5 Monate Mirena - extreme Nebenwirkungen erst nach dem ziehen möglich?

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Martina_Austria
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5 Monate Mirena - extreme Nebenwirkungen erst nach dem ziehen möglich?

Beitragvon Martina_Austria » 24.10.2019, 11:04

Hallo Zusammen,

ich wollte euch auch mal meine derzeitige Situation berichten, was ihr darüber denk bzw. ob ihr es für möglich hält, dass die Mirena schuld ist.

sorry für den langen Text.

Zu mir ich bin 27 Jahre alt "eigentlich" (bis ich das tief erreicht habe) ein sehr sportlicher Mensch und sehr lebensfroh, stabil, selbstbewusst und aktiv.
Ich hab seit dem ich 15 bin bis 25 Jahre die Pille Mirelle genommen...und mit 25 wollte ich aufhören Hormone zu nehmen und hörte dann im Oktober 2017 mit der Pille auf, da ich eh in keiner Beziehung war seit 5 Jahren. Wie es der Zufall so will lief mir im Dezember 2017 mein Freund über den weg und somit musste ich wieder über eine Langzeitverhütung nachdenken. Somit entschied ich mich für die Kupferspirale die ich mir im Jänner 2018 legen lies.
Ich hatte keine wirklichen Veränderungen nach dem Aufhören der Pille bemerkt, bis auf meine Haut die etwas schlechter wurde. Mit der Kupferspirale hatte ich auch keine Probleme (dachte ich mir) bis ich dann im Dezember beim Frauenarzt erfuhr, dass sie zu tief sitz und mein Körper sie wohl nicht akzeptiert (vermutlich wegen dem Kupfer lt. Frauenarzt). Darauf hin hat er sie gezogen, und mir die Hormonspirale empfohlen die würde doch jeder vertragen ...wirkt nur lokal bla bla bla (ihr wisst eh was die alles erzählen) ...danach fuhr ich nachhause und überlegte mir das nochmal und sprach mit meinem Freund darüber was er denkt. Ich wollte ja eig. keine Hormone mehr nehmen. Da der Frauenarzt zu mir gesagt hat, dass das viiiiiiiel geringer dosiert ist als eine Pille kann man das nicht vergleichen und ist besser für den Körper. Ok dachte ich mir ich versuch es und lies mir die Hormonspirale Mirena im Februar 2019 setzen. Nach dem setzen war soweit alles gut...keine Veränderungen bemerkt...bis ich im Juni 2019 dann wieder beim Frauenarzt war zur Kontrolle ob sie richtig sitzt und er mir wieder gesagt hat "Er versteht das nicht aber die ist schonwieder runtergerutscht und muss raus" und ich soll gleich heute nach dem ziehen wieder mit der Pille anfangen die ich jahrelang genommen habe. Aus Verzweiflung tat ich das dann auch (dumm dumm) ...dann ging es los...in dem ersten Pillen Monat fiel mir auf, dass ich abends im Bett öfter Herzklopfen hatte und ich kaum noch Sport machte...ich ging vorher 3x die Woche ins Studio und ging viel laufen. Mich freute nichts mehr...nicht mal das kochen oda irgendwo hin gehen mit Freunden. Ich dachte mir ok...vl. muss sich der Körper wieder daran gwöhnen und wartete noch die Pillenpause ab und nahm vom nächsten Monat 1 Woche noch ein. Dann ging es recht schnell ich hatte extreme Panikattacken...mit richtiger Verzweiflung, dass ich jetzt verrückt werde weil ich nicht wusste was mit mir los war...ich weinte 1 Woche lang und konnte keinem sagen warum ?! Ich konnte kaum noch schlafen war oft 3 Nächte komplett wach...konnte kaum noch Stufen hoch ohne extrem zu atmen wie das ich einen Marathon gelaufen wäre...hatte extremen Kopf und Ohrendruck,Schwindel und mir ging es mental wirklich richtig schlecht. Darauf hin hörte ich sofort mit der Pille auf weil ich denke das kam von ihr da es keine Ereignisse in meinen Leben gab die Panikattaken auslösen könnten. Das war im Juli 2019...3 Tage nach dem ich aufgehört habe musste ich nicht mehr jedentag weinen und die Panikattacken waren auch so gut wie weg aber dann fing das Ohrensausen an =/ das bis jetzt noch vorhanden ist. Ebenfalls hab ich noch extreme Schlafstörungen und mein Zyklus ist extrem durcheinander bin heute Mittlerweile bei Tag 43. Und mein Hals und Nacken ist extrem verspannt so das meine Ohren auch manchmal richtig schmerzen.
Daraufhin war ich natürlich bei diversen Ärzten und jeder verneinte natürlich, dass das was mit der Pille / Spirale zutun hat.
Und mit meinen Ohrensausen wurde ich auf die Psycho / Stress Schine geschoben und nachhause geschickt so quasi...das kannst du dir behalten leb damit.

