Panikattacken und "neben-sich-stehen" nach der Mirena

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Silke323
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Re: Panikattacken und "neben-sich-stehen" nach der Mirena

Beitragvon Silke323 » 14.02.2017, 18:54

Hallo Maya,

es wird ganz bestimmt wieder besser, wenn die Mirena draußen ist. Ich bin jetzt ca. 7 Wochen ohne. Hatte auch Panikattacken, Herzrasen usw.
Es ist schon sehr viel besser geworden nachdem die Mirena draußen war. Sicherlich noch nicht perfekt und nicht jeder Tag ist gleich, aber besser. Es dauert halt immer seine Zeit bis der Körper sich erholt. Ich mache gerade mit meiner HP eine Entgiftungskur, zusätzlich Vitamin D und B12. Habe jetzt auch einen Speicheltest zur Bestimmung des Hormonhaushalts gemacht. Ergebnisse kommen noch.
Kopf hoch, es wird wieder aufwärts gehen!

Viele Grüße
Silke

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Simone1968
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Re: Panikattacken und "neben-sich-stehen" nach der Mirena

Beitragvon Simone1968 » 14.02.2017, 19:11

Hallo Maya3,
Ich denke das ist das beste was du machen kannst, wenn du dir die Spirale ziehen lässt. Ich denke immer mehr, das jemand der wie du und ich schon mit Ängsten zu tun hatte, diese durch die Mirena wieder ans Tageslicht geholt werden. Ich kann mit meinen Ängsten, zumindest von dem was noch ein klein wenig davon übrig war, recht gut leben. Aber mit der Mirena ist so ein Ausbruch passiert, womit ich nie gerechnet hatte. Es war zum Schluss so schlimm, das ich weder denken, fast kaum noch reden konnte. Ich konnte den Zustand nicht verstehen und da hatte es die Angst sehr leicht wieder die Oberhand zu bekommen. Aber dank der vielen Nachrichten die ich jetzt bekommen habe, ist alles viel klarer. Ich nehme jetzt auch Vitasprint B12 und täglich Magnesium von Schüssler, damit die Depots wieder aufgefüllt werden. Anfang März habe ich moch einen Termin bei einem Psychologen, von dem ich mir nochmal die ganzen Zusammenhänge erklären lasse. Aber ich habe auch das Gefühl, es wird besser. Wenn du Freitag die Mirena los bist, wirst du bestimmt Erleichterung spüren. Und mit den Ängsten weißt du ja wie man umzugehen hat. Akzeptieren ist angesagt und das wirst du bestimmt hinbekommen. Sonst kannst du gerne nochmal schreiben, denn mit Ängsten kenne ich mich leider zu gut aus. LG Simone
Simone, 49 Jahre, 4. Mirena nach 3 Wochen im 01/17 raus

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Sonia
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Re: Panikattacken und "neben-sich-stehen" nach der Mirena

Beitragvon Sonia » 15.02.2017, 10:03

liebe Maya,
ja, schnell raus damit. Panikattacken sind die häufigste NW der Mirena, bzw von allen Hormonspiralen (und nicht nur den, ich hatte diese Zustände auch unter der Pille gehabt).
Und es wird besser..natürlich. Man kann sein Nervensystem gut mit B Vitaminen und Mg unterstützen und auch Homöopathie.
bitte berichte
LG S
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Kytka
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Re: Panikattacken und "neben-sich-stehen" nach der Mirena

