Nahrungsmittelunverträglichkeiten

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lekado
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Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Beitragvon lekado » 12.08.2018, 23:07

Hallo Ihr Lieben,

viele von Euch kennen ja aus eigener Erfahrung das Problem mit den von Mirena verursachten Nahrungsmittelunverträglichkeiten.
Ich habe die auch, aber ich weiß nicht, gegen welche genau. Klingt jetzt komisch, ich versuche mal zu erklären.

Ich war im Januar bei einem ganzheitlichen Zahnarzt wg. einer Kieferentzündung und habe dem am Rande von meinen ganzen Mirena-Problemen erzählt. Er tippte sofort auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit und hat dann einen lgG-Antikörpertest gemacht. Laut dem habe ich Unverträglichkeiten gegen Gluten, Kuhmilch, Eiweiß, Hefe, Honig und diverse Nüsse und Gemüse. Ich habe einen Ernährungsratgeber mitgekriegt, der speziell für mich ausgewertet war. Jetzt bin ich seit einem halben Jahr dabei und verzichte konsequent auf alles, was ich laut der Liste nicht essen darf, ich nehme nebenher bioidentische Hormone und Mikronährstoffe und trotzdem habe ich dauernd Probleme mit Blähbauch, Verdauungsbeschwerden, Muskelschmerzen, Rückenschmerzen (die laut meinem Osteopathen vom Magen kommen). Eine Darmsanierung mache ich seit drei Monaten.

Jetzt habe ich zufällig gelesen, dass diese lgG-Tests völlig für die Tüte sind, weil sie grob gesagt nur anzeigen, was man in der letzten Zeit gegessen hat.

Wer von Euch kann mir einen Rat geben, wie man Nahrungsmittelunverträglichkeiten seriös diagnostizieren kann. Ich bin allergiemässig vorbelastet, habe seit 30 Jahren Allergien auf Gräser und Getreide (habe auch schon an Kreuzallergien gedacht...). Bei einer Ernährungaberatung war ich auch schon, sie riet mir, viel Dill zu essen und jeden Tag 100x meinen Bauch zu massieren. Sehr hilfreich...

Hat jemand eine Idee für mich?
Danke schon mal und liebe Grüße.
Leonie

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Sonia
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Re: Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Beitragvon Sonia » 13.08.2018, 07:38

Liebe Leonie,

das alles kommt mir sehr bekannt vor! Wurdest du schon auf Histaminintoleranz getestet? Wenn nicht, dann mach es bitte unbedingt. Die von dir beschriebenen Unverträglichkeiten habe ich durch die Mirena auch gehabt. Erst mein Hausarzt brachte es mit den künstlichen Hormonen in Verbindung und es hat sich auch bestätigt! Der HIT-Test war positiv.

Ich hielt damals ca 2 Monate eine histaminarme Diät (da war die Mirena schon draußen) und siehe da... ich fing wieder an "normal" zu essen und die Unveträglichkeiten sind verschwunden. Ich rate dir wirklich einen guten Arzt oder Alternativmediziner aufzusuchen. Sie machen diesbezüglich ein Blut (Vollblut)-, Urin- und Stuhltest. Womöglich hast du noch durch diese ganzen Beschwerden (Darm kann in diesem Zustand kaum Nährstoffe aufnehmen) noch andere Baustellen. Ein Bluttest aus Vollblut (nicht Serum) wäre hier wirklich hilfreich (alle möglichen Mineralien + Vitamine, Schilddrüse, Leberwerte etc.)

Eine Darmsanierung hilft hier nicht wirklich und auch nicht den Bauch zu massieren...gr! Gute Beratung, aber echt mal! Ich habe festgestellt, dass man sich am Ende selber helfen muss..sprich, Alternativmediziner aufsuchen, alles zahlen, viel lesen und nicht aufgeben. Denn einen normalen Arzt interssiert so etwas nicht und die meisten kennen sich leider null aus. Ich kann mich noch erinnern als ich bei der Gyn war und ich sagte ihr, wass die Mirena mit mir gemacht hat, meinte sie nur "und was ist eine Histaminintoleranz?" Sie hätte davon noch nie gehört und überhaupt ist die Mirena ein wahrer Schatz!..pch... dass ich nicht lache! (Schatz im Sinne..es bringt Geld in Ihren Geldbeutel, dann ist es ein wahrer Schatz,stimmt ..)

