Pille für den Mann,"biogene" Pille,Pille+Haut

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Mondi
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Pille für den Mann,"biogene" Pille,Pille+Haut

Beitragvon Mondi » 03.04.2007, 12:54

Ein sehr interessanter Link,ich poste das mal komplett mit Quellenangabe:
Die Hautpille aus natürlichen (biogenen) Hormonen

Die bisherigen Antibaby-Pillen mit synthetischen Östrogenen sind seit 1995 wegen ihrer toxischen Wirkung -gegenüber der möglichen Verwendung biogener Östrogene- nicht mehr empfehlenswert!
Als Ende der 50er Jahre die erste europäische „Pille“ (Anovlar *) von der Schering AG, Berlin, auf den Markt kam, hatte eine neue Ära für die Frauen begonnen. Sie waren nun weniger „versklavt“, wurden selbstbewußter, konnten selbst über ihren Körper entscheiden.

(* am 1. Febr. 1961 in Australien und am 1. Juni 1961 in Westdeutschland eingeführt)

Danach aber wurde die Lebertoxizität der synthetischen Östrogene nicht nur erkannt, sondern durch Reduktion der Dosis auch verringert. (Beim Abbau dieser sonst nicht im menschlichen Körper vorkommenden Östrogenform mit einer Ethinylgruppe tut sich der menschliche Organismus wegen entsprechender Enzymprobleme schwer.) Die in der Leber sich aufstauenden synthetischen Östrogene führen nicht nur zu Leberzellwucherungen bis hin zur nodulären Hyperplasie („Knötchenbildung“), sondern auch zu verstärkten Eiweißfraktionen (Bindungsproteinsynthese- schaden) mit Zunahme der Blutgerinnung und damit der Thrombosegefahr. Außerdem kommt es zum Anstieg der Bindungsproteine für Schilddrüsenhormone, was bei vielen Frauen zum Zustand einer funktionellen Schilddrüsen-Unterfunktion führt, und zum Anstieg des Bindungseiweisses für Cortisol, was einen Cortisol-Mangel vortäuscht (Neigung zu Entzündungen und schnellere Hautalterung).
Die Zusatzbezeichnung „Mikropille“ soll diesen Umstand verharmlosen.
Die Entwicklung stärker wirkender Gestagene (Derivate des Gelbkörperhormons, die die eigentliche Verhütung ausmachen) machte zwar eine geringere Ovulationshemmdosis auch dieser Hormone möglich (damit auch eine Verringerung der toxischen Östrogene), doch wurden von den Laien diese „Mikrodosierungen“ verkannt.
(Ein LKW voller TNT richtet bei einer Explosion einen geringeren Schaden an als eine Atombombe von Wassereimergröße.)

Hinzu kommt, daß die antiöstrogene, intrazelluläre Wirkung dieser potenten Gestagene, bzw. die noch immer zu hohe Gesamt-Dosierung bei viel zu niedrigem 17ß-Östradiol-Serumspiegel mit hoher Wahrscheinlichkeit dafür verantwortlich gemacht werden kann, daß die

Brustkrebsrate der 35-55jährigen Frauen in der heutigen Zeit um ein vielfaches angestiegen ist.

In der Zwischenzeit läßt sich dieser Umstand auch ausreichend wissenschaftlich erklären. Es entsteht eine vielseitige Veränderung der Wachstumsfaktoren, die auch vorerst zur vermehrten Kernteilung, aber nicht zur Ausreifung der Schleinhaut-Zellen führt.

Zudem wird bei all diesen Antibaby-Pillen die Eierstocksfunktion zum Erliegen gebracht. Das heißt, auch die körpereigenen Anabolika, welche die Frau für Libido, Haarwachstum, Hautdicke und Antrieb (auch sportliche Leistungen!) benötigt, werden nicht mehr in den Eierstöcken gebildet. Diese Wirkung auf die Psyche läßt eine eher passive Lebenseinstellung entstehen und bremst den Lebenstrieb.
Das ,,männliche“ Hormon Testosteron macht unter gesunden Bedingungen keinen Haarausfall - weder beim Mann noch bei der Frau! (wie es auch beim Mann kein Wachstum der Prostata verursacht - wohl aber der Muskulatur).(Prof. Krieg, Bochum; aus SPEKULUM aktuell, Juni 1991). Wäre dies nämlich so, dann hätten alle gut aussehenden männlichen Hollywood-Schauspieler mit ihren schönen Frisuren keine Hoden mehr.Vielmehr wird für die Akne, den Haarausfall und das Prostata-Wachstum der Metabolit (Abbau-Stoff) DHT (5alpha-Dihydrotestosteron) - welches vorwiegend aus den Nebennieren stammt - verantwortlich gemacht. Entsprechende Enzymschäden und molekulare Mechanismen der Bindung an Steroidrezeptoren scheinen dies zu belegen.

(Sie müssen sich das so vorstellen: Hormone sind in unserem Körper "Motorrad-Polizisten", welche zu den Kreuzungen fahren und dort den Verkehr regeln. Enzyme sind die "Werkstatt-Mechaniker", welche die Motorräder fahrtüchtig machen.)

Außerdem ist den wenigsten Menschen bekannt, daß eine ca. 25jährige zeugungsfähige, sehr weibliche Frau mit wunderschönstem vollen Haar 5x soviel (!) Testosteron im Blutserum hat wie eigenes Eierstocks-Östrogen!

Durch Abspaltung der Ethinylgruppe von dem synthetischen Östrogen wird an den Körperstellen, wo das enzymatisch erfolgt, eine entsprechende Östrogenwirkung möglich. Wie sehr dies schon bald bei der Scheidenschleimhaut nicht mehr geschieht, sieht man bei der Beurteilung der Hormonabstriche von dieser Stelle (z.B. bei der Krebsvorsorge). Bei den Pilleneinnehmerinnen entsprechen die Befunde einer ca. 20 Jahre älteren Frau. Viele junge Frauen bemerken es auch an dem Umstand, daß sie nach einigen Jahren der Pilleneinnahme auch kaum noch eine Blutung bekommen und über eine Scheiden-Trockenheit klagen.
Daß die herkömmlichen Pillen vorerst bei über 90% der Frauen nicht größere Schäden hinterlassen, verdanken die Frauen ihren jugendlichen Nebennieren, die noch einige Jahre natürliche Östrogene produzieren. Bei 10% der Frauen werden ohnehin in den Nebennieren die „männlichen“ Vorhormone nicht genügend in „weibliche“ Hormone abgebaut (umgewandelt). Damit kommt es bei diesen Frauen besonders früh zum Haarausfall.
Bei den meisten Pillengestagenen (bei einigen Gestagenarten früher) wird nach ca. 2 Jahren das Enzym zwischen Östradiol und Östron so verändert, daß das Gleichgewicht zu Gunsten von Östron verschoben ist. Damit verringern sich auch bei den übrigen Frauen die natürlichen Östrogene im Blutserum aus den Nebennieren. (Ursache ist die Veränderung des Cofaktors NADP = Nicotinsäureamidadenindinucleotid-Phosphat mit Verringerung des NADPH; siehe Enzymtafel Ziffer 6). Dadurch stauen sich die „männlichen“ Hormone, insbesondere das Androstendion aus den Nebennierenrinden. (Ein Androstendion von über 2,4 ng/ml im Serum macht immer Akne und Haarausfall!). Dieses Androgen ist kaum an SHBG (sexualhormonbindendes Globulin) gebunden und dringt immer in die Zelle ein, wo es zu dem Dihydrotestosteron abgebaut wird. (Das führt zum vermehrten Wachstum der Talgzellen -Sebozyten- , und da diese immer mit Talgentstehung absterben, "ersticken" die Haarwurzeln.

