Ich bin nicht mehr ich seit Mirena - wem geht es auch so ?

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Kooper
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Ich bin nicht mehr ich seit Mirena - wem geht es auch so ?

Beitragvon Kooper » 12.10.2016, 17:30

Liebe Mitleidende,

was auch immer ich versuche (und es war und ist viel) - ich bin ein anderer Mensch seit Mirena.

Ich war gesellig, leistungsfähig, voller Vertrauen - heute fühle ich mich kaputt. Als ob mich jemand "ausgewechselt" hat.

Ich bin gern ins Kino gegangen, habe Konzerte besucht, mich mit Freunden getroffen, Billard gespielt, bin wahnsinnig gern verreist.

Ich spüre nichts mehr außer "Nerv".
Heute bin ich Rad gefahren und dauernd waren Fußgänger auf dem Radweg. Ich kann das eine Weile aushalten und dann pöbel ich regelrecht los, dass ich mich vor mir selbst erschrecke. Das ist jetzt nur eine Kleinigkeit, aber so geht es mir mit vielen Dingen. Ich erschrecke über mich und mein kaputtes Nervensystem.

In der Firma habe ich nach ein paar Tagen Abwesenheit (noch in meinem Urlaub) erfahren, dass "Wahnsinns-Sachen" auf meinem Tisch warten und ich wohl "Kreisch-Pausen" bräuchte, wenn ich wiederkomme. Diese Nachricht hat eine Panikattacke vom allerfeinsten in mir ausgelöst. Rationales Denken: absolut unmöglich.
Statt dessen: das ist Absicht. Man will mich loswerden. Man hat alles umstrukturiert, während ich weg war. Ich bin überflüssig und bekomme das überall gespiegelt.

Ich habe mal fest an mich und meine Fähigkeiten geglaubt !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Es geht mir bei diesem Thema nicht um Leit- oder Glaubenssätze ("ich bin überflüssig") und auch nicht um Tipps wie: mehr Bewegung / andere Ernährung / Entspannungstechniken oder "die Emotionen über den Gesichtsausdruck verändern" oder ähnliches - ich denke, wir alle haben genug hinter uns, um uns mit derartigen "Tipps" nicht weiter abspeisen zu lassen !

Was uns m. E. eint, ist ohnehin das dauernde Hinterfragen in uns, das "Schuld-suchen" in uns - denn sonst hätten wir die HS nicht so lange ertragen.
Mehr davon kann ich echt nicht brauchen - und ich denke, alle anderen hier auch nicht.

Es geht mir einfach um die Fragen:
Wie geht Ihr damit um ?
Habt Ihr Euch inzwischen wiedergefunden ?
Wenn ja, wie ?
Wenn nicht, was macht Ihr ?
Oder wie geht ihr damit um, Euch irgendwie "krank" zu fühlen (ohne es in Worte fassen zu können) ?
Wie haltet ihr es aus, so missbraucht worden zu sein ?
Wie könnt Ihr noch vertrauen ?
Geht Ihr noch zum Arzt ?
Füllen sich die HP mit Eurem Leid (auch) nur die Taschen ?


Woran ich arg zu knabbern habe ist, dass ich nicht mehr ich bin. Egal, wo ich suche, ich bin weg :smile_crying: und mit meinem neuen Ich fühle ich mich nicht wohl.

Ich bin mal gespannt auf Antworten - ich werde sicher nicht die einzige sein, der es so geht.

LG Kooper
Kooper, Baujahr 1970, in Partnerschaft, keine Kinder
1. Mirena 2003 - 2009, 2. Mirena 2009 - 2013


Was bringt den Doktor um sein Brot ?
a) die Gesundheit b) der Tod.
Drum hält der Arzt, auf daß ER lebe,
Uns zwischen beiden in der Schwebe.
Eugen Roth

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Belinda
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Re: Ich bin nicht mehr ich seit Mirena - wem geht es auch so ?