Beitragvon Kytka » 15.02.2017, 10:44

Hallo,

ich bin sehr glücklich, dass ich deises Forum gefunden habe. Meine erste Mirena hatte ich mir im Jahr 2005 einsetzen lassen, zweite im Jahr 2010 und natürlich die dritte im jahr 2015. In den Jahren bin ich durch die Hölle gegangen. Nach der ersten Mirena habe ich nichts gemerkt, erst in dem viertem Jahr. Da hat es alles angefangen. Psychisch ging es mir nicht gut, ich hatte Herzrassen und häftige Migräneanfälle mit Aura. Ich war wie ausgeschaltet und war nicht fähig an dem normalen Tagesablauf teilnehmen. Damals dachte ich, dass es einfach so ist und es von dem Stress kommt oder von der Natur und ich damit kämpfen muss. Also habe ich mich alternativ behandeln lassen. Das hat auf jeden Fall geholfen, aber leider immer nur für ein halbes Jahr (jetzt weiß ich auch warum). Und so habei ich es die Jahre wiederholt bis es gar nicht mehr ging. Bis September 2016 hatte ich ständig probleme mit Depressionen, Rückenprobleme, Migräne mit Aura, Kreislaufprobleme, Konzetrationstörung, schwer zu Sprechen, Panikattacken. Dann wurde es so schlimm, dass ich mich im Dezember 2016 wie aus dem Leben rausgerissen gefühlt habe. Es war das Ende, dachte ich. Mein Hausarzt hatte mir antidepressiva verschrieben, die ich mich weigerte sie zu nehmen. Also habe ich angefangen Johanniskraut (Laif900) zu nehmen. In der Zeit hatte ich eine standart Kontrolle bei meiner FA. Als ich ihr davon erzählte, hatte sie mir versichert, dass es mit der Mirena nichts zu tun hat. Als ich zu Hause war, hatte es mir keine Ruhe gegeben. Ich habe recherchiert und was sehr von dem Befund schockiert. Am nächsten Tag bin ich sofort zu meiner FA gegangen und wollte, dass sie die Mirena sofort rauszieht. Sie hat mich ausgelacht. Eine Diskussion hatte mit ihr in dem Falle keinen Sinn. Also ist meine Mirena seit 09.01.2017 daraußen. Ich bin sehr erleichtert. Im Moment bin ich bei eine Heilpraktikerin in Behandlung. Ich nehme Vitamin D, B12, Laif 900, Magnesium. Dann mache ich eine regelmäßige Akupunktur und nehme Schüssler Salze und Bachblüten ein. Es ist viel besser geworden, aber noch ein langer Weg. Meine Regel habe ich auch gleich nach vier Wochen bekommen. Wenn ich nur denke, was es mit uns Frauen macht, macht mich es richtig sauer und traurig. Alles nur wegen Geld. Ich habe auch erfahren, dass die Ärzte dafür geschult werden die Wahrheit nicht zu sagen. Grausam. Leider wird darüber nicht gesprochen, deswegen ist dieses Forum und Ähnliches sehr wichtig. Danke dafür.

Mutter, 2 Kinder, Mirena September 2005- Januar 2017

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Sonia
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Re: Panikattacken und "neben-sich-stehen" nach der Mirena

Beitragvon Sonia » 15.02.2017, 12:07

liebe Kytka (was für ein schöner Name, in meiner Muttersprache bedeutet es Blume :-) )
so..und genau wie dir ergeht es den Frauen da draußen ! Und kaum eine von den wird von Ihrem Gyn richtig beraten. Ich wurde damals regelrecht aus der Praxis rausgeschmissen, als ich sagte, mir ging es vor der Mirena so gut und mit ihr überhaupt nicht. Die Ärzte sagte, ich gehöre in die Psychiatrie. Kannst du dir das vorstellen???
Es ist super, dass du jetzt bei einer HP in Behandlung bist, das hilft schon gut weiter.
Ja ja..unsere Ärzte sind nur noch Verkäufer..traurig, aber wahr.

LG Sonia
44 Jahre, 2 Kinder, Mirena von 09/2011 bis 04/2012

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Wanda
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Re: Panikattacken und "neben-sich-stehen" nach der Mirena

Beitragvon Wanda » 15.02.2017, 13:59

Liebe Kytka u liebe Mädels, die wir uns hier schon so manches Mal bestärkt u geholfen haben, ich lese schon wieder eine Weile jeden Tag die neu dazukommenden Berichte. Es ist sehr traurig- Kytka - wieder eine neue schlimme Geschichte. Und doch gleichen sie sich. .. Immer und immer wieder , dieses unerträgliche Leid über so viele Jahre. Hatte neulich wieder einen Termin beim Endokrinologen- (Schilddrüsenunterfkt. nach Mirena kennen ja genug von Euch) und der alte Arzt wollte echt keinen Zusammenhang einräumen zw. Mirena u Depressionen. Hätte er noch nie gehört. Ist das ne Verschwörung oder Selektive Blindheit.
Ich finde es jedes mal wieder unfassbar.
Ich wünsche uns alle Kraft ins Leben zurück zu finden.
Beste Grüße
Wanda