Hinzu kommt, daß bei längerer Streß-Situation nicht nur vermehrt Androgene in den Nebennieren gebildet werden, sondern durch das folgende Cortisol-Defizit auch vorübergehend ein Aromatase-Mangel (s. Ziffer4) eintritt, was den Androgen-Aufstau noch verstärkt. Unter diesem Zustand wird auch ein drittes Enzym, welches die Androgene abbaut, defizitär, da es östrogenabhängig ist (Enzymtafel Ziffer 5).Dies alles regt die Vermehrung der Sebozyten an, was nach deren Apoptose auch zur vermehrten Talgbildung, und damit zum Untergang der Haarbalgzellen führt.

Nun gibt es zwar drei Hautpillen auf dem Markt, die hautfreundliche Gestagene aus den Progesteron-Derivaten (weitgehendst natürliche Gelbkörperhormone), den Pregnanen haben (z.B. Chlormadinonacetat; Cyproteronacetat), welche die Androgenrezeptoren in den Zellen blockieren und auch für das Dihydrotestosteron (das wirksamste Endandrogen) unangreifbar machen, doch fehlt diesen Pillen das für die Haut so wichtige natürliche Östrogen.

In diesem Zusammenhang wurde schon 1991 (Dr. Doris Fanta/Östereich; SPEKULUM aktuell) festgestellt, daß das Spirinolacton (in neueren Verhütungspillen als Gestagen verwandt) in der Hautwirkung dem Cyproteronacetat weit unterlegen ist und nur noch in Ländern eingesetzt wurde, in denen das Antiandrogen CPA nicht zur Verfügung stand.

Sexualsteroide und Enzyme der Nebennierenrinde

(Enzyme sind chemische Katalysatoren, die ein Hormon zu einem anderen werden lassen.)



Auch Verhütungsmethoden mit ausschließlich Gestagenen (3-Monatsspritze, Gestagen-„Spirale“, reine Gestagenpillen oder Hautimplantate) können das Problem nicht lösen. Es kommt - über längere Zeit praktiziert - einer vorübergehenden Kastration gleich und bringt durch Östradioldefizit ein schnelleres Altern mit sich.
Ballett-Tänzerinnen mußten nach 3 Jahren mit der Dreimonatsspritze wegen Gelenksschäden ihren Beruf aufgeben.

Drei hautfreundliche Antibaby-Pillen sind inzwischen seit 1992 mit ausschließlich natürlichen Östrogenen bei weit über tausend Frauen jeden Alters mit großem Erfolg im Einsatz gewesen.

Die Verhandlungen mit der Industrie ergaben: Eine „biogene Pille“ würde zu großen Umsatzverlusten bei den herkömmlichen Antibaby-Pillen führen!!! Hier waren also keine Bemühungen um den Gesundheitszustand der Frauen erkennbar! Kleinere Firmen, für die eine solche „Bio-Pille“ ein riesiges Geschäft wäre, müssen erst ihre „Mutterfirma" fragen, von der sie verständlicherweise keine Erlaubnis wegen Geschäftsschädigung erhalten!!!

Die Antibaby-Pillen aus natürlichen Östrogenen können aus Medikamenten, die für die Wechseljahre im Handel sind, zusammengesetzt werden und sind in folgenden Fachzeitschriften oder Büchern veröffentlicht worden:

1.) gyne 7/1994 ; Dr. Klaus Umbreit

(„Warum nicht das Gestagen mit natürlichem Östradiol kombinieren?)

2.) TW Gynäkologie 8/1995 ; Dr. K. Umbreit („Die Pille für die Frau über 40!)

3.) „Climacterium feminale“;Buch (Prof. Dr. F. Husmann) Pamminger

Verlag, Leonberg; 1995

4.) „Männlichkeit & Hormone“; Buch (Dr. Klaus Umbreit) Cavallier

Verlag, Overath; 3. Auflage; 2000

Diese Antibaby-Pillen haben fast kein Thromboserisiko und sind außerordentlich gut verträglich. Darüberhinaus arbeiten die Eierstöcke dezent mit (ohne Ovulation), so daß alle jungen Frauen ihren ungebremsten Lebensfrohsinn behalten.

Und als letztes und ebenso wichtiges Kriterium gilt der Erhalt der 19-Hydroxylase (s. Enzymtafel) als abbauendes Enzym des hautschädlichen Androstendions in der Nebennierenrinde. Bei der reinen Hautpille ist auch das Chlormadinonacetat als cytoplasmatischer Rezeptorbinder eingesetzt.

Zusammensetzung:

biogene Hautpille

(gegen starke Akne & übermäßigen Haarausfall)

21 Tage
4 mg Estradiol
(Estrifam forte)


2 mg Estradiolvalerat
(Progynova 21)


2 mg Chlormadinonacetat
(Chlormadinon)


7 Tage Pause

biogene Hautpille

(schwächere Ausführung)

21 Tage
4 mg Estradiol
(Estrifam forte) dazu

8 Tage
1 mg Chlormadinonacetat
(1/2 Tablette Chlormadinon)

8 Tage
2 mg Chlormadinonacetat
(1 Tablette Chlormadinon)

5 Tage
1 mg Chlormadinonavetat
(1/2 Tablette Chlormadinon)


7 Tage Pause

Die Pille für die Frau über 40

21 Tage 2 mg Estradiolvalerat

kombiniert in den ersten 9 Tagen mit 0,03 mg Levonorgestrel

und in den weiteren 12 Tagen mit 0,15 mg Levonorgestrel

Rezept: 3 OP Klimonorm

1 OP Microlut (stets nur die ersten 9 Tage zu Klimonorm)

Die Pille für Frauen unter 40

Wie die Pille für die Frau über 40, aber zu den 21 Tagen Klimonorm zusätzlich Estrifam 2 mg. Diese Pille für die Frau unter 40 wird stets am 3. Blutungstag wieder neu begonnen.
(Sollte wegen einer Unregelmäßigkeit eine Zwischenblutung eintreten, dann 4 Tage keine Tabletteneinnahme und neu beginnen).