Beitragvon Belinda » 12.10.2016, 19:28

Liebe Kooper,
Bei mir ist die HS zwar noch nicht so lange raus, erst 7 Monate, aber ich befürchte leider auch dass sich mein Nervensystem nie mehr ganz erholen wird. Meine körperlichen "Wehwehchen" sind alle viel besser geworden, die psychischen leider nicht. Musste vor kurzen ein paar Kilometer mit dem Auto fahren, weil ich wo eingeladen war. Das ganze endete auf der Rückfahrt fast in einer Panikattacke. Seit ich dies unter Mirenazeiten einige Male erlebt habe ist dies nach wie vor ein unheimlicher Stress für mich, der sich dann über den ganzen Tag schon aufschaukelt.
Vertrauen in Ärzte? Null.
Jetzt kommt noch dazu dass ich ab Frühjahr 2017 arbeitslos bin, weil unser Betrieb schließt. Kooper, ich bin gar nicht in der Lage wo anders anzufangen, das halten meine Nerven gar nicht aus.
Ja wir sind missbraucht worden und irgendwie müssen wir jetzt zurechtkommen. Mal geht's ein paar Tage oder Wochen besser, dann wieder schlechter. Gefunden hab ich mich schon wieder, aber eben mit psychischen Problemen. Ich war früher auch gesellig, bin gern in Urlaub gefahren, usw. Ja, es war einmal....
Trotzdem sag ich mir Kopf hoch, irgendwie geht's immer weiter.
Lg Belinda

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Mia69
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Re: Ich bin nicht mehr ich seit Mirena - wem geht es auch so ?

Beitragvon Mia69 » 12.10.2016, 19:31

Halli Kooper! Ja das hat Spuren hinterlassen. Ich war nie der Mensch der irgend etwas hinterher geweint hat. Jetzt dene ich viel darüber nach wie toll es dich war jung zu sein. Da musste man noch nicht über Rente, Gesundheit, Geld usw. nachdenken. Wir hatten stöndig neue Autos, hatten ein Motorrad sind ständig in Urlaub gefahren und und und..
Auch hatten wir jedes Wochenende Gäste.
Heute bin ich froh wenn ich meine Ruhe habe.
Mit meinem HP bin ich immer noch zufrieden, denn er erklärt alles und hat mir gesagt "Das stehen wir gemeinsam durch" . Und das meint er auch so. Ausserdem bekomme ich immer sehr geringe Rechnungen. Teilweise nur 10 Euro für eine Sitzung. Ich denke auch dad die Mitochondrien Medizin mir gut hilft. Dann hab ich ja auch noch das Problem das ich genetisch schlecht Stresshormone abbauen kann. Jetzt nach 3 1/2 Wochen Vitamineinnahme ist es deutlich besser.
Immer wieder Rüclschläge wie die blöde Histaminintoleranz lassen mich aber auch schnell wütend werden.
Lass den Kopf nicht hängen. Am Wochenende ist Vollmond, da gehen die Gemüter schon mal durch. Heute war bei uns im Büro auch schlechte Stimmung. Mein Chef hat heute auch wieder einen blöden Spruch abgelassen und dann soll ich mal wieder die Kuh vom Eis holen weil alle anderen zu blöd sind.
Ich glaube aber fest daran das es aufwerts geht.
Zum Arzt gehe ich noch. Die sollen ruhig was für meine vielen Beiträge tun. Ich hol mir auch noch eine Empfehlung für einen Osteopathen. Zahlt meine Krankenkasse.
Mit dem Vertrauen ist es nicht mehr wie früher. Heute hinterfrage ich mehr und recherchiere fasr alles.
Aber wenn man mal wieder mehrere gute Tage hat vergisst man auch viel. Aus Erfahrung kann ich sagen das die Zeit die Wunden heilt. Mein Mann hatte vor 20 Jahren einen ganz schweren Motorradunfall und es fast nicht geschafft. Viele Dinge hat man echt vergessen.
Ganz liebe Grüsse Mia
48 Jahre, keine Kinder, Mirena 5/2009-7/2016

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exilhanseatin
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Re: Ich bin nicht mehr ich seit Mirena - wem geht es auch so ?

