Goldlily, meine Erfahrung

Alles rund um die Verhütungsmittel aus Kupfer.

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XDieBieneX
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Goldlily, meine Erfahrung

Beitragvon XDieBieneX » 03.07.2012, 12:53

Hallo Zusammen,
da ich einen 5-monatigen Goldlilymarathon hinter mir habe, möchte ich euch nun ausführlich über meine Erfahrungen mit der Goldlily berichten. Ich fühle mich schon fast in der Pflicht dies zu tun...

Kurz zu mir: 27 Jahre, Kinderlos und habe dies auch erstmal nicht vor.

Ich bin wie die meisten hier durchs Inet auf die Goldlily gestoßen und habe mich im Vorraus ausführlich informiert.
Der Arzt, den ich dann ausgewählt hatte, stellte alles sehr positiv und ohne größere Probleme dar.

Das Einlegen:

dauert an sich nur ein paar Minuten, aber das was mich dann beim Einlegen erwartet hat, habe ich noch nie erlebt! Schmerzen, die ich hier gar nicht beschreiben kann! Ich habe zwar keine Kinder, aber genau so muss sich eine Geburt anfühlen. Wer sich von euch mit starken monatlichen Regelschmerzen rumquälen muss (wie ich), kann sich diese Schmerzen mit dem Faktor 10 vorstellen. Ich bin regelrecht kollabiert. Schweißausbruch, schmerzen bis in die Füße, nicht mehr ansprechbar...dannach konnte ich mich nicht mehr bewegen und musste 30 Minuten auf der Liege bleiben, bis ich stehen konnte. Wasser und Kreislauftröpchen auf einem Zuckerstück sollten meinen Kreislauf wieder anregen. Ich war vor lauter Schock auch dannach nicht mehr ansprechbar und völlig platt. (Übrigens hatte ich Vorraus eine 600 Ibuprofen und eine geburtseinleitende Tablette nehmen müssen (Stichwort: Muttermunderweiterung))

Die Zeit zwischen drin:

keine Besserung. Höllische Schmerzen während der Regel. Ich habe, aus welchem Grund auch immer, automatisch die Beine angewinkelt und gehächelt. Das schien die beste Position zu sein.
Ich war jedes Mal kurz davor in die Notaufnahme zu gehen, weil ich einfach nicht mehr konnte. Allerdings hätte ich nicht laufen können, weil meine Beine wie gelähmt waren.
Solche Geschichten traten allerdings nicht nur während der Regelzeit auf, sondern auch oft zwischendrin. Einfach so. Spontan über Tage hinweg und das Ganze jeden Monat aufs Neue. Beim kleinsten Ding (laufen, Rad fahren, Spazieren gehen) und zu den ungelegensten Zeitpunkten (Feiern) fing es an. Äußerlich konnte man auch Schwellungen am Unterleib sehen und fühlen. Dazu kam Auslauf.
Ich bin daraufhin noch zwei weitere Male bei dem Arzt gewesen, der mir die Goldlily eingelegt hat und habe über ständige Schmerzen geklagt. Er konnte eine Entzündung feststellen und verschrieb mir Antibiotika. Da das ganze Prozedere allerdings jeden Monat auftrat, machte es für mich keinen Sinn jeden Monat Antibiotika zu nehmen. Der Arzt meinte ich solle Abwarten, es wird sich schon noch einspielen. Letzten Sonnabend bekam ich dann wieder einfach so (1. Woche nach meiner Regel) Schmerzen und bin in die Notaufnahme gegangen. Die gute Frau konnte nichts feststellen, riet mir aber die Spirale ziehen zu lassen.

