Brustschmerzen, Dauerblutung, Libidoverlust

Schreibe uns hier Deine Erfahrungen mit der Hormonspirale.

Gast

Brustschmerzen, Dauerblutung, Libidoverlust

Beitragvon Gast » 06.02.2004, 00:58

Hallo,
ich bin echt dankbar, dass ich u.a. auch dieses Forum gefunden habe, denn durch die Beiträge ist mir so einiges klar geworden und zwar, dass ich schon seit längerer Zeit mit den Nebenwirkungen der Mirena zu kämpfen habe und es mir vorher nie so richtig bewusst gewesen ist. Ich hatte vor 2 Jahren die Hoffnung, dass die Mirena für mich die Lösung sei, nachdem mein damaliger FA mir diese empfohlen hatte. Ich muss gleich zu Anfang sagen, dass ich vor der Mirena die Pille genommen habe und zwar viele Jahre ohne Probleme bis auf einmal dann 1998 meine Leidensgeschichte begann. Nachdem ich immer wieder langanhaltende (12-14 Tage) und starke Blutungen hatte, hat mir mein FA die Mirena als Alternative vorgeschlagen. Als ich gehört habe, dass evtl. die Regelblutung kürzer und schwächer wird bzw. evtl. sogar ganz ausbleibt, stand für mich die Entscheidung fest. Ich wollte ja nicht gleich so gierig sein und auf ein Ausbleiben der Blutung hoffen, nein das wollte ich ja nicht, nur weniger stark und kürzer!!!!! Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich zudem leider noch ein Myom habe, welches natürlich auch diese starken u. langen Blutungen verursachen kann bzw. dieses auch zusätzlich tut. Das Myom ist nämlich auch zu allem Elend noch an einer Stelle (in die Gebährmutterhöhle wachsend) an der es Probleme bereitet bzw. wo es nicht so einfach ist es zu entfernen. Das Myom hatte ich auch schon bevor ich die Mirena gelegt bekommen habe. Mein FA hatte mir damals schon gesagt, dass es nicht ganz sicher ist, dass durch die Mirena alle Probleme verschwinden, da ich dieses Myom habe. Im Nachhinein bin ich auch etwas schlauer, denn meine jetzige FÄ hat mich daruf hingewiesen, dass es sogar sein kann, dass sich das Myom und die Spirale gegenseitig stören, da sich das Myom genau gegenüber der Spirale befindet. Ich hatte eben damals die Hoffnung und wollte es zumindest probieren. Ich habe aber nicht gedacht, dass durch die Spirale alles noch schlimmer wird. Ich weiss zumindest, dass die Nebenwirkungen eindeutig durch die Mirena hervorgerufen werden, denn ich hatte diese bei der Pille nicht.

Folgende Nebenwirkungen habe ich bei mir bemerkt: Schmerzen(Stechen) beim GV, ab und zu leichte Blutungen nach dem GV- wenn überhaupt GV , denn leider ist die Lust dazu auch nicht mehr vorhanden :-( , schmerzende Brüste bzw. Brustwarzen über längere Zeit, Blutungen sind immer noch stark und noch länger wie vorher - die letzte dauerte 18 Tage, 3-4 Tage Pause und danach gleich nochmal 11 Tage!!! Ausserdem immer wieder Zwischenblutungen. Beim vorletzten Arztbesuch wurde sogar eine grössere Zyste entdeckt. Inzwischen habe ich gehört und in Foren gelesen, dass die Mirena dafür bekannt ist.

Ich werde mir auf jeden Fall die Mirena ziehen lassen, nachdem ich mich sowieso bezüglich meines Myoms behandeln lassen muss. Die letzte Möglichkeit Spiegelung/Ausscharbung um das Myom zum Teil zu entfernen steht mir kurz bevor. Ich hoffe, dass dadurch die Beschwerden endlich besser werden. Wenn ja, dann werde ich es trotzdem noch mit dem Verhütungsring probieren. Wenn nein, dann bleibt mir leider die Gebärmutterentfernung nicht erspart! Ich habe natürlich, auch nach 6 Jahren, immernoch ein Rest von Hoffnung!!!

