Es hört einfach nicht auf...

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metoo
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Es hört einfach nicht auf...

Beitragvon metoo » 16.03.2019, 11:44

Hallo Ihr Lieben,

ich bin es mal wieder, metoo. Mittlerweile sind es fast genau zwei Jahr dass ich keine Mirena mehr trage. Meine Probleme reißen jedoch nicht ab und im Moment geht es mir wieder schlecht, deshalb hoffe ich auf einige die meinen Beitrag lesen und mich vielleicht etwas aufbauen können.

In meinem letzten Beitrag vom November hatte ich Euch ja geschrieben,dass ich mir eine neue Hausärztin gesucht habe. Diese hat mich nochmal auf den Kopf gestellt, aber wie der Teufel es will waren auch hier die Blutwerte in Ordnung. Sie meinte aber dass ich keinen depressiven Eindruck machen würde und diese Schwankungen sich doch sehr nach Hormonen anhören würden. Von der Naturheilärztin hatte ich ja erfahren, dass ich vermutlich an einer Histaminintoleranz leide, das Ergebnis der Stuhluntersuchung war positiv, bei meiner neuen Hausärztin habe ich daraufhin den Wert der DAO im Blut bestimmen lassen, hier zeigte sich laut Referenzbereich des Labors aber keine Auffälligkeit. Ich also wieder die Naturärztin angerufen und Ihr das Blutergebnis mitgeteilt, da meinte Sie dass das Labor mit dem Sie zusammenarbeitet einen anderen Referenzbereich hätte und das Ergebnis bei Ihrem Labor sehr wohl HI bedeuten würde. Ich war völlig verunsichert nach dem Telefonat und habe erst mal eine Runde geheult. Dann habe ich mich aber ans Internet gehockt und über HI recherchiert, mir Bücher bestellt und gelesen. Die Symptome passen zu meinen, es wird beschrieben dass je nach verzehrten Nahrungsmitteln Unruhe, Ängste, Schlaflosigkeit und tagsüber große Müdigkeit auftreten können. Antidepressiva sind wohl kontraindiziert, wie schön dass ich dies immer noch nehme. Ich werde die Naturheilärztin dennoch nicht wieder aufsuchen, ich hatte kein gutes Gefühl bei Ihr.

Durch den Tipp zweier Bekannter habe ich noch die Adresse einer anderen Ärztin erhalten, die als Hausärztin bei uns in der Nähe praktiziert und sich auch mit dem Thema Hormone beschäftigt. Meine eigentliche neue Hausärztin habe ich darüber informiert und sie hat auch zugestimmt und gemeint ich solle das versuchen da dies nicht ihr Spezialgebiet sei. Ich hatte im November einen Termin und was soll ich sagen: Ich wurde ernst genommen, sie hat sich alle Befunde angeschaut und mir zusätzlich Gynokadin verschrieben. Das Progesteron sollte ich versuchen zu erhöhen, bis dahin hatte ich nur eine kleine Menge gecremt und vom Gynokadin erstmal nur eine Hub ab Ende meiner Periode nehmen. Da ich zu dem Zeitpunkt mitten im Zyklus war habe ich erst mal das Progesteron erhöht und was soll ich sagen: Es hat mir gut getan, ich habe das erste Mal für lange Zeit wieder Spaß und durchgängig gute Tage gehabt. Auch die Periode und die erste Zyklushälfte waren angenehm, so dass ich froh war und gedacht habe: "Jetzt hast Du's vielleicht endlich gepackt"....aber irgendetwas stimmt immer noch nicht mit mir. Das Gynokadin habe ich nur einen Tag am Beginn dieses Zyklus ausprobiert, da traten direkt dieselben Symptome auf wie ganz zu Beginn meines Leidenswegs: Herzrasen, Druckgefühl in der Brust, Panik. Damals wurde ja auch im Blut eine Östrogendominanz festgestellt, von daher war es wohl nicht das Östrogen was mir momentan noch fehlt. Wenn ich nur Progesteron (ca. 40 mg) abends ab dem 12. ZT. creme ging es mir auch ohne Gynokadin gut.

