Mein Körper ist krank von der HS

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Heidemarie49
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Mein Körper ist krank von der HS

Beitragvon Heidemarie49 » 12.12.2005, 18:06

Nebenwirkungen Hormonspirale Mirena in 2005

Im November 2004 wurde im Krankenhaus eine Zufallsdiagnose Diabetes Typ II gestellt.
Die Eigentliche Ursache für den Krankenhausaufenthalt war der Verdacht auf Borreliose nach einem Zeckenbiss. Meine Gelenke an den Armen schmerzten stark und nachts wurden die Hände taub. Es wurden alle Untersuchen von Seiten der Neurologie vorgenommen und ohne Befund aus dem Krankenhaus entlassen. Die Schmerzen waren nicht mehr vorhanden. Im nach hinein erfolgte im Februar eine Röntgenaufnahme von der Halswirbelsäule wegen eines Auffahrunfalles. Dabei stelle sich heraus, dass in den Halswirbeln im Bereich C3/4 eine Unc.-arthrose mit Einengung der Neuroforamina, sowie C4/5und C5/6 eine geringe Arthrose besteht.
Der Orthopäde bestätigte mir, dass die Beschwerden im November davon kamen.
Soviel zur Vorgeschichte.
Da ich einen leichten Bluthochdruck hatte, verschrieb mir meine Internistin das Blutdruckmittel „Karvea150“ was für Diabetiker gut geeignet ist. Mit dem ich gut zurecht kam und ich von der kleinsten Stärke nur eine Tablette morgens nahm. Nach einer Weile nahm ich nur noch eine halbe Tablette.
Da die Diagnose Diabetes gestellt wurde, konnte ich keine Pille mehr nehmen. Die Pille ist für Diabetiker ungeeignet, da diese über die Leber abgebaut wird.
Also entschloss ich mich auf Empfehlung meiner Gynäkologin die Hormonspirale einsetzen zu lassen. Das Einsetzen erfolgte ambulant unter Narkose am05.01.2004.
Einen Beipackzettel bzw. einen Medikamentenbeschreibung wurde mir nicht ausgehändigt.
Um meinen Diabetes in den Griff zu bekommen nahm ich mit einer Kohlehydratdiät 25 kg ab.
Anfang Februar 2005 stellten sich bei mir massive Probleme (starke Schmerzen) mit den Hüften ein. Ich konnte nachts nicht schlafen und die Seiten fühlten sich pelzig an. Also nahm ich Schmerztabletten. Für mich waren die Schmerzen unverständlich, da ich trotz des vorherigen Übergewichtes nie Probleme mit den Gelenken hatten. Der Rheumastatus war negativ. Die Schmerzen blieben bestehen.
Im März 2004 bekam ich rechts einen Tennisarm, ohne das ich eine dementsprechende Belastung hatte. Die Schmerzen waren so schlimm, dass ich den Arm nachts nicht mehr bewegen konnte. Wenn ich mich umdrehte, musste ich mit dem linken Arm den schmerzenden Arm umzulegen.
Das veranlasste mich zum Orthopäden zu gehen. Die Hüften wurden geröntgt und der Arm untersucht. Die Knochenspalten waren in Ordnung und keine Anzeichen von Arthrose. Für den Arm sollte Kortison gespritzt werden, was ich ablehnte ich versuchte es mit Einreibungen, die mehr oder weniger halfen.
Mittlerweile habe ich so starken Haarausfall, das ich Angst habe die Haare zu Kämmen oder zu waschen.
Im Mai 2005 bekam ich starke Brustschmerzen bis hoch in den Achselbereich. Meine Brust wurde knotig und schwoll an. Aus der rechten Brust kam wässrige Flüssigkeit. Im ersten Moment dachte ich, schwanger. Also ging ich zum Frauenarzt. die Untersuchung ergab: es besteht keine Schwangerschaft.(Ultraschall um eine Eileiterschwangerschaft auszuschließen, Kontrolle Lage der Spirale, Schwangerschaftstest)
Im Juni/Juli 2005 wurden die Knochen schmerzen so stark, das ich das Blutdruckmedikament absetzen musste, Außerdem stand im Beipackzettel, das Muskelschmerzen auftreten können. Die Schmerzen bleiben bestehen.
Meine Internistin stellte mich auf ein neues Medikament ein. Davon bekam ich Angst- und Panikzustände. Mein Blutdruck steigt auf über RR 200/100.
Mittlerweile beginnt mein Linker Arm an zu schmerzen.
Ich versuche erneut mit dem Blutdruckmedikament Karvea zurecht zu kommen. Was aber nur 4 Wochen gut geht. Neues Blutdruckmittel, aber der Blutdruck ist nicht mehr in den Griff zu bekommen.
Ständig muss ich den Arzt aufsuchen weil es mir sehr schlecht geht.
Im September 2005 stelle ich fest, dass ich immer das Gefühl habe, als ob mir etwas über den Rücken kriecht Meine Nase beim atmen.
Die Knochenschmerzen werden zunehmend stärker. Jetzt sind die Schultergelenke mit betroffen.
Anfang November 2005 wieder starke Brustschmerzen Nach etwa 14 Tagen lassen die Schmerzen etwas nach.
Mir kommen zum ersten Mal Gedanken, ob es an der Spirale liegen könnte. Ich rede mit meiner Internistin. Sie rät mir mit dem Frauenarzt darüber zu sprechen. Ich fange an im Internet über die Hormonspirale zu recherchieren. Über die Informationen bin ich entsetzt Meine Gynäkologin versicherte mir, dass man nicht solche Nebenwirkungen von der Spirale bekommen kann.
Ende November 2005 die Schmerzen sind nachts so stark, dass ich nicht mehr liegen kann.
Jetzt sind die Schmerzen zwischen den Schulterblättern. Das atmen fällt mir schwer.
Am 29.11 2005 bin ich früh zum Frauenärztin und habe von Ihr verlangt, dass die Spirale sofort gezogen wird. Anfangs sagte sie mir, dass Sie nicht der richtige Arzt für meine Beschwerden wäre. Sie versicherte mir nochmals, dass das von der Spirale nicht kommen kann. Sie erklärte sich aber sofort bereit die Spirale zu ziehen.
Während der ganzen Zeit habe ich nicht einmal meine Regel gehabt. Am Anfang sehr lange Schmierblutungen. Sonst immer nur eine braune Flüssigkeit, die man nicht als Blut bezeichnen konnte.

