Finanzierung einer Musterklage möglich und sinnvoll?

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dieBeate
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Finanzierung einer Musterklage möglich und sinnvoll?

Beitragvon dieBeate » 16.10.2017, 10:04

Hallo, liebe Frauen,

mir ist klar, dass "der Rechtsweg" schwierig ist. Dennoch gibt es glücklicherweise in den facebook-Foren einige Frauen, die die Option, ob frau gegen Fa. Jenapharm / Bayer klagen kann, von sich aus ansprechen. Es ist eben wohl nicht jede Frau bereit, eine potentielle Körperverletzung abzuhaken. Dann kommt leider fast immer der Hinweis der facebook-admines, dass eine Zivilklage oder Strafanzeige (? blicke da nicht richtig durch) nichts bringt, viele NWs ständen ja im Beipackzettel usw. Es soll aber einen Rechtsanwalt geben (Info P. Bahra), der bereit zur Klage ist. Und möglich muss eine Klage ja theoretisch sein: Felicitas Rohrer klagt ja auch in Sachen Pille der 3. Generation gegen Jenapharm / Bayer, etliche Herren klagen in Sachen VW-Skandal gegen VW - die haben auch kein Sammelklagerecht. Was meint ihr: Wäre es möglich, per Croudfounding oder Hutsammlung oder Sponsoring oder auf ähnlichem Weg eine Musterklage auf den Weg zu bringen? Mein eigener Fall ist leider nicht typisch genug, aber es gibt ja genug andere betroffene Frauen. Kennt sich jemand damit aus, wie Geld für eine Musterklage gesammelt werden kann? In den USA gibt es Anwälte, die ehrenamtlich verkorkste Rechtsfälle lösen. Vielleicht gibt es das ja auch in Deutschland. Was meint ihr? Die Beipackzettel der 3 Hormonspiralen sind m. Meinung nach keinesfalls ausreichend, der M.-Waschzettel entspricht m. Meinung nach nicht dem Wissensstand bei Jenapharm /Bayer. Das ist leicht zu erkennen (siehe Beipackzettel Mirena u. Co. in Österreich, USA, Kanada im Vergleich).

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Kooper
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Re: Finanzierung einer Musterklage möglich und sinnvoll?

Beitragvon Kooper » 16.10.2017, 17:15

Liebe Beate,

ich mache mir in den nächsten Tagen ausführlichere Gedanken zu Deinem Thema.

Ich sehe es wie du: es geht um Körperverletzung. Gesunde Frauen werden unter Zuhilfenahme der Ärzte vorsätzlich krank gemacht und an den Rand der Gesellschaft getrieben.

In den letzten Tagen beschäftigt mich das Ganze auch wieder sehr.

Eines eint ja alle HS-Trägerinnen: der Progesteronmangel nach dem Ziehen. Und der steht - wie vieles andere - nicht im Beipackzettel (den zudem ja auch kaum eine Frau zu Gesicht bekommt). Vielleicht kann man darüber was erreichen.

LG Kooper
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dieBeate
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Re: Finanzierung einer Musterklage möglich und sinnvoll?

Beitragvon dieBeate » 16.10.2017, 20:04

Liebe Kooper,

bei mir kommt die Wut immer mal wieder hoch. Die Wertschätzung für Frauen scheint in westlichen Gesellschaften nicht gerade hoch zu sein, oder warum haben die Medienberichte zur hormonellen Verhütung - gleichgültig ob es um Embolien durch die Pillen der 3. und 4. Generation geht oder um Schädigungen durch die IUPs - so wenig bewirkt? Ich habe im TV mehr über den VW-Skandal erfahren als über die Probleme, die seit einiger Zeit in Sachen hormonelle Verhütung bekannt geworden sind. Das finde ich unangemessen und ehrlich gesagt skandalös.

LG Beate

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dieBeate
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Re: Finanzierung einer Musterklage möglich und sinnvoll?

Beitragvon dieBeate » 17.10.2017, 11:51

Nachtrag: Im Arzneimittelgesetz steht, dass es verboten ist, ein Arzneimittel in den Handel zu bringen, das bei bestimmungsgemäßem Gebrauch mehr Schaden als Nutzen verursacht - sinngemäß zitiert. Meiner Meinung nach ist das in Sachen Mirena definitiv der Fall, es geht also nicht nur um Körperverletzung, sondern um Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz. Aus diesem Grund wiederholt Herr Baumann bei Bayer-Hauptversammlungen immer die Aussage, das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Mirena wäre positiv.

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Kooper
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Re: Finanzierung einer Musterklage möglich und sinnvoll?

Beitragvon Kooper » 08.11.2017, 13:17

Liebe Beate,
liebe Leidensgenossinnen,

bislang bin ich mi dem Thema "Musterklage" noch nicht weiter gekommen - mir fehlen (immer noch) schlicht die Nerven dafür.

