Mirena auch bei mir die Ursache meiner Probleme?

Schreibe uns hier Deine Erfahrungen mit der Hormonspirale.

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Kris
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Mirena auch bei mir die Ursache meiner Probleme?

Beitragvon Kris » 26.02.2006, 20:17

Hallo Ihr Lieben,
Achtung, ein Roman!
Ich bin auf der Suche nach Antworten hier bei Euch gelandet und möchte nun "meinen Fall" hier schildern, weil ich gerade mit mir kämpfe: soll ich die Mirena entfernen lassen oder nicht? Nein, ich erwarte natürlich keine Antwort von Euch, würde mich aber um Meinungen von "Gleichgesinnten" hier im Forum sehr freuen. Manchmal kann man seinen Entschluß besser finden, wenn man sich von Menschen wir Euch ein wenig Rat holt.
Nun denn:
Ich bin 40 Jahre alt, verheiratet, habe einen Sohn von knapp 11 Jahren.
Es sei gesagt, daß ich immer ein sehr lebenslustiger Mensch war, zudem "die Dinge anpacke" und Probleme nie auf Eis gelegt habe, sondern versucht habe, sie zu lösen. Ich bin auch kein Mensch, der schnell zu Tabletten greift, wenn etwas nciht so recht ins Lot kommen will, sondern eher nach der Ursache forscht oder eben geringe körperliche Schmerzen auch mal eine Weile aushalten kann. Das nur zur Info.