Die Zusammensetzung von Klimonorm gibt es seit 2006 jetzt auch bei der Firma Schering unter der Bezeichnung Cyclo Progynova N. Die Kombination von Estradiol und Estradiolvalerat betreffend (da Estradiolvalerat 2 mg für jüngere Frauen unterdosiert ist und die protrahierte Östrogen-Aufnahme die Blutspiegel für eine Verhütungspille noch zusätzlich verringert) teilte 1994 die Firma noch mit, dass ihre Chemiker keinen Unterschied zwischen Estradiol und Estradiolvalerat sehen. Jetzt ist in dem Beipackzettel vermerkt, dass 2 mg Estradiolvalerat nur der Menge von 1,53 mg Estradiol entspricht !

Blutserum-Untersuchungen der entscheidenden Parameter von 17ß-Östradiol (E2) und Androstendion bei entsprechenden Antibaby-Pillen nach einem Jahr und nach 2 Jahren Einnahme. (EE = Ethninylöstradiol; E2 = biogenes 17ß-Östradiol).



In der Östrogen-Tabelle ist dargestellt, wieviel % der Pillen-Einnehmerinnen von unterschiedlichen Ovulationshemmern ein 17ß-Östradiol im Serum von unter 20 pg/ml aufwiesen. (Nach den Wechseljahren wird die zu allgemeinen Körperschäden führende Grenze von unter 25 pg/ml angegeben).



In der Androstendion-Tabelle ist dargestellt, wieviel % der Pilleneinnehmerinnen von unterschiedlichen Ovulationshemmern ein Androstendion im Serum von über 2,4 ng/ml aufwiesen. (Bei Werten über 2,4 ng/ml klagten die Patientinnen durchschnittlich über Akne und starken Haarausfall – zum Teil auch Frauen, die zytoplasmatische Rezeptorbinder einnahmen.)
Diese Serum-Untersuchungen wurden 1995-1997 an 438 Frauen mit entsprechenden Ovulationshemmern durchgeführt.



Bezüglich der Gesundheitsvorsorge bei Frauen sollte gerade bei den jüngeren Frauen schon frühzeitig durch Einsatz biogener Verhütungspillen, und nach dem 50. Lebensjahr mit gezieltem Östrogenersatz Alterungsschäden vorgebeugt werden. Dabei sollte wegen der sonst zu erwartenden Leberschäden und der Carzinom-Gefahr in jedem Fall auf artfremde Östrogene verzichtet werden (also auch Pferde-Östrogene!) Außerdem ist nach den Wechseljahren abzuwägen, ob beim Östrogenersatz durch niedrigste Dosierungen auf Schwangerschaftshormone verzichtet werden kann (da eine zusätzliche Begrenzung der Proliferation der Gebärmutterschleimhaut so nicht mehr erforderlich ist). Die Verwendung von Gestagenen in der Postmenopause zeigt eine höhere Carzinomrate! Große Erfolge hatten hier auch Gaben von biogenen Androgenen zusätzlich zur Östrogen-Substitution (DHEA ). Wenn die verabreichte Östrogenmenge nach dem 50. Lebensjahr so niedrig gewählt wird, daß die jugendliche Aromatisierung der Nebennieren-Androgene nicht überschritten wird, dann kann auf die in diesem Alter problematischen Gestagene ganz verzichtet werden.


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Gesundheitsfragebogen1 zur Hormonuntersuchung

Anschrift: --------------------------------------------------------------------------------------------------Fax.Nr.:

Name: Vorname: Geb.:__________

Medikamente:______________________________________________

Berufl. Belastung?___________________________________________

Private Belastung?___________________________________________

letzter Frauenarztbesuch:_______Welche Pille?:___________________

Wasserlassen o.k.? (Brennen? Häufig? Inkontinenz?):
Schweißausbrüche?
Schwermütig; bedrückt; traurig?
Gedächtnis-/Konzentrationsschwäche?
Kopfschmerzen?
Wadenkrämpfe/Wadenkribbeln?
Hautjucken (besonders Unterschenkel)?
Einschlafstörung?
Durchschlafstörung?
Oft Hungergefühl?
Oft Durst?
Gelenk-, Rücken- oder Muskelschmerzen?
Herzschmerzen? Herzstiche?
Herzrasen? Herzstolpern?
Größe: cm; Gewicht: kg; / Zahl der tgl. Zigaretten:
Haarausfall? Seit wann?
Lust auf Sexualität: Letzte Kohabitation:
Mangelnde Scheidenfeuchtigkeit?
Orgasmusschwierigkeiten (neu)?
Blutungsstörung? Darmblutung?
Auffällige Rötung im Genitalbereich?
Blutdruck: / . Geschwollene Beine?

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Dr. Klaus Umbreit - ehemaliger Oberarzt einer Frauenklinik - war 1973 - 2002 Leiter eines Forschungslabors für andrologische Endokrinologie.

Er wurde durch seine jahrelange Tätigkeit auf dem Gebiet der geschlechtsspezifischen Endokrinologie in Diagnostik, Therapie und Forschung international bekannt. Seine Entdeckung der Lebensnotwendigkeit des sog. weiblichen Hormons "Östrogen" (17ß-Östradiol) für den Mann ließ er 1993 durch ein Patent beim Deutschen Patentamt (DE 43 26 948 C1) besiegeln. Darüber hinaus entwickelte er die erste einsatzfähige Verhütungspille mit ausschliesslich natürlichen Östrogenen (DE 43 39 934).

51491 Overath, Heidermühle 17 - Tel. 0171/4513141- / Fax: 02206/5250 / eMail: umbreitK@aol.com


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Gibt es bald die hormonale Verhütungs-Pille für den Mann?

