Ich bin nicht mehr ich seit Mirena - wem geht es auch so ?

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Kooper
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Re: Ich bin nicht mehr ich seit Mirena - wem geht es auch so ?

Beitragvon Kooper » 19.10.2016, 20:05

Danke Wolke7 und Petrax für Eure mutmachenden Worte !

Ich überlege mal, wo ich da weiterkommen könnte.

LG Kooper
Kooper, Baujahr 1970, in Partnerschaft, keine Kinder
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Was bringt den Doktor um sein Brot ?
a) die Gesundheit b) der Tod.
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Sevda1976
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Re: Ich bin nicht mehr ich seit Mirena - wem geht es auch so ?

Beitragvon Sevda1976 » 22.10.2016, 17:39

Hallo Kooper

So jetzt habe ich auch mal wieder den Kopf zum lesen. Du schreibst mir aus der Seele......
Unsere beiden "Geschichten" sind ja sehr ähnlich. Ich versteh dich nur zu gut. Irgendwann bin ich nicht mal mehr ans Telefon, weil ich nicht mehr hören wollte, wie es mir geht oder ob sich etwas verändert hat. Scheisse mein ganzes Leben hat sich verändert! Mein ganzes Wesen, meine Seele, meine Leistungsfähigkeit einfach alles......
Wie du weißt arbeite ich auch seit über einem Jahr nicht mehr und Autofahren kann ich auch nicht mehr. Ja ich glaube es sind die vielen Jahre die einfach weg sind. Nichts und niemand kann sie uns wieder geben liebe Kooper. Und das ist auch das, was an mir nagt. Ich habe auch so ziemlich alles durch was es an Alternativen gibt, aber nichts hat so richtig was gebracht, außer das mir das Geld ausgeht. Ich habe mal Vollzeit gearbeitet. Heute bin ich froh, wenn ich es bis zur Apotheke schaffe ohne Panik zu bekommen.

Ach Kooper, leider kann ich dir keinen Ratschlag geben. Vielleicht sollten wir uns mal treffen :smile_happy: LG

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Kooper
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Re: Ich bin nicht mehr ich seit Mirena - wem geht es auch so ?

Beitragvon Kooper » 22.10.2016, 19:29

Liebe Sevda,

vielen Dank für Deine Zeilen !!!

Ich bin dir eigentlich ganz dankbar, dass Du mir keinen Ratschlag geben kannst, weil ich dagegen ja eine Allergie entwickelt habe :smile_wink:

Ich finde es immer wieder beruhigend, wenn ich hier im Forum lese, dass es anderen genauso geht wie mir (wobei ich natürlich niemandem das HS-Leid wünsche !).
Scheisse mein ganzes Leben hat sich verändert! Mein ganzes Wesen, meine Seele, meine Leistungsfähigkeit einfach alles......

GENAU DAS IST ES !!! Ich bin nicht mehr ich.

Und ans Telefon bin ich auch nicht mehr gegangen (das geht heute zum Glück wieder). Bei mir war es so, dass ich mich fast zu Tode erschreckt habe, wenn es geklingelt hat. Wobei ich mich mit Mirena immer weiter in mein Schneckenhaus zurückgezogen habe, so dass es auch immer weniger klingelte ... :smile_worried:
Ich hatte Angst vor den Nachbarn (die könnten mich ja ansprechen und was von mir wollen) und bin manchmal extra früh aufgestanden, um dann meinen Müll rauszubringen.
Wie Du schon schreibst: auch ich war mal sehr sehr leistungsfähig, und bis heute fällt mir alles schwer. Zu den Dingen, die ich wieder schaffe, muss ich mich meist zwingen.

Vieles ist besser, ich erschrecke nicht mehr vor dem Telefon, muss nicht immer extra früh aufstehen zum Einkaufen oder Müll rausbringen, aber trotzdem... irgendwas stimmt nicht mit mir und bislang konnte ich nicht rausfinden, was es ist.

Wie sieht es denn bei Dir aus mit Progesteron ? Bekommst Du da was verschrieben ? Oder cremst Du mit Homöopathie ? Sind Deine Nebennieren und Schilddrüse abgecheckt ? Das sind jetzt ausdrücklich keine Ratschläge, aber seit der Unterstzützung meiner Nebennieren kann ich zum Teil deutliche Verbesserungen spüren. Vielleicht ist das ja bei Dir auch eine Baustelle ? Auch wenn manche (unfähige) Ärzte den Zusammenhang nicht kennen: es gehört alles zusammen.