Ich habe mir nach der Geburt unseres Sohnes für ca 3 Jahre eine Kupferspirale einsetzen lassen, mit der ich nie große Problem hatte. Regelschmerzen gab es zwar, aber sie waren erträglich und schnell auch wieder vorbei. Nach dem Ziehen dieser Spirale mußte ich aus finanziellen Gründen auf eine Neue verzichten. Nun gut, kein Problem- bis mein FA mir dann irgendwann im Jahr 2003 von der Mirena vorschwärmte. Er pries sie an und ich hörte erstaunt zu. Diese Spirale also sollte die Schmerzen nehmen, evtl. sogar die Periode der Vergangenheit angehören lassen und wäre zudem eben der sicherste Empfängnisschutz neben der Pille und 5 Jahre zu nutzen. Sehr schön. Ich wartete ein knappes Jahr ab und hatte mir so das Geld für die Mirena zusammengespart- immerhin waren das 300 Euro, die ich ja auch nicht mal eben so in der Tasche hatte. Vor dem Einsetzen fragte ich nochmals nach den Nebenwirkungen. Es warem ihm keine wirklich nennenswerten bekannt, jedoch sagte er, daß Frauen, die vom Kopf her die Spirale als Fremdkörper ansehen würden, besser darauf verzichten sollten- das aber käme ja nach der Erfahrung mit der damaligen Kupferspirale bei mir nicht in Frage und so stünde also dem Einsatz der Mirena nichts im Wege.So also bekam ich im Dez. 2004 das gute Stück eingesetzt.
Die nächsten 3 Wochen (Frohe Weihnachten....!) waren dann recht hart: Schmerzen, Blutung ohne Ende, Übelkeit, weil ich wegen der Blutung Hormone nehmen sollte, die ich aber dann abgesetzt habe . Dann aber war erstmal Ruhe. Ich bekam keine Regel mehr, merkte die Mirena "kaum bis gar nicht" und irgendwann habe ich gar nicht mehr an sie gedacht.
Ab April/Mai des Jahres 2005 begann bei mir dann das Drama: Ich baute ab, wurde zusehendst müde und schlapp, hatte hier und da die große Heulerei und wußte selbst nicht, was da mit mir los war. Zu der Zeit gab es familiär einige Schwierigkeiten und Probleme, die ich also schließlich als Grund ansah.
Es wurde schlimmer, ich bekam Schmerzen in den Gelenken- meine ohnehin schon angeschlagenen Knochen (Hüfte , Schulter ) meldeten sich in bedrohlicher Weise und da ich bisher von meinem Hausarzt nicht wirklich ernst genommen wurde, wandte ich mich also - mal wieder- an unseren wirklich guten Heilpraktiker, der nicht nur uns , sondern auch meine Tiere immer sehr gut behandelt hat. Er arbeitet mittels Blutanalyse und so nahm er mein Blut unter die Lupe. Er traf den Nagel auf den Kopf, besonders meine Muskelwerte waren sehr schlecht, ebenso die Funktion der Nieren und....die Psyche. Er verordnete einige Medikamente, schickte mich zum Chiropraktiker. Das war im September 2005. Trotz der ganzen Behandlungen bin ich bis heute nicht wirklich auf dem Damm. Ich baue weiter ab, meine Augen sind ständig geschwollen, ich habe ewig Schnupfen, Schmerzen mittlerweile im Bereich des Unterleibs und dadurch ein Ziehen bis in den Rücken. Linderung verschafft Wärme (Wärmflasche) und die regelmäßige Entleerung der Blase. Kurzum: Es zwackelt ständig irgendwie im rechten Unterleibsbereich und das ist mehr als nervend.
