Der Kampf um die Pille - Artikel Telepolis 18.12.2018

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Kooper
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Der Kampf um die Pille - Artikel Telepolis 18.12.2018

Beitragvon Kooper » 21.01.2019, 16:29

Und hier noch ein interessanter Artikel:

https://www.heise.de/tp/features/Der-Ka ... 33254.html

Für diejenigen, die keine Lust haben, alles zu lesen, einige Zitate daraus:
Es besteht eine grundlegende Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung der Nebenwirkungen hormoneller Verhütungsmittel in großen Teilen der weiblichen Bevölkerung und der überaus positiven Risiko-Nutzen-Bewertung vonseiten fast aller Gynäkologen, Kontrollbehörden und z.T. Krankenkassen. Die Kritik steht im Raum, dass Politik, Ärzte und Institutionen primär die Interessen der Pharmaindustrie vertreten und in weiten Teilen die Interessen und die Gesundheit der Bevölkerung ignorieren - besonders von Frauen, wenn es um hormonell wirksame Medikamente und Verhütungsmittel geht.
Die Vergabe von Hormonpräparaten an junge Mädchen erfolgt zum Teil mit der Argumentation, dass diese dann eine schönere Haut zu bekommen würden. Dies wird im Buch "Die Pille und ich" von Katrin Wegner aus dem Jahr 2015 scharf kritisiert.3 Hier spielt insbesondere auch die Frage eine Rolle, ob es legitim ist, Minderjährigen starke Medikamente zur Empfängnisverhütung zu verschreiben.
Aus feministischer Perspektive heraus wird Kritik geübt, denn viele Frauen haben wegen der hormonellen Verhütung das Gefühl, dass sie technokratisch gleichgeschaltet werden (was ja auch korrekt ist). Dies ist negativ zu bewerten, da das Wissen um - und die Bindung zum - eigenen Körper durch hormonelle Verhütung geschwächt wird oder vollkommen verwischt.
Mehr und mehr Frauen teilen heute öffentlich mit, dass Pille & Co. zur Empfängnisverhütung für sie unterm Strich mehr Nachteile als Vorteile haben. Eine nachvollziehbare Schlussfolgerung, denn bei der Anwendung von Antibabypillen, Hormonspiralen, Hormon-Implantaten, Hormonspritzen und Hormonpflastern gilt es, immer wieder klar zu machen: Es handelt sich um gesunde Menschen, die mit starken Medikamenten behandelt werden, die eine fundamentale Funktionsänderung des Körpers über einen langen Zeitraum bewirken.
Die Nebenwirkungen
Die große Bandbreite der Wirkungen und Nebenwirkungen von Pille & Co. sorgen für Diskussionen. Ob nun Libidoverlust oder die Störung des Zyklus, ob Depressionen, Migränen, Thrombosen, Schlaganfälle, ob Wassereinlagerungen, Krebs, Wesensveränderungen oder die Störung des Partnerwahlverhaltens. Demgegenüber positionieren sich viele Frauenärzte und das Gesundheitssystem insgesamt klar ideologisch im Sinne hormoneller Verhütung und zulasten anderer Verhütungsmittel.
Libidoverlust ist eine der prägnantesten möglichen Nebenwirkungen hormoneller Verhütung. Damit ist aber nicht nur der Libidoverlust durch den Wegfall des Eisprungs gemeint, sondern zum Teil auch ein genereller Wegfall von sexueller Lust bei nicht wenigen Frauen. Da hiervon jedoch "nur" Frauen betroffen sind, gibt es keinen Aufschrei in unserer Gesellschaft. Nicht auszudenken, wie empört viele Männer über einen Libidoverlust auf ihrer Seite der Geschlechtergrenze durch die Wirkungen von Medikamenten reagieren würden, die für das Überleben nicht essentiell sind und für die es harmlosere Alternativen gibt.
Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass über 90% der derzeitig auf dem Markt befindlichen Hormonpräparate zur Verhütung den Eisprung der Frau unterdrücken. Und dieser ist nachweislich ein wichtiger Bestandteil der weiblichen Sexualität - und damit auch der Sexualität von Paaren. Auch wird die Funktion der sexuellen Anziehung über die sogenannte HLA-Kodierung durch Hormonverhütung unterdrückt. Das bedeutet, dass hormonell verhütende Frauen nicht mehr in der Lage sind, die genetische Passgenauigkeit von potentiellen Partnern auf einer unbewusst-biologischen Ebene zu erkennen.6
Ein weiterer wichtiger Nebenwirkungskomplex bei hormonellen Verhütungsmitteln sind Depressionen, die laut einer dänischen Studie mit über 1 Mio. Frauen statistisch häufiger auftreten als bei Frauen, die nicht hormonell verhüteten. Die Zahl und der Umfang tatsächlich auftretender Nebenwirkungen sind im Übrigen nachweislich höher, als dies in den Verpackungsbeilagen oder ärztlichen Beratungsgesprächen vermittelt wird. Daneben haben Pille & Co. eine Vielzahl weiterer Nebenwirkungen, von einer größeren Häufigkeit von Vaginalinfektionen, unnatürlich starkem Ausfluss, bis zu Scheidentrockenheit, der Veränderung der Persönlichkeit usw
Verschiedene Investigativjournalisten, z.B. von Frontal21, haben zu den Beratungsgesprächen von Frauenärzten 2015 und 2016 Stichproben durchgeführt und sind überwiegend zu negativen Ergebnissen über die Beratungsqualität der Ärzte gekommen. Dies deckt sich mit einer Vielzahl von Negativberichten von Frauen im Internet. Einer der Gründe für die pharmanahe Beratung der Frauenärzte und der Verharmlosung von Nebenwirkungen wird in der Nähe der Ärzte zur Pharmaindustrie zu finden sein. Nicht nur ideologisch, auch wirtschaftlich sind sie oft eng verbunden mit der Industrie.15
Besonders verstörend ist in diesem Zusammenhang der Fall einer Frau Graf, die mit Depressionen, Schwindelanfällen, Müdigkeit und Migräne vergeblich Rat bei Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen suchte. Nach sage und schreibe 40 Arztbesuchen war ihr ein psychosomatisches Leiden attestiert worden. Sie machte also eine umfangreiche Psychotherapie, um die vermeintliche Ursache zu beheben; aber auch die brachte keine Besserung. Erst nach dem vierzigsten Arztbesuch kam ein Schulmediziner auf die Idee, nach der Art der Verhütung zu fragen. Es handelte sich bei Frau Graf zu dem Zeitpunkt um eine Hormonspirale. Nach dem Herausnehmen der Hormonspirale waren alle Beschwerden rasch verschwunden.

