Vorzeitige Wechseljahre / Haarausfall / Hormonspiegel

Schreibe uns hier Deine Erfahrungen mit der Hormonspirale.

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Andbro
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Vorzeitige Wechseljahre / Haarausfall / Hormonspiegel

Beitragvon Andbro » 06.04.2004, 12:32

Kurze Einleitung:

Seit Jahren habe ich, 37 Jahre 1 Kind, verschiedene "Haut"-Pillen genommen. 2002 war nach sehr schlechten Leberwerten, u.a. viel zu viel Kupfer im Blut, damit Schluss. Bis 09/2003 habe ich alternativ verhütet. Im September 2003 hatte ich mich dazu durchgerungen die Hormonspirale einsetzen zu lassen.

Der Anfang:

Das Einsetzen und die ersten Monate liefen eigentlich problemlos ab. Hin und wieder hatte ich mal stechende Unterleibsschmerzen. Das pegelte sich dann aber auf einmal im Monat (Eisprung) ein und war auszuhalten. Die Monatsblutung wurde immer weniger. Also alles bestens.

Nach 6 Monaten:

Im März 2004 fing ich an übermäßig zu schwitzen. Dann fing es mit dem Haarausfall an. Erst weniger und dann immer mehr. In meiner Familie liegt Haarausfall bei den Frauen in den Wechseljahren in der Familie. Aber ich bin erst 37 Jahre alt. Eigentlich habe ich noch einwenig seit.

Also fing ich an zu recherchieren. Da ich leider auch noch eine Schilddrüsenerkrankung habe, könnte es ja auch davon kommen. Aber die Laborwerte sind alle in Ordnung und das schon über Jahre.

So bin ich dann auf die Spirale gekommen. Meine Frauenärztin habe ich darauf angesprochen. Sie sieht keinen Zusammenhang zwischen Spirale und Haarausfall. Angesprochen auf die vielen Berichte im Internet und die beschriebenen Nebenwirkungen erhielt ich die Antwort: "Im Internet wird viel behauptet".

Eigentlich ist die Frauenärztin eine sehr kompetente Ärztin, die ich mir 2002 (nach meinen Pillen-Reinfall) neu gesucht hatte und mir von mehreren Bekannten empfohlen wurde. Ich war bis jetzt sehr zufrieden.

Na jedenfalls wurde noch eine Laboruntersuchung gemacht. Vorigen Freitag dann die Auswertung am Telefon. Mein Progesteron-Wert ist viel zu niedrig. Also ich habe recht (so die Ärztin) es sind Wechseljahrsbeschwerden. Entweder ich lebe jetzt mit den Beschwerden oder sie schlägt eine Hormonersatztherapie vor. Als ich erwiderte, mit Haarausfall möchte ich eigentlich nicht leben, meinte sie ich solle mir dann das Rezept dazu abholen.

Jetzt bin ich am überlegen was ich mache. Von zusätzlichen Hormoneinnahmen hört man ja auch nichts gutes. Und eigentlich kommt es ja bestimmt von der Spirale, da ich fast keine Blutungen mehr habe, denkt der Körper ich bin in den Wechseljahren.

Eigentlich müsste ich mir die Spirale ziehen lassen, oder? Im Augenblick bin ich ziemlich unentschlossen.

Andrea

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Kiki
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Hallo Andrea!

Beitragvon Kiki » 06.04.2004, 12:49

Deine Geschichte gleicht vielen die mir bekannt sind.
Auch ich hatte Probleme mit starkem Haarausfall. Meine Ärzte haben immer gesagt das kommt von der Schwangerschaft, aber eingependelt hat sich das nie, bis jetzt wo die Spirale raus ist!
Auch ich hatte mit Schüttelfrost-Anfällen zutun. Wenn alle draußen mit Jacke rumgelaufen sind, bin ich im T-Shirt rumgelaufen und anders rum.
Ich bin auch fest der Meinung das der Körper, dadurch das er keine Menstruation hat glaubt man sei in den Wechseljahren. :?:

Bevor du weitere Hormone nimmst würde ich dir auch raten erstmal die Spirale ziehen zu lassen. ABer das mußt du für dich entscheiden. Ich kann nur sagen das es mir sehr viel besser geht ohne Mirena.

Ich wünsche dir viel Glück!

