Spätfolgen der Mirena

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Tuddeldu
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Spätfolgen der Mirena

Beitragvon Tuddeldu » 16.12.2017, 14:14

Hallo,
ich bin auf euer Forum gestoßen und bin erstaunt wie ähnlich sich alles anhört.
Seid letztem Jahr bin ich auf die Mirena aufmerksam geworden. Dazu gleich mehr.
Ich hatte von 2000 bis 2006 die Mirena liegen. Unter der Mirena hatte ich keine Blutungen mehr 6 1/2 Jahre.
Nach dem die Mirena gezogen wurde (Mai 2006), kraschte bei mir alles.
Ich hatte vorher (mit der Mirena) zwar schon Zimperlein, so wie andere auch beschrieben haben, wusste aber nicht woran es liegt.
Nach dem Ziehen der Mirena kam meine Periode im 2.Monat mit starken!!! Blutungen und Schmerzen (Früher immer pünklich nach 28 Tagen ohne Schmerzen)
Ich bekam
Panikattaken, Ängste, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen ( so stark das ich weder Fahrradfahren, Tanzen, Treppensteigen noch Alltagstätigkeiten erledigen konnte), Kopfschmerzen, zeitweise Weinerlichkeit (ist ja auch nicht verwunderlich, wenn man so starke Schmerzen hat), Todesangst, Herzrasen,
hatte zeitweise das Gefühl schlecht Luft zu bekommen, ständig große Zysten in dere Brust u.s.w
Nichts half. Habe dann meine Arbeit gekündigt... dachte vielleicht zu viel Stress.
Im Oktober 2006 wurde ich schwanger. In der Zeit ging es mir gut.
3 Monate nach der Schwangerschaft, kam alles mit voller Härte zurück.
Ich wurde beim Kaiserschnitt 2007 sterilisiert und musste also auch keine weiteren Hormone nehmen.
Die Panikattaken habe ich in den Griff bekommen.
2012 war ich beim Endokrinologen. Bis auf Progesterolmangel war alles ok. Gesagt hat er nichts dazu.
Ich habe seit 1999 keine Schilddrüse mehr. Daher sind die Werte auch gut eingestellt.
Ich war in den Jahren bei vielen Ärzten.
2016 bin ich durch anraten meiner Schwester zu einem Arzt gegangen der dafür bekannt ist ganzheitlich zu schauen.
Bei dem Gespräch hat er nur mit dem Kopf geschüttelt, als ich ihm gesagt habe das ich die Mirena hatte.
Er weiß um die Schäden die künstliche Hormone anrichten können.
Er hat Histaminintoleranz und Glutenintoleranz, sowie Progesterolmangel festgestellt.
Seine Behandlungen haben mir schon vieles erleichtert. Alles ist leider noch nicht weg. :smile_sweating:
Das schlimmste finde ich, wie die meisten hier auch berichten, ist das abstempeln der Ärzte...
Das ist alles nur eingebildet. :smile_envy:

Ich denke das die Mirena bei jeder Frau anders wirkt, genau wie jede Frau anders eine Schwangerschaft durchlebt (da steigt der Progesteronspiegel auch und mit synthetischen Progesteron-Analogons wie Levonorgestrel wird ja dem Körper eine Schwangerschaft vorgetäuscht)
Mir ging es in allen drei Schwangerschaften blendent.
Dazu kommt, das laut Aussage der Hersteller die Hormonspirale nur Lokal wirkt (was viele bestreiten).
Meine Gebärmutter war nach 3 Kaiserschnitten beim einsetzen der Spirale sehr dünn und durch die Eileiterentfernung(beidseitig) nach dem 2. Kind auch zum Bauch hin ?offen? :smile_thinking:
Denke wie empfindlich ein Körper und wie der Zustand der Gebärmutter ist, macht auch viel aus.

Soweit erst mal
LG
Laila

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Parisienne_
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Re: Spätfolgen der Mirena

Beitragvon Parisienne_ » 16.12.2017, 21:20

Liebe Laila

Ich weiss nicht was Mirena alles anrichten kann - ich kann nur beobachten, was mit meinem Körper und meiner Befindlichkeit passiert ist und was nach der Ziehung sich verändert - dazu jeweils meine Up's im Erfahrungsbericht.
Zu der Glutenintoleranz - auch da habe ich eine Zunahme beobachtet - obwohl in meiner Familie Zölliakie verkommt und ich seit immer weiss, dass Weizen ein Problem sein könnte... Auch Asthma gibt es in unserer Familie - und als kleines Kind hatte ich Asthma - mit Mirena kamen da vor allem vor der Ziehung ähnliche Beschwerden auf . Ich glaube, dass latent vorhandene Anfälligkeiten und Sensibilitäten mit Mirena verstärkt werden können. Ich denk aber auch, dass ich nicht alle Probleme meines Lebens und meiner körperlichen Befindlichkeit auf Mirena vor und danach abwälzen kann.
Wie auch immer - ich wünsche Dir viel Kraft - und meine Erfahrung bis jetzt haben mir zeigt - dass ich Äerzte und auch anderen Predigern nicht endgültig glauben mag - ich versuch nahe an meiner eigenen Befindlichkeit zu sein und wenns nicht mehr aushaltbar ist, Hilfe zu suchen - aber auch da kritisch zu bleiben und auf mich zu hören - Ich bestimme über meinen Körper und mein Leben - soviel es nur irgendwie möglich ist....
Mit Mirena hab ich da leichtfüssig den Schulmedizinern , Bayer und den Studien geglaubt - jetzt bin ich einiges weiser geworden - und es bleibt mir nur, zu glauben, dass sich mein Körper erholt und ich mein Lebensgefühl wieder lebenswert einstellt. Die Zeit zurückdrehen kann ich nicht - ich hoffe auf eine intensive Zukunft und geniesse jeden Moment, in dem ich nicht "leide".
Herzlich
la Parisienne

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dieBeate
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Re: Spätfolgen der Mirena

Beitragvon dieBeate » 18.12.2017, 20:45

In den Mirena-facebook-Foren wird behauptet, nach 18 Monaten sei der Mirena-Wirkstoff abgebaut. Ich halte das für eine Aussage ohne jeden wissenschaftlichen Hintergrund. Genauso wie die These, es würde die Hälfte der Tragzeit der Mirena brauchen, um wieder auf die Beine zu kommen. Wenn das Hormonsystem völlig entgleist ist, kommt es nicht auf die Länge der Tragzeit an. Das Gestagen Levonorgestrel ist extrem fettlöslich, daher ist es schwierig, das Zeug aus dem Körper zu bekommen. Traurig, aber leider Realität. Dennoch wird vieles besser, wenn Vitamine usw. aufgefüllt werden. Ayurveda-Ölgüsse können auch helfen bei der Entgiftung, aber die sind für mich unbezahlbar.

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