Beitragvon exilhanseatin » 12.10.2016, 20:53

Hey Kooper,

ich will Dich nicht ärgern, denn Du willst ja nicht die "üblichen" Hinweise, aber was anderes habe ich leider nicht anzubieten. *räusper* Aggressivität und Gereiztheit könnten nämlich u.U. auch mit einem B12-Mangel oder mit Schilddrüsenhormen zusammenhängen. Viele beschreiben das in der Überfunktion, dass sie ganz schnell die Wand hochgehen.

Ich selber habe wirklich den Eindruck, dass es mir wieder recht gut geht (klopf!klopf!klopf!auf Holz). Nein, ich bin nicht mehr ganz wie früher, aber das ist jetzt auch ziemlich lange her. Die Zeit, an die ich gerne zurückdenke, da hatte ich auch noch keine drei Kinder und keinen Ehemann, auf die ich Rücksicht nehmen musste, da war ich jünger, hatte mehr Kraft und weniger Zipperlein. Jetzt sind meine Bengels in den schönsten Flegeljahren, und sie bringen mich ganz oft echt auf die Palme - aber oft sind sie auch ganz herzig, und ich tröste mich damit, dass es einfach das Alter ist...
42 Jahre, 3 Kinder, Mirena von Oktober 2010 bis Juli 2011

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ShinsBeauty
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Re: Ich bin nicht mehr ich seit Mirena - wem geht es auch so ?

Beitragvon ShinsBeauty » 12.10.2016, 21:37

Hei du liebe

Ich bin ja bald 9 Monate danach
Mir geht es wenigstens psychisch sehr viel besser ich habe von der Psyche her manchmal eine schlechten Tag aber die Depressionen , Panik und alles ist eig fast weg....

Hatte aber die Mirena auch nur 2 Monate drin....

Ich habe mich seither auch verändert
Ich vertraue niemandem mehr ausser meinem Freund... Nicht mal mehr meiner Familie denn die lässt immer so doofe Sprüche fallen und kümmert sich eh nicht oder glaubt mir....

Deshalb fällt es mir bei meinem HP auch sehr schwer....

Wie ich mit der ganzen Situation umgehe oder "klar komme" kann ich dir so nicht beantworten es ist mehr ein durchseuchen denn akzeptieren oder damit klar kommen werde ich nie.... Wenn es mir ganz schlecht geht hauts mich jedes mal wieder um!

Ich gehe nicht mehr zum Arzt nur noch zum HP bald werde ich aber wider zum Frauenarzt gehen.... Einfach um einen Abstrich zu machen... Aber ich werde mir dieses mal nichts einreden lassen .. Sie ist bei mir nur noch Mittel zum zweck um zu schauen wie die ergebnisse sind mehr nicht.... Es graut mich jetzt schon vor dem Stuhl....

Ich gehe mit den Sachen gar nicht um ich kann mich auch gar nicht wirklich selber aufbauen da ich keine Kraft mehr habe

Ich entschuldige mich oft bei meinem Freund weil mir halt immer öfter auffällt das ich immer wider Bestätigung suche oder mich Rechtfertige weil ich hören will das er mir glaubt... Ich bin regelrecht "süchtig" danach von Menschen zu hören das sie mir glauben da mir so lange niemand geglaubt hat.... Das wird mich auch noch eine Zeit lang begleiten aber mein Freund weiss das....


Womit ich aber etwas besser klar komme ist mit der Tatsache das ich anders geworden bin... Ich schaue das nicht negativ an.... Solange ich nicht wieder diese Krasseen depressionen und Panikattacken habe!!!!! Ich schaue es als formung des Lebens an... Mich nerven mehr die Menschen um mich herum (die keine Ahnung haben oder mir nicht glauben) das die immer Sprüche ablassen müssen..

Klingt doof aber wenn ich jetzt mal n guten Tag habe schetzte ich das so sehr....

Aber richtig umgehen damit kann ich auch nicht und ich werde weiter dafür sorgen das die Welt erfährt was das alles so mit sich zieht!! Ich werde das nicht akzeptieren!!!
Mirena Dez.2015-Ja.2016 (8Wochen)

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Sonia
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Re: Ich bin nicht mehr ich seit Mirena - wem geht es auch so ?