Endphase:

Gestern bin ich dann zu einer anderen Frauenärztin gegangen, weils immer noch nicht besser wurde und ich endlich wissen wollte, was denn da immer los ist!? Sie meinte sofort, dass man sowas nicht verantworten kann! Spiralen sind für Frauen, die noch keine Kinder geboren haben, nicht geeignet, weil die Gebärmutter noch nicht geweitet ist. Selbst dann sollte das Einlegen unter Narkose stattfinden. Auf dem Stuhl hat sie sofort gesehen, dass ich einen Pilz habe (wegen klumpigem Auslauf). Keine Ahnung wo der her kommt!? Ich hatte seit 1,5 Wochen keinen Sex mehr (wegen Schmerzen) und den Auslauf hatte ich jeden Monat. Beim Abtasten tat alles weh. Sie meinte das Ding muss sofort raus, weil eine Entzündung vorliegt und damit nicht zu Scherzen ist. Breitet sich die Entzündung bis zu den Eileitern aus, so kann dies ernste Folgen haben. Ich habe direkt nen Schweißausbruch bekommen, als ich gehört hab, dass sie das Ding JETZT ziehen will! Sie hat eine Schwestern ran geholt und meinte, dass Ziehen ist nicht so schlimm wie das Einlegen. So wars dann auch. Alles erträglich. Ein bisschen bleich und wackelig auf den Beinen, aber in Ordnung. Die Entzündung muss jetzt mit Antibiotika und Vaginalzäpfchen (auch Antibiotikum) behandelt werden, ob ich will oder nicht.
Das wars! Sie hat mir im Übrigen den Hormonring empfohlen…

Ich kann die Goldlily Niemandem empfehlen, der noch keine Kinder bekommen hat. Jeder verträgt das Teil sicherlich anders, aber für mich waren die 5 Monate nur mit Schmerzen durchsetzt.

Ich hoffe ich konnte hier einigen helfen und euch ein bisschen sensibilisieren, wenn es um Einlegen Ja oder Nein geht. ;)

Achso: Ich habe übrigens auch regelmäßig Magenesiumtabletten und Biofem genommen. Hat allerdings nichts gebracht und ist sicher auch nichts dauerhaftes...

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Re: Goldlily, mein Erfahrungsbericht

Beitragvon Mondi » 03.07.2012, 19:23

Das was du erlebt hast, kann aber auch am Arzt liegen und nicht an der Goldlily ;-) Mir hat mein früherer Gyn auch eine viel zu große Kupferspirale gelegt,obwohl es diese (die Goldlily übrigens auch) in verschiedenen Größen gibt!! Wenn man beim Legen Fehler macht, dann kann es auch zu Infektionen kommen. Prinzipiell schreibt aber auch die Weltgesundheitsorganisation, dass selbst junge, kinderlose Frauen eine Spirale haben können (die Mirena ist die GRÖßTE auf dem Markt befindliche Spirale und wird auch vielen 17jährigen,kinderlosen Frauen gelegt...da ist eine normale Kupferspirale nix dagegen).
Die hormonelle Verhütung hat auch einige gesundheitliche Risiken und viele davon bemerkt man erst wenns zu spät ist (Stichwort Krebs). Woran deine Probleme nun lagen, kann man ja im Nachhinein nicht sagen...merkwürdig finde ich nur immer,dass die Gyns gerne dazu neigen der Kupferspirale gleich die Schuld zu geben (ein unfähiger Kollege wars natürlich nicht ;-) ), wenn ne junge Nichtraucherin ohne erbliche Vorbelastung aber unter Pille ne Thrombose und/oder Embolie kriegt,wars in keeeiiiinem Fall die Pille :roll: :twisted:
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Re: Goldlily, mein Erfahrungsbericht

Beitragvon XDieBieneX » 04.07.2012, 14:10

Hallo!

Danke für deine Antwort:)

Sicher, du hast Recht, das kann auch am Arzt liegen. Ich hatte die Goldlily Mini, also die kleinste. Der Arzt den ich gewählt hatte ist sehr erfahren in Sachen Goldlily (an meinem "Einlegetag" war ich die Dritte! Es war leider auch ein Mädel mit einer Goldlilyschwangerschaft dabei). Zudem zeigten mehrere Untersuchungen, dass die Lily perfekt lag.
Bei mir lag es ganz einfach daran, dass mein Körper den Fremdkörper permanent aufs Neue abstoßen wollte. Zudem verursacht die Spirale eine permanente Entzündungsreaktion der Gebärmutterschleimhaut, wodurch ich immer Unterleibschmerzen hatte.
Meiner Meinung nach war mein Arzt nicht "unfähig" und hat beim Einlegen alles richtig gemacht, nur kamen im Vorraus die Kontraindikatoren zu kurz und im Anschluss hat er falsch auf meine Symptome reagiert. Er hätte mir die Lily ziehen müssen, weil ich sie offensichtlich nicht vertragen habe.

