns das nicht unbeding weiter mit unseren Problemen.
Als sich bei mir das erste Mal Zysten undter Mirena bildeten suchte ich nach einer Antwort ob dafür die Mirena verantwortlich sei. (mein FA meinte nein!) Also fand ich eine Hotline der Mirena (in der Schweiz) ich weis leider die nummer nicht mehr. Also rief ich dort an und fragte ganz direkt, ob die Mirena ev. daran schuld sein könne. Die Antwort war ebenso klar und deutlich " Ja das sei erwiesen, es komme unter der Mirena gerne zu Zysten bildung". So nun war ich das zweite mal von meinem FA endteusch. Ich habe mitlerweilen zu einer sehr netten und nicht nur Fachlich sondern auch Menschlich sehr kompetenten Frauen Ärztin gewechselt. Und am 19.11.2004 liess ich mir die Mirena ziehen. Nun werden wir sehen wie sich alles entwickelt .
Kopf hoch es kann nur besser werden!
Liebe Grüsse :arrow:
Schön ist es auf der Welt zu sein, sprach die Biene zu dem Stachelschwein :-)

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