Meiner Internistin ist es unerklärlich, dass kein Blutdruckmedikament mehr hilft den Blutdruck in den Griff zu bekommen. Der hohe Gewichtsverlust hätte mit dazu führen müssen, dass der Blutdruck sinkt. Sie veranlasste die Untersuchung der Nieren. Die erste Untersuchung 24h Urin MVS ist in Ordnung.
Während der ganzen Zeit wurde ich vom Internisten und Diabetologen betreut. Alle Blutwerte sind in Ordnung. Mein Langzeitzuckerwert beträgt 5,2 ohne Medikamente oder Insulin.
Blutdruckkontrollen wurden teilweise von meiner Tochter übernommen. Sie ist Intensivschwester in der Neurologie.

Nach dem ziehen der Spirale geht es mir schlecht. Der Blutdruck ist immer noch RR170/90 Ich habe noch die starken Knochenschmerzen und immer das Gefühl mich übergeben zu müssen. Das brennen in der Nase hat etwas nachgelassen. Blutungen nach dem ziehen der Spirale waren nur wenig in den ersten 2 Tagen. Ich mache mir Sorgen, dass ich mir mit dieser Hormonspirale schwere gesundheitliche Schäden zugefügt habe.

bin 49 Jahre, habe 2 Kinder, die Spirale wurde Januar 2005 gelegt

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Sabinchen35
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Beitragvon Sabinchen35 » 13.12.2005, 08:12

Hallo Heidemarie,

das was du berichtest kenne ich nur allzu gut! :? Diese Nebenwirkungen wie Gelenk- bzw. Knochenschmerzen sind ein absoluter Horror! Mich plagen solche Geschichten auch hier und da. Eines nachts wurde ich wach, weil mein re. Fuß absolut taub und bleischwer war, ich konnte ihn nicht mehr hochheben und da bekam ich richtig Panik. Die folgende Nacht hatte ich höllische Hüftschmerzen. An anderen Tagen tut mir mein Nacken weh, dass ich Kopfschmerzen davon bekomme oder es schmerzen die Beine, die Arme...es ist einfach zum verrückt werden und mir macht das stellenweise richtig Angst und ich denke, ich hab´ ´ne schlimme Krankheit. Was mich aber weit mehr belastet als diese ständigen Zipperlein sind die belächelnden Aussagen von meinem Umfeld: "Wirst halt langsam alt, da kommen die Zipperlein". Ich teile mich sowieso schon niemanden mehr mit, denn ich werd´ nur fragend angeguckt. Zum Doc rennen will ich auch nicht mehr, der würde mich nämlich am liebsten beim Psychologen sehen...

Wie du sicherlich in meinen Posts gelesen hast, bin ich an Hormone gebunden :? aber damit mein Körper nicht allzu sehr dieser ständigen Belastung ausgesetzt ist, mache ich zwischendurch Ausleitungen...die Letzte war jetzt mit Lymphdiaral, Juniperus Similiaplex und Quassia Similiaplex. Das Ganze hatte den Sinn, den Lymphfluss anzuregen, was auch sehr gut seine Wirkung gezeigt hat. Die Ödembildung ist nicht mehr so extrem...Als nächstes werde ich mich um meinen Darm kümmern. Seit der Mirena sind meine Hämorrhoidenprobleme wieder aufgeflackert :? Mal sehen, was ich da am besten für ´ne Ausleitung mache...Eine gesamte Körperentgiftung steht im Januar an, denn da werden mir sämtliche Amalgamfüllungen rausgemacht und mein Zahnarzt ist auf dem Gebiet der Homöopathie sehr gut bewandt und stellt die Therapie zusammen...

Vielleicht käme ja eine Ausleitung für dich auch in Frage? Dein Körper käme langsam wieder ins Gleichgewicht...

Grüssli
Sabine
46, getrennt lebend, 2 Mädels, 1. Mirena 2005, 2. Mirena 2010, 3. Mirena seit April 2015

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