Entfernung der Mirena nach Uterusperforation!

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babs
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Entfernung der Mirena nach Uterusperforation!

Beitragvon babs » 11.07.2004, 16:45

Wie wenig Frauenärzte mit den Risiken der Mirena umzugehen wissen, musste ich jetzt erfahren.
Ich habe gerade einen dreitägigen stationären Aufenthalt hinter mir, wo mir mittels einer Bauchspiegelung unter Vollnarkose die Mirena aus der Bauchhöhle entfernt werden musste.
Sie hatte entweder den Uterus perforiert oder war durch den Eileiter in die Bauchhöhle gewandert, wo sie großen Schaden hätte anrichten können(Darmperforation u.ä.)- an die Verhütung mag ich erst gar nicht denken...
Nach einer Tragezeit von 5 Jahren war es meiner Frauenärztin nicht gelungen, die Mirena zu ziehen, weil sich „der Rückholfaden in der Gebärmutter befand“. Als Lösung schlug sie mir eine ambulante Gebärmutterspiegelung vor, innerhalb der mir die Spirale unter Narkose entfernt werden sollte.
Eine zweite von mir eingeholte ärztliche Meinung ergab immerhin, dass sich die Mirena nicht mehr im Uterus befand. „Ich sei nicht die erste Frau, die die Mirena unbemerkt verloren hätte.“Das Problem des Entfernens der Mirena hätte sich wohl von alleine erledigt und ich wurde nach Hause geschickt. Man hatte eine Computertomographie angedacht, war sich aber nicht sicher, ob sich die Mirena dort überhaupt abbilden würde.
Mittlerweile tüchtig verunsichert rief ich bei Schering an, wo man mir mitteilte, dass die Mirena mit einem Kontrastmittel versehen ist (warum sie das wohl hat... ?) und sich sehr wohl in der Röntgenaufnahme darstellt! Selbst bei Schering war man erstaunt, wieso nicht meine Frauenärztin anrief...
Ein Besuch beim Radiologen brachte die Gewissheit, dass ich die Mirena nicht etwa unbemerkt verloren hatte, sondern dass sie sich noch in der Bauchhöhle befand.
Mit dieser Diagnose konfrontiert gestand meine Frauenärztin ein, dass sich die Mirena im Ultraschall nur sehr schwer darstellt und dass sie bei unveränderter Blutung - ich hatte während der gesamten Tragezeit der Mirena einen Mini-Periode- den Sitz der Mirena nicht neutral kontrolliert haben könnte.
Ich frage mich im nachhinein, was sie bei meinen regelmäßigen Kontrolluntersuchungen wohl gesehen haben muss!?
Auch das Verhalten der zweiten Frauenärztin ist m. E. unentschuldbar, weil Frauenärzte um das Risiko der Uterusperforation und Expulsion der Mirena wissen müssten. Dass sich die Mirena mittels CT abbilden lässt, sollte doch vor allem den Ärzten bekannt sein, zu deren Tagesgeschäft das
Einlegen der Mirena gehört!
Ich würde mir die Mirena im nachhinein betrachtet nicht mehr einlegen lassen. Die Auseinandersetzung mit dem Thema nicht zuletzt durch Euer Forum lässt auch die Tragezeit der Spirale in einem anderen Licht erscheinen. So hatte ich viele Nebenwirkungen, die weder ich noch meine Ärzte mit der Mirena in Verbindung gebracht hätten (Haarausfall, Herzbeschwerden).
Ich denke, dass Ärzte nicht ausreichend über das Perforations- und Expulsionsrisiko aufklären und vielfach mit auftretenden Komplikationen nicht angemessen umgehen können.
Auf der Suche nach einer neuem Frauenärztin und in der Hoffnung, vielleicht irgend jemandem mit meinem Erfahrungsbericht geholfen zu haben viele Grüsse!
Barbara

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Jane
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Beitragvon Jane » 13.07.2004, 09:34

Hallo Barbara, Dein Bericht hat mich sehr berührt.Ich hoffe sehr für Dich, dass Du eine Ärztin oder einen Arzt findest, der verantwortungsvoller handelt.Es ist ja wirklich nur Deiner Hartnäckigkeit zu verdanken, dass da nichts "Schlimmeres" draus geworden ist, ich meine, die OP ist ja wirklich schon schlimm genug.Als Quintessenz aller Bericht hier im Forum kann frau ja wirklich nur sagen, dass wir einfach alle miteinander zu leichtgläubig waren.Es ist ja irgendwie auch nicht schön, seine Ärzte anzuzweifeln.Dir jedenfalls viel Glück und gute Besserung!

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