Mirena bei Adenomyose legen lassen ?

Schreibe uns hier Deine Erfahrungen mit der Hormonspirale.

Soll ich es tun (Mirena legen lassen)

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Annemarie
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Mirena bei Adenomyose legen lassen ?

Beitragvon Annemarie » 27.12.2005, 23:59

Hallo,

ich habe sowohl Endometriose als auch Adenomyose (Endometriose in der Gebärmutterwand). Diese beiden Begleiter bescheren mir seit mehreren Jahren die übelsten Regelschmerzen und mittlerweile auch chronische Unterleibsschmerzen.

Wegen der Endometriose wurde ich fünf mal mit Entfernung von Herden operiert. Danach waren die Schmerzen immer wieder noch vorhanden (höchstens ein wenig verändert), so dass es auch diverse Hormonbehandlungen gab. Z.B. Danazol (hat was mit männlichen Hormonen zu tun), GnRH-Analoga (sind künstliche Wechseljahre), aber auch Cerazette und Valette in verschiedenen Dosierungen. Ab und an habe ich mir auch gedacht, dass so viele Hormone nicht gut tun können, so dass eine Pause erfolgte, die aber jeweils wieder zur Schmerzsteigerung führte.

Die Diagnose Adenomyose ist relativ neu bei mir. Früher wurde sie nur vermutet, jetzt wurde sie im Ultraschall gesehen. Darauf hin wurde mir nun die Mirena empfohlen, weil die lokale Hormonabgabe eine positive Auswirkung auf die Adenomyose haben soll. Zudem soll noch der Aufbau der GM-Schleimhaut verringert werden, was bei mir im Idealfall ein völliges Ausbleiben der Regelblutung bedeuten könnte.

Nun surfe ich durchs Web und treffe auf gute und schlechte Meinungen. Im Bezug auf die positive Eigenschaften auf die Adenomyose finde ich viele positive Stimmen, meist auf den Seiten für Endometriose.

Auf diversen Verbraucherseiten (dooyou, ciao) finde ich gutes und schlechtes, ähnlich wie es aber auch bei anderen hormonellen Verhütungsmethoden ist. Von daher nicht weiter beunruhigend. Es muss halt passen. Die Cerazette als reine Gestagenpille habe ich aber ohne Nebenwirkungen genommen. Sie war nur nicht stark genug um die Schmerzen einzudämmen.

Aber hier treffe ich auf eine Vielzahl von Negativmeinungen. Mich würde es mal interessieren, warum sich hier die Negativmeinungen so sammeln? Aus anderen Foren kenne ich es, dass sie die Patienten, die gute Erfahrungen haben, selten in Internetforen ausbreiten. Ist das hier auch einfach der Fall?

Wenn das Ding bei der MEHRzahl der Frauen extreme Nebenwirkungen bereiten würde, könnte es sich doch gar nicht am Markt halten???

Für mich ist die Mirena so etwas wie ein Hoffnungsschimmer und es würde mich interessieren, ob Ihr mir sie unter den o.g. Voraussetzungen vielleicht doch empfehlen könnt. Dabei wären mir Nebenwirkungen in einem gewissen Rahmen völlig egal, Hauptsache die Schmerzen bleiben weg bzw. sind konstant gering.

Wäre schön, unter den beschriebenen Gesichtspunkten ein paar Meinungen zu "hören". Machbare Alternativen wären auch klasse!

Viele Grüsse
Annemarie

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Michi
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Beitragvon Michi » 28.12.2005, 19:29

Hallo Annemarie,

ich finde es toll, daß Du Dich so ausführlich informierst :D .

In diesem Forum wie Du ja gemerkt hast, sind hauptsächlich die Frauen vertreten, die sehr schlechte Erfahrung mit der Mirena gemacht haben.
Ich bin froh, daß es dieses Forum gibt, denn sonst würde ich vielleicht immer noch mit diesem Ding rumlaufen ohne zu wissen das es daran liegen könnte. Den Ärzten sind diese Nebenwirkungen unbekannt.
Hier kann man sich austauschen und bemerkt, daß hier doch ein Zusammenhang bestehen muß, weil die Nebenwirkungen alle übereinstimmen.

Wir sind in der Minderheit , was die Nebenwirkungen anbelangt, so daß Du davon ausgehen kannst, daß es sehr viele Frauen gut vertragen.
In meinem Umfeld kenne ich einige, die sehr damit zufrieden sind. Im übrigen war ich 3 Jahre auch sehr zufrieden damit.

Ich weiß nicht, ob zum Beispiel die Progestogel-Creme bei Dir nicht auch helfen würde.
Unter www.hormonselbsthilfe.de kommst Du an die Adresse von Frau Elisabeth Buchner. Sie kann Dir vielleicht weiterhelfen!