Was mein sonstiges Befinden angeht: ich bin lustloser dennje, ab und zu auch weiterhin die Heulerei, bin schnell "pikiert", habe keine Lust an den schönen Dingen des Lebens( habe viele Tiere und selbst die sind mir zur Zeit eher lästig), ständig bin ich müde, mag oft mit keinem reden und bin mittlerweile echt am Ende mit meinem Latain.
Letzte Woche nun folgte die Kontrolluntersuchung mittels erneuter Blutanalyse. Unser HP hat nun das erste Mal, seit ich ihn kenne (und das sind immerhin 15 Jahre) keine wirkliche Erklärung für das, was da mit mir passiert. Die Werte, die er nannte, passen genau zu dem, was ich empfinde. Besonders hervorgehoben haben sich die Herz-Kreislaufbeschwerden, die Gelenksentzündungen, die Muskelverspannungen im Bereich der Nieren , und die Schlafstörungen.
Nun hat er überlegt, was los sein könnte und fragte mich , was denn um Himmels Willen verändert worden ist im letzten Jahr......ich kam nicht drauf- ehrlich nicht! Er vermutete nun eine evtl. starke Belastung durch Elektosmog, da ich viel mit PC und Co zu tun habe. Zudem steht vor unserem Haus nicht nur ein Telefonmast, sondern auch ein Strommast . Komisch aber ist, daß mir da bisher nie etwas "Passiert" ist- die früheren Untersuchungen ergaben nämlich keinen Befund in der Richtung.
Er will mir nun ein Gerät zusenden, mit dem ich diese Spannungen im Schlafbereich messen kann, um eben diese Sache zu klären. Dieses Gespräch war am vergangenen Donnerstag. Seitdem habe ich also gegrübelt, WAS sich bei mir verändert hat und erst nach einigen Stunden kam ich.....auf die Mirena! Also bin ich ins Netz , habe mich erst über die Wirkung von Elektrostrahlung, dann über die Mirena informiert- und habe meinen Augen nicht getraut: Da gibt es mehr Paralellen, als mir lieb sind, viele Berichte stimmen überein und wenn ich nun "meinen Bauch" befrage und die früheren Blutergebnisse ins Gedächtnis rufe, dann kommt bei mir unterm Strich heraus: Die Mirena scheint mein Problem zu sein......
Ich habe mich in den letzten Wochen schon sehr "beobachtet". Veränderungen an mir sind nun unterm Strich folgende
- Keine Lust mehr auf Sex
- Nervosität und Unruhe, selbst in Phasen, wo keine andere Verpflichtung drückt
- Schlafstörungen, d.h., ich schlafe (laut meinem Mann) unruhig, bin morgens wie gerädert
- Hautveränderungen (hier und da Pickel, Gesichthaut ist sehr faltig geworden und ist gräulich-blass, sehr rauhe Hände)
- ständiger Schnupfen und Bronchitis in regelmäßigen Abständen
- dicke Augen, manchmal auch trocken
- Schmerzen vorwiegend in der rechten Hand, Finger teils recht unbeweglich und Kribbeln
- Schmerzen im Unterleibsbereich rechts, die zum Rücken hinziehen
- schnelleres Schwitzen unter den Achseln- wobei auch der Geruch sich dort verändert hat
- schneller fettende Haare
- Ohrgeräusche
- Herzrasen aus heiterem Himmel, manchmal auch in Ruhephasen
- Antriebslosigkeit
- Müdigkeit
- Appetitlosigkeit....daher nehme ich also eher ab als zu und kämpfe , mein Gewicht zu halten, um nicht noch schrecklicher auszusehen...
- depressive Phasen- ich nenne es mal so, obwohl nicht wirklich weiß, wie man sich in solche einer Lage fühlt- bei mir zeigt es sich indem ich negativ denke und das Ganze in ein paar Tränen enden lasse.....