Warum eine hormonale Verhütungspille für den Mann für Fachleute schon 1999 als "unmöglich" galt, ist in "Männlichkeit & Hormone" nachweislich beschrieben worden:

a.) Die Sperma-Produktion ist hauptsächlich abhängig von den Hormonen Testosteron, 17ß-Östradiol, FSH und LH. Das Produktionsschema kann durch Zuführung von Hormonen ~insbesondere durch ein Schwangerschaftshormon (Progesteron oder ein anderes Gestagen)~ unterbrochen werden.

b.) Die Potenz ~ als zweites Kriterium für die Fortpflanzung ~ ist ebenfalls von den Hormonen des Mannes (Testosteron, 17ß-Östradiol, LH und FSH) abhängig. Gestagen ist hier also in jedem Fall "Gift". Hinzukommt, daß die Libido (der Geschlechtstrieb) nicht von der Höhe des Testosterons, sondern seiner Pulsatilität (stoßweisen Ausschüttung, bzw. seinen Serumschwankungen) abhängt.

Nun kamen "Halb-Fachleute" auf die Idee, da hohe Testosterongaben die Spermienproduktion inhibieren (hemmen), den Männern entsprechend hohe Testosterongaben zu verabreichen. (Aus forensischen Gründen suchte man sich die Probanden im asiatischen "Armenhaus"). Da der Erfolg mäßig war, kombinierte man das Testosteron mit Gestagenen. Die zwangsläufige Beeinträchtigung der Potenz glaubte man durch das zugeführte Testosteron ausgleichen zu können.

Für wirkliche Fachleute war aber in den 90er Jahren schon klar, daß damit das pulsatile Sekretions- muster verloren geht und ein guter Liebhaber, der mehrmals täglich in der Lage war, Geschlechtsverkehr ausüben zu können, diese Qualität verliert.

Toxikologie : Testosteron (besonders in hohen Dosierungen) beeinträchtigt die Leber negativ. Insbe- sondere verringert es die Produktion von Bindungseiweißen für Geschlechtshormone (SHBG), für Cortisol (CBG) und für Thyroxin (TBG). Die gleiche negative Leberwirkung haben Gestagene, welche die negative Leberbeeinträchtigung des Testosterons noch potenzieren. Damit fehlt also für alle drei Hormonarten die Reserve, da Bindungseiweiße ein Reservoir darstellen. Zudem kommt es beim Anabolika-Konsum zum Substanzaufbau von Muskelmasse, wodurch ein höherer Muskelmetabolismus die Leber zusätzlich belastet. Darüber hinaus führen höhere Dosen ungebundenen Testosterons zum Wachstum der Prostata und zum Wachstumsantrieb "schlafender" Prostata-Carzinome. Und eine wichtige gesundheitsschädliche Nebenwirkung beider Hormonarten (Androgene und Gestagene) darf nicht vergessen werden: sie erhöhen die Lipoproteine der Leber, wodurch Schlaganfälle drohen!

Eine besonders toxische Wirkung darf bei dieser Art einer "Verhütung" nicht übersehen werden: bei einer verstärkten Aromatisierung der hohen Androgendosen wird die Brustkrebsrate bei Männern um ein Vielfaches ansteigen, zumal bei einer Kombination mit Gestagenen es zur vermehrten Kernteilung, aber nicht primär zur Zellteilung kommt. Damit wird die Transformation der Brustdrüsenzelle zur Carzinomzelle begünstigt!

Es war also schon in den 90er Jahren klar, daß ein hormonales Eingreifen in den gesunden Hormon- zyklus eines fertilen Mannes aus toxikologischen Gründen, und wegen der Verschlechterung der Lebensqualitäten für Mann und Frau, nicht schadlos möglich ist. Schon damals wurde als einzigste Perspektive für eine Verhütungspille für den Mann der Weg über Enzyme aufgezeigt, welche die Spermareifung steuern.

Männergesundheit & Hormone

Das Altern beginnt beim Menschen durch Enzym-Schwächen. Diese chemischen Katalysatoren können im Allgemeinen nicht ersetzt werden. Viele, die Jugendlichkeit fördernde Hormone werden defizitär. Andere, eher problematische Hormone, werden verzögert abgebaut oder durch Rezeptormangel vermehrt produziert (s. Hypertonie oder Insulin-Resistenz). Das Altern kann durch Hormonegaben nicht verhindert werden, aber ein frühzeitiger Ausgleich -entsprechend der Serumspiegel eines 40jährigen Menschen- kann das körperliche Altern verlangsamen. Dadurch können krankmachende Alterungsschäden mehr als zehn Jahre hinausgeschoben werden.

Alle Initiativen zur Verbesserung der Männergesundheit nach dem 50. Lebensjahr und damit der Lebensqualität im dritten Lebensabschnitt müssen außer den psychischen und soziologischen Aspekten ganz enorm die schwindende körperliche Funktionstüchtigkeit berücksichtigen. Die erstgenannten Umstände können nicht eine Vergrößerung der Prostata, das Prostatacarzinom, das vermehrte Auftreten von Herzinfarkten oder Schlaganfällen, noch Herzrhythmusstörungen mit letalem Ausgang allein verursachen. Auch die Altersarthrose, die Osteoporose und die Wirbelsäulenschäden durch Knorpelschwund haben hormonale Ursachen - häufig in Kombination mit Bewegungsmangel.
Unausweichliche Alterskrankheiten, wie etwa erblicher Altersdiabetes oder Hypertonie mit Lipidabbaustörung führen auch unerkannt nicht sofort zum Tod, wenn die Blutgefäße hormonell verjüngt wurden. Bei Kenntnis dieser Alterskrankheiten helfen noch rechtzeitig entsprechende Medikamente und die Lebensführung kann dann darauf eingestellt werden.
Bei der Krebsvorsorge des Mannes sollte also das PSA (Prostataspezifische Antigen), die Urinuntersuchung auf Chlamydia trachomatis und pneumoniae (entzündliche und metabolische Carzinom-Ursachen), Zucker und Eiweiß (Ausschluß einer Diabetes- oder Lipidnephrose), die Blutserumwerte auf Triglyceride und LDL, sowie SHBG, 17ß-Östradiol und das prostatarelevante Androstendion untersucht werden. Außerdem sollte eine Antikörperbestimmung auf Mycoplasma pneumoniae, Chlamydia trachomatis und pneumoniae (mit Titer-Angaben von IgG und IgA) und eine Antikörperbestimmung auf Schilddrüsenerkrankung erfolgen.