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Re: Panikattacken und "neben-sich-stehen" nach der Mirena

Beitragvon Silke323 » 15.02.2017, 16:46

Hallo Kytka,

Deine geschilderten Erlebnisse über die vielen Jahre, das könnten ebenso meine Schilderungen sein. Ich habe auch erst bei der dritten HS den Zusammenhang zwischen meinen Symptomen und HS erkannt. Danke an das Forum, denn ohne diesen vielen Erfahrungsberichten wäre ich nicht darauf gekommen. Immer wieder Antidepressiva, dann wieder absetzen, dann wieder Panik, Angst etc . wieder Antidepressiva. Das wäre so weitergegangen. Glücklicherweise habe ich mir die HS auch im Dezember 2016 ziehen lassen. Dank meiner Heilpraktikerin bin ich auf einem guten Weg. Was würden wir nur alle ohne diese wunderbaren Heilpraktiker tun, die wirklich noch Dienst am Menschen machen und sich nicht nur die Taschen voller Geld mit irgendwelchen dubiosen Medikamenten stecken wollen.
Ich wünsche Dir alles Gute, es geht aufwärts, ganz bestimmt und es wird nie wieder so schlimm wie mit HS.

Viele Grüße
Silke

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Re: Panikattacken und "neben-sich-stehen" nach der Mirena

Beitragvon Simone1968 » 15.02.2017, 17:04

Hallo zusammen.

Ich habe auch festgestellt, das die Mirena die unter Schering verkauft wurde, da waren meine ersten beiden Spiralen von, keine solche Nebenwirkungen hatten. Aber unter Bayer sind die, wie wir jetzt alle feststellen konnten, wohl stark mit Nebenwirkungen ausgestattet worden. Ich freue mich auch, das viele auf meinen Artikel geschrieben haben. So ist die Welt wieder etwas heller und es gibt Lichtblicke. Also Mädels durchhalten, mit Vitaminen wieder aufbauen und Unterstüzung beim HP holen. Ich drück uns allen die Daumen.

LG Simone
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Re: Panikattacken und "neben-sich-stehen" nach der Mirena

Beitragvon Simone1968 » 17.02.2017, 06:24

Hallo zusammen,

kann mir noch jemand sagen wie lange man Vitamin B12 und Magnesium nehmen sollte? Ich nehme Vitasprint B12 und dort steht das eine Ampulle 2000% des täglichen Bedarfs hat. Ich denke eine zu lange Überdosierung schadet doch bestimmt den Organen, oder? Des Weiteren nehme ich die heiße 7 nach Schüssler. Auch hier, so denke ich, muss man doch die Menge reduzieren. Und welches B 6 Vitamin empfiehlt ihr? Da kenne ich mich gar nicht aus.
Dann lese ich nach 6 Monaten haben manche nochmal einen Absturz. Könnt ihr mehr dazu schreiben und wie das ist?
LG Simone
Simone, 49 Jahre, 4. Mirena nach 3 Wochen im 01/17 raus

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Mia69
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Re: Panikattacken und "neben-sich-stehen" nach der Mirena

Beitragvon Mia69 » 17.02.2017, 07:04

Hallo Simone. B12 kann man nicht überdosieren. Da brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Das meiste B 12 muss der Körper aber erst umwandeln. Methylcobalamin ist bereits so das der Körper es aufnehmen kann. Ausserdem brauchst du einen Vitamin B Komplex. Ich nehme des von Hevert. Die B Vitamine brauchen sich gegenseitig. Vitamin C , Omega 3, Biotin und Magnesium Citrat sind auch wichtig. Sinnvoll ist es aber das messen zu lassen. Am Besten in den Blutzellen und nicht im Serum. Lg Mia
48 Jahre, keine Kinder, Mirena 5/2009-7/2016

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