Solltest Du es mit Mirena versuchen, dann bist Du ein Stück schlauer als ich. Du weißt auf was Du Dich einläßt und sollte es zu Nebenwirkungen kommen, die mehr werden, kannst Du Sie Dir ja wieder ziehen lassen.

Liebe Grüße von Michi :arrow:
34 Jahre, 2 Kinder,Mirena-Tragezeit 3 1/2 Jahre, ohne seit 13.04.05

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Annemarie
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Beitragvon Annemarie » 29.12.2005, 15:13

Hallo,

danke für deine Antwort.

Vor einiger Zeit war ein Mann in Endoforen unterwegs um für natürliches Progesteron "zu werben". Er meinte natürlich, dass er nur Empfehlungen weitergeben würde. Aber irgendwie war er ganz schön hartnäckig, diese Creme bei allem und jeden zu empfehlen.

Darauf hin habe ich auch das Internet ein wenig durchsucht und bin eigentlich nur auf so kommerzielle Seiten gestossen. Auch dieses Hormonselbsthilfe.de ist nur Werbung, auf jeden Fall konnte ich nichts erklärendes finden. Weiter habe ich noch Meinungen gefunden, die von "hilft" bis "nix gemerkt" und "starke Nebenwirkungen" gingen. Weiter stand, dass die Creme in Amerika erforscht wird, hier aber noch gar keinen festen Stand hat. Das mag sich aber sicher verändert haben. Komisch finde ich die Aussage "KEINE Nebenwirkungen" auf den Seiten. Es gibt ja den Spruch "Keine Wirkung ohne Nebenwirkung". Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Salbe ein Medikament oder sonst irgendetwas bei allen nur grossartige Wirkung zeigt, auf der anderen Seite aber garantiert keine Nebenwirkungen hat. Vielleicht fehlen hier einfach die Studien. Bei der Mirena haben ja von den Forumsteilnehmerinnen auch Nebenwirkungen festgestellt, die keiner vermutet hat. Trotz Studie. Natürlich fahren auch viele auf der anderen Seite auch gut damit.

Dann habe ich noch in die "Rote Liste" geschaut. Als "Medikament" scheint es das gar nicht zu geben?? Ich habe nur progesteronhaltige Medikamente (Utrogest z.B.) gefunden, aber nix mit natürlichem Progesteron. In welche Ecke muss ich die Salbe denn nun schieben? Alternativmedizin? Noch nicht erforscht?

Hast du auch einen Link, wo die Wirkungsweise des natürlichen Progesterons beschrieben ist?

Ich würde mich da über nähere Beschreibungen freuen!

Viele Grüsse
Annemarie

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Michi
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Beitragvon Michi » 29.12.2005, 19:33

Hallo Annemarie,

ich hab Dir den Tip mit www.hormonselbsthilfe.de gegeben, weil ich mir selbst dort ein sehr gutes und interessantes Buch " Wenn Körper und Gefühle Achterbahn spielen. Hormone natürlich ins Gleichgewicht bringen" gekauft habe. Frau Elisabeth Buchner ist selbst Betroffene gewesen und hat sich mit den Auswirkungen der Fehlbehandlungen oder Verhütungsmittel auseinandergesetzt. Heute referiert Sie und baut Hormonselbsthilfegruppen auf. In solch einer Gruppe bin ich seit April 05.
Dort wird sehr positiv über diese Creme berichtet.

Allerdings bin ich genauso skeptisch wie Du, denn jede Wirkung hat auch eine Gegenwirkung - das denke ich trifft auch bei der Creme zu. Der Vorteil bei dieser Creme ist, Du kannst Sie selbst dosieren und nach Deinem Gefühl und körperlichen Störungen dosieren, bei Mirena mußt Du Dich auf dieses Ding einlassen. Sie gibt tägl. Levonorgestrel ab, wie viel kannst Du nicht beeinflussen und wenn`s wie bei mir zu einer Störung kommt (vermutlich wurde zuviel oder zu wenig plötzlich ausgeschüttet), hat das schlimme Folgen. Aus diesem Grunde solltest Du Dich wirklich sehr gut beraten lassen. Hierzu würde ich mich schon auch mal an die Apotheke vor Ort wenden (dort habe ich mir über das Produkt Progestogel eine ausführl. Arzneimittelbeschreibung geben lassen) und würde ein Gespräch mit Frau Buchner suchen. Sie hat hier in diesem Forum schon vielen Frauen geholfen. Ich bin auch nur durch dieses Forum auf Frau Buchner gestoßen!