Das sind so die Dinge, die ich bemerke- eine ganze Menge, wie ich finde, wobei man sicher das Ein oder Andere als Folge untereinander sehen muß, doch dennoch macht es mir Kopfzerbrechen, denn SO WAR ICH NIE!!!
Der Gedanke, daß diese spirale Schuld sein könnte, läßt mich nicht gerade fröhlich denken- es macht mir Angst und ich frage mich, was nun zu tun ist. Wiederum sagt mein Bauch: Raus damit! Schau, was passiert! Es KANN ja nur besser werden....! Aber ist das wirklich so?
Es ist schon alles recht dämlich.
Wenn ich aber Eure Berichte lese, die Nebenwirkungen und Probleme lese, dann komme ich fast zu dem Schluß, daß ich ebenso eine von "Wenigen"(???) bin, die das gute Stück nicht vertragen. Je länger ich warte, desto mehr könnte sie anrichten und darum wollte ich einfach mal Eure Meinungen und Gedanken hierzu hören (lesen).
Ich werde morgen Früh versuchen, den HP zu erreichen und hoffe, daß ich bis dahin meine Gedanken ein wenig sortiert habe.

Bin schon ganz strubbelig *gg*
Kristina

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mira
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Beitragvon mira » 26.02.2006, 22:28

Hallo Kristina,

Du hast ja schon einiges hinter Dir und ich kann mir gut vorstellen, wie Dir zu Mute ist. Man ist am Ende mit seinem Latein und sucht ständig nach einer Erklärung für seinen "erbärmlichen" Zustand. Aber
wie Du ja hier im Forum häufig lesen kannst, bist Du mit Deinen Problemen was Nebenwirkungen betrifft nicht die Einzige. Ich hatte unter der Mirena auch mit schlimmen Nebenwirkungen zu kämpfen, und auch ich habe sie nie mit der Mirena in Verbindung gebracht. Bis ich eines Tages auf dieses Forum gestoßen bin. Ich war fassungslos und dachte, das kann doch garnicht sein - so viele Frauen hatten die gleichen Symptome wie ich... Ich bin über ein Jahr von Arzt zu Arzt gerannt und keiner konnte irgendetwas finden...
Das mit dem Herzrasen, Kreuzschmerzen, Innere Unruhe und verstopfte Nase kenne ich auch zu gut!

Ich hab mir vor knapp 10 Monaten die HS ziehen lassen und muß sagen, es geht mir wesentlich besser ohne! Es sind zwar noch nicht alle Nebenwirkungen verschwunden, aber von Monat zu Monat geht es mir besser. Ab und zu kommt wieder ein Tief, aber auch das geht vorbei. Der Körper braucht einfach Zeit um das ganze zu verarbeiten. Ich kann Dir nicht raten, sie ziehen zu lassen, aber behalte einfach im Auge, daß einige Deiner NW von der Mirena kommen können. Manchmal ist es auch ganz gut auf sein Bauchgefühl zu hören...