Eine Krebs- bzw. Gesundheitsvorsorge hat nur dann einen Sinn, wenn bei pathologischen Auffälligkeiten durch eine rechtzeitige Behandlung der optimale Gesundheitszustand weitgehendst wieder hergestellt werden kann.
(Beitrag f. die „Bielefelder Initiative“ zur Erstellung eines Männergesundheitsberichtes f.d. Bundesgesundheitsministerin)


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Die endokrinologische Männersprechstunde
(auch veröffentlicht im Lifestyle-Kongressband der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg/1999)

Dr. Klaus Umbreit

Am 12.11.1999 fand in Heidelberg unter Schirmherrschaft der Universitäts-Frauenklinik eine Sitzung „The Aging Male“ einen Tag vor dem Lifestyle-Symposium statt. Dabei prallten die Ansichten über die Zuständigkeit für die hormonale Betreuung des alternden Mannes aufeinander. Von Seiten der Urologen wurde eine Weiterbildung der Frauenärzte in andrologischer Endokrinologie als ein Fortschritt in die falsche Richtung bewertet. Die Gynäkologen wiederum frohlockten mit ihrem „endokrinologischen Verständnis“.
Nun müssen zu einem Bericht über die endokrinologische Männersprechstunde zwei grundlegende Zukunftsperspektiven aufgezeigt werden:

1.) Die hormonale Betreuung des alternden Mannes gehört in die Hand eines urologisch vorgebildeten andrologischen Endokrinologen. Der zukünftige Männerarzt kann also nur ein Urologe sein.



2.) Diesen zukünftigen Männerärzten muß es klar sein (und das muß allgemein bekannt sein), daß Männer, die wegen Hitzewallungen und Herzrhythmusstörungen hormonale Hilfe suchen, nicht unbedingt am Penis und nicht im After Manipulationen –evtl. noch vor Damen als Zuschauer- wünschen, wenn sie dort keinerlei Beschwerden haben. (hier sollte ein klärendes Gespräch vorangestellt werden und es sollten entsprechende Aufklärungsblätter existieren).

Zu dem Thema „Männer-Sprechstunde“ haben in Heidelberg Prof. Leidenberger aus Hamburg, Prof. Wolf aus Ulm, Prof. Metka aus Wien und meine Wenigkeit aus Köln Vorstellungen über den Ablauf vorgetragen.
Aus Erfahrungen von über 20 Jahren Hormonsprechstunde für Männer hat sich im Forschungslabor für Andrologische Endokrinologie in Köln folgendes Sprechstundenschema bewährt:

ca. 20 Minuten Erstgespräch:

a.) Beschwerden

b.) Bisherige Medikamente (Psychopharmaka; RR-Mittel; Thyroxin)

c.) Art der beruflichen Belastung

(früherer Kontakt mit Giften, Metallen, Deponien)

d.) letzte urologische Untersuchung

e.) letzte Kohabitation (Aufwacherektionen ?)



Erläuterungen und Bewertungen: Zum Screening

E2

Ein niedriges 17ß-Östradiol zeigt, daß die Aromatisierung von Hoden-Testosteron (Cortisoldefizit ?), das Hoden-Testosteron selbst, die Nebennierensteroidsynthese oder deren metabolisierenden Enzyme nachgelassen haben.
Ein Serum-E2 unter 25 pg/ml führt zu Schleimhautschäden ein- schließlich an Leber- und Drüsenzellen (Thyreoidea; Pankreas; Speicheldrüsen; u.s.w.), zu Neurotransmitterdefiziten (Herzrhythmusstörungen), ß-Endorphinmangel (Nivellierung der Hodenpulsatilität), Depressionen, Schlafstörungen und Gelenksbeschwerden. Nicht zu vergessen ist die Notwendigekeit des E2 für die NO-Bildung und damit für das potenzerhaltende cyklische Guanosin-Monophosphat (cGMP).

SHBG

Ein niedriges SHBG (unter 30 nmol/l) kommt durch E2-Mangel, Fettleber, zu hohes Hodentestosteron oder hohe NNR-Androgene (Androstendion) zustande.
SHBG-Mangel begünstigt Prostatawachstum und Ejaculatio praecox. Außerdem läßt es Rückschlüsse auf die gesamte Proteinsynthese der Leber zu (CBG; TBG).
Ein zu hohes SHBG (über 70 nmol/l) kommt durch Hyperöstrogenämie, starke Verringerung des Hodentestosterons im Vergleich zum E2, Hyperthyreose, Leberzellwucherungen im Sinne einer beginnenden Zirrhose oder Alkoholismus zustande. Ein hohes SHBG führt zur Impotenz, Anorgasmie, Muskelschwund, und zeigt evtl. auch eine verringerte Bioverfügbarkeit von Cortisol und Thyroxin an.

Cave! Zur Bindungsproteinsynthese gehört auch die Bildung des IGF-3 BP (Insulin-like-Growthfaktor-3 Binding-Protein). Da Wachstumshormone bei Östrogenmangel auch vorübergehend vermehrt gebildet werden können (Kinn-, Gesichts-, Extremitätenverplumpung), kann ein Mangel dieses Bindungsproteins zur Transformation von unreifen Zellen zu Tumorzellen führen. Auch eine unterschwellig alkoholgeschädigte Leber, oder eine Fettleber bei allgemeiner Adipositas führen zum Bindungsproteinsyntheseschaden, erhöhen damit die Krebsgefahr und fördern obendrein den Haarausfall -bei Mann und Frau-.

Androstendion

(gute Werte 1-2 ng/ml). Der Serumspiegel ist hauptsächlich adrenalen Ursprungs. Nur etwa 1% dieses Präcursors wird zu Testosteron. Aber auch hier hält das Enzym 17ß-HSD mit Hilfe des Cofaktors NADP (Nicotinsäureamidadenindinucleotidphosphat) ein Gleichgewicht. Ein Androstendion unter 0,5 ng/ml zeigt eine Altersnebenniere im Sinne einer Post-Adrenopause an. Hieraus kann ein E2-Mangel resultieren. Werte über 2,4 ng/ml zeigen eine allgemein vermehrte Steroidsynthese in der Zona reticularis an oder ein Aufstau durch Behinderung des Metabolismus infolge Enzymmangels (19-Hydroxylase; Aromatase; 17-Keto-Reduktase). Androstendion bindet kaum an SHBG (!) und dringt ungehindert in die Prostatazellen ein, wo es über Testosteron zu 5alpha-DHT metabolisiert wird.
Außerdem führen höhere Serumwerte zu Depressionen, Psychosen, Akne und Alopecie (bei Mann + Frau). Ein hohes Androstendion bei gutem DHEA-S (100- 200 mcg/dl) paßt durchaus zu einem niedrigen E2 und ist als schlecht zu bewerten.