Wenn du noch Fragen hast, her damit..

alles Liebe
S
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Susanne1978
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Re: Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Beitragvon Susanne1978 » 13.08.2018, 09:06

Hallo Leonie, ich bin mal auf die Seite www.sonnen-geflecht.de gestossen. Guck da mal, evtl. kannst du dort etwas weiterkommen... LG Susi
LG Susanne :smile_flower:

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Kooper
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Re: Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Beitragvon Kooper » 13.08.2018, 09:59

Liebe Leonie,

ich hatte massive Verdauungsprobleme mit der Mirena, die nach dem Ziehen noch schlimmer wurden.

Ob diese IgG-Tests was taugen, weiß ich leider nicht. Meine eigenen Erfahrungen lassen mich darauf schließen, dass das Diagnostizieren von Nahrungsmittelunverträglichkeiten eher dem Blick in die Wahrsagekugel gleicht - manchmal ist ein Treffer dabei.

Auszüge aus meiner eigenen Odyssee: Mir wurde eine Essstörung unterstellt, ich musste eine Magenspiegelung (ohne Befund) über mich ergehen lassen, eine Eiweißdiät mit Magerquark & Hüttenkäse absolvieren, während der nächste "Wunderheiler" eine Kuhmilchallergie diagnostizierte; meine Ärztin meinte, dass ich mich nicht wundern sollte, wenn ich Salat esse, denn der würde dick machen :smile_lipssealed: und ich soll nur noch Getreide zu mir nehmen. Kaum hatte ich dies umgesetzt, teilte mir ein HP mit schockiertem Blick mit, ich hätte eine beginnende Zöliakie und müsste ab sofort Getreide weglassen.... Jahre später diagnostizierte wieder jemand anderes, ich würde Fisch nicht vertragen.
(Ich war damals echt verzweifelt - sonst hätte ich das meiste von diesem "Zauber" gar nicht erst mitgemacht!)

NICHTS hat etwas gebracht. Am Ende hatte ich täglich bis zu 8 x Stuhlgang und konnte unterwegs gar nichts mehr essen, ohne dass ich sofort wieder aufs Töpfchen musste. Ich hatte das Gefühl, mein ganzer Bauchraum lief immer weiter mit Wasser voll. Geglaubt hat mir das niemand.

Das einzige, was mir dann echt geholfen hat, waren 3 Wochen Buchinger-Heilfasten (auf eigene Verantwortung). Ich habe auf Kaffee & feste Nahrung verzichtet und in dieser Zeit ausschließlich von Kräutertees, Wasser & selbst angefertigten Säften gelebt. Das war echt wie ein Aufatmen für meinen ganzen Körper! Nach wie vor bin ich der Meinung, dass ich hauptsächlich Wasser verloren habe. Das ganze fühlte sich wie ein "Reset" an, vorher verhielt sich mein Körper, als wäre er in einer Schockstarre, denn nichts hat geholfen - keine Nahrungsergänzungsmittel, keine Darmsanierung, kein Verzicht auf Nahrung, kein Sport.

Allerdings hatte ich mit der Mirena auch massiv zugenommen und wollte die Kilos endlich loswerden - ich weiß nicht, wie das bei Dir ist. Fasten ist ja nicht für jeden gut, aber ich wollte Dir wenigstens berichten, wie sehr es mir geholfen hat (auch psychisch tat sich was). Und Deine Schilderungen, was Du schon alles weglässt, ohne dass sich ein wirklicher Erfolg einstellt, erinnern mich sehr an meine eigenen vergeblichen Versuche.

Glutenfrei esse ich übrigens bis heute, und ich verzichte auch weitgehend auf Zucker.

Viel Glück!

