Panikattacken und "neben-sich-stehen" nach der Mirena

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Wanda
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Re: Panikattacken und "neben-sich-stehen" nach der Mirena

Beitragvon Wanda » 09.03.2017, 00:05

Liebe Herbstblume,
erstmal: versuche dich nicht reinzusteigern, das ist das Schlimmste. Ich neige auch dazu , mich komplett reinzusteigern und immer mehr Angst zu bekommen. Ich habe seit Anfang des Jahres auch wieder einen Einbruch erlitten. Bin die Mirena seit Juni 2016 los, hatte auch massive psychische NW und danach das volle Programm an Entzugserscheinungen. War nach ner Kur bis Ende Sept.so zuversichtlich. ... wie gesagt, ab Januar kam auch wieder ein herber Rückschlag. Ich weiß , es ist die Hölle, was wir ertragen müssen, aber es kommen wieder die sonnigen Tage..... Es kann nicht ewig so gehen. Der Körper braucht Zeit , sich einzupendeln....wir sind keine 20 mehr, wir haben unsere Körper zu lange mit dem Dreck verseucht. ...Es wird wieder ins Gleichgewicht kommen... beruhige dich selber, sag deinem Mann , was er für dich in ganz schlimmen Momenten machen kann. Weine ruhig viel, das baucht den Stress auch ab....aber versuche nicht , in die Panik abzugleiten. Wir alle hier wissen, was der Grund für unsere Leiden ist. Zweifle nicht an dir. Glaub daran , dass es besser wird. Ich habe auch viel mit meinen Kindern gesprochen. Damit sie es einordnen können.
"Möge der Weg sich vor uns ebnen und die Sonne unser Gesicht gerben...."
Bald ist Frühling. Da kommen die Hormone in Schwung.
Wanda

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Simone1968
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Re: Panikattacken und "neben-sich-stehen" nach der Mirena

Beitragvon Simone1968 » 09.03.2017, 07:10

Hallo Herbstblume,

Ich hatte am Mo auch einen Termin beim Psychater um das ganze von der Seite noch klären zu lassen. Er hat auch mehrer Patienten, die Nebenwirkungen von der Mirena hatten. Im Grunde hat er mir auch noch mal bestätigt, das die Nebenwirkungen eigentlich nur auftreten, wenn du auch vorher schon Probleme hattest. Vielleicht musst du erstmal in dich gehen, um zu schauen, wovor du so zitterst und was dich so ängstigt. Es ist immer deine Seele, die dir etwas mitteilt, was gerade nicht so gut läuft. Vielleicht zu hohe Ansprüche an dich selbst, immer alles perfekt machen wollen etc. ich habe gelernt, Dinge anzunehmen und nicht immer dagegen zu steuern. Dann wird es nur schlimmer. Vielleicht hilft dir eine psychologische Therapie. Manchmal tut es einfach gut, alles mal loszuwerden. Und dabei merkt man schon selbst wo der Hase begraben ist. Hab Mut und lass dir helfen, denn das Leben ist zu kurz für schlechte Gedanken und Stimmungen.

LG Simone
Simone, 49 Jahre, 4. Mirena nach 3 Wochen im 01/17 raus

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Mia69
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Re: Panikattacken und "neben-sich-stehen" nach der Mirena

Beitragvon Mia69 » 09.03.2017, 08:39

Hallo. Bei mir war es ähnlich schlimm und mir hat die Mitochondrien Medizin sehr gut und schnell geholfen. Naturidentische Hormoncreme mit Progesteron macht glücklich. Eine so heftige Reaktion hat andere Ursachen. Bei mir wurde dann rausgefunden das ich auch verlangsamt entgifte und Stress abbaue. Antidepressiva hätte bei mir auch nicht geholfen. Lass bloss die Finger von AD. AD rauben dem Körper Mikronährstoffe und maches es nur noch schlimmer. Dann versuche es doch mal mit SAME. Wirkt auch antidepressiv und hilft beim entgiften. Mir geht es jetzt wieder super. Es wird besser. Halte durch. LG Mia
48 Jahre, keine Kinder, Mirena 5/2009-7/2016