Nun wollte ich euch fragen ob ihr denkt, dass die ganzen Symptome mit der Mirena in Kombination mit der Pille kommen können? (auch das sie erst nach dem ziehen angefangen haben)
Und falls ja...wie lange können die Nebenwirkungen noch andauern so langsam hab ich keine Kraft mehr und das ziehen ist jetzt 4 Monate her.
Die ganzen Ärzte reden einem ja ein, dass man unter einer Depression leidet...ich fühle mich aber nicht so. Mir wurden auch schon leichte Antidepressiva von meiner Hausärztin verschrieben die ich aber nicht nehme.
Ich habe einfach so große Angst, dass da nicht mehr aufhört alles. :smile_sadsmile:
Das Ohrensausen belastet mich auch extrem.

Wurde mich freuen wenn mir jemand weitehelfen kann bzw. einen Rat geben kann. =)

Symptome nach den ziehen der Mirena:
Panikattacken
Nervösität
Herzklopfen
sehr weinerlich / verzweifelt
Antriebslos / Kraftlos
Schwindel
Kopfdruck
Ohrendruck (bis jetzt noch)
Ohrensausen (bis jetzt noch)
Hals - und Nackenverspannung (bis jetzt noch)
Schlafstörung (bis jetzt noch)
sehr müde (bis jetzt noch)
Pulsierendes Gefühl im Körper (bis jetzt noch)
gefühl wie wenn sich meine Halsmuskulatur zusammen zieht (bis jetzt noch)

Versuch auch schon seit zwei Wochen mir sämtliche Vitamine einzuwerfen bisher ohne erfolg.

Danke & LG aus Österreich
Martina

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lekado
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Re: 5 Monate Mirena - extreme Nebenwirkungen erst nach dem ziehen möglich?

Beitragvon lekado » 25.10.2019, 13:32

Liebe Martina,

ich bin sehr sicher, dass Deine Beschwerden mit HS und Pille zu tun haben. Der Hormoncocktail und das hormonelle Hin und Her bei dem Wechsel haben Dir vermutlich das Genick gebrochen. Deine Beschwerden sind sehr typisch. Ich hatte sie auch alle und zwar nach dem Wechsel von der ersten zur zweiten Spirale.

Im Moment kannst Du nicht viel tun, weil ein Hormonstatus erst nach sechs Monaten "ohne" sinnvoll ist (um z.B. zu schauen, ob Du eine Östrogendominanz.hast). Mineralstoffe nehmen ist auf jeden Fall gut, allerdings wäre eine Untersuchung Deiner Vitalstoffe sinnvoll, da es sehr schwierig ist, auf gut Glück was einzuwerfen und damit Erfolg zu haben. Viele Mineralien brauchen sich gegenseitig, um zu wirken. Das kriegt man als Laie kaum hin.
Leider wird man nicht darauf hingewiesen, dass auch die Pille bei Langzeitanwendung dem Körper Nährstoffe entzieht.

Am besten suchst Du Dir einen Heilpraktiker, der was davon versteht. Ansonsten: Gut und gesund essen (möglichst bio wg. der besseren Mineralstoffbilanz), viel Schlaf und Ruhe, moderate Bewegung und viiiiel Geduld! Es braucht eine ganze Weile, bis sich der Körper wieder erholt hat.

Wegen alternativer Verhütungsmethoden kannst Du Dich hier in den Infos schlau machen.

Ein persönlicher Tipp von mir: Ich habe wegen Pille und Mirena einen Reizdarm und Nahrungsmittelunverträglichkeiten entwickelt. Beobachte mal, ob Deine Beschwerden bei bestimmten Lebensmitteln zunehmen. Manchen hilft Glutenverzicht, das entlastet den Darm. Zucker reduzieren macht auch Sinn. Ich vertrage auch überhaupt keine Milch mehr, auch nicht Schaf oder Ziege (Kaseinintoleranz).

Viele hier haben durch die HS Probleme mit der Schilddrüse bekommen, kannst Du auch mal im Hinterkopf behalten.

Ganz liebe Grüße, Leonie

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Lili28
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Re: 5 Monate Mirena - extreme Nebenwirkungen erst nach dem ziehen möglich?

Beitragvon Lili28 » 25.10.2019, 15:05

Hay :-)

Ich bin zwar selber noch nicht raus aus den Nebenwirkungen, aber nach dem ziehen wurde es bei mir auch erst ganz schlimm!! Alle deine Symptome sind mir bekannt. Ich nehme auch Nahrungsergänzungsmittel und sonst warte ich quasi ab... Bei Mir wurde eine Östrogendominanz festgestellt, aber ich hoffe, dass sich das von alleine legt.. Wir sind Ja noch Jung, darauf baue ich grade sehr -.- Hormone möchte ich nämlich keine mehr nehmen. AD habe ich auch zu hause, nehme es aber aufgrund der lieben Mitglieder hier nicht. Spaß macht Mir auch garnix.. Bin seit 3 Wochen einfach nur über jeden Tag der vorbei ist froh!!

Liebe Grüße
Kyleena Mitte Januar bis April

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Martina_Austria
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Re: 5 Monate Mirena - extreme Nebenwirkungen erst nach dem ziehen möglich?