Ich hatte dann bis kurz vor Weihnachten eine prima Zeit, habe mich gefühlt wie im Himmel, endlich wieder lachen, Spaß am Leben und meiner Familie haben. Dann kam Weihnachten und wieder eine furchtbare Zeit. Wir waren im Skiurlaub in Österreich und ich hatte schon daheim gemerkt dass meine Stimmung irgendwie anders wird. Allerdings weiß ich nicht ob hier nicht wieder meine Histaminintoleranz mitspielt: Ich war natürlich auf Weihnachtsmärkten und habe das ein oder andere gegessen was ich nicht hätte essen sollen. Im Urlaub habe ich dann stark auf mein Essen geachtet, nach vier Tagen ging es wieder besser und ich hatte noch etwas Zeit und Muße die Berge zu genießen. Dann Anfang Januar nach einem Raclette-Abend das Gleiche Spiel wieder: Ich hatte schon extra keinen Raclette-Käse genommen, aber Lachs gegessen. Bis vor dem Raclette ging es mir gut, es war ein ganz normaler Tag, wir hatten Spaß draußen gehabt und während des Essens merkte ich dann wie meine Stimmung kippte, die Nacht und die darauffolgenden Tage waren wieder beschissen.

Ab dem sechsten Januar bis letzte Woche Samstag ging es mir wieder sehr gut, ich hatte zwar mal den ein oder anderen Tag wo ich nicht so belastbar war, aber geschlafen habe ich wie ein Murmeltier und mein Leben war wieder das Alte. Mein Antidepressivum hatte ich mittlerweile wieder ganz langsam bis auf 3,25 mg runterdosiert und es ging mir trotzdem gut. Am Samstag Abend war ich auf einer Veranstaltung und habe dort etwas gegessen und in dieser Nacht habe ich wieder nicht geschlafen, leider blieb das diese ganze Woche so obwohl ich direkt wieder das Essen im Verdacht hatte und entsprechend aufgepasst habe. Da meine AD fast leer waren und ich nach Anraten meiner neuen Hausärztin das Präparat bei meiner Größe und Statur (bin 186 und wiege ungefähr 90 kg) auch absetzen könne, habe ich Dienstag Abend keine Tablette mehr genommen. Ich weiß jetzt aber nicht, ob die Schlafstörung von diesem Absetzen kommt oder ob ich dadurch zusätzlich anfälliger auf Histamin reagiere. Ich hab gelesen dass das AD auch auf die Histaminrezeptoren im Gehirn wirkt und man quasi die Ganze Zeit während der Einnahme von AD Dinge verträgt, die man eigentlich gar nicht essen sollte. Ich weiß nicht ob ich das richtig auf die Kette kriege - kann dazu jemand von Euch etwas sagen? Tagsüber geht es mir eigentlich bis auf meine schreckliche Müdigkeit gut, abends nach dem Abendessen beginnt das Kribbeln der Haut, ich finde keine richtige Liegeposition, bin überaus geräusch- und berührungsempfindlich und komme die ganze Nacht nicht in den Schlaf. Ich habe schon Baldrian probiert, war gestern zur Akupunktur, habe mir von Weleda Globuli zum Einschlafen besorgt, gebadet, das volle Programm. Die Ängste von früher waren nur Mittwoch Nacht und Donnerstag morgen nochmal da, aber vermutlich eher weil mir diese Situation zu schaffen macht. Ich will nicht auf der Couch schlafen, sondern neben meinem Mann, verdammte Scheiße! Bitte entschuldigt diesen Ausbruch, aber ich bin fix und fertig und weiß nicht wie lange dies noch machbar ist. Bis letzten Samstag war alles gut, die komplette Symptomatik (siehe meine vorigen Berichte) war wie weg geblasen, ich war wieder ich. Ich bin total verunsichert, weiß nicht was ich noch ausprobieren soll oder überhaupt will. Nur ich muss ja wieder schlafen können. Hat jemand von Euch auch mit HI zu tun oder kann mir jemand sagen wie er dieses Chaos einschätzt bzw. wie ich eventuell rausfinden kann ob es sich jetzt dabei um Absetzsymptome vom AD (dann frage ich mich aber warum diese schon da waren bevor ich abgesetzt habe) oder eher HI-Symptome handelt? Ich weiß echt nicht mehr wo mir der Kopf steht. :smile_puke: :smile_crying: :smile_crying:

