Mirena, keine reine Kopfsache!!!

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nebulos69
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Mirena, keine reine Kopfsache!!!

Beitragvon nebulos69 » 20.11.2009, 08:55

:idea:
Ich bin erst jetzt auf dieses Forum gestossen, weil ich erst jetzt meine lang andauernden Beschwerden mit der Mirena-Spirale in Verbindung bringe!
Kurze Vorgeschichte.
Ich trage die HS bereits das zweite Mal. Also seit ungefähr 8 1/2 Jahren bin ich Mirena-Trägerin. Meine erste Begegnung mit der Spirale war, als ich meinen Frauenarzt nach einer Verhütungsform fragte, die a) positiv mit meinem Laster Rauchen und b) mit meinem Laster ständig irgendwelche Tabletten zu vergessen, in Einklang gebracht werden könnte. Denn ich schaff es nur mit Post-It´s an allen möglichen Stellen, an Tabletten zu denken. Selbst bei wichtigen Dingen wie Antibiotika oder die Pille muss ich mich ständig daran erinnern.
Er schlug mir sofort die Mirena vor. Keine Nebenwirkungen oder sonst was. Ausserdem würde er mir die Pille eh nicht mehr verschreiben, weil ich damals über 30 war und rauchte.
So what! ist doch ne prima Angelegenheit! Ich hatte keine Regel mehr (ca. ein halbes Jahr hab ich jeden Monat einen Schwangerschaftstest gemacht, weil ich dachte ich wäre schwanger) Ich war sowas von begeistert von der Mirena, dass ich sie jedem empfohlen habe, der sich mit dem Thema Verhütung auseinandersetzte.
Meine körperlichen und seelischen Veränderungen habe ich nie und nimmer mit der Spirale in Verbindung gebracht. Soviel zu dem Thema " reine Kopfsache", die von einigen Mirena-Befürworterinnen hier angebracht werden. Wenn jemand von der Mirena überzeugt war, dann ich. Im laufe der Zeit nahm ich zu (insgesamt 18 Kilo) das hab ich aber meiner veränderten Situation zugeschrieben. Ich bin weniger Rad gefahren und auch sonst immer lethargischer geworden. Schlafen ist mein zweiter Vornahme :evil: . Ich hab auch mehr genascht!!! dieses Schokoladebedürfnis ließ sich einfach nicht unterdrücken. ich wurde depressiv! Das hab ich aber einigen argen Schwierigkeiten im privaten und beruflichen Umfeld zugeschrieben. Das aber eher vielleicht ein Umkehrschluss zufolge, die Beeinflussung der Mirena auf meinen Gemütszustand, mir diese privaten und beruflichen Probleme einfach noch unlösbarer erscheinen ließen, darauf wäre ich nie gekommen. Dazu kamen schwere Beine, verstärkte Wassereinlagerungen. Ich bin zickig wie nie (ich wurde zwar schon immer als etwas stur bezeichnet, aber so schnell genervt von allem und jedem war ich noch nie, wie in den letzten Jahren)
Jetzt leide ich seit drei!!! langen Jahren an einer chronischen Mastitis (eine Brustentzündung mit Abzeßbildung) die bereits mehrfach operiert wurde. Zwischenzeitlich bin ich nicht mal zum Arzt gewesen, sondern hab gewartet, bis der Abzeß aufging und gut war`s. Ich war, bzw. bin so genervt von dieser Entzündungssache. JEDEN Monat die Entzündung, ich nannte es schon meine persönliche Regel)
Jetzt war ich wieder mal beim Arzt, weil der Entzündungsverlauf so schlimm war, dass ich es nicht ausgehalten habe. Es wurde wieder operiert. Ich erzählte dem Arzt, dass ich infolge einer Recherche über meine chronische Mastitis Kontakt zu einer Frau gehabt hatte, die es noch schlimmer als mich erwischt hatte, und die wie ich die Mirena trug. Er meinte: "EIGENTLICH! hat die Mirena damit nichts zu tut" Im Laufe der Woche wollte er mit mir eine Verfahrensweise für mein Problem mit der Brust besprechen und schlug eine OP vor, in der, sobald die Entzündung vollständig ausgeheilt wäre, der Bereich um die Abzeßbildung großflächiger wegopieriert werden sollte, um eventuelle Fistelgänge mit zu entfernen. Dann aber stellte er fest, dass wir dieses bereits letztes Jahr gemacht hatten. Er telefonierte mit meinem Frauenarzt (der übrigens alle meine Fragen, die ich mal so im laufe der Zeit in Verbindung mit der mirena gestellt hatte, immer mit : Nein, das hat "EIGENTLICH" nichts mit der Mirena zu tun" abgetan hatte) und was soll ich sagen. Der behandelnde Arzt meinte, in Absprache mit meinem Frauenarzt würden sie mir dazu raten, als letzten Versuch die Mirena entfernen zu lassen.
Aufgrund dieser Ankündigung (ich bin leider immer noch Raucherin und mein Frauenarzt würde mir garantiert die Pille verweigern) hab ich einfach mal das Wort Mirena bei Google eingegeben und bin unter anderem auf dieses Forum gestoßen.
Ich war entsetzt, wieviele Beschwerden auf mich zutreffen, wie sehr ich mich mit einigen dieser Frauen identifizieren kann, obwol ich NIEMALS auch nur den geringsten Zweifel an der Spirale gehegt habe! Selbst die Tatsache, dass meine Nase ständig dicht ist und ich zu Nasennebenhöhlenentzündungen verstärkt neige, hab ich mir selbst zugeschrieben, denn in unserer Familie ist Sinusitis weit verbreitet.
Ich werde jetzt einen Termin vereinbaren und mir die Spirale ziehen lassen. Mal sehen, ob sich mein Gemütszustand oder sonstiges verändert.
Ich wünsche es mir sehr, denn so wie ich jetzt bin, so mag ich mich nicht. Ich war mal sehr belastbar, kraftvoll und ließ mich so leicht nicht umhauen. Heute bin ich ein fettes, jaulendes Ding, dass am allerliebsten alleine ist! Selbst eine Schilddrüsenuntersuchung hab ich hinter mir, die nur begrenzt etwas gebracht hat (sehr geringe Veränderungen, die aber in keinster Weise zu behandeln nötig wäre)
Drückt mir die Daumen, dass vielleicht die HS mit Schuld an meiner Situation ist. Dann werde ich eine der größten Anti-Mirena-Vertreterinnen, die es gibt. Denn eine Aufklärung über mögliche Nebenwirkungen hab auch ich niemals gesehen oder gesagt bekommen! :oops:
Wer nur zurückschaut, kann seinen Weg niemals finden.

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