LG Kooper

PS: Ich hoffe, Du bist wenigstens Deine Kieferentzündung losgeworden!
Kooper, Baujahr 1970, in Partnerschaft, keine Kinder
1. Mirena 2003 - 2009, 2. Mirena 2009 - 2013


Was bringt den Doktor um sein Brot ?
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Sonia
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Re: Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Beitragvon Sonia » 13.08.2018, 11:54

Liebe Kooper,

und wurdest du mal auf Histamin getestet? Ich meine damals?

Ja, Fasten ist (fast)gleich wie eine histaminarme Diät..deshalb frage ich. Ich kenn sicher schon 10 Frauen welche die gleichen Beschwerden hatten oder haben. Bei allen war der DAO-Blocker vermindert..sprich die Histaminwerte waren zu hoch.

lG S
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Susanne1978
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Re: Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Beitragvon Susanne1978 » 13.08.2018, 11:58

Würde ich mit fasten auch der Östrogendominanz entgegen wirken? Sorry, das ich dazwischen frage, aber es interessiert mich alles...
LG Susanne :smile_flower:

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Kooper
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Re: Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Beitragvon Kooper » 13.08.2018, 15:48

Liebe Sonia,
nein, das hat damals niemand getestet. Ich habe es hier aber schon sooooo oft gelesen! Es kann ja sein, dass ich die Histaminintoleranz hatte und sie mit Fasten beseitigt habe.


Liebe Susanne,
ich weiß nicht, auf welche Störungen im Körpersystem sich das Fasten noch positiv auswirkt. Bei Hormonstörungen denke ich das aber eher nicht. Da würde es sicher unterstützen, aber das Ungleichgewicht müsste anderweitig gezielt beseitigt werden. (Wissen tue ich das aber nicht!)

LG Kooper
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Susanne1978
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Re: Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Beitragvon Susanne1978 » 13.08.2018, 16:24

....kleine Info....
Morgen gibt es bei VISITE auf dem Ndr einen Bericht über Nahrungsunverträglichkeit und neue Ansätze diesbezüglich.
LG Susanne :smile_flower:

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lekado
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Re: Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Beitragvon lekado » 13.08.2018, 22:59

Hallo Ihr Lieben,

erstmal vielen Dank für Eure Antworten. Eine Histaminintoleranz und leaky gut wurden bereits negativ getestet, das ist es also nicht. Ich erkenne mich bei Dir wieder, Kooper. Irgendwie geht alles nicht und jeden Tag was anderes. Einen Tag geht es, einen Tag wieder nicht. Heute habe ich es komplett fruktosefrei versucht, Bauchschmerzen hab ich trotzdem. Das werde ich jetzt mal ein paar Tage weiter probieren. Ich weiß echt nicht, was ich noch machen kann. Zu den Magenschmerzen kommen dauernd Rückenschmerzen, hin und wieder auch Kieferschmerzen (hängen ganz stark mit den Bauchschmerzen zusammen, CMD wurde zwar diagnostiziert und behandelt, ich glaube aber, dass das irgendwie mit dem Magen oder Darm zusammen hängt). Ich denke auch, dass die Kieferentzündung irgendwie damit zu tun hat, weil das Immunsystem total im Eimer ist. Ich habe seit Jahren immer wieder schwere Bronchitiden, kommt sicher auch nicht von ungefähr.
Ach Mann... Das macht alles keinen Spaß!
Hat jemand von Euch Erfahrung mit einem Allergologen?

Frustrierte Grüsse, Leonie

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Susanne1978
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Re: Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Beitragvon Susanne1978 » 14.08.2018, 09:30

Leonie, und wenn du tatsächlich mal zum fasten greifst? Sowie Kooper es gemacht hat? Ich habe mal einen halben Tag durchgehalten, super was! Aber trotzdem möchte ich es noch einmal probieren. Denn der Gedanken, dass alle Schlacken ect. aus dem Darm transportiert werden, gefällt mir....

Wie sieht es denn mit Flohsamenschalen aus? LG Susi
LG Susanne :smile_flower:

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