Bei Potenzproblemen

DHEA-S zeigt prinzipiell die Jugendlichkeit der Nebenniere an. Werte unter 50 mcg/dl zeigen die Post-Adrenopause und führen zum E2-Mangel. Werte über 300 mcg/dl kommen entweder durch eine vermehrte Steroidsynthese in der Zona reticularis (wie beim Adrenogenitalen Syndrom) mit Cortisoldefizit und hohen NNR-Androgenen und –Östrogenen, oder durch Enzymschwächen mit Rückstau des Androstendions zustande. Beide Formen können die Potenz negativ beeinflussen, da das daraus resultierende Testosteron das Pulsationsmuster von Hypophyse und Hoden stört. Bei jüngeren Männern kann eine angeborene Schwäche der 21-Hydroxylase zum Aufstau des 17alpha-Hydroxyprogesterons führen. Dadurch entsteht durch die 17/20-Desmolase auch zuviel Androstendion (auch DHEA) und wiederum zuviel NNR-Testosteron. Deshalb ist ein hohes Gesamt-Testosteron immer verdächtig und der extragonadale Testosteronanteil steht dem Potenzmechanismus eher entgegen. (Da das freie Testosteron sich zum SHBG wie ein reziprokes Korellat verhält, ist dessen Bestimmung nicht erforderlich). Wie überhaupt ist die Bestimmung des Testosterons kaum erforderlich, da auch eine Testosteron-Therapie lediglich bei einem zu hohen SHBG sporadisch vonnöten ist. Prolactin hat eine inhibierende Wirkung auf die GnRH-Bildung im Hypothalamus (im nucleus arcuatus). Eine dadurch verringerte LH-Ausschüttung vermindert die Hodenaktivität. Oft ist eine Dopaminverringerung infolge E2-Mangels die Ursache (der Neurotransmitter Dopamin gilt als Gegenspieler vom Prolactin). Gynäkomastien bei niedrigem E2 sind hierdurch möglich.
Es muß darauf hingewiesen werden, daß viele „Psycho-Pharmaka“ das Dopamin supprimieren und dadurch eine Hyperprolactinämie verursachen, welche die Potenz negativ beeinträchtigt. (Auch eine Schwäche der 3ß-HSD, wodurch das DHEA nicht zu Androstendion, sondern durch die 17ß-HSD zu Androstendiol abgebaut wird, kann zur Gynäkomastie bei niedrigem Serum-E2 führen, da Androstendiol als einziges Androgen an die E2-Rezeptoren der Brustdrüsen zu binden vermag und dort über Testosteron zu 17ß-Östradiol metabolisiert wird).
Nicht selten ist eine Hyperprolactinämie mit einer Hypothyreose, einer Schilddrüsenunterfunktion vergesellschaftet. In jedem Fall sollte bei erektiler Dysfunktion eine Bestimmung der schilddrüsenspezifischen Werte FT 4 und TSH (freies Thyroxin und Thyreoidstimulierendes Hormon) erfolgen. Eine Behandlung mit Schilddrüsenhormonen oder evtl. nur Jodgaben sind dann die einfachste Art der Potenztherapie. Auffallend ist, daß scheinbar Frauen einer derartigen Behandlung häufiger bedürfen! (Weil zu wenig Männer untersucht werden). Selbst wenn FT 4 und TSH im Normbereich liegen, sollten die bloßen Zahlen von FT4/TSH einen Quotienten über 1 aufweisen ( s. latente Hypothyreose). Anderenfalls sind Jodgaben erforderlich, da der Patient sonst weniger belastbar ist. (Die Unsinnigkeit, Schilddrüsenhormone anstatt Jod bei euthyreoten Werten zu geben, um eine Schilddrüse zu verkleinern,geschieht aus Unwissenheit über die daraus resultierenden Schäden. Osteoporose, Schlaflosigkeit, darauf Cortisoldefizit mit all seinen Folgen, sowie eine verringerte körperliche Flexibilität resultieren daraus. Ein SHBG über 70 nmol/l - durch Thyroxin - verursacht obendrein auch Impotenz!).





Bei Gesundheitsproblemen

Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Depressionen, Schlafstörungen und Ödeme kommen von einem Fehlverhalten der Neurotransmitter und der Elektrolyte. Das Aldosteron sorgt für die Rückresorption von Natrium und Wasser. Damit hat es einen entscheidenden Einfluß auf die Blutdruckregulation. Obendrein wird die Aldosteron-Ausschüttung aus der Nebenniere durch das ebenfalls blutdruck-steigernde Angiotensin II, ausgehend von dem Leberalpha-Globulin Angiotensinogen, stimuliert. Cortisoldefizite oder auch Cortisolschwankungen durch die veränderte Cortisolsynthese oder den veränderten Metabolismus entsprechend der Adrenopause verbunden mit der veränderten Streßlabilität führen zum Aldosteronanstieg. Häufig kündigt sich ein solcher sekundärer Hyperaldosteronismus durch generelles Hautjucken, und dies besonders stark auf dem Rücken oder an den Beinen an. Bei fortgeschrittener Postadrenopause folgt oft ein Hypoaldosteronismus mit „Austrocknung“ des gesamten Körpers. Eine Normalisierung des E2-Spiegels normalisiert auch dann das Aldosteron. (gut nach Ruhe: 40-160 pg/ml). Ein sek. Hyperaldosteronismus kann also jederzeit akut tödlich sein!
Das Parathormon ist abhängig von der jugendlichen Qualität der Drüsen (also auch von den Östrogenen), vom Kalzium, vom Vit. D3 und von den Schilddrüsenhormonen. Chronischer E2-Mangel führt nicht nur zum Mangel an 1alpha-25-OH-D3-Hydroxylase mit nachfolgendem Vit. D3-Mangel, sondern auch zur Altersschädigung des Darmes mit dem daraus resultierenden sekundären intestinalen Hyperparathyreoidismus. (Parathormon intakt über 50 pg/ml). Das erhöhte Parathormon holt ionisiertes extracelluläres Kalzium aus den Knochen. Dieses kann zu Angina pectoris, Migräne, Parkinson, Alzheimer, Hautkribbeln, Wadenkrämpfen, chronischem Husten bis zu Asthma, Knochenschmerzen und Schlaflosigkeit führen. Ja selbst bei jungen Männern haben wir Schlaganfälle und Herzinfarkte bei tertiärem Hyperparathyreoidismus gesehen! Achtung! Es ist also u.U. auch ein todbringendes Hormon.
Über die Wertigkeit der Schilddrüsenfunktion (s. auch oben) braucht im Zusammenhang von Gesundheitsproblemen nicht berichtet zu werden, da sie allgemein bekannt ist. Allerdings ist eine Hypothyreose oder latente Hypothyreose (TSH vergleichsweise höher als Ft4) oft mit einem Hyperparathyreoidismus kombiniert.
Dem Cortisol als Hormon des Lebens (biochemisch ist Cortison eine unwirksame Vorstufe des biologisch aktiven Cortisols! /H.Kaiser u. H.K.Kley: „Cortisontherapie“) kommt eine Sonderstellung zu. Im Alter ist die Produktion und der Metabolismus verringert, doch der Serumspiegel soll in Ruhe unverändert bleiben (vormittags: 5-25 mcg/dl; gut 10-20). Natürlich ist bei erhöhtem Bedarf der alte Mensch schlecht dran. In der Adrenopause ist der Rückgang von Synthese und Metabolismus oft nicht synchron. Dadurch kommen oft erniedrigte, aber auch erhöhte Cortisolspiegel vor. Hohe Werte stehen für Osteoporose und Hypertonie. Niedrige Werte zeigen besonders die drei Hauptwirkungen des Cortisols auf:
Das Cortisol begrenzt räumlich wie auch zeitlich den entzündlichen Abwehrmechanismus. Außerdem holt es Glykogen als Energielieferant aus der Leber und stellt es den Muskeln zur Verfügung. Es verhindert so eine Verfettung. Darüberhinaus stabilisiert es den Kreislauf und verhindert so einen vikariierenden Anstieg von Adrenalin und Aldosteron. Bei körperlicher Belastung wird das Cortisol des älteren Mannes schnell defizitär. (weshalb es bei allen Massen-Marathonläufen zu mehreren Todesfällen durch Herz-Kreislaufversagen bei Männern über 50 kommt. Manchmal sind die Männer noch jünger!). Es kommt zur Unterversorgung der Muskulatur mit Glykogen und der Kreislauf läuft auch Gefahr zusammenzubrechen.(Deshalb kann auch bei älteren Männern die Potenzpille Viagra schon mal tödlich sein. Nach dem Konsum von Sildenafil entsteht eine erhöhte körperliche und psychische Streßsituation mit erheblichen Cortisolbedarf. Morgendliche Serumwerte von unter 5 mcg/dl können dann die Ursache von Adrenalin-Blutdruckkrisen oder Herzrhythmusstörungen infolge Elektrolytverschiebungen nach Aldosteronanstieg sein. Bei solchen Männern wäre es sinnvoll, mit Viagra auch 10 mg Prednisolon zu verabreichen.)