Bin gespannt, wie Du Dich entscheidest und was Dein Heilpraktiker dazu meint. Laß Wieder von Dir hören!

Liebe Grüße Mira :arrow:
43 Jahre, 4 Jahre Mirena, seit 09.05.2005 OHNE!!

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Latifa
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Beitragvon Latifa » 26.02.2006, 22:44

Hallo Kris,
ich schließe mich meiner Vorrednerin an: behalt im Auge, dass es eventuell die Mirena sein könnte!
Du solltest aber auf keinen Fall nur den finanziellen Aspekt bei Deinen Überlegungen nach dem Ziehen sehen. Sicher, das Ding + Einsetzen ist und war teuer, aber wiegt Geld die Gesundheit auf?
Sorry, das hörte sich jetzt doch wie "laß sie Dir ziehen" an ...
Ich für keinen Teil bin mir sicher, dass nach dem Ziehen in meinem Körper zwar noch die Hormone ´rumwabern, aber alleine schon das Hochgefühl, jetzt ja eigentlich nix mehr haben zu können, hat bei mir schon Besserung bewirkt (ja,ja der Kopf will auch betrogen werden *g*)
Auf der anderen Seite werden wir ja alle nicht jünger, vielleicht sind es bei Dir schon die ersten Anzeichen der Wechseljahre? Hast Du das schon mal testen lassen?
An die Sache mit dem Elektrosmog glaube ich eigentlich nicht, denn dann müßte es Deiner Familie ja auch schlechter gehen.
Ich würde an Deiner Stelle erstmal abwarten, was der HP sagt - die stellen ja manchmal unglaubliche Dinge fest und man fragt sich, woher der das jetzt wieder weiß *lach*
Halt uns auf dem Laufenden!
Bis dahin erstmal gute Besserung und "Kopf hoch"!
Jahrgang 1969, kinderlos, nach 4 1/2 Jahren Mirena seit 20.02.06 ohne
seitdem nfp, Sterilisation am 16. Mai 07

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aknit
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Re: Mirena auch bei mir die Ursache meiner Probleme?

Beitragvon aknit » 26.02.2006, 23:06

- Keine Lust mehr auf Sex
- Nervosität und Unruhe, selbst in Phasen, wo keine andere Verpflichtung drückt
- Schlafstörungen, d.h., ich schlafe (laut meinem Mann) unruhig, bin morgens wie gerädert
- Hautveränderungen (hier und da Pickel, Gesichthaut ist sehr faltig geworden und ist gräulich-blass, sehr rauhe Hände)
- ständiger Schnupfen und Bronchitis in regelmäßigen Abständen
- dicke Augen, manchmal auch trocken
- Schmerzen vorwiegend in der rechten Hand, Finger teils recht unbeweglich und Kribbeln
- Schmerzen im Unterleibsbereich rechts, die zum Rücken hinziehen
- schnelleres Schwitzen unter den Achseln- wobei auch der Geruch sich dort verändert hat
- schneller fettende Haare
- Ohrgeräusche
- Herzrasen aus heiterem Himmel, manchmal auch in Ruhephasen
- Antriebslosigkeit
- Müdigkeit
- Appetitlosigkeit....
- depressive Phasen- ich nenne es mal so, obwohl nicht wirklich weiß, wie man sich in solche einer Lage fühlt- bei mir zeigt es sich indem ich negativ denke und das Ganze in ein paar Tränen enden lasse.....
Bin schon ganz strubbelig *gg*
Kristina
Hallo Kristina,
ich kenne fast jede deiner Symptome und ich habe die Mirena erst letzte Woche bekommen. Ich habe nicht ab sondern eher zugenommen was letztendlich wohl am Essen gelegen hat.
Fettige Haare, die Veränderung des Geruchs beim frischen Schweiß, die Ohrgeräusche und das Händekribbeln mit teilweiser Unbeweglichkeit fehlt jedoch.
Alles andere hatte ich auch ohne Mirena. Dazu kam dann noch die ständige Bluterei.
Vielleicht liegt das auch am Alter, bei mir fing das ganze mit ca. 38 Jahren an und steigerte sich immer weiter. Die depris sind zum Schluß soweit gegangen dass ich weder Lust hatte mich mit Freunden zu treffen oder sonst irgendwas zu machen. Ich mußte mich immer wieder in den Hintern treten um diese Antriebslosigkeit zu überwinden. Das alles hat mich dazu gebracht die Mirena auszuprobieren. Sollte sich an meinem Befinden nichts ändern(zum Positiven) oder alles bleiben wie es war werde ich sie logischerweise wieder entfernen lassen. Bisher gehts mir nicht anders als vorher, eher besser weil die letzte Blutung nicht lange andauerte und ich auch nicht so stark blutete. Ich habe nie Hormone genommen also kann das Befinden nicht daran liegen, vielleicht sind das einfach die Wechseljahre.
Wenn du allerdings der Meinung bist es liegt an der Spirale und dieses Gefühl bleibt, laß sie dir ziehen, vielleicht ist es bei dir ja wirklich so.
Mit einem mulmigen Gefühl wird es dir nicht besser gehen.
Ich wünsch dir dass du für dich die beste Entscheidung triffst, scheiß auf das Geld, wenn du der Meinung bist es liegt daran dann laß sie dir ziehen.
Da ich die Spirale erst kurz habe kann ich noch nicht mitreden, vielleicht kann ich nach einem halben Jahr meinen Senf dazugeben und weiß ob sie für mich gut ist oder nicht.
Lieben Gruß aknit