Könnte ich es vielleicht mit einem Antihistaminikum versuchen? Wenn das anschlägt wüsste ich doch eigentlich dass es HI-Symptome sind? Oder ich lasse das Abendessen heute mal aus oder esse nur trockenen Reis und schaue wie mir das bekommt. Fragen über Fragen... ich hoffe Ihr habt einige Ratschläge für mich. Ich würde mich freuen wenn mir auch einige der alten Hasen schreiben.

Montag werde ich auf jeden Fall bei meiner Hausärztin vorstellig werden. Drückt mir die Daumen dass ich es bis dahin schaffe. Ich will nicht wieder ins KH und mit neuen Tabletten abgespeist werden!

Traurige Grüße, Metoo

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lekado
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Re: Es hört einfach nicht auf...

Beitragvon lekado » 16.03.2019, 16:16

Liebe metoo,

das kommt mir alles ziemlich bekannt vor! Ich habe die HS jetzt auch zwei Jahre raus und trotzdem geht es mir nicht gut.
Ich habe vor einem Jahr einen lGg-Test wg. NMU gemacht, die Ernährungsumstellung half aber nix. Jetzt hat mir mein Arzt einen neuen Text empfohlen, den Alcattest. Der misst laienhaft ausgedrückt die Entzündungsreaktion des Körpers auf bestimmte Nahrungsmittel. Es werden 200 Lebensmittel getestet, ausserdem Farbstoffe, Lebensmittelzusätze, Superfoods. Man kann auch Chemikalien testen lassen. Der Test war leider sehr ernüchternd. Kaseinunverträglichkeit (also überhaupt keine Milchprodukte mehr, auch nicht Schaf und Ziege), Gluten geht nicht, Äpfel, Bananen... Candida spielt da auch noch rein. Ich mach seit drei Wochen eine Rotationsdiät, da darf man nur alle vier Tage dasselbe essen. Ich bin glaube ich noch in der Entgiftungsphase, jedenfalls geht's mir beschissen! Ich hoffe mal, dass das heißt, es tut sich was.
Vielleicht würde Dir so ein Test weiterhelfen? Ist natürlich ziemlich teuer, ich habe 360,- bezahlt, das war aber ein Angebotspreis. Ich glaube, normalerweise kostet der an 500,-, je nachdem, was man alles testen lässt.

Zu den AD und dem Histamin kann ich auch was sagen. Ich habe knapp zwei Jahre AD genommen und hatte in der Zeit überhaupt keine Probleme mit Heuschnupfen. Ich konnte auf ungemähten Wiesen liegen und durch Kornfelder spazieren. Da bin ich sonst eingegangen.... Tja, seit ich die AD los bin, ist der Heuschnupfen wieder da. Ich habe geforscht, bestimmte AD wirken tatsächlich antihistamin.

Vielleicht helfen Dir die Infos weiter.
Liebe Grüße, Leonie

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Sonia
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Re: Es hört einfach nicht auf...

Beitragvon Sonia » 17.03.2019, 11:54

hallo Ihr Lieben,

ja, das Thema kommt mir auch sehr bekannt vor. Ich habe durch die Mirena, welche Progesteronmangel verursacht , auch eine HIT bekommen. Also, Progesteron und HIT haengen zusammen. Das hat mir damals auch ein Alternativmediziner erklaert.