Bei Schweißausbrüchen/Hitzewallungen

Erhöhte Gonadotropinwerte kommen auch bei Männern vor. Hier kann Testosteron als Medikament hilfreich sein. Ist die Ursache ein Hyperaldosteronismus, so sind Diuretika hilfreich.

Sterilität (mangelhafte Spermaverflüssigung)

Hier haben sich auch bei jungen Männern die Screening-Parameter bewährt. Die Proteincarbonyl-Methylase für die Sperma- verflüssigung ist östrogenabhängig. Gaben von 0,5mg mikronisiertem E2 über 6-8 Wochen haben bei Werten unter 25 pg/ml dann zur Schwangerschaft geführt.

Die Therapie bei Gesundheitsproblemen oder Potenzproblemen ist zwar nicht sehr schwierig, doch müssen diverse Zusammen- hänge berücksichtigt werden. Diese hormonellen Zusammenhänge in einem Kurzbericht über die endokrinologische Männer-Sprechstunde aufzuführen ist nicht möglich (nachzulesen in „Männlichkeit & Hormone“, ISBN ­: 3-00-006872-4; 3. Auflage; Cavallier Verlag, Overath).


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Gesundheitsfragebogen2 zur Hormonuntersuchung

Anschrift: -----------------------------------------------------------------Fax.Nr.:

Name: Vorname: Geb.:__________

Medikamente:______________________________________________

Berufl. Belastung?___________________________________________

Private Belastung?___________________________________________

Letzter Männerarztbesuch:____________________________________



Wasserlassen o.k.? (Brennen? Häufig? Inkontinenz?):
Schweißausbrüche?
Schwermütig; bedrückt; traurig?
Gedächtnis-/Konzentrationsschwäche?
Kopfschmerzen?
Wadenkrämpfe/Wadenkribbeln?
Hautjucken (besonders Unterschenkel)?
Einschlafstörung?
Durchschlafstörung?
Oft Hungergefühl?
Oft Durst?
Gelenk-, Rücken- oder Muskelschmerzen?
Herzschmerzen? Herzstiche?
Herzrasen? Herzstolpern?
Größe: cm; Gewicht: kg; / Zahl der tgl. Zigaretten:
Haarausfall? Seit wann?:
Lust auf Sexualität: Letzte Kohabitation:
Erektion o.k.? Aufwacherektion:selten/oft
Orgasmusschwierigkeiten (neu)?
Blasenblutung? Darmblutung? Penisblutung?
Auffällige Rötung im Genitalbereich?
Blutdruck: / . Geschwollene Beine?

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VERÖFFENTLICHT IM JOURNAL FÜR MENOPAUSE

www.kup.at/kup/pdf/435.pdf


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Bisher berücksichte man nur das Sexualhormon Testosteron aus den Hoden. Da impotente Männer oder auch gesundheitlich gealterte Männer nicht unbedingt niedrige Testosteronspiegel haben, konnte man sich bisher keinen „Reim“ über Hormonstörungen des Mannes – insbesondere des alternden Mannes – machen.

Auch bis zum Jahr 2007 (!) ist noch kein Lehrbuch über Andrologische Endokrinologie erschienen! Zum Zeitpunkt des Erscheinungsdatums von "Männlichkeit & Hormone" (1999) gab es nicht einmal den Begriff "Andrologische Endokrinologie"! Ein Lehrstuhl für dieses besondere Fachgebiet existiert noch nicht.

Männergesundheit & Hormone

Das Altern des Menschen beginnt also mit diversen Enzym-Schwächen! Darauf folgen Hormon-Verschiebungen. Bei diesem Alterungsbeginn betrifft es bei den verschiedenen Menschen nicht immer sofort die gleichen Enzyme. (Enzyme sind chemische Katalysatoren, die ein Hormon zu einem anderen Hormon "umbauen". - Wie oben beschrieben: Hormone sind in unserem Körper "Motorrad-Polizisten", welche zu den Kreuzungen fahren und dort den Verkehr regeln. Enzyme sind die "Werkstatt-Mechaniker", welche die Motorräder fahrtüchtig machen. - Darüber hinaus gibt es noch die Verdauungs-Enzyme aus der Bauchspeicheldrüse.). -------------------------------------------Durch die ersten Enzym-Schwächen verändern sich die Sexualhormone aus den Nebennieren des Mannes (Enzym-Schwächen entstehen auch durch Umweltgifte, diverse "Wohlstands-Chemie" und Konservierungsstoffe), sie verändern die Hodenfunktion (Hormone und Spermien!), die Leberfunktion, das Prostatawachstum und die Nerven-Übermittlerstoffe (Neurotransmitter). Desgleichen fand sich ein Hyper- oder Hypo-Cortisolismus.