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MIps
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Beitragvon MIps » 27.02.2006, 10:15

Hi DU!
wollte mich jetzt auch mal kurz zu wort melden.
erstaml: herzlcih willkommen!!!
und nun;
klar kann es von der mirena kommen, doch wer gibt die sicherheit?
es kann auch alles andere sein, vll. auch das alter (soll nicht böse klingen)!
ich weiss nciht so recht, vll.ist es auch etwas völlig anderes.
ich kann aber nur sagen, alles was da an nw beschreiben werden habe ich auch gehabt, ALLES!!
nun habe ich sie seid über einem monat draussen und es wird immer besser und besser!
ich will damit ganz sicher nicht sagen raus damit oder lass es drinn, dass kann es ja nicht sein, doch muss man sich für die verhütung wirklich soviel antun(lassen)??
nein, gewiss nicht.
um gewissheit zu bekommenuhnd die mirena ganz iund gar ausschliessen zu können, muss sie raus, anders geht es ja nicht.

doch die entscheidung liegt ganz bei dir.
ich drück dich und wünsch dir alles alles gute!!!
schreib uns doch dann auch mal wie es sir geht und was du nun vorhast!
susi
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Kris
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Beitragvon Kris » 27.02.2006, 11:50

Hallo!
Sooooooo. Nun habe ich also laaaange mit dem HP gesprochen und ihm meinen Verdacht geschildert. Er hat sich die letzten und vorletzen Befunde geholt, hat verglichen, ist ins Netz marschiert und sagte schließlich : " Da brauche ich mich ja nicht zu wundern, daß die Werte sich nur gering verbessert haben und immer wieder Widersprüche au´ftauchen". Er hat z.B. den nicht im Normbereich ( für mein Alter)liegenden Hormonwert mit der Schilddrüse in Zusammenhang gebracht - weil er ja auch nicht wußte, daß ich eine Hormonspirale trage. Nun aber sieht die Sache also anders aus. Er hat weiter in die Werte geschaut und schließlich kam der Rat: "Ziehen lassen". Nur so könnte man , allerdings mit Hilfe eines Medikamentes, das helfen soll, erreichen, nicht in das von vielen beschriebene Loch nach der ENtfernung zu fallen. Diese Beschwerden würden zwangsläufig auftreten, sowie die konstante Abgabe des Hormones aus der Spirale wegfällt. Er erklärte mir, daß es hierbei zur Pille einen gravierenden Unterschied gibt: Die Pille fügt dem Körper täglich eine gewisse Hormondosierung zu, die über 24 Std. hinweg abgebaut wird. Sie wirkt also entsprechend "dosiert" über einen begrenzten Zeitraum , wobei am Ende der 24 Stunden die Wirkung schwächer wird- bis zur nächsten Einnahme. Also stellt der Körper sich entsprechend ein.
Bei der Spirale aber wird konstant immer die gleiche Menge über diese 24 Stunden hinweg abgegeben, also ohne, daß der Körper das Hormon auf ein Minimum abbauen kann, wie es bei der Pille der Fall ist. Somit ist also eine HS letztlich belastender für den Körper. Wird die HS nun entfernt, kommt es zum schlagartigen "Stopp" und der Körper hat zunächst jede Menge damit zu tun, damit klarzukommen. Daher also empfiehlt er mir dieses Medikament, welches den Homonhaushalt ALTERSENTSPRECHEND wieder ins Lot bringensoll. Zunächst über die Dauer von 4 wochen, wobei man bei der Dosierung individuell handeln muß. Man kann also je nach Befinden mehr oder eben weniger einnehmen. Nach den 4 Wochen geht die Dosierung runter und wenn man ds Gefühl hat, es ist o.k., kann man es absetzen und letztlich nur noch bei Bedarf einnehmen. Naja, und sympathisch ist mir dabei, daß es sich um kein chemisches Mitel handelt.......das gebe ich ehrlich zu. Bisher haben die homöopathischen Mittel bei mir immer den gewünschten Erfolg gebracht und daher käme für mich auch in diesem Fall mal erst nichts anders in Frage.
Nun werde ich mir also einen Termin geben lassen, werde dem sicher erstaunten FA bitten, die Mirena zu entfernen und hoffe, daß ich dort nicht wild herumdiskutieren muß. Ich habe keine Lust mich zu rechtfgertigen, wie es leider oft bei Ärzten der Fall war, wenn es um Homöopathie geht ....
Nach dem Gespräch heute morgen bin ich mir schon sicher, daß wir die Wurzel meines Übels gefunden haben und natürlich werde ich Euch weiterhin gern berichten. So schnell werdet Ihr mich ganz bestimmt nicht los :wink:

Nun noch allgemein zu Euren Postings: Erstmal: DANKE! Es ist gut, wenn man ehrliche und erfahrungsgemäße Antworten bekommt- es nutzt nichts, wenn man nur oberflächlich antwortet, denn es bringt einen kaum ein Stück weiter. Ihr alle habt mir hier Denkanstöße gegeben und das weiß ich wirklich zu schätzen :D .
Da meine Beschwerden einige Wochen nach dem Einsetzen der HS begannen, schließe ich zunächst einmal den Beginn der Wechseljahre aus- gut, mit 40 ist man keine 20 mehr, klar *gg*, aber bis dahin waren noch keine Anzeichen vorhanden- im Gegenteil, es ging mir sehr gut und sowas wie "Seelenlöcher" ohne Grund kannte ich nicht. Außer....während der Zeit, wo ich über Jahre hinweg die Pille genommen habe. Da war die Zeit während der Periode schonmal ein wenig belastend, aber eben nie so stark, zudem von Pille zu Pille unterschiedlich.
Mein Fazit zu dem Ganzen: Ich bin es einfach leid, weiterhin von Hinz nach Kunz zu rennen, Untersuchungen machen zu lassen, die dann doch wieder nichts ergeben, Ärzten Rechenschaft darüber abzugeben, warum ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden bin und letztlich als Simulant hingestellt zu werden, obwohl ich- ich sags mal duetlich- wirklich seit September letzten Jahres einfach nur "scheiße" aussehe. Da nutzt kein Make up, keine Ruhephasen, wo man sich "so richtig pflegen kann", auch kein Entspanungsbad oder schöne Unternehmungen. Es ist einfach an der Zeit, etwas zu tun und ich sehe hier also meine Chance, auf einen besseren Weg zu geraten. Daher steht mein ENtschluß nun fest:
Ich lasse mir die Mirena nächste Woche entfernen. Punkt. 8)
Ich werde Euch gern und auch ausführlich über meinen weiteren Weg berichten- vielleicht kann der Ein oder Andere seine Schlüsse daraus ziehen- ich jedenfalls bin froh, in "guten Händen" zu sein und die Aussicht auf "Hilfe danach" läßt mich schon jetzt ein wenig optimistischer werden.
Ganz liebe Grüße an Euch alle und nochmals Danke!
Kristina
PS: Nun hat der FA noch Urlaub und ich muß mich bis nächsten Montag gedulden.....*seufz*

