Kyleena, 7 Monate lang

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Charlie07
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Kyleena, 7 Monate lang

Beitragvon Charlie07 » 22.01.2020, 10:14

Hallo,

ich habe mir vor 2 Tagen die Kyleena ziehen lassen. Ich hatte sie von 6/19 bis also 01/20. Ich bin 47 Jahre alt und habe zwei Kinder. Ich habe zuvor 1 Jahr lang mit mir gehadert, ob ich das wirklich tun soll. Ich war aber allen anderen Verhütungsmethoden überdrüssig, zuletzt 2x Kupferspirale, dann ein paar Jahre Nuvaring. Zugegeben, ich wollte eine einfache Lösung und war bereit, dafür auch ein paar „Unannehmlichkeiten“ in Kauf zu nehmen. Ich habe mich belesen und bin in einigen Foren mitunter auch auf positive Erfahrungen gestoßen und wollte es versuchen mit der HS.

Anfangs hatte ich nur mit dem „Ziepen“ im Bauch zu kämpfen. Mein FA meinte, ich solle warten bis sich die Spirale gesetzt hat. Es ging weiter mit ständigen Schmierblutungen. Dann begann 3 Monate später der Haarausfall und dass ich fettige Kopfhaut bekam. Ich hatte immer eher trockene Kopfhaut gehabt und kannte das gar nicht. Hinzu kam, dass ich ein ständiges Spannungsgefühl und Stechen im Unterleib hatte. Meine Verdauungsstörungen habe ich bemerkt, aber nicht damit in Verbindung gebracht. Auch bekam ich Probleme mit den Ohren. Auf einem Ohr habe ich keinen Druckausgleich mehr. Auch das habe ich nicht damit in Verbindung gebracht. Nachdem das Stechen im Unterleib nicht aufhörte, habe ich mir hier im Forum nochmal Mut gemacht und die Spirale ziehen lassen. Meine Libido war auf dem Nullpunkt. Wie auch, wenn frau ständig das Gefühl hat, sie hat da unten eine Wäscheklammer stecken.
Was ich nicht hatte, war die innere Unruhe oder Schlafstörungen etc. von denen ich immer wieder lese. Das habe ich jetzt, nachdem sie draußen ist. Es geht mir miserabel und ich habe starke Blutungen. Ich stehe völlig neben mir. Ich hoffe, das wird bald besser und ich werde mich informieren, was ich nehmen kann an Nähr- oder Zusatzstoffen, um das Defizit auszugleichen.

Ich kann nur sagen, keine Frau sollte sich das antun! Es ist es nicht wert! Kein Frauenarzt/in, dem/der etwas an seiner Patientin liegt, sollte ihr zur HS raten. Aber leider geht es anscheinend nur um das Geschäft. Meiner sagte nur: „anscheinend sind Sie eine der wenigen Frauen, die die Spirale nicht vertragen“. Das glaube ich niemals! Auch finde ich es unverantwortlich, dass er kein Wort zur Nachsorge gesagt hat, dass es mir danach schlecht gehen könne.
Ich war nur froh, dass er sie ohne Diskussion entfernt hat. Auf die Schilderung meiner Beschwerden ist er nicht eingegangen. Es war einfach eine Erleichterung, das Ding los zu sein.

Charlie07
47 Jahre alt, 2 Kinder
2x Kupferspirale
Kyleena 06/19 - 01/20

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