Wie ich schon sagte, jeder verträgt die Lily anders und im Vorraus lässt sich das schwer sagen. Ganz ehrlich sind für mich die Veröffentlichungen der WHO mittlerweile nichtig geworden. Genauso wie die 4 Flyer, welche sich in der Goldlilypackung befinden.

Ich zitiere:
"Gelegentlich verursacht die Spirale eine Entzündung, die sich durch Ausfluss, Schmierblutungen oder Unterleibschmerzen bemerkbar macht. In diesem Falle sollten sie sofort ihren Arzt aufsuchen, denn unbehandelt kann sich die Entzündung im Bauchraum ausdehnen. Es besteht dann auch die Gefahr einer Verklebung der Eileiter mit dem Risiko späterer Kinderlosigkeit."

Wenn ich mir überlege, dass ich im Schnitt in einem Monat nur eine Woche schmerzfrei war....aiaiai...

Es geht nicht nur darum, wer was sagt und für geeignet empfindet, sondern mitunter auch um gewisse Erfahrungswerte (nicht nur meine, auch die der Gyns).

Ciaoi:)

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Re: Goldlily, meine Erfahrung

Beitragvon Mondi » 04.07.2012, 15:08

Damit bist du bisher die 2. die ich kenne,die die Goldlily nicht vertragen hat..wobei ich mich hierbei frage, ob das nicht rein am Gold gelegen hat...
Meiner Meinung nach war mein Arzt nicht "unfähig" und hat beim Einlegen alles richtig gemacht, nur kamen im Vorraus die Kontraindikatoren zu kurz und im Anschluss hat er falsch auf meine Symptome reagiert. Er hätte mir die Lily ziehen müssen, weil ich sie offensichtlich nicht vertragen habe.
Dann sind die Gyns wohl auch hier so,wie bei den küsntlichen Hormonen..sobald etwas schiefläuft,wird es vertuscht.

So wie sich das anliest, kann man wohl von jedem Verhütungsmittel was Gyns einem verabreichen können potentiell unfruchtbar werden-denn die ständige Einwirkung auf die Gebärmutterschleimhaut durch künstliche Hormone ist auch nicht gerade förderlich fürs Kinderkriegen und das Chlamydien-Risiko steigt auch durch künstliche Hormone (hat eine Studie aus Berlin an vielen 17jährigen Mädels ergeben) und Chlamydien wiederum machen ja auch unfruchtbar.

Mir scheint der Konsens ist hier - nimm Kondome oder werde krank/unfruchtbar.
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Re: Goldlily, meine Erfahrung

Beitragvon XDieBieneX » 06.07.2012, 09:44

wobei ich mich hierbei frage, ob das nicht rein am Gold gelegen hat...
Hmmm...ich denke es lag ganz einfach zum Einen an der Größe der Goldlily und zum Anderen daran, dass es ein Fremdkörper ist. Ich habe mir die Goldlily mitgeben lassen und sie mir nochmal genauer angeschaut. Sie ist doch ganz schön groß...

Sicher sind für die Gesundheit von Frau (und nicht zuletzt auch die Belastung von Gewässern) Kondome das Beste, aber leider zu unsicher. Mit Kondomen geht bei mir gar nichts mehr, seitdem leider zwei gerissen sind...