Bislang sammle ich immer noch Infos, die vielleicht weiterhelfen könnten, manches auch nur stichpunktartig:

- ich habe sehr oft von Fehlgeburten nach Mirena gelesen, z. B.
https://www.rund-ums-baby.de/forenarchi ... h_6956.htm
http://www.eltern.de/foren/fehlgeburt/3 ... irena.html
Dazu gibt es noch mehr Seiten, ich müsste suchen.

Der Zyklus bleibt bei einem erheblichen Teil der Frauen unter der Hormonspirale aus (und kehrt auch nicht zurück) - hier fehlen Hinweise im Beipackzettel.

Gestern bei "Visite" (auf NDR) war es wieder Thema: es gibt Frauen, bei denen sinkt unter Anwendung der HS das Östrogen in den Keller. Vom Progesteron mal ganz abgesehen. Diese Nebenwirkungen stehen NICHT in der Packungsbeilage. Nachdem in Deutschland alles reglementiert ist, müsste das doch auch mit hinein, oder ? (Ist klar, die nützt frau nichts, wenn sie nicht ausgehändigt wird)

Ich würde gerne etwas unternehmen, und ich hoffe, die Kraft dazu wieder zu finden. Früher hatte ich sie. Mit meiner Power von früher wäre ich längst beim RA!

LG Kooper
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Re: Finanzierung einer Musterklage möglich und sinnvoll?

Beitragvon dieBeate » 08.11.2017, 22:20

Liebe Kooper,

ich habe keine Rechtschutzversicherung. Sonst wäre ich schon beim Anwalt gewesen.


LG Beate

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Re: Finanzierung einer Musterklage möglich und sinnvoll?

Beitragvon dieBeate » 21.11.2017, 16:46

Hi,

weitere Meinungen zum Thema Musterklage?

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Sevda1976
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Re: Finanzierung einer Musterklage möglich und sinnvoll?

Beitragvon Sevda1976 » 21.11.2017, 19:20

Hallo zusammen

Also für mich ist es auch Körperverletzung, ja sogar mehr........
Was ich als "Problem" sehe ist ja, dass Bayer bestimmte (sehr wichtige!!) NW nicht im Beipackzettel aufführt, aber was ist den mit den Frauenärzten??
Die rücken ja mit voller Absicht kein Beipackzettel raus!!! Und darüber habe ich auch schon viel gelesen, dass ja jede Frau den Beipackzettel bekommt, wenn sie die HS in der Apotheke abholt. Ich hatte 3x die Mirena und hab es nur 1x in der Apotheke abgeholt. Und ganz ehrlich, wer reißt die Packung auf und holt den BZ raus und liest das, bevor ich damit zum FA gehe. Die Frauen werden doch bewußt angelogen bzw. NW werden verheimlicht oder verharmlost.
Auch ich habe noch lange nicht mit dieser Sache abgeschlossen, dafür hat mir die Mirena viele wertvolle Jahre genommen. Ich habe auch Bayer angeschrieben und hab so ein Wisch bekommen, wo drinsteht wie Leid es ihnen tut, dass es bei mir zu NW gekommen ist und ich soll mich an meinen FA wenden!
Ich bin immer noch auf der Suche nach einer Möglichkeit, wie man Bayer verklagen kann, auch wenn es nach Rache klingt oder was auch immer.....
Ich kann nicht mehr arbeiten und das schon bald 3 Jahre und auch sonst ist nichts mehr so wie vor der Mirena. Ja gesunde, arbeitende lebensfrohe Frauen werden zu depressiven, unsicheren völlig kaputten Wesen GEMACHT!!!!!
Was in anderen Ländern möglich ist mit klagen und Schmerzensgeld usw. muss auch in Deutschland möglich sein.Ich bleibe dran.......

LG

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Anneys
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Re: Finanzierung einer Musterklage möglich und sinnvoll?

Beitragvon Anneys » 22.01.2018, 22:20

Hallo,
ich habe mich heute hier registriert, weil auch ich mit dem Gedanken spiele Bayer zu verklagen. Ich wurde ordentlich aufgeklärt von meiner FÄ, habe auch den offiziellen Beipackzettel zu Gesicht bekommen und unterschrieben.
Dann trat unter der Mirena ein totaler Libidoverlust auf, den meine FÄ nicht mit der Spirale in Zusammenhang brachte(steht ja auch nicht im deutschen Beipackzettel), sondern mit Stress (1Kind, selbstständig) es wurde ein Hormonstatus erstellt ( unauffällig). Erst nachdem ich mir die Mirena wegen Kinderwunsch ziehen lassen habe und krasse Absetzerscheinungen hatte, fing ich an zu googeln. Hat tatsächlich noch keiner der hier anwesenden den Schritt gewagt und sich zumindest vom Anwalt beraten lassen? Meine Idee wäre eine Klage wegen des Libidoverlusts, der im deutschen Beipackzettel fehlt. Meint ihr das könnte Erfolg haben? Ich wäre sehr interessiert daran, ob sich schon mal jemand dahingehend beraten lassen hat.

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