Hat bei dir Meetoo schon jemand einen Hormonspeicheltest gemacht und ein Bluttest im Vollblut (B12,B6, Magnesium, Zink, Holo-TC etc.)?

Mir half damals eine histaminarme Diaet. Das habe ich ca. 8 Wochen gemacht und danach nach und nach histaminreiche Lebensmittel eingefuehrt, aber wie gesagt, nebenbei muss der Progesteronmangel behandelt werden. Das kann man aber auch alternativ in Angriff nehmen und nicht mit Pille und Co, wie es die meisten Gynekologen machen.

LG S
46 Jahre, 2 Kinder, Mirena von 09/2011 bis 04/2012

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Silke323
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Re: Es hört einfach nicht auf...

Beitragvon Silke323 » 17.03.2019, 13:54

Liebe Meetoo,

mit Histaminintoleranz kenne ich mich nicht aus. Möchte aber aus meiner Erfahrung mal fragen, ob Du Deine Schilddrüse schon mal hast checken lassen. Bei mir hat seit der Mirena die Schilddrüse einen Treffer. Wurde lange nicht erkannt, weil die Werte ok waren. Werte die in der Toleranz liegen, müssen aber nichts heißen. Wenn viele Symptome (Gewichtszunahme/-abnahme, innere Unruhe, Bluthochdruck, Appetitlosigkeit, Herzrasen etc.) einer Unter- oder Überfunktion trotz allem vorhanden sind, sollte man mit einer Medikation beginnen und sehen wie es einem damit geht. Bei mir hat das jetzt 1 1/2 Jahre gedauert. Mit Hilfe meine Hausarztes habe ich die "Grob-Medikation" herausgefunden (75 L-Thyroxin) und mit meiner Heilpraktikerin haben wir den "Feinschliff" (Jod etc.) gemacht. Seit ungefähr 8 Wochen bin ich völlig beschwerdefrei. Habe aber auch herausgefunden, dass ich gewisse Dinge nicht mehr so verstoffwechsle wie vorher. Vertrage kaum mehr Alkohol und einige Lebensmittel wie Joghurt oder Milch. Schilddrüse = Stoffwechsel und da hängt vieles dran.

Viele Grüße
Silke

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Susanne1978
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Re: Es hört einfach nicht auf...

Beitragvon Susanne1978 » 18.03.2019, 06:42

Hallo meetoo, ich reduziere auch gerade mein AD. Da habe ich mir wertvolle Tipps von
adfd.org geholt. Wenn ich es lese, hast du das letzte Stück zu schnell reduziert. Das ist ein zu grosser Eingriff ins ZNS. Ich gebe dir den Rat, belese dich in dem Selbsthilfeforum. Dort wirst du unter anderem viele Symptome finden die auf dich zutreffen könnten. Und auch dort, die Götter in weiss sind jenseits von Gut und Böse.
LG Susanne :smile_flower:

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Susanne1978
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Re: Es hört einfach nicht auf...

Beitragvon Susanne1978 » 18.03.2019, 08:32

Du fragst nach Absetzsymptomen. Ja, ich denke das du die hast. Du hast quasi einen Kaltentzug hingelegt.... Gerade im niedrig dosierten Bereich reagiert das ZNS sehr, sehr sensibel.... Und das ausschleichen zieht sich hin. Eine Faustregel sagt 10 % oder gar 5 % der letzten Dosis reduzieren und dann ca. 6 Wochen warten bis sich der Körper an die Situation gewöhnt hat.
LG Susanne :smile_flower:

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metoo
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Re: Es hört einfach nicht auf...

Beitragvon metoo » 21.03.2019, 17:29

Hallo Ihr Lieben,

erst einmal vielen Dank für Eure Antworten und entschuldigt dass ich erst jetzt schreibe. Ich hatte bisher keine Kraft dazu. Ich war am Montag bei meiner Hausärztin, diese hat mich erst einmal für diese Woche krank geschrieben. Die Diagnose auf der Krankschreibung hat mich allerdings sehr traurig gemacht: Depression...