Lieben Gruß,
Kiki
28 Jahre, 1 Kind (2te unterwegs) Mirenafrei seit 08/04

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viv66
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Beitragvon viv66 » 06.04.2004, 13:00

Hallo!
Ich hatte ca. ein halbes Jahr nach dem Setzen der Mirena Haarausfall (hat sogar mein Friseur bemerkt), vorher hatte ich die Pille Femigoa genommen, ich dachte erst, dass es vielleicht mit dem Absetzen der Pille zusammenhängt. Keine Ahnung. Jedenfalls wachsen
jetzt meine Haare nach, nachdem die Mirena draußen ist.
Ich würde auch auf keinen Fall Hormonersatzpräperate nehmen, erstmal die Mirena ziehen lassen und abwarten inwiefern sich alles normalisiert, - ist bestimmt gesünder für den Körper :-))
lg
viv66

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Kathie
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an welchem Zyklustag wurde der Progesteronwert gemessen?

Beitragvon Kathie » 07.04.2004, 10:03

konnte deine FA genau wissen an welchem ZYKLUSTag der Progesteronwert gemessen wurde? Der Grund für meine Frage:

bis zum Eisprung liegt der wert unter 1.5. Erst dannach steigt der Wert auf bis zu 25 (oft sogar mehr).

D.h. die Aussage deines FA's ist völlig falsch wenn du z.b. am 1-ca 12 ZT Da warst.

Ich würde mir die Werte alle in Kopie geben lassen und das selbst recherchieren bevor du irgendwelche Hormone einnimmst.

Da du anscheinend deinen Eisprung spürst, kannst du vielleicht zurückverfolgen an welchem Tag der Test gemacht wurde.

Übrigens, bevor eine Frau die Diagnose Menopause oder Premenopause bekommt werden mindestens dreimal im Zyklus Hormonwerte bestimmt.
zt3, am Eisprung und 7 Tage nach dem Eisprung. Gewisse Hormone sind dann entweder überhöht oder zu wenig.

Wenn schon bei dir in der Familie Probleme mit Haarausfall bekannt sind, würde ich die Spirale auch ziehen lassen und erst dann noch einmal die Blutwerte 3 mal kontrollieren lassen.

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Andbro
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Re: an welchem Zyklustag wurde der Progesteronwert gemessen?

Beitragvon Andbro » 07.04.2004, 11:01

über meinen letzten Zyklus wusste die Ärztin Bescheid. Ich befand mich in der zweiten Zyklus-Phase. Dafür war der Progesteronwert zu niedrig. Deshalb soll ich ja ein Hormon nehmen, welches ab dem 15. ZT eingenommen werden muss. So die Aussage meiner FÄ.

Gestern habe ich mir einen Termin für nächsten Dienstag geben lassen. Dann werde ich mir die Spirale ziehen lassen. Auch wenn das meiner FÄ nicht passen wird.

Vielen Dank für Eure schnellen Antworten. Einen schönen Tag wünscht Euch noch


Andrea

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Kathie
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Beitragvon Kathie » 07.04.2004, 16:23

Hier bin ich noch einmal! Ich hoffe, ich nerve jetzt nicht.

Andrea, lasse dir trotzdem einfach einmal die Ergebnisse ausdrucken. oder frage zumindest nach, wie hoch der Progesteronwert war.

Auch wenn er niedrig war, bedeutet das noch lange nicht, dass das jeden monat so ist. Ab mitte 30 kann es sehr gut passieren, dass wir in manchen Monaten keinen Eisprung haben. Dann steigt auch das Progesteron nicht an.

Ich würde mindestens mal noch einmal oder zweimal den Wert kontrollieren lassen, bevor du anfängst Progesteron einzunehmen.

Als ich damals versucht habe schwanger zu werden, hat mir meine FA auch Utrogest (Progesteron) verschrieben. Mein Progesteron war am 7. TNE ca 18 oder so. Als ich das dann recherchiert habe, habe ich es weggelassen, weil dieser Wert noch ok ist. Es hatte nämlich auch einige Nebenwirkungen, wie z.B MÜdigkeit.

Nach meiner ERfahrung mit dieser Spirale bin ich einfach sehr vorsichtig geworden, was die Einnahme von Hormonpräparaten angeht.

Es gibt auch nioch die Möglichkeit Agopton einzunehmen. Das ist ein natürliches Mittel, welches Östrogen/Progesteron ausgleicht. Es hilft auch nachweislich gegen PMS und ist besonders für Frauen geeignet, die auf die Wechseljahre zugehen (aber nicht nur). Ich werde es mir jetzt auch besorgen.

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