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Beitragvon MIps » 27.02.2006, 12:12

hi Kris!
schön, dass es jetzt zu einem ergebniss gekommen ist!
und hp-mittel sind doch das beste!!!
wir wollen dich garnicht loswerden, kannst immer bei uns bleiben!
ich freue mich richtig mit dir, dass sich alles so zum positiven geändert hat!!!!
schön, dass das so schnell ging! (relativ).

schöne und liebe Grüsse, susi
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Beitragvon MIps » 27.02.2006, 12:12

ach ja, wo wohnst du im nrw?
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Beitragvon mina » 01.03.2006, 15:42

Hallo Kris

Erstmal herzlich willkommen hier im Forum.
Dein Beitrag hat mich einmal mehr wirklich nachdenklich gemacht. Ich bin immer wieder erstaunt, wievielen Frauen es ähnlich ergeht. Viele Deiner Symptome kenne ich auch. (Haarausfall, unreine Haut, laaaaaaaaange Schmierblutungen, Unterleibsschmerzen die bis in den Rücken ziehen, Schlafstörungen, extreme Gereiztheit, Libidoverlust usw usw. Deine Schilderungen wie Du Dich persönlich verändert hast, haben mich besonders berührt. Mir erging es genau gleich. Ich fühlte mich total abgestumpft, hatte an nichts mehr richtige Freude. Schlussendlich ertrug ich auch kaum mehr Berührungen, weder von meinem Mann noch von meinen kleinen Kindern. Ich schob alle Veränderungen auf den "Stress" mit zwei kleinen Kindern, den Umzug in ein eigenes Haus usw usw. Mein Mann hat mir vor nicht allzulanger Zeit gesagt, dass er mich gar nicht wieder erkennt, er sähe mich überhaupt nicht mehr lachen oder fröhlich. Traurig musste ich ihm recht geben.
Immer und immer wieder habe ich mir einzuhämmern versucht, dass das doch alles gar nicht mit der Hormonspirale zusammenhängen kann. Dachte immer, jetzt reiss Dich mal zusammen und tu nicht so. Soviele Frauen tragen die Mirena und allen geht es gut.
Vor einem Monat habe ich mir die Mirena nach langem hin und her nun ziehen lassen. Ich habe den Schritt gewagt, denn eigentlich kann es nur noch besser werden. Ich wollte das alles mir und vorallem meiner Familie nicht länger antun ! Und solange ich es nicht versucht hätte, hätte ich nie Gewissheit ob meine Beschwerden wirklich mit der Mirena zusammenhängen.
Nur schon als ich den Termin für's Ziehen hatte, fühlte ich mich enorm erleichtert. Und sofort nach dem Ziehen fühlte ich mich unendlich befreit und überglücklich, diesen Fremdkörper endlich los zu sein.
Seither geht es mir "kopfmässig" sehr gut, ich denke dass ich wirklich die richtige Entscheidung getroffen habe. Ob all meine Beschwerden wirklich besser werden, wird die Zeit zeigen. Mein Mann meint auf jeden Fall, dass ich mich bereits in dieser kurzen Zeit positiv verändert hätte. Und die LUST ist auch endlich wieder da !!!! :D :D :D
Du bist übrigens sehr zu beneiden, dass Du einen HP hast, dem Du so grosses Vertrauen schenken kannst ! Ich drücke Dir ganz fest die Daumen und würde mich freuen von Deinen Erfahrungen weiter zu lesen.
Alles Gute.
34 Jahre alt - 2 Kinder (3 und 1jährig), Mirena seit Dez. 04, ohne seit 03.02.06...