Solche Hormonveränderungen können auch bei jungen Hochleistungssportlern auftreten und zum plötzlichen (bisher unerklärbaren) Herz-Tod führen. (Herzrhythmusstörungen bis hin zum Kammerflimmern). Der adrenale Androgenanstieg kann Doping vortäuschen (nachweisbar). Auch hier sind das angeborene oder erworbene Adreno-genitale Syndrom und die Immunthyreoiditis zu beachten. (So wird bei Doping-Testen gerne die Relation von Testosteron und seinem Isomer Epitestosteron herangezogen. Aber gerade beim AGS kann ein plötzlicher enormer Stress zur erheblichen adrenalen Hyperandrogenämie führen -vor allem, wenn das Cortisol Defizitär bleibt- sodaß das Verhältnis von Testosteron und Epitestosteron aus der Balance gerät und Doping vortäuscht. Die normale Balance stellt sich nur langsam ein. Das läßt sich nur mit einer erweiterten Hormon- und Bindungsprotein-Analyse ersehen.) Auch wurden in drei Jahrzehnten gerade bei jungen Sportlern mit Herz- und Kreislaufversagen oft ein Hyperparathyreoidismus oder eine Hypothyreose erkannt. Die ursächlichen Zusammenhänge mit den Nebennieren konnten nachgewiesen werden.

Diese Hormonveränderungen beim Mann können durch Blutanalysen frühzeitig erkannt und ohne großen Kostenaufwand behandelt werden.

Dadurch können positiv beeinflusst werden:

1.) Die Blase des alternden Mannes und Probleme beim Urinieren

2.) Das Schlafgeschehen bezüglich des Tief- und Einschlafes

3.) Herzschmerzen, Herzstiche und Herzrhythmusstörungen

4.) Gelenk-, Rücken- und Muskelschmerzen

5.) Veränderung des Interesses an Sexualität

6.) Erektionsstörungen (NO wird durch Hormone gebildet!)

7.) Gedächtnis- und Konzentrationsschwäche

8.) Schleimhautschäden der Augen, Bronchien, des Magen usw.

9.) Depressionen und Verlust des Selbstwertgefühls



Viele dieser Beschwerden wurden bisher als sog. Klimakterium virile bezeichnet, entspringen aber keiner „Menopause“ ("Andropause" bei Männern), sondern der Adrenopause (Nebennieren-Altersschwäche).

Da alle männlichen Ärzte diesem Alterungsprozess ebenfalls unterliegen, werden sich die männlichen Patienten auch in der Hormonkunde des Mannes weitergebildeten Ärzten anvertrauen können. Das können Internisten, Urologen, Hausärzte oder (auf Privatbasis) Gynäkologen mit endokrinologischer Ausrichtung sein.

Literatur:


Männlichkeit & Hormone

(HORMONTHERAPIE FÜR MÄNNER IN DEN WECHSELJAHREN)
Cavallier Verlag Overath / Fax-Nr. 02206-5250
3. verbesserte Auflage (24,60 EURO / versandkostenfrei)
ISBN 3-00-006872-4 (Lieferung über den Buchhandel./ Verlagsanschrift und ISBN angeben.)

Quelle: http://www.haut-und-hormone.de

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Beitragvon Mondi » 03.04.2007, 12:55

Nachtrag: Also ich persönlich glaub irgendwie nicht,dass "biogene" Pillen besser wären als das ganze normale Zeug. Habe von einer Pharmazeutin gelesen,dass die natürlichen Mittel gegen Wechseljahresbeschwerden im Prinzip dieselben Nebenwirkungen haben wie die künstlichen. Wo liegt da dann also der Vorteil ??

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Beitragvon Kirschblüte » 03.04.2007, 20:26

Puhh, ein lange Bericht :wink:

Gerade am Anfang bin ich über folgenden Satz gestolpert:
Sie waren nun weniger „versklavt“, wurden selbstbewußter, konnten selbst über ihren Körper entscheiden
Genau das sehe ich heute ganz anders (nach jahrelangem Pilleschlucken und dem Mirena-Desaster): die Pille macht die Frau vielleicht selbstbewusster, aber absolut nicht unabhängiger: die Pharmaindustrie macht einen tollen Umsatz dank der Pille (und Mirena) und Medikamenten, die Frauen als Folge der Nebenwirkungen (Brustkrebs inklusive) nehmen müssen.

Zudem sehen manche Männer (nicht alle!!) das Thema Verhütung (weitherhin) als Frauensache an: Frauen nehmen eh die Pille, also muss sich Mann keine Gedanken mehr machen, und wenn sie sie nicht nehmen, dann wird rumgemotzt - siehe Diskussion zu den Kondomen.

Würde heute nicht mehr die Pille nehmen, kann aber all die Jahre nicht rückgänig machen. Hoffe inständig, dass mein Körper mir (weiterhin) vergibt.

Liebe Grüsse,
Kirschblüte :arrow:

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Beitragvon Mondi » 03.04.2007, 22:26

Ich seh das genau wie du-die Pille hat den Frauen keine Freiheit gebracht,eher im Gegenteil,frau muss immer verfügbar sein,weil sies dank Pille auch sein kann und das erwarten viele Männer dann auch. Wehe es stellt sich dann Libidoverlust ein (viele denken ja,es sei normal,wenn mit der Zeit die Lust bis auf 0 sinkt-selbst in einer noch relativ frischen Beziehung).. Ja,die Diskussion über die Männer,die sich nicht um Verhütung kümmern..da kommt man leider auf keinen grünen Zweig,solche Männer wirds immer geben,die brauchen dann eben ne Frau,die das mitmacht und davon gibts ja genügende. Weil vielen der Zusammenhang Pille=Geld für die Pharmaindustrie und noch mehr Geld,wenn die Folgewirkungen (Brustkrebs etc.) auftreten-einfach nicht klar ist und die wollen das auch nicht so sehen,schließlich sagt ja so gut wie jeder Gyn "stimmt nicht". Wenn frau es dann mal merkt,ist es meist schon zu spät und erst dann kommt das einsehen (erinnert irgendwie an den Klimawandel oder ?). Irgendwie scheint der Mensch dazu veranlagt zu sein,dass er erst aus großen (persönlichen) Katastrophen lernt.

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