Über die Folgeschäden für unser Ökosystem mag ich gar nicht nachdenken. Ich selbst habe über 10 Jahre Mirena-Hormon-Informationen in die Kloschüssel geschickt und da ich bis heute nicht wiederhergestellt bin, weiß ich nicht, was da noch in mir herumfunkt :smile_envy:
Kooper, Baujahr 1970, in Partnerschaft, keine Kinder
1. Mirena 2003 - 2009, 2. Mirena 2009 - 2013


Was bringt den Doktor um sein Brot ?
a) die Gesundheit b) der Tod.
Drum hält der Arzt, auf daß ER lebe,
Uns zwischen beiden in der Schwebe.
Eugen Roth

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Susanne1978
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Re: Der Kampf um die Pille - Artikel Telepolis 18.12.2018

Beitragvon Susanne1978 » 22.01.2019, 10:54

Aber weiss du was mich immer noch stört, obwohl es mir egal sein sollte? Das es Frauen in meinem Umfeld gibt, die trotzdem noch die MIRENA tragen... Ich kann da nur mit dem Kopf schütteln. Ich habe denen alles mögliche erzählt, ausgedruck, weitergeleitet.... Aber der Arzt sagt ja: Alles Quatsch, Mirena wirkt ganz sanft.... :smile_envy:

Zum Glück bin ich in der Lage und kann meine Tochter schützen. Ich hoffe nur, dass sie mit ihrer Volljährigkeit auch weiterhin diesbezüglich auf mich hört.
LG Susanne :smile_flower:

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