Beitragvon Sonia » 13.10.2016, 09:00

liebe Kooper,

wo fange ich an :smile_blush: ..am besten mit deinen Fragen:

Es geht mir einfach um die Fragen:
Wie geht Ihr damit um ? habe aufgehört zu denken, was wäre wenn oder warum ich oder so ähnlich, ich habe damit abgeschlossen.. schon das tat mir gut

Habt Ihr Euch inzwischen wiedergefunden ? ja, ich habe mich wieder gefunden..zu 100% und ich denke, das habe ich Cluster Medizin zu verdanken
Wenn ja, wie ? ja, durch Cluster, ..ich will keine Werbung machen, aber ich bin wieder ich und ich bin besser drauf als vor der Mirena, viel belastbarer und mein Nervenkostüm ist wieder zu 100% hergestellt

Wenn nicht, was macht Ihr ? ...

Oder wie geht ihr damit um, Euch irgendwie "krank" zu fühlen (ohne es in Worte fassen zu können) ? ich muss sagen, es war schon schlimm.. denn, kaum einer hat mir das geglaubt, dass es mir so mies geht, nicht mal mein Mann konnte es nachvollziehen, weil er von den Ärzten so bearbeitet worden ist..es war schon eine schlimme Zeit gewesen

Wie haltet ihr es aus, so missbraucht worden zu sein ? das kann man kaum beschreiben, wie ich darüber denke...fassungslos, es war wie ein böses Erwachen. Jetzt weiß ich, hier geht es nur und nur ums Geld, kaum einen Arzt interessiert es ob es dir mit Medikamenten oder Verhütung gut geht, man soll es "schlucken" und ruhig sein, so mein Fazit dazu

Wie könnt Ihr noch vertrauen ? den Ärzten so wie so nicht, nur mir selber... mein Körper ist mein bester Ratgeber

Geht Ihr noch zum Arzt ?ja, aber nur zu der jährlichen Kontrolle, aber meine neue Gyn ist ein Schatz, sie kennt die Wirkung der künstlichen Hormone und ist skeptisch dem ganzen gegenüber

Füllen sich die HP mit Eurem Leid (auch) nur die Taschen ?auch da habe ich das vollste Vertrauen, wurde bei meiner jetztigen HP nie falsch beraten, nie habe ich das GEfühl gehabt sie zieht mir Geld aus der Taschen für irgendeinen Unfug

ja... wirkich ein trauriges Thema..
falls du noch Fragen hast, gerne her damit

ich drück dich
44 Jahre, 2 Kinder, Mirena von 09/2011 bis 04/2012

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Wolke7
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Re: Ich bin nicht mehr ich seit Mirena - wem geht es auch so ?

Beitragvon Wolke7 » 13.10.2016, 15:16

hallo kooper,

ich versuche immer noch irgendwie gesund zu werden......langsam wird es mir besser dank cluster und dem coaching für hochsensible. im moment lebe ich noch nicht....habe vorher auch viel mehr machen können und gemacht, war unbeschwert, in in urlaub gefahren etc. alles weg....es schmerzt mich das viele geld, das ich ausgeben muss, um wieder fit zu werden. ja, auch ich habe ärzte und hp erlebt, die die patienten ausnehmen. am liebsten nicht mehr, nur zum fa zur vorsorge oder wenn ich eine krankmeldung brauche ......selbst bei der za fühle ich mich unwohl und muss mir was gescheites suchen....leider!!!!! der vertraue ich null!!!! es ist schwierig zu vertrauen nachdem ganzen. es verstehen sehr wenige, ich sage nur noch gezielt was. immer und immer wieder sich vorwürfe machen, wieso, warum, bringt nichts und raubt mir die kraft, die ich nicht mehr habe. ich versuche mich zu entspannen und das was ich verloren habe mit was neuem zu füllen. lg wolke7

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summse
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Re: Ich bin nicht mehr ich seit Mirena - wem geht es auch so ?

