Deutliche Besserungen nach 6 Monaten ohne Mirena

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Stef
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Deutliche Besserungen nach 6 Monaten ohne Mirena

Beitragvon Stef » 28.04.2005, 16:29

Hallo, ihr Lieben,

ich wollte mich auch mal mit einer Fortsetzung zu meiner Mirena-Geschichte melden und vielleicht der einen oder anderen etwas Trost spenden.

Kurzer Rueckblick: Ich hatte die Mirena 2 Jahre lang und es schlichen sich nach und nach heftige Nebenwirkungen ein, die wohl den meisten hier bekannt sein duerften (Herzrasen, Angstzustaende, Appetitlosigkeit, Depressionen, extrem trockene Schleimhaeute, vor allem im Mund, Muskelschmerzen, Kribbeln im Koerper, Durchfall, Haarausfall, Eierstockzyste, Schlafstoerungen, Schwindel, Sehstoerungen, Ohrenrauschen, Zittrigkeit etc.)

Nachdem meine FA und andere Aerzte hier in London, wo ich wohne, nichts feststellen konnten (bis auf extrem schwankende Schilddruesen- und stark erhoehte Prolaktinwerte), und ich in meiner Hilflosigkeit ca. 1000 Euro in einer chinesischen Klinik liess, bis ich mir diese Behandlung nicht mehr leisten konnte, liess ich mir dank dieses Forums die Mirena entfernen und seitdem geht es mir gaaanz langsam, aber sicher besser. :D An manchen Tagen (v.a. um den Eisprung und kurz vor der Periode) geht es mir manchmal noch recht schlecht, aber an diesen Tagen wird mir besonders bewusst, wie sehr sich mein Zustand im Allgemeinen gebessert hat. Vor ein paar Monaten habe ich mich ununterbrochen so furchtbar gefuehlt, und jetzt kommt es immer seltener vor.

Ich muss dazu sagen, dass ich nach dem Ziehen der Mirena auch mit der beruehmten Frau Buchner in Kontakt getreten bin und seitdem an bestimmten Tagen des Zyklus pflanzliche Praeparate einnehme (auf ihren "Plan B", der aus Hormonsalben bestand, musste ich zum Glueck nicht zurueckgreifen). Sie sagte, wenn sich meine Sexualhormone wieder im Gleichgewicht befinden, ziehen die Schilddruesenhormone hoffentlich nach. Seit dem Ziehen haben mir auch mehrere Aerzte (Hausarzt in Deutschland, Endokrinologe und Rheumatologe) bestaetigt, dass es sehr gut moeglich ist, dass meine Beschwerden mit der Mirena zusammenhaengen. Meine FA wollte nach wie vor nichts davon wissen, aber ich habe ihr trotzdem einen laengeren Brief geschrieben, indem ich sie u.a. auch auf dieses Forum aufmerksam machte. Ich brauche wohl nicht zu erwaehnen, dass ich auf diesen Brief nie eine Antwort erhalten habe. :evil:

Ich fuehle mich jedenfalls wie ein neuer Mensch, auch wenn noch laengst nicht alles wieder im Lot ist. Aber die schlimmsten Nebenwirkungen (die Aengste, der Gewichtverlust und die Mundtrockenheit) sind kaum noch spuerbar. Das einzige Symptom, das noch nicht besser ist, sind die seltsamen Muskelschmerzen, die krampfartig im ganzen Koerper auftreten. Im Gegenteil, in den letzten 2 Wochen sind diese eher noch etwas schlimmer geworden, und dazu habe ich jetzt auch staendig so ein komisches Kribbeln unter der Haut, das ich zu Mirena-Zeiten nur hin und wieder verspuerte (v.a. im Gesicht). Ich hoffe, dass auch das tatsaechlich an den Hormonen liegt und sich alles mit der Zeit legen wird. :?: Momentan ist mein Koerper halt noch im Umbruch begriffen. Meine Periode ist auch immer noch nicht wieder ganz regelmaessig.

Ich rate allen, die auf dieses Forum stossen und den Verdacht haben, dass ihre gesundheitlichen Probleme mit der Mirena in Zusammenhang stehen koennten, sie sich so schnell wie moeglich ziehen zu lassen. Es sind ja nicht nur die permanent abgegebenen Hormone (ohne "Pillenpause"), die dem Koerper zu schaffen machen, und eine moegliche Ueberempfindlichkeit gegen den Kunststoff, sondern allein schon die Tatsache, dass das Immunsystem viel Energie aufwendet, um diesen Fremdkoerper zu bekaempfen. Zudem scheinen ja zumindest viele Heilpraktiker davon auszugehen, dass sich im Koerper mehr Giftstoffe einlagern, wenn man seine Periode nie oder so gut wie nie bekommt. Ich habe jedenfalls das Gefuehl, dass es mir mit jeder Periode besser geht.

Ich wuensche euch allen von ganzem Herzen weiterhin gute Besserung!

Stefanie

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