5 Monate ohne Mirena!!!

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Zuzie
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5 Monate ohne Mirena!!!

Beitragvon Zuzie » 02.07.2004, 21:37

Hallo Ihr Lieben,
auch mir fügte die Mirena 1 1/2 Jahre großes Leid zu.
Es begann mit ständiger Übelkeit, Magenschmerzen, Durchfall, Kreislaufproblemen und endete mit heftigsten Depressionen.
Diese wurden ca. 1 Jahr mit Antidepressiva behandelt.
Ich muss sagen, dass ich zuvor ein sehr fröhlicher ausgeglichener Mensch war, den nichts so schnell aus der Fassung brachte. Das änderte sich mit Einsetzen der Mirena. Insgesamt "trug" ich sie 3 1/2 Jahre. Nach anfägnlichen 6monatigen Schmierblutungen und Rückenschmerzen stellten sich die o.g. Symptome ein. Zuerst wusste eben mal wieder Keiner was mit mir los war. Meine FA streitete sämtlichte Zusammenhänge mit der Mirena ab.
Irgendwann, als ich so kurz vor dem absoluten Durchdrehen war, erzählte mir glücklicherweise eine Freundin von Depressionen im Zusammenhang mit der Mirena. Ich fragte diesbezüglich meinen Hausarzt und er meinte, dass er sich das gut vorstellen konnte. So ließ ich mir im Januar diesen Jahres die Mirena ziehen. Es folgte ein absolute Berg und Talfahrt. Meine Hormone spielten jetzt erst recht verrückt. Es dauerte lange, bis sich mein Zustand besserte, aber jeden Zyklus gewann ich ein kleines Stück meines "normalen" Lebens zurück.
Es dauert lange, bis sich der Hromonhaushalt wieder einpendelt.
Ganz in Ordnung ist das bis heute noch nicht (habe zum Eisprungtermin immer noch Kreislaufprobleme, bin müde und körperlich total fertig), aber ich bin frei von Depressionen und Antidepressiva brauche ich schon seit März 04 nicht mehr. Jeder der einen Zusammehang mit Depressionen und der Mirena abstreitet, zumindest was meinen Fall betrifft, ist für mich ein absoluter Blindgänger.
2 Tage nach dem Ziehen der Mirena bekam ich strake Blutungen. Diese hielten eine gute Woche an.
ca. 3 Wochen später bekam ich meine erste Regelblutung seit 3 Jahren.
Was für eine Freude! Ich spürte, dass sich in meinem Körper was "rührte", er arbeitete wieder. Die ganzen Regelschmerzen war für mich einfach toll.
Ich dachte mir: "Immerhin funktioniert noch alles. Wenigstens hat die Mirena das nicht auch noch kaputt gemacht."
Nun war nur noch meine Psyche zu "reparieren", was sich als nicht ganz einfach herausstellte. Meine Depressionen wurden mit jedem Zyklus weniger stark und dauerten weniger lange. Das erste mal, als absolut gar nichts passierte, war im Juni. Vorher drehte ich pünktlich zum Termin des Eisprunges durch: Angstzustände, Panikattacken, Schweissausbrüche usw..
Meine FA, die 1 1/2 Jahre abgestritten hatte, dass die Mirena schuld an meinem übel sei, wollte nach dem Ziehen der Mirena meinen Depressionen auf einmal mit Östrogenen entgegenwirken. Komisch, angeblich hatten doch die Hormone nichts mit meinen Depressionen zu tun. In ihren Augen war ich 1 1/2 Jahre lang überlastet mit Arbeit, Kind und Haushalt.
Ich lehnte dankend ab. Ich hatte genug von Hormonen! Nie wieder werde ich das meinem Körper antun!
Stattdessen ging ich zu einem Arzt, der viel mit Homöopathie behandelt.
Er bekam fast einen Anfall, als ich ihm erzhälte, dass ich aufgrund der Mirena 3 Jahre lang keine Periode hatte. Er war echt richtig sauer!
Er fragte mich, wie ich so verantwortungslos sein konnte, so etwas meinem Körper anzutun und dass das doch gegen die Natur sei und dass die Frau nicht dafür gemacht sei und dass die Periodenblutung und ein funtkionierender Zyklus das "A" und "O" für einen gesunden Körper sei usw, usw..
Er meinte, dass mein Körper eben total fertig war und sich das dann eben auf das vegetative Nervensystem niedergeschlagen hätte.
Nun ja, wenigstens mal ein Arzt, der wusste was mit mir los war und mir glaubte und mich nicht als "Psychotante" und überlastete Mutter abstmpelte. Wäre ich doch da nur füher hingegangen! Das hätte mir und meiner Familie viel erspart.
Das Leben hat mich wieder!!!
Dieser Arzt meinte, dass sich der Homonhaushalt auch von alleine irgendwann wieder einstellen würde, dass das aber u.U. Jahre dauern könnte. Das was ich über drei Jahre lang kaputt gemacht habe, ist eben nicht so schnell wieder gutzumachen.