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Beitragvon Kris » 11.03.2006, 18:42

Hallo Ihr Lieben,
nun habe ich es also getan: Ich habe mir gestern die Mirena ziehen lassen. Es hat überhaupt nicht weh getan und ich habe es kaum mitbekommen *pühhhh*.
Wie es natürlich zu erwarten war, war mein FA sehr verwundert......er fragte nach dem "Warum". Ich habe mir schon zuvor Gedanken gemacht, was ich dazu sagen sollte und letztlich habe ich beschlossen, die Wahrheit zu sagen. Also habe ich ihm von meinen Veränderungen berichtet, ebenso von den bisherigen Behandlungen, die keinen Erfolg brachten und letztlich dann auch vom HP ..... Erstaunlicherweise fand er diesen "Weg" nicht fragwürdig, meinte aber (wie es zu erwarten ist), daß die Mirena ganz sicher keine Schuld an meiner Situation hätte. Nun...ich habe ihn dann dezent auf gewisse Seiten im Internet aufmerksam gemacht :wink: , habe ihn gefragt, ob er denn in seiner Praxis NIE irgendwelche Nachteile zu hören bekommen hätte.......Nein, hat er nicht :roll: . Tja, wers glaubt..... Ich schätze einfach mal, daß einfach zu wenig Frauen auf diese Dinge hingewiesen haben oder eben sich nicht getraut haben, es deutlich auf den Punkt zu bringen? Aber wen wundert das- man kann ja nicht davon ausgehen, daß einem geglaubt wird. So mußte ich es ja letztlich auch erfahren.
Mir wurde dann gesagt, daß es wohl auch daran liegen würde, daß ich "vom Kopf" her die Spirale ablehnen würde und somit auch die Beschwerden im Unterleib zu erklären wären. Zudem wären Frauen um die 40 oft "im Umbruch", würden ihr Leben verändern wollen, Neues testen und eben auch die Einstellungen ändern...
Nun gut, das mag ja sein- auch ich verändere gerade etwas an meinem Leben- mit Volldampf sozusagen- , aber nicht, weil ich Panik hätte, sondern weil ich einfach den jetzigen Zeitpunkt als den Richtigen sehe: Kind wird selbständiger, so daß die Möglichkeit besteht, ein paar Stunden mehr Geld zu verdienen, zudem möchte ich mir mit meinem Nähhobby eine kleine Nebenverdienstmöglichkeit schaffen usw. . Das Alles aber ist nur möglich, wenn ich körperlich fit bin und das war nun lange genug nicht der Fall. So habe ich dann auch nicht mehr groß etwas dazu gesagt, außer, daß ich dann im Sommer bei der nächsten Untersuchung gern berichten werde, was sich getan hat ;-) Wolln also mal sehen, was passiert.
Im Moment fühle ich mich wohl- jemand hier schrieb mal: "befreit" und das kann ich nur bestätigen. Für mich ist es nun der richtige Schritt, wieder "ganz die Alte" zu werden und daran werde ich nun mit Freude arbeiten. Ich habe für mich beschlosssen, daß ich mich nicht runterziehen lasse, werde mich also höchstpersönlich in den Allerwertesten treten und Euch- wenn ihr wollt- meine weiteren Erfahrungen "ohne" mitteilen.
Tja, das mußte ich Euch dann mal mitteilen ...
Liebe Grüße von einer doch recht frohen
Kris

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