Beitragvon Martina_Austria » 25.10.2019, 20:17

Hallo Mädels,

danke für eure Antworten.

Ich hätte nie im Leben gedacht, dass Hormone so etwas anrichten können 🙄😓
und das uns kein Arzt dabei ernst nimmt finde ich eigentlich ziemlich beunruhigend für die ganze Frauenwelt 🤨

An eine Hormonstatus hab ich auch schon gedacht aber dann warte ich noch ab bis er wirklich Sinn macht. Wegen dem Vitalstoffcheck ...macht das ein Heilpraktiker auch mittels Blutabnahme? Die Hausärzte bei uns sträuben sich ka gerne gegen ein großes Blutbild ohne wirklichen Beschwerden ...also sie sehen keine körperlichen Beschwerden.

Denkt ihr den, dass auch das Ohrensausen wieder weg geht wenn sich alles wieder eingependelt hat?

@Leonie: hattest du auch Probleme mit Ohrensausen und Ohrendruck? diese Woche ist es wieder ganz schlimm...sie schmerzen richtig 😥

@Lili: ja die AD's und künstlichen Hormone würd ich auch lieber lassen...macht sicher alles nur noch schlimmer...auch wenn sie vl. kurz das Gemüht beruhigen...beim Absetzten geht es ws. wieder von vorne los 🙄😑


danke
Liebe Grüße, Martina

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Mia69
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Re: 5 Monate Mirena - extreme Nebenwirkungen erst nach dem ziehen möglich?

Beitragvon Mia69 » 25.10.2019, 20:22

Hallo. Das passiert vielen die vorher auch keine Beschwerden hatte. Es dsuert auch erst etwas bis die künstlichen Hormone aus dem Körper raus sind und danach hst die eigentliche Produktion noch nicht angefangen. Um diese Gifte abzuarbeiten hat der Körper sich in den Zellen bedient. Wenn dieser Vorrat erschöpft ist kommt es zu diesen ganze Schei... Nebenwurkungen. Hier hilft nur ein Arzt fpr orthomolekulare Medizin oder ein HP der darauf spezialisierten ist. Das muss in der Zelle gemessen werden. Leider keine Kassenleistung. Belese dich hier. Dann wird es schnell besser. LG Mia
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Re: 5 Monate Mirena - extreme Nebenwirkungen erst nach dem ziehen möglich?

Beitragvon lekado » 25.10.2019, 22:31

Liebe Martina,
ja, das kenne ich auch. Keine direkten Schmerzen, aber ein dumpfes Druckgefühl und so Pfeifattacken tief im Ohr. Schwer zu beschreiben.
Deine anderen Beschwerden kenne ich alle. Besonders schlimm war das Reissen im Hals, die Kopf- und Nackenschmerzen und das Gefühl völliger Erschöpfung.
Hat sich aber dank Mikronährstoffen vieles gebessert.
LG Leonie

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Re: 5 Monate Mirena - extreme Nebenwirkungen erst nach dem ziehen möglich?

Beitragvon Martina_Austria » 26.10.2019, 16:30

ja genau manchmal pfeifft es extrem hell und dann wieder nicht...aber eine Dauerton hab ich auch leider wie so ein Bienenschwarm...hattest du den auch oder nur manchmal das Pfeiffen?
Welche Mikronährstoffe hast du zu dir genommen?

liebe grüße

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Re: 5 Monate Mirena - extreme Nebenwirkungen erst nach dem ziehen möglich?

Beitragvon lekado » 27.10.2019, 15:45

Das Druckgefühl hatte ich immer, das Pfeifen ab und zu.

Ich habe eine ganze Reihe Mikronährstoffe genommen, aber alle von einem Mitochondrienmediziner verordnet nach einer Blutuntersuchung. Vitamin D, K, E, C, B, Coenzym Q10, Omega 3, Zink, Kalium, Calcium, Magnesium, Biotin, 5htp, Folsäure.
Das hat ganz gut geholfen. Jedenfalls gegen die unmittelbaren Beschwerden (der Darm ist ziemlich im Eimer - Reizdarm und Darmdysbiose- das wird wohl auch noch ne Weile dauern...).

Liebe Grüße an Dich!
Leonie

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Re: 5 Monate Mirena - extreme Nebenwirkungen erst nach dem ziehen möglich?

Beitragvon Martina_Austria » 28.10.2019, 08:50

ok super danke

macht es einen Unterschied ob man zu einen Mitochondrienmediziner oder zu einen Orthomolekular Mediziner geht?

und ganz ehrlich hat der Tinnitus / das Ohrensausen bei euch dann wieder aufgehört mit der Zeit ? =/

Liebe Grüße

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Mia69
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Re: 5 Monate Mirena - extreme Nebenwirkungen erst nach dem ziehen möglich?

Beitragvon Mia69 » 28.10.2019, 18:48

Hallo. Das ist das gleiche. LG
50 Jahre, keine Kinder, Mirena 5/2009-7/2016

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