Ich hoffe, dass ich alldenen, die evtl. die gleichen schweren Phasen mit der Mirena durchlebt haben oder noch durchleben etwas Mut machen konnte.
Mit jedem Monat ohne Mirena geht es mir echt besser. Aber es braucht eben seine Zeit. Ihr müsst Geduld haben.
Ich habe es auch geschafft, auch wenn es manchmal schwierig war und ich es eigentlich nur meiner kleinen Tochter und meinem Mann zu verdanken habe, dass ich heute noch am Leben bin. Sie durchlebten mit mir die schrecklichsten 1 1/2 Jahre meines Lebens. Die Mirena hätte mich fast in den Tod getrieben.
Manchmal gab es echt Phasen wo ich dachte: "Das ist kein Leben mehr, das halt ich nicht mehr aus, so will und kann ich nicht weiterleben." Ein Glück dass ich durchgehalten habe, denn nun ist der Spuk vorbei.
Ich hoffe nur, dass die Ärzte endlich aufhören die Nebenwirkungen der Mirena herunterzuspielen oder wie in meinem Fall ganz zu vertuschen, denn einen Beipackzettel zur Mirena habe ich nie bekommen!!!
Lediglich die Werbebroschüre von dem Konzern Schering wurde mir ausgehändigt und da war natürlich unter den Nebenwirkungen lediglich nur Kopf- und Rückenschmerzen angegeben.

Ich wünsche Euch alles alles Gute und vorallem viel viel Gesundheit,
es grüsst Euch ganz herzlich
die wieder voll glückliche und "ganz normale" Susi
:D :P :lol: :arrow:

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Kiara
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Hä???

Beitragvon Kiara » 19.07.2004, 10:33

Liebe Zuzie,

nicht gegen deinen Bio Arzt aber ich weiss zufällig das eine Frau ihre Periode gar nicht braucht. Was meinst du denn warum es Pillen gibt die man komplett duchnimmt?! WEnn nichts gebildet wird muss auch nichts raus!Ich verstehe auch nicht so ganz wenn du doch die Pille genommen hast musst du doch viel stärkere Hormone gewöhnt sein die Mirena hat kaum welche sie sorgt jediglich dafür das sich der Gebärmutter schleim verdickt. Fühl dich bitte nicht angegriffen aber ich verstehs nur nicht ganz. Liebe Grüße

Kiara :arrow:

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Re: Hä???

Beitragvon Zuzie » 20.07.2004, 14:14

Hallo,
also ohne Dich angreifen zu wollen: Glaube mir, mein "Bio-Arzt" weiss nur allzugut wovon ers spricht. Schließlich hat er mir auch geholfen wieder "normal" zu werden.
Ausserdem habe ich einiges über Hormone, das Zusammenspiel der Hormone usw. gelesen. Ich habe mich echt schlau gemacht, das kannst Du mir glauben und es ist nun mal so, wenn die Regel ausbleibt, ist das eben auf die Hormone zurückzuführen. Irgendetwas im Hormonhaushalt stimmt dann eben nicht mehr und läuft nicht mehr "rund".
Bei einer Frau, die regelmäßige Zyklen u. somit Perioden hat, muss eingentlich auch der Hormonhaushalt stimmen.
Was meinst du denn, warum soviele Frauen in den Wechseljahren Probleme haben? Die Periode bleibt aus und der Hormonhaushalt stellt sich um und somit beginnen eben bei vielen Frauen die Wechseljahrsbeschwerden.
Die Mirena macht durch das ausbleiben der Periode ja nichts anderes als "künstliche Wechseljahre" einzuleiten.
Außerdem schreibst du, dass die Mirena ja lediglich verhindert, dass sich die Gebärmutterschleimhaut nicht aufbaut und es somit zu keiner Regelblutung kommen würde. Das mag ja sein, aber warum berichten dann soviele Frauen, dass sie nach dem Ziehen der Mirena erstmal richtig richtig bluten?! Wo kommt denn das ganze Blut her, wenn sich da ja angeblich nichts aufgebaut hat?
Ich selbst hatte 2 Tage nach dem Ziehen die heftigsten Blutungen. Ist doch komisch, oder nicht?
Also nichts für ungut, aber ich denke, dass man einen ganz klaren Zusammenahng mit dem ausbleiben der Periodenblutung und diversen Beschwerden sehen kann. Denn letztendlich sind die Hormone für das ausbleiben der Periode verantowortlich und die können ja, wie man weiss, so manches anrichten.
Also bin ich voll der Ansichts meines Arztes, denn ich bin das lebende Beispiel dafür: Eine Frau, die regelmäßige Zyklen und Perioden hat, hat auch keine "Wechelsjahrsbeschwerden" so wie ich sie fast 1 1/2 Jahre hatte.
Liebe Grüße
Susi :arrow: :arrow: :P :lol: :lol:

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