Treffen, das ist eine tolle Idee ! Im Moment sehe ich die Problematik darin, dass wir es kaum zum Einkaufen schaffen :smile_worried:, wie soll da eine längere Reise möglich sein ? Von den dabei entstehenden Kosten ganz abgesehen: bei mir geht es echt nur noch darum, irgendwelche HPs zu sponsern äh zu zahlen und Nahrungsergänzungsmittel ranzuschaffen.... :smile_worried: :smile_crying:
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Wolke7
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Re: Ich bin nicht mehr ich seit Mirena - wem geht es auch so ?

Beitragvon Wolke7 » 22.10.2016, 20:30

ja, kooper, mir geht es irgenwie auch so, das geld geht für die "gesundheit" drauf, das ärgert mich ganz schön. nun gut, ich fahre auto und gehe auch einkaufen, ich will mich nicht mehr von meinen umständen abhängig machen. sonst hocke ich nur noch zu hause....... ich war auch sehr viel unterwegs und aktiv, heute alles sehr eingeschränkt. aber leute, das kann es nicht sein, oder? macht ihr denn was für euer nervensystem? kooper, wie ging es bei dir weiter mit dem cluster? lg wolke7

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Kooper
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Re: Ich bin nicht mehr ich seit Mirena - wem geht es auch so ?

Beitragvon Kooper » 23.10.2016, 13:50

Liebe Wolke7,

lieb, dass Du nachfragst !

Ich habe der Forderung des Instituts erst mal per Einwurf-Einschreiben widersprochen, weil ich m. E. keinen Vertrag mit denen habe. Gleichzeitig habe ich den Folgetermin bei der HP abgesagt, denn ich habe kein Vertrauen mehr. Sie hätte mich über Folgekosten vorab informieren müssen und bis heute wundert es mich, dass sie mir kein Mittel nennen konnte, sondern ich mit der Empfehlung, das weiter zu tun, was ich eh schon mache, und mehr zu trinken, echt dumm wieder vor der Tür stand. Ich halte das alles für unseriös und ärgere mich. Ich bemühe mich, mich nicht allzu sehr über mich zu ärgern (bringt ja auch nichts), denn woher hätte ich es vorher wissen können: die Homepage ist erstklassig, sie bietet sehr viel an und angeblich unterrichtet die Frau sogar...

Mich ärgert das Geld auch, aber viel mehr ärgert es mich, wenn ich es aus dem Fenster werfe, ohne dass mir geholfen wird.

Ich kann zwar nicht mehr autofahren, aber Bahnfahren kostet mich inzwischen nicht mehr den allerletzten Nerv, so dass ich mich auch längst wieder mehr aus dem Haus bewege. Ich muss mich halt sehr oft zwingen. Und Dinge "stehen mir bevor", die mal leicht waren. Hab ich sie "überstanden", brauche ich danach eine Weile, um wieder auf halbwegs normalem Level zu sein.

Vieles hat sich aber schon verbessert (wie z. B. mein Schlaf), an den besseren Tagen halte ich mich daran fest. An den schlechteren finde ich es schwer, überhaupt Fortschritte wahrzunehmen.

Bis jetzt habe ich heute einen der besseren Tage :smile_happy:

LG Kooper
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Re: Ich bin nicht mehr ich seit Mirena - wem geht es auch so ?

Beitragvon Mia69 » 23.10.2016, 18:45

Hallo Ihr Lieben!
Mir geht es inzwischen richtig gut. War heute laufen und shoppen beim verkaufsoffenen Sonntag.
Und hatte richtig Spass. Vor Mirena war das meine Lieblinsbeschäftigung, unterdessen nur noch
Qual. Kann auch länger aufbleiben. In 2 Wochen habe ich noch mal einen Termin bei Dr. Gahlen.
Ich frage einfach mal ob man die Proben nicht an die Labore schicken kann und das alles telefonisch
klären kann. Vielleicht ist da ja eine Alternative für denjenigen der das mal probieren möchte.
Ich bin fast wieder die Alte. Auch der Schwindel verflüchtigt sich. Kann wieder den Kopf drehen und
mich auch mal bücken. Ging vorher gar nicht. Drpckt mir die Daumen das es so bleibt.
Ich denke an euch. Keiner soll so leiden müssen. Aber diejeniegen die nie Depressionen hatten
können das nicht nachvollziehen. Ich drücke euch. Liebe Grüße Mia
48 Jahre, keine Kinder, Mirena 5/2009-7/2016

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Kooper
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Re: Ich bin nicht mehr ich seit Mirena - wem geht es auch so ?

