Brustschmerzen, Übelkeit, Unterleibsschmerzen, Zysten !

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Bianca

Brustschmerzen, Übelkeit, Unterleibsschmerzen, Zysten !

Beitragvon Bianca » 02.02.2004, 20:28

Hallo,

ich bin 37, kinderlos und trage Mirena seit Juli 2001. Vorher nahm ich 14 Jahre lang die Pille - zum einen natürlich zur Verhütung, zum anderen wegen meiner extrem unregelmäßigen, schmerzhaften, starken und langanhaltenden Blutungen. Mirena wurde mir von meinem langjährigen FA wärmstens ans Herz gelegt, als "meine" Pille vom Markt genommen wurde und sich bei verschiedenen anderen Präparaten, auch nach einer Ausschabung, immer wieder Zwischenblutungen einstellten.

Das Einlegen empfand ich als äußerst schmerzhaft. Seitdem begann für mich ein Wechselbad der Gefühle: Zuerst war ich Feuer und Flamme, denn nun brauchte ich mir über mögliche Wechselwirkungen mit irgendwelchen Schmerzmittelchen oder dergleichen keine Sorgen mehr zu machen, auch nicht über plötzlich eintretenden Durchfall. Doch schon nach zwei Wochen bekam meine Euphorie den ersten Dämpfer: Meine Brust schmerzte fürchterlich, mir war entsetzlich übel, ich hatte ein unbehagliches Ziehen im Unterbauch. Als ich meine Beobachtungen beim ersten Check-up ansprach, brach mein FA in Entsetzen aus: "Mein Gott, hoffentlich sind Sie nicht schwanger!" Ganz so arg war es dann nicht ... im Ultraschall fand sich jedoch eine Zyste - eine völlig neue Erfahrung für mich, ebenso wie die verordnete Gestagenbehandlung. Als bei der erneuten Kontrolle alles okay war, kehrte meine alte Zufriedenheit zurück. Aber sie währte leider nicht lange, denn bald begannen Dauerblutungen ... und bei der Routineuntersuchung wurde erneut eine Zyste diagnostiziert.

Diese Erfahrung mußte ich mittlerweile sechs- oder siebenmal machen. Und jedes Mal bekam ich Gestagentabletten verordnet: Sovel, Prosiston, Duphaston oder Prothil - auch gegen verlängerte Blutungen von Periodenstärke.

Inzwischen sind die Blutungen schwächer geworden und treten nicht mehr an 11 Tagen/Monat auf, sondern maximal an vier. Das Übel mit der Zystenneigung ist geblieben. Mein FA, der mir Mirena für DM 600,00 als

-> "absolut sichere, sehr gut verträgliche Methode, die - wie die Pille - absolut regelmäßige, jedoch nur ganz leichte Blutungen von max. 1 Tag/Monat hervorruft, wobei diese sogar bei 1 % der Trägerinnen ganz ausbleiben können" <-

verkaufte, räumte inzwischen ein, daß selbst Hormonexperten den Störungen (auch Zysten!) gegenüber, die durch diese Methode verursacht werden können, machtlos seien. Ferner erklärte er mir kürzlich (!), daß 3 % der Mirena-Trägerinnen permanent bluteten.

Eine Zeitlang hatte ich auch den Verdacht, daß Mirena bei mir Pilz- und bakterielle Infektionen begünstigt, da diese regelrecht geballt auftraten. Allerdings gab es solche Phasen auch unter der Pille bei mir gelegentlich, so daß es schwierig ist nachzuweisen, daß Mirena die Ursache war. Dies gelingt schon eher bei meinem Hautbild, denn in den letzten Monaten neige ich zu sporadisch auftretenden Unreinheiten, was zuletzt während der Pubertät der Fall war.

Hätte ich das alles, verbunden mit dem Risiko, daß eine Spirale ausgestoßen werden kann, vorher gewußt, hätte ich mich sicherlich für die Sterilisation entschieden.

Dennoch habe ich während der letzten 2 1/2 Jahre auch eine positive Erfahrung machen dürfen: Litt ich unter den meisten Pillenpräparaten mit schöner Regelmäßigkeit unter (Hormonentzugs-)Migräne, so hatte ich seit Mirena erst zweimal heftige Kopfschmerzen.

Abschließend ein Dankeschön an die "Kollegin", die dieses Forum ins Leben gerufen hat, das m. E. sehr interessant ist. Ich werde bestimmt öfter mal reinschauen.

Gruß,
Bianca

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