Mir ist schon klar dass meine Symptome alle dafür sprechen und es sehr undurchschaubar ist wie die Symptome immer mal wieder da sind und dann wieder nicht. Wäre es bei einer echten Depression nicht so dass die Stimmung dauerhaft am Boden ist? Auch mit meiner ersten Diagnose "Angst - und Panikstörung" bin ich ratlos nach Hause gegangen - natürlich habe ich Ängste und Panikgefühle, aber diese treten nicht "anfallsartig" auf, sondern bestehen den gesamten Tag wenn ich eine schlechte Phase habe. Als ich im Dezember das letzte Mal bei meiner Psychologin war ging es mir wieder gut, wir hatten nichts zu besprechen. Ein paar Tage später ging es dann wieder los...siehe mein letzter Bericht. Es ist so schwierig für mich damit umzugehen, immer wenn ich gut drauf bin denke ich es wird wieder... und dann geht alles wieder von vorn los.

Aber zurück zu meinem Termin: Meine Ärztin hat sich alles angehört, ich habe ihr alles genauso erzählt wie ich es Euch in meinem Bericht auch habe wissen lassen. Sie hat mir nochmal Blut abgenommen, da war alles ok (auch die Schilddrüse) und ich habe ein Langzeit-EKG bekommen; das Ergebnis davon bekomme ich morgen. Außerdem hat sie mir eine Überweisung in die Allergologie ausgestellt, bei uns in der Nähe ist ein Fachkrankenhaus dass sich auch mit Histaminunverträglichkeit beschäftigt. Den Termin dort habe ich Anfang Mai. Am Dienstag war ich dann bei der Ärztin bei der ich vor meiner guten Phase wegen des Progesterons war. Ich habe dort gesagt dass ich das Gynokadin nicht vertragen habe und gebeten, dass die Hormone nochmal kontrolliert werden. Außerdem bekomme ich eine Progesteroncreme die extra in einer Apotheke angemischt wird. Am nächsten Montag ist mein 21. ZT, dann soll Blut entnommen werden.

Ich habe wieder solche Angst dass es doch etwas psychisches ist. In dem Forum ADFD habe ich gelesen, dass ich vermutlich zu schnell abgesetzt habe. Wie glaubhaft sind die Berichte dort? Es schreiben ja Betroffene, einige davon haben schon soviele ADs genommen dass ich von der Signatur schon Angst bekommen habe. Aber ich habe meine alte Dosis von 3,25 mg ab Dienstag Abend wieder eingenommen und werde nach der Wasserlösmethode vorgehen. In der darauffolgenden Nacht habe ich gut geschlafen und auch der nächste Tag war wieder etwas besser. War das ein gutes Zeichen? In der letzten Nacht habe ich aber wieder schlecht geschlafen und heut morgen war ich wieder unruhig, verzweifelt und hilflos. Wie kann ich unterscheiden ob es sich um Absetzsymptome handelt oder ob es einfach doch die Diagnose ist, die ich bekommen habe? Wie lange dauert es bis ich mich wieder stabilisiert habe? Ich bin draußen spazieren gewesen, habe mich nach dem Essen eine halbe Stunde in die Sonne gelegt und versucht so gut es geht Ablenkung zu schaffen. Momentan ist es mir schon zu viel wenn meine beiden Söhne streiten - dabei liebe ich doch meine Familie und sonst ist mir auch nichts zuviel. Heute morgen habe ich sogar schon mit dem Gedanken gespielt wirklich mal in eine Reha zu gehen. Aber ich glaube ich würde vor Heimweh umkommen und ob man mir dort helfen kann ist fraglich. Ich möchte so gern wieder mein Leben zurück!

Eure verzweifelte Metoo...dankbar für jedes aufmunternde Wort.