Beitragvon summse » 13.10.2016, 17:25

Wie geht Ihr damit um ? einfach abwarten mit dem Wissen, am nächsten Tag ist es wieder anders. Ich versuche nicht mehr soviel zu interpretieren
Habt Ihr Euch inzwischen wiedergefunden ?
Was heißt wiedergefunden? Ich würde sagen zum Teil, zu größten Teil habe ich mich neu gefunden.
Wenn ja, wie ?Durch die ganze Überlegung was das Leben von mir will, was die Menschen wollen und vorallem was ICH will
Wenn nicht, was macht Ihr ? Ich habe immer und immer wieder versucht meine Gedanken eine andere Richtung zu geben..in der Art "der Kopf ist rund, damit er die Richtung ändern kann" oder "bevor du mit dem Kopf durch die Wand willst, überlege was will ich im Nebenraum".....
Oder wie geht ihr damit um, Euch irgendwie "krank" zu fühlen (ohne es in Worte fassen zu können) ? schwierig, reden mit Freunden, meinem Mann und nachdenken was wäre früher gewesen, wenn ich dieses Zippen gehabt hätte. ich weiß die Psyche ist echt ein schwieriges Thema und auch mich holt es eben manchmal wieder ein, aber ich kann es echt den Hormonhaushalt zuschieben und das beruhigt wieder.
Wie haltet ihr es aus, so missbraucht worden zu sein ? aushalten? Man muss es irgendwie aussitzen--- Mein Mann sagt immer, es gibt eben Dinge die man nicht ändern kann und es bringt nichts seine Energie darin zu verschwenden, denn dann vergisst man das Leben und man verschenkt darin wieder Zeit
Wie könnt Ihr noch vertrauen ? Ich kann soweit vertrauen, wenn mein Bauchgefühl gut ist, ansonsten nicht..leider
Geht Ihr noch zum Arzt ? Ja.. immer zum Abstrich und Brust abtasten, mehr auch nicht...Ich brauchte auch lange keinen Arzt mehr(3x auf Holz klopfe)
Füllen sich die HP mit Eurem Leid (auch) nur die Taschen ?Habe bisher nicht das Gefühl gehabt; mein HP ist auch Hausarzt, so das ich Bluttest auch über die KK machen kann und klar sind seine Sitzungen nicht ganz günstig, aber hilfreich, schon um eine ander Sichtweise zu bekommen.

Ja liebe Kooper so sieht es im Moment aus, ich habe auch ab und an trübe Gedanken vorallem wenn ich alleine bin und es ruhig wird, das kann ich gar nicht ab, aber ich konnte auch vorher schlecht allein sein. Mein Mann mag zum Beispiel auch keine Menschenmengen mehr und ist auch schneller gestresst oder angenervt, auch wenn Feste anstehen hat selbst er manchmal keine Lust, deswegen versuche ich auch immer wieder die Überlegung ob es doch nicht auch am Alter liegt, dass wir einfach mehr Ruhe brauchen, dass wir einfach mehr darauf achten was der Sinn des Lebens für uns ist und das die Erkenntnis ist, dass der Mensch nur nach Reichtum und Ansehen giert und denkt er hat Besitz. Aber alles auf Erden ist uns eigentlich nur geliehen, deswegen mache ich oft eine Seifenblase um unsere Familie und lasse in gewissen Abständen keine äusseren Einwirkungen zu..d.h. Abstand von Nachrichten, Medien und ja ich gebe zu auch manchmal Abstand von den zig Erfahrungsberichten hier, denn dieses wühlt immer auch viel bei mir wieder auf(ich lese dann nur, wenn ich weiß in dem Moment bin ich gestärkt :smile_nerd: ) )


PS: auf Arbeit wussten auch immer alle von meiner Depressionen, ich hatte nie ein Geheimnis draus gemacht (untypisch für richtige Depressionen), ich hatte dadurch viel Verständnis und sie bestärkten mich immer in meiner Arbeit und wie wichtig ich auf Arbeit für sie sein (auch von der Chefseite), glaube sowas prägt dann auch für später
(Jahr 2016) 38 jahre ,3 kinder Mirena vom ?.06.2009 - 28.6.2012

http://hormonspirale-forum.de/viewtopic ... 009#p45009 , Updats

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Kooper
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Re: Ich bin nicht mehr ich seit Mirena - wem geht es auch so ?