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Re: Panikattacken und "neben-sich-stehen" nach der Mirena

Beitragvon Annikan » 09.03.2017, 09:33

Hallo Herbstblume!
Die Mirena ist bei dir 6 Monate raus, du bist immer noch im Entzug. Mit der Hormoncreme haben viele Frauen Probleme. Du mußt für dich den genauen Zeitpunkt zum Cremen herausfinden und auch genau die Menge die du brauchst. Manche haben eine direkt auf sie abgestimmte Creme (%) in der Apotheke anfertigen lassen, es ist also nicht so einfach damit und kann dich natürlich wieder völlig umhauen.
Ich würde auch keine AD nehmen, auch hatte ich vor der Mirena auch überhaupt keine psychischen Problem, leider versuchen Ärzte einen immer wieder in diese Schiene zu drängen. L.G.
1.Mirena 2004 - 2009, 2.Mirena 2009 - 2014, 3.Mirena - Dezember 2014 - April 2016

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Sonia
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Re: Panikattacken und "neben-sich-stehen" nach der Mirena

Beitragvon Sonia » 09.03.2017, 10:12

liebe Herbstblume,

leider sind solche Niederschläge normal. Es ist ein auf und ab, glaube mir. Ich habe damals gedacht, dass es nie aufhört. Das schlimme ist, dass das Vegetativum relativ lange braucht bis es sich beruhigt hat. Das hat mir ganz genau mein HP erklärt aber auch mein Hausarzt. Levonogestrel stört extrem die Vitamin- und Mineralaufnahme.
Mir halfen damals sehr die Dysto Loges Tropfen.. nach 2 Wochen war ich panikfrei. Auch die Depressionen ließen nach.. die künstlichen AD haben so viele Nebenwirkungen und Nachwirkunge, dass sogar mein Arzt sagte, er kann so etwas bloß im äußersten Notfall empfehlen.

Meditieren, autogen. Training, Yoga... helfen auch sehr gut ..man muss sich wirklich ablenken und nicht immer wieder erschrecken wenn es wo ziept oder kneift. Du weißt sicher, was ich meine.

allles Gute weiterhin
LG S
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Herbstblume
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Re: Panikattacken und "neben-sich-stehen" nach der Mirena

Beitragvon Herbstblume » 09.03.2017, 11:01

Ich bin euch soooo dankbar für die aufbauenden Worte!!! Habe zwar erst mal Rotz und Wasser geheult beim Lesen, aber es geht mir jetzt etwas besser.
Habe auch gerade eine Std. Walking und anschließend Yoga hinter mir... den ganzen Frust rausgepowert.
Danke, Sonia, für den Tipp mit den Dysto Loges Tropfen... ich werde mich da gleich mal informieren. Meine HP ruft mich heute auch noch zurück, da ich auf dem AB einen Hilferuf hinterlassen habe. Da kann ich sie auch nochmal danach fragen...
Auch nach SAME werde ich fragen, danke Mia!
Mann, bin ich froh, dass es euch gibt, sonst würde ich völlig verzweifeln.
Viiiiiielen lieben Dank!

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Kooper
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Re: Panikattacken und "neben-sich-stehen" nach der Mirena

Beitragvon Kooper » 09.03.2017, 18:20

dieser Satz von dem Psychiater macht mich schon wieder so was von wütend :smile_angry:
Er hat auch mehrer Patienten, die Nebenwirkungen von der Mirena hatten. Im Grunde hat er mir auch noch mal bestätigt, das die Nebenwirkungen eigentlich nur auftreten, wenn du auch vorher schon Probleme hattest.
Wie oft sollen wir eigentlich noch "in uns gehen" ?

Tausende von Frauen haben mit den Hormonspiralen (und Pillen) dieselben Nebenwirkungen, und wir alle sollen "in uns gehen", auch wenn in fast allen Fällen unser Leben VOR dem Hormonpräparat ganz wunderbar funktioniert hat ?

Ruiniertes Leben und selber Schuld, oder was ?