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Silke323
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Re: Es hört einfach nicht auf...

Beitragvon Silke323 » 21.03.2019, 20:17

Liebe Metoo,
es tut mir wirklich leid zu hören, dass es Dir momentan so schlecht geht. Mit AD kann ich Dir leider keinen Rat geben. Ich habe meine immer relativ schnell abgesetzt und damit keine Probleme gehabt. Wie ich Dir ja geschrieben habe, sind meine Panik- und Angstsattacken wie es aussieht wirklich auf meine Schilddrüse zurückzuführen. Meine Werte waren auch fast IMMER in Ordnung und trotzdem geht es mir mit L-Thyroxin um Welten besser. Ich drücke Dir Die Daumen, dass Dein Besuch im Fachkrankenhaus, Dir Besserung bringt.

LG - Silke

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Mia69
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Re: Es hört einfach nicht auf...

Beitragvon Mia69 » 22.03.2019, 06:54

Hallo. Nein. Depressionen hat man nicht den ganzen Tag. Es fängst bei den Meisten mit einem Morgentief an. Gegen Mittag wird es meist besser. Eine Histaminintoleranz ist ein häufiges Symptom bei Leuten in einer Erschöpfnung. Nicht nur bei HS Trägerinnen. Du kannst noch zu vielen Ärzten gehen, aber jeder hampelt nur in einet Ecke rum. Such dir einen Mitochondrienmediziener. Die ADs machen es nur schlimmer. Wir sind nur ein Häufchen Biochemie und die ist im Eimer. Es müssen auch die Neurotransmitter grprüft werden. Man kann auch mit Hochdosis Vitaminen und Aminosäuren die Chemie im Körper wieder hin bekommen. Such hier mal in meinen Beiträgen nach Dr. Gahlen und belese dich. LG Mia
Wenn du sprechen möchtest schicke mir deine Handy Nr. als private Nachricht. Dann ruf ich dich an.
50 Jahre, keine Kinder, Mirena 5/2009-7/2016

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Susanne1978
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Re: Es hört einfach nicht auf...

Beitragvon Susanne1978 » 26.03.2019, 12:47

In dem Forum ADFD habe ich gelesen, dass ich vermutlich zu schnell abgesetzt habe. Wie glaubhaft sind die Berichte dort? Es schreiben ja Betroffene, einige davon haben schon soviele ADs genommen dass ich von der Signatur schon Angst bekommen habe. Aber ich habe meine alte Dosis von 3,25 mg ab Dienstag Abend wieder eingenommen und werde nach der Wasserlösmethode vorgehen.
Die Berichte dort sind schon sehr glaubhaft. Die Betroffenen sind genauso wie die meisten zu schnell in eine Ecke geschoben worden und kämpfen nun mit dem Entzug. Denn die AD´s machen körperlich abhängig. Es gibt Menschen die sind dafür nicht so anfällig und können schnell absetzen. Aber wiederrum gibt es die, dazu gehöre ich auch, die sich auf einen Langzeitentzug einstellen müssen. Wie mit der Mirena, die einen haben Probleme die anderen nicht.

Wie kann ich unterscheiden ob es sich um Absetzsymptome handelt oder ob es einfach doch die Diagnose ist, die ich bekommen habe? Wie lange dauert es bis ich mich wieder stabilisiert habe?
Es ist nicht die Diagnose die du bekommen hast. Wie ich schon einmal geschrieben habe, das zentrale Nervensystem ist stark durchgeschüttelt worden mit dem plötzlichen absetzen. Wenn du die Wasserlösmethode anwendest kannst du besser dosieren. Aber dafür ist es das falsche Forum hier. Ich rate dir, melde dich dort an beschreib dein Problem und bleib in deinem Thread. Mich machen die anderen Geschichten auch unruhig. Deswegen lese ich nur in meinem Thread.

Depressiv bist du nicht, ich denke dein ganzer Haushalt ist durcheinander.
LG Susanne :smile_flower:

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