Noch was: Dieses Progestogel ist verschreibungspflichtig, Hersteller: Kade/Besins (D), Opelstr. 2,78467 Konstanz Postfach:78431! ATC-Code: G03DA04 und es soll angeblich naturidentisch sein. Ich kenne mich zu wenig damit aus um Dir mehr darüber berichten zu können, aber es soll das Mittel der Wahl sein. Das jedenfalls berichten die selbstbetroffenen Frauen in der Hormonselbsthilfegruppe. :!:

Ich hoffe, ich konnte Dir ein bißchen weiterhelfen und es ist nicht der Eindruck entstanden ich würde nur Werbung für dieses Medikament Progestogel machen. Jeder muß für sich rausfinden, was das Beste ist.

Viel Glück und eine gute Entscheidung wünsche ich Dir.

Liebe Grüße Michi :wink:
34 Jahre, 2 Kinder,Mirena-Tragezeit 3 1/2 Jahre, ohne seit 13.04.05

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Beitragvon Annemarie » 31.12.2005, 14:40

Hallo,

mich würde interessieren (aber eher in Kurzform :)), welche Wirkung das Gel hat.

Unterdrückt es die Menstruation und ggf. wie sicher wird sie unterdrückt? Das wäre für mich sehr wichtig wg. den Schmerzen und auch, damit die Endo keine "Nahrung" hat.

Mit meinem Doc habe ich noch mal über die Mirena gesprochen. Für ihn ist die Hormonwirkung auf den gesamten Körper zu gering (bezogen auf die Endo). Er würde nur zu einer Mirena raten, wenn ich noch zusätzlich regelmässig etwas nehme.

Was richtig ist, weiss ich auch nicht :(

Viele Grüsse
Annemarie

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Beitragvon Annemarie » 02.01.2006, 00:12

Schön, dass es auch Befürwortungen gibt :)

Depressionen z.B. wäre für mich eine Nebenwirkung, bei der ich mir die Spirale wohl auch ziehen lassen würde. Gewichtszunahme, Akne und weitere Dinge in dieser Richtung wären für mich ein Hinderungsgrund, wenn es rein um die verhütende Wirkung geht. Fürs erste wäre ich wirklich erst mal froh, wenn das Ding einen günstigen Einfluss auf Krankheitsverlauf und Schmerzen hat.

Ich bin mir mittlerweile so gut wie sicher, dass ich sie mir legen lasse und hoffe, dass Ihr mich nicht für total verrückt erklärt...

LG
Annemarie

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Beitragvon ollebiene » 02.01.2006, 08:53

Moin!

Die HS hat mir 5 Jahre keine Probleme bereitet, bin eigentlich noch nicht unbedingt der Meinung auf so eine bequeme Verhütung verzichten zu müssen. Legen ohne Schmerzen, Wechseln auch nicht unangenehmer als ein Zahnarztbesuch und keine Regel mehr Hurra!

Das blöde ist, wenn die Hs mir die Probleme nicht bringt, dann ist meine Ehe im Eimer.

Aber aus einem fröhlichen und manchmal auch flippigen Menschen wird doch nicht einfach so eine Dauerheulsuse.

Achja! Mein Gyn erzählte mir das die Hs aufgrund der Hemmung der Schleimhautproduktion auch vor Gebährmutterkrebs schützt. D.h. die Wirkung bei Endometriose ist mit sicherheit nicht von der Hand zu weisen!

Nach der Einlage der 2. Hs erwähnte er so nebenbei, daß das Risiko eines Eierstockkrebses erhöht sei. Na Supie!!! :?

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Beitragvon ollebiene » 03.01.2006, 09:18

:x heute hat mein HA eine schwere Depression bei mir diagnostiziert

Sch... habe gedacht das geht schon wieder weg.

Mein Mann meint übrigens, daß ich mich da zu sehr reinsteigere, seit ich dieses Forum kenne.

Wenn die HS nicht Schuld ist, dann kriegt er sie eben :idea:

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Beitragvon Michi » 04.01.2006, 11:58

Hallo,

es unterdrückt nicht die Menstruation, es hilft bei Wechseljahrsbeschwerden, hormonellen Störungen und hormonell bedingten Depressionen, ob es in Deinem Fall wirklich hilft, würde ich bei Fr. Elisabeth Buchner erfragen.

Viel Glück und viele Grüße

Michi :wink:
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Beitragvon Annemarie » 04.01.2006, 21:59

Hallo,

wenn die Mens nicht unterdrückt wird, ist es eher ungeignet. Die Endometriose wächst immer fleissig mit dem Zyklus und blutet auch immer mit. Von daher ist es schon erklärtes Ziel, die Mens zu unterdrücken, schon allein um die Schmerzen bei der Blutung zu vermeiden. Bei der Mirena allein ist die Wahrscheinlichkeit schon ganz gut und mit zusätzlichem Medikament sollte es wohl machbar sein.

Ob die Endo mit der Mirena wirklich ein bisschen Stillsteht, werd ich wohl erst später erfahren... Ein Versuch ist es mir aber wert.

LG
Annemarie

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