Beitragvon Kooper » 13.10.2016, 18:40

Ihr Lieben :smile_flower: ,

vielen Dank für Eure tollen Antworten !

Ich gehe nach und nach darauf ein, und weiß nicht, wie weit ich jeweils komme (es könnte ein Etappenschreiben werden).

Das Schreiben hat ja manchmal auch eine klärende Wirkung, und so ist mir heute morgen bewusst geworden, wieso es sich im Moment für mich wieder alles so besonders "unerfreulich" anfühlen könnte: Ich habe ja seit dem Ziehen kaum mal eine Periode gehabt. Und seit einiger Zeit tut sich hormonell was, ich hatte Ende September tatsächlich mal eine Blutung von fast normaler Stärke (ich denke, das verdanke ich dem Aderlass, den ich im August gemacht habe). Ich könnte mir vorstellen, dass dieses hormonelle Geschehen einen Rückschlag ausgelöst hat !

Ohne mein Zutun (großartig Sport schaffe ich im Moment einfach nicht) hat sich zudem tatsächlich am Gewicht eine leichte Veränderung nach unten ergeben.
In irgendeinem Thread hier wurde so etwas auch schon mal berichtet: dass bei jeder Gewichtsabnahme wieder verstärkt Symptome auftraten - vielleicht ist das ja bei mir auch so.

Außerdem kämpfe ich mit dem Fußball im Bauch und mit einem allgemein merkwürdig verteilten Gewicht. Ich kann gar nicht mehr ausdrücken, was ich inzwischen für einen Frust deswegen habe !!!!!!!!!!!!!!!!

Ich bin ja schon mit der Darmerkrankung von Arzt zu Arzt gerannt und musste mich dumm behandeln lassen, es hat 14 Jahre gedauert, bis man mich ernst nahm, und dann durfte ich auch gleich mit Notfalleinweisung auf den Tisch :smile_worried:

Dasselbe Spiel mit Mirena: Seit Anfang 2004 zu unzähligen Ärzten, und überall nur dumme Antworten !

Jetzt schon wieder: ich fühle, dass was nicht stimmt, renne mir die Hacken schief und außer dem vagen Zugeständnis "das sieht aber wirklich komisch aus" erhalte ich immer neue Verhaltenstipps, von denen jeder auch dem vorherigen widerspricht ! (Mit anderen Worten: was immer ich tue, es ist falsch)

Mir geht echt die Kraft aus, wieder und wieder meine Beschwerden zu schildern und um Hilfe zu betteln ..... :smile_crying:

Und wenn es mir dann so geht, rückt manchmal das in den Hintergund, was sich schon alles gebessert hat. Und das ist ganz ganz viel !
Ich habe seit der Unterstützung meiner Nebennieren tatsächlich schon wieder Tage mit echter Lebensfreude erleben dürfen.
Und ich habe mich auch total über meine Periode gefreut.
Ich kann inzwischen deutlich mehr im Forum schreiben als früher, weil ich mich besser konzentrieren kann.
Meine Nerven sind zwar immer noch nicht besonders, aber wenn ich nicht gerade "Ausnahmetage" wie im Moment habe, sind sie doch stabiler. Ich bin nicht mehr so leicht aus der Bahn zu werfen.
Und diesen andauernden Panikzustand im Körper habe ich auch nicht mehr.
Es fühlt sich immer noch nicht wie "ich" an, aber auch nicht mehr wie ein Wesen, dass nur aus Angst und Depression besteht.

So, dass erst mal so als Allgemeines !

LG Kooper
Kooper, Baujahr 1970, in Partnerschaft, keine Kinder
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Re: Ich bin nicht mehr ich seit Mirena - wem geht es auch so ?

Beitragvon Kooper » 13.10.2016, 19:14

Liebe Belinda,

diese Panikattacken beim Autofahren kenne ich leider auch zu gut ! Ich fahre inzwischen nicht mehr, denn es geht nicht. Da ist die Panik einfach zu groß und auch die Konzentration reicht bei mir nicht aus.

