1 Jahr ohne Mirena ...

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caro2402
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1 Jahr ohne Mirena ...

Beitragvon caro2402 » 28.04.2007, 21:30

Heute feiere ich mein 1jähriges "ohne-Mirena-Jubiläum" und möchte berichten, wo ich heute stehe ... !

Zu Beginn noch mal kurz meine Geschichte : Seit Januar 2005 hatte ich unzählige Beschwerden (Zittern, Schwindel, Übelkeit, Kreislaufschwäche, Durchfall, Sehstörungen, Gewichtsverlust, Schlafstörungen, Depression, Appetitlosigkeit, Panikattaken, Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Angst usw.). Über 1 Jahr habe ich eine wahre Ärzte-Rallye absolviert (Hausarzt, Gyn, Internist, Augenarzt, Radiologe, Psychologe, sogar Krankenhaus mit Rundum-Check) und unzählige Untersuchungen über mich ergehen lassen (Ultraschall, Röntgen, EKG, Blut- Stuhl- Urin-Untersuchungen, Allergietests, Fruchtzucker-Test, Laktose-Unverträglichkeitstest, Lebensmittel-Allergietest, Magenspiegelung, Darmspiegelung, Schilddrüsen-Szintigramm usw.). Alle Untersuchungsergebnisse waren o.k. und so probierten die Ärzte allerlei Medikamente an mir aus - ohne Erfolg. Zu guter Letzt wurden mir psychosomatische Probleme bescheinigt und Antidepressiva verabreicht mit der Auflage 4 Stunden Psychotherapie zu absolvieren. Ich habe mir dann gezielt eine Psychotherapeutin ohne Doktor-Titel ausgesucht, weil ich von Ärzten genug hatte. Das war ein echter Glücksgriff, denn die Dame hat mir als erstes das Antidepressiva ausgeredet. Meine Beschwerden konnte sie mir zwar nicht nehmen, aber das "drüber reden" half mir sehr und sie bestärkte mich darin, selbst zu recherchieren und nicht so sehr auf die Ärzte zu vertrauen.

Am 27. April 2006 habe ich dann dieses Forum entdeckt und stundenlang gelesen ... am 28. April 2006 stand ich unangemeldet um 8 Uhr in der Praxis meines FA und habe darauf bestanden (!!!), dass die Mirena SOFORT entfernt wird. In der nachfolgenden Zeit gab es Höhen und Tiefen und Tage an denen ich zweifelte ob Mirena wirklich Ursache sei oder ob ich doch ein "Psycho" bin. Mit Remifemin Plus habe ich versucht, die erste miese Zeit abzumildern. Im Kalender habe ich alle Beschwerden und Stimmungen zu notieren und konnte so verfolgen, dass die Eintragungen langsam von Monat zu Monat weniger wurden. Heute spüre ich pünktlich um den Eisprung und vor der Mens noch kleine Tiefs, aber größtenteils fühle ich mich prima. Ich habe ein großes Stück Lebensqualität zurückbekommen und fühle mich fast wieder so fit wie vor meinen Mirena-Beschwerden. Sicher dauert es noch eine Weile, bis das ganze Hormonchaos behoben ist und mein Körper die Hormonproduktion wieder selbst richtig in den Griff bekommt, aber ich bin zuversichtlich und weiß, dass ich das schaffen werde.

Ich hoffe, mein Bericht macht Leidensgenossinnen Mut und hilft, diese schlimme Zeit zu überstehen. Ich wünsche Euch allen viel Kraft und Energie dafür. Seid sicher und glaubt daran, dass es Euch bald besser gehen wird.

Ganz liebe Grüße und DANKE, dass es dieses Forum gibt
Caro :arrow:
Caro, 46 Jahre, verh., 2 Kinder, 1.Mirena ab Nov99, 2.Mirena Nov04-Apr06

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