Beitragvon Kooper » 23.10.2016, 19:13

Liebe Mia,

vielen Dank für Deinen Bericht !

Das freut mich SO SEHR für Dich !!!

Und ich bin gepannt, was Du in 2 Wochen erfahren wirst. Bitte, halt uns weiter auf dem Laufenden !

LG Kooper
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Re: Ich bin nicht mehr ich seit Mirena - wem geht es auch so ?

Beitragvon Sevda1976 » 24.10.2016, 08:54

Guten Morgen Kooper

Das mit dem Treffen war in dem Moment als ich geschrieben habe ein Impuls, aber du hast Recht, ich würde es im Moment auch nicht schaffen.

Was genau hast du wegen deinen Nebennieren gemacht ? Ich hatte da auch schon einiges gelesen, aber als ich das bei dem Endokrinologen angesprochen habe, hat er mich angeschaut, als wäre ich von einem anderen Stern....
Meine SD ist völlig am A.....ich soll mich operieren lassen. Die ersten Zysten hatte ich schon vor Jahren, ein Zufallsbefund. Damals hatte ich die erste Mirena und über die Jahre sind immer mehr Zysten und Knoten dazu gekommen. Und ein Adenom, was das ganze noch schwieriger macht, aber ich kann mich mit dem Gedanken einer OP nicht anfreunden und werde mir noch eine weitere Meinung holen.
Der liebe Arzt sagte aber ganz ausdrücklich "die HS hat keinen Einfluss auf die SD". Ja klar, ich bin ja auch die einzige die damit Probleme bekommen hat.

Das ganze was uns passiert ist und immer noch passiert ist so unglaublich, dass ich es manchmal gar nicht fassen kann. Trotz sooooooo vielen Erfahrungsberichten und schon allein in meinem Umfeld gibt es so viele Frauen, die nur noch auf dem Zahnfleisch gehen, weil sie völlig kaputt sind, wird immer noch behauptet, dass das alles nichts mit der Mirena zu tun hat.

Ja ich fühle mich auch an vielen Tagen einfach nur hilflos. Vieles verschwindet, aber die Wut bleibt, auch wenn es mir nichts bringt.....
Ich kann das nicht unterdrücken, zumindest nicht an allen Tagen. Nein ich sitze auch nicht hier und weine um mein Schicksal oder was das auch immer ist, aber schon allein, weil wir für dumm verkauft werden, werde ich alles tun was in meiner Macht steht um wenigstens andere unschuldige Frauen vor diesem Elend zu bewahren.

Ich habe auch einiges schon gemacht z.B. meine FÄ die ich bis jetzt hatte angeschrieben, das Ministerium für Gesundheit angeschrieben, Bayer angeschrieben, die psychosomatische Klinik in der ich war angeschrieben und allen Frauen die es wissen wollen erzählt......
Für mich ist es immer wieder so erschreckend, was die Ärzte weiter hin den Frauen erzählen. Immer wieder höre ich Dinge, die man sich gar nicht vorstellen. Es liegt aber natürlich auch daran, dass ein Arzt einem ja helfen möchte, denken viele.
Der Arzt dein Freund und Helfer :smile_puke:

Ich weiß nicht, ob ich jemals wieder die Alte werde nach so langer Tragezeit. Ich habe auch das Gefühl, dass nach so vielen Jahren Folgeschäden bleiben.Das irgendwas "kaputt" geht, was man nicht mehr reparieren kann. Ich weiß nicht wie ich das sonst schreiben soll.

Das Gefühl das ich ferngesteuert werde und nicht mehr Herr meiner Gefühle bin und auch das mein Körper nicht mehr so richtig zu mir gehört habe ich auch. Fremd im eigenen Körper, so würde ich es beschreiben.

Das alles ist so wahnsinnig traurig und ich habe es auch langsam satt meinem Umfeld zu erklären, was mit mir ist. Verstehen kann es eh nur der Jenige der es durchgemacht hat. Manchmal muss mein gegenüber nichts sagen, aber allein an der Körpersprache sehe ich, was der jenige denkt.
" Die Frau ist einfach nur psychisch krank"!
Und wie schon oft von mir geschrieben, steht das auch in meiner Akte. Diesen Stempel hab ich nun mal für immer und ewig und alles wird darauf reduziert.

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dieBeate
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Re: Ich bin nicht mehr ich seit Mirena - wem geht es auch so ?

Beitragvon dieBeate » 06.05.2017, 10:03

Mir geht es leider auch so. Anderthalb Jahre ist die Mirena draußen, aber wie früher vor der M. wird das wohl nicht mehr.

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