8 Monate ohne .... es dauert eben seine Zeit

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nanni83
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8 Monate ohne .... es dauert eben seine Zeit

Beitragvon nanni83 » 01.02.2009, 18:29

Nadine, 25 Jahre, 3,5 Jahre mit und seit 8 Monate ohne Mirena

Zuerst möchte ich euch allen vielmals danken, dass Ihr dieses Forum ins Leben gerufen habt.
Denn ohne euch hätte ich mir vermutlich im Mai 2008 das Leben genommen.

Im Oktober 2004 hatte ich einen Schwangerschaftsabbruch. Danach bat mich meine Frauenärztin zum Gespräch, wie ich in Zukunft verhüten möchte, da ich ja wohl für die Pille zu blöd sei (hat sie nicht gesagt, aber es kam so rüber).
Sie empfohl mir wärmstens die Mirena, da man ja an nichts denken muss und auch die Periode und die damit verbundenen Regelschmerzen nicht mehr hat.
Ich vertraute Ihr und lies mir im Dezember die Mirena einsetzen.
Anfangs alles super, dann immer wieder starke Unterleibsschmerzen – Diagnose meiner Ärzte: Magen-Darm Probleme, soll mich gesünder Ernähren.
Dann ging es weiter mit ständigen Kopfschmerzen und Schmerzen die vom Kopf auf den Kiefer ausstrahlten. Sollte zum Zahnarzt gehen, der verpasste mir eine Schiene, die ich zum schlafen tragen sollte.
Während eines Urlaubs im September 2007, der eigentlich wunder schön war, merkte ich erstmals, dass ich mich an nichts mehr wirklich erfreuen konnte. Bis März 2008 wurde es dann immer heftiger:

- Schmerzen im Lendenbereich
- Kompetter Libidoverlust
- Ständige Mündigkeit
- Totale Lustlosigkeit
- Herzrasen
- Panickattaken
- Gedankenrasen
- Schwere Depressionen
- Konzentrationsschwäche
- Vergesslichkeit
- Innere totale Leere
- Selbstmordgedanken

Jeder Tag war für mich eine Qual. Ich schleppte mich durch bis Anfang Mai 2008 als meine Mutter, die mir in dieser sehr schweren Zeit immer zur Seite stand und die von Anfang an nicht begeistert war, dass ich mir die HS einsetzen lies, bat mich über die Nebenwirkungen der HS zu Informieren.

Nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass die ganzen anfänglichen „Zipperlein“ und die späteren starken Beschwerden die ich hatte mit der HS zu tun haben könnten. Ich fand dieses Forum und es viel mir wie Schuppen von den Augen. Ich habe geweint vor Glück (im Unglück).


Am 11. Juni 2008 habe ich mir die HS (bei meinem NEUEN Frauenarzt) ziehen lassen.

Anfangs kaum eine Besserung, aber wie ich in den Erfahrungsberichten hier gelesen hatte, braucht das ja seine Zeit. Es wurde von Monat zu Monat besser, jedoch hatte ich immer wieder Rückschläge. Heute 8 Monate nach dem ziehen, fühle ich mich immer noch nicht wie die „alte“, aber ich denke ich muss meinem Körper noch Zeit geben, das was ich ihm angetan habe zu verkraften.


Ich werde mich wieder bei euch melden, wenn ich euch sagen kann wie lange Ihr durchhalten müsst, und ein neues lebenswertes Leben – ohne Mirena – beginnt ……………….

In unendlicher Dankbarkeit
Eure Nadine
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