Ich bin die Mirena jetzt seit knapp 4 Jahren los. Mein Zustand ist mit damals überhaupt nicht mehr vergleichbar, was die Angst und Panikattacken angeht ! Das hat mir meine langjährige Therapeutin, der ich gerade mal ein Update zu meinem Leben gegeben habe (nachdem ich ewig nicht bei ihr war), auch bestätigt. Mit der Mirena konnte ich an mir rumackern und Angstsituationen üben, bis ich fast tot umgefallen bin - geändert hat sich nichts, im Gegenteil, es wurde immer schlimmer !

Am Ende hatte ich Mühe mit allem. Nach wie vor behaupte ich, dass ich heute nicht hier schreiben würde, wenn ich die 3. Mirena tragen würde. Die "Endlösung" hätte ich wohl nicht fertig gebracht, weil ich mich zu der Zeit längst zu dumm zu allem fühlte, also auch zu dumm, einen S**zid zu einem erfolgreichen Ende zu bringen. Wahrscheinlich würde ich Dauergast in der Klinik sein und den ganzen Tag mit dem Kopf gegen die Wand schlagen.

Mädels, lasst Euch nichts einreden, selbst wenn ihr vorher auch mal Angst hattet - mit der Angst unter einer liegenden (oder gerade entfernten) Hormonspirale ist das nicht vergleichbar !!!! Ich weiß wirklich, wovon ich rede.

Liebe Herbstblume, halte durch ! Es ist schlimm, was Du durchmachst. Und die dummen Kommentare von den Ärzten geben einem dann noch den Rest. Man zweifelt ja nur noch an sich selbst !
Wenn es irgendwie geht, nimm keine ADs. Ich habe das auch getan, hat nix gebracht außer Nebenwirkungen. Du hast es nicht an der Psyche, sondern am Hormonsystem.
Wohnst Du in der Nähe von Oberhausen, wo der Mitochondrienmediziner praktiziert ?

Ich wünsche Dir gute Besserung !

LG Kooper
Kooper, Baujahr 1970, in Partnerschaft, keine Kinder
1. Mirena 2003 - 2009, 2. Mirena 2009 - 2013


Was bringt den Doktor um sein Brot ?
a) die Gesundheit b) der Tod.
Drum hält der Arzt, auf daß ER lebe,
Uns zwischen beiden in der Schwebe.
Eugen Roth

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Sonia
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Re: Panikattacken und "neben-sich-stehen" nach der Mirena

Beitragvon Sonia » 09.03.2017, 20:30

ja ja...die Ärzte sind fast immer der Meinung dass wir selber schuld sind.. Job, Kinder,.Stress und so weiter..
die Psychiater haben null Ahnung wie Mirena funktioniert, was sie alles im Körper kaputt macht und weil sie nicht weiter wissen, sind wir natürlich schuld :-( , klaro..
ich war einmal bei einem Psychiater weil ich damals glaubte, ich bin wirklich schuld an den ganzen psych. Problemen...und dann nie nie wieder.. denn, ich begriff sehr schnell wo der Hase läuft

LG
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Herbstblume
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Re: Panikattacken und "neben-sich-stehen" nach der Mirena

Beitragvon Herbstblume » 10.03.2017, 09:58

Danke Kooper... ich wohne in der Nähe von Würzburg.
Habe mir jetzt die Dysto Loges Tabletten in der Apotheke bestellt und im Akutfall werde ich zusätzlich mal schauen, ob ich mit Aconitum D6 weiter komme.
Ich hatte vor der Mirena schon mal Probleme mit Angstzuständen. Aber ich habe jetzt herausgefunden, dass das immer zum Zeitpunkt war, als ich die Pille abgesetzt hatte. Die Miranova hat den gleichen Wirkstoff... Levonogestrel. Langsam komme ich der ganzen Sache auf den Grund.... diese Hormone haben mein ganzes Leben durcheinander gebracht.
Ich hoffe, ich schaffe das irgendwie durch diese schlimmen Phasen....

LG

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Herbstblume
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Re: Panikattacken und "neben-sich-stehen" nach der Mirena

Beitragvon Herbstblume » 10.03.2017, 10:00

Mia69, was ist SAME? Finde da nichts darüber...

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