Ich finde ja, dass die Männer langsam mal in Sachen "Verhütung" dran sind;)

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Re: Goldlily, meine Erfahrung

Beitragvon Mondi » 06.07.2012, 13:26

Hmmm...ich denke es lag ganz einfach zum Einen an der Größe der Goldlily und zum Anderen daran, dass es ein Fremdkörper ist. Ich habe mir die Goldlily mitgeben lassen und sie mir nochmal genauer angeschaut. Sie ist doch ganz schön groß...
Hö ? Die Goldlily gibts doch in 3 Größen und da war auch die kleinste zu groß ? Hm..ja gut,hab vor längerem mal gelesen,dass durch die Pille die Gebärmutter nicht wächst...dann kanns sein,die war nicht groß genug.
Sicher sind für die Gesundheit von Frau (und nicht zuletzt auch die Belastung von Gewässern) Kondome das Beste, aber leider zu unsicher. Mit Kondomen geht bei mir gar nichts mehr, seitdem leider zwei gerissen sind...
Etwas das vor AIDS schützt,soll vor einer Schwangerschaft nicht schützen ??? *am kopf kratz*
Du hast dich wahrscheinlich nie mit der Größe der Kondome außeinander gesetzt -bzw. der Mann hats nicht getan...da gibts nämlich zig verschiedene Größen und wenn einer mit nem großen Penis ein Otto-Normal-Kondom mit grade mal 52mm Breite nimmt...ists klar,dass das platzt...Daher vermessen alle Damen ausm NFP-Forum ihren Partner vorher erstmal ab ;-) -> www.kondomberater.de
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Re: Goldlily, meine Erfahrung

Beitragvon XDieBieneX » 06.07.2012, 16:33

Hö ? Die Goldlily gibts doch in 3 Größen und da war auch die kleinste zu groß ? Hm..ja gut,hab vor längerem mal gelesen,dass durch die Pille die Gebärmutter nicht wächst...dann kanns sein,die war nicht groß genug.
Ich versuchs nochmal zu erklären: Es liegt weder an der Pille (die ich sehr lange nicht genommen habe), noch daran, dass meine Gebärmutter nicht wächst!! Ich habe bereits weiter oben erklärt, wieso das bei mir nicht geklappt hat!


Was ich damit
Sicher sind für die Gesundheit von Frau (und nicht zuletzt auch die Belastung von Gewässern) Kondome das Beste, aber leider zu unsicher. Mit Kondomen geht bei mir gar nichts mehr, seitdem leider zwei gerissen sind...
sagen wollte war folgendes:

Kondome sind FÜR MICH zu unsicher, weil ich schlechte Erfahrungen damit gemacht habe. Mir ging es allein um den Pearl Index und nicht etwa um AIDS!!
Du hast dich wahrscheinlich nie mit der Größe der Kondome außeinander gesetzt -bzw. der Mann hats nicht getan...da gibts nämlich zig verschiedene Größen und wenn einer mit nem großen Penis ein Otto-Normal-Kondom mit grade mal 52mm Breite nimmt...ists klar,dass das platzt
Danke für die nette Aufklärung! Endlich hat mir mal jemand erklärt, wie Kondome funktionieren! :idea: In diesem Falle werde ich natürlich sofort ein Päckchen, trotz meiner schlechten Erfahrungen, kaufen und hingebungsvoll Sex haben :lol:

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Re: Goldlily, meine Erfahrung

Beitragvon Mondi » 07.07.2012, 12:11

Sorry..ich hab nach grad mal 1 1/2 Jahren Pille NUR wegen ein paar Pickeln eine unheilbare Hautkrankheit namens Lichen Sclerosus(kriegt man laut ner Studie eines Berliner Gyns gerne als Nebenwirkung von Pille und Co- eine Apothekerin ausm NFP-Forum bekams vom NuvaRing, bei ihr gings nachm Absetzen Gott sei Dank weg,bei mir nicht...) bekommen ....da ist man "etwas" entrückt, wenn jemand freiwillig Hormone nimmt...
Meine Ratschläge waren nur gut gemeint....aber du brauchst sie anscheinend nicht :-)
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Re: Goldlily, meine Erfahrung

Beitragvon XDieBieneX » 10.07.2012, 21:19

Das tut mir natürlich Leid! :(

Das was ich geschrieben habe soll einfach mein Erfahrungsbericht mit der Goldlily sein und hilft vielleicht einigen unentschlossenen Frauen weiter:)

Happy On!

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Re: Goldlily, meine Erfahrung

Beitragvon Mondi » 11.07.2012, 20:16

Ich bin auch kein Fan von Gold-Kupfer-Gemischen, weil Gold im Gegensatz zu Kupfer kein im Körper benötigtes Spurenelement ist.
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