Dieses "Hochschaukeln" ist so was von unangenehm ! Zumal es auch dauert, bis man wieder "runtergefahren" ist. Mit Mirena hat das bei mir Tage gedauert. Und sobald eine ähnliche Situation auftrat, waren die Gefühle aus all den vorherigen Gegebenheiten wieder da, als ob es sich "ansammelt".

Das Aufnehmen eines neuen Jobs würde ich im Moment auch nicht schaffen. Weißt Du, was Du machen wirst ? Das muss ja für Dich noch extra bedrückend sein, diese Aussicht aushalten zu müssen....

Für mich fühlen sich die psychischen (und sonstigen) Probleme so an, als würden sie nicht zu mir gehören, sondern irgendwie künstlich erzeugt werden. Als wäre ich immer noch fremdgesteuert. Und als würde immer noch etwas in mir "Alarm" schreien.

Ich habe aber auch Tage, an denen es besser geht.

Schlecht umgehen kann ich aber immer noch damit, dass wir so derart verarscht wurden, und nun (zum Teil) am Rande der Gesellschaft herumkrebsen müssen.


Liebe Mia,

ich bin auch froh, wenn ich meine Ruhe habe !

"Früher war alles besser" - wie habe ich diesen Satz gehasst ! Ich fühle mich halt um sehr viele Jahre betrogen, in denen ich quasi nicht lebensfähig war. Und jetzt schon zu reden wie meine Großeltern - das wollte ich eigentlich nicht :smile_worried:

Du bist jetzt bei 2 Docs, oder ? Einmal beim Wunderdoc mit der Akupunktur, und dann bei Dr. Gahlen ? Und der Wunderdoc schreibt so geringe Rechnungen ? Das ist ja mal was Schönes in all dem Chaos...

Nach 3 1/2 Wochen Vitamineinnahme eine deutliche Besserung, das ist ja toll !

Wie muss ich mir das vorstellen mit der Histaminintoleranz ? Du hast Dich doch schon gluten- und zuckerfrei ernährt, wenn ich mich richtig erinnere - was kannst Du denn dann überhaupt noch essen und trinken im Moment ? Und geht das wieder weg ? Wenn ja, wann ?

Hihi, zum Arzt gehe ich gar nicht mehr. Mein Vertrauen ist futsch, nachdem ich weiß, was man mir über die Jahre so alles verabreicht hat. Meine Akte ist ja auch sehr dick. Da obendrauf steht: "alles psychisch" und dann meinen die Ärzte, sie müssen nix mehr machen :smile_hi:

Den Osteopathen zahlt meine KK nicht, sondern nur Teile davon. Und von niemandem hier vor Ort, so dass ich durch Fahrtkosten und Zeitaufwand das Geld an anderer Stelle wieder ausgegeben hätte, zumal der von der KK bezahlte Osteopath auch nur eine 3/4 Stunde Behandlung anbietet, meine Osteopathin macht 1 Stunde. Das hat mir auch schon viel gebracht, aber noch nicht den Durchbruch.

Ich gebe Dir vollkommen recht: die Zeit heilt Wunden ! Zum Glück vergisst man vieles, sonst könnte mal wohl auch nicht leben.
Ich denke, warum ich im Moment nicht vergessen kann, ist der fast völlige Zusammenbruch meines Lebens. An manchen Tagen beschäftigt mich das extrem.
Außer meiner Partnerschaft und meiner Wohnung hat kaum etwas die Mirena "überlebt", und wenn es mir mal wieder gut gehen sollte, darf ich in meinem nicht gerade zarten Alter noch mal von vorne anfangen, wenn ich nicht irgendwann in der Altersarmut landen will.

Das macht mir alles Angst, und ich darf auch nicht zu viel drüber nachdenken, weil es mich dann hemmt.

Erst mal weiter genesen, dann denn nächsten Schritt... (so zu denken, gelingt mir aber nicht immer.)

LG Kooper
Kooper, Baujahr 1970, in Partnerschaft, keine Kinder
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