Viele Grüsse
Boo_nice

Benutzeravatar
suedlicht
Mitglied
Beiträge: 16
Registriert: 01.02.2004, 14:34
Wohnort: österreich

Re: Nach 2 Jahren Mirena ist meine Entscheidung: RAUS DAMIT

Beitragvon suedlicht » 07.02.2004, 16:23

hallöchen,
du, ich habe die 2. mirena in 7.5 jahren und hatte vorher NIE myome und mein homöopath behauptet, die hormonspirale wäre der grund meiner myome. auch mir will man die gebärmutter entfernen! aber ich habe nach langem hin und her, schließlich habe ich meine mirena über alles geliebt, schmierblutungen hatte ich immer, je länger ich die spirale hatte, desto länger dauerten die schmierblutungen, mir meine 2. mirena ziehen lassen. vielleicht kann ich dadurch einer gebärmutterentfernung entkommen. bitte kauf dir das buch von dr. northrup "frauenkörper frauenweisheit", das hat mir sehr geholfen bei meinen myomen!! angeblich hat die homöopathie bei myomen große erfolge. mein homöopath behauptet, in meiner gebärmutter wäre trotz der geringen gelbkörperhormondosis der spirale ein gelbkörperhormonüberschuss in all den jahren aufgebaut worden, mein körper jedoch produziere selbst genug hormone und dadurch wäre mein hormonhaushalt im ungleichgewicht. mein frauenarzt, dem ich aufgrund seiner fachausbildung ja eher geneigt war zu glauben, behauptet das gegenteil! ich habe mich trotzdem zur entfernung der mirena entschieden, weil ich nichts unversucht lassen will, einer gebärmutterentfernung zu entkommen. meine myome liegen in der gebärmutterwand und können nicht entfernt werden!
alles liebe!
suedlicht
suedlicht

Benutzeravatar
Boo_nice
Mitglied
Beiträge: 8
Registriert: 05.02.2004, 09:51
Wohnort: Baden Württemberg

Beitragvon Boo_nice » 09.02.2004, 16:48

Hallo Südlicht,

vielen Dank für Deine Antwort. Ich werde mich jetzt bezüglich Homöopathischen Mitteln noch näher erkundigen. Ich habe zumindest mal bezüglich meiner zusätzlichen Zyste schon etwas homöopathisches (Enzyme) vom FA bekommen. Die Zyste ist dadurch auch schon geschrumpft. Die Zysten können ja auch noch verstärkt diese Blutungsstörungen verursachen. Leider! Das Myom alleine reicht ja nicht aus, nein ich muss ja auch noch zu allem Elend eine Zyste haben :cry: . Ich kann Dir sagen, mir langt es auch! Vor allem nach all den Jahren. Ich habe eben auch versucht der Gebärmutterentfernung zu entkommen. Ich habe jetzt am 17.02.04 eine OP (Spiegelung und Ausscharbung), bei der versucht wird das Myom zumindest so gut wie es geht zu entfernen. Es ist eben an einer so dämlichen Stelle, dass es nicht ganz entfernt werden kann. Ich hoffe, dass die OP etwas helfen wird. Sehr viel Hoffnung habe ich ja ehrlich gesagt auch nicht, denn ich hatte das Myom früher auch schon als ich die Pille genommen habe und da hatte ich auch immer diese Blutungsstörungen. Meine FÄ hat schon gesagt, dass wenn dies nicht helfen würde, dann komme ich nicht drumrum die GM entfernen zu lassen, da wegen der Lokation auch eine Embolisation nicht möglich ist.
Egal, ich versuchs eben, denn ich denke trotzdem, dass die Verschlimmerung der Blutungsstörung mit der Mirena in Zusammenhang zu bringen ist. Die MIRENA wird bei der OP natürlich gleich entfernt. Gott sei Dank! Ich kanns kaum abwarten.
Ich habe eigentlich vor, noch vor der OP irgendwie meinen Hormonspiegel messen zu lassen, denn dies würde mich trotzdem interessieren. Das hilft mir dann evtl. bei späterer Verhütung, vorausgesetzt ich behalte wirklich meine Gebärmutter. Kannst Du mir/oder jemand von Euch sagen was dies kostet? Habe mich noch nicht erkundigt, da ich es mir gerade heute überlegt habe. Mir wurde nur von einer Freundin gesagt, dass es sein kann dass die FÄ zickig reagiert. Mir ist egal, ob ich es zahlen muss, denn ich möchte es für mich einfach wissen.

Gruss Boo_nice

Benutzeravatar
suedlicht
Mitglied
Beiträge: 16
Registriert: 01.02.2004, 14:34
Wohnort: österreich

Beitragvon suedlicht » 09.02.2004, 20:03

Hallo Boo_nice,
du darf ich dich etwas fragen? sag mal, ist dein myom schon so groß daß es dich stört oder warum mußt du jetzt ausschaben lassen? schau, mein FA wollte auch sofort die Gebärmutter wegoperieren, mein Homöopath sagt, "wenn Ihnen das Myom nicht stört, dann lassen Sie es in Ruhe" - und tatsächlich, es stört nicht ja nicht, ich hätte von seiner Existenz gar nicht gewußt, hätte es mir nicht mein FA gesagt! ich versuche, mit Homöopathie das Myom wenigstens im Wachstum zu stoppen, im Wechsel sollen sie angeblich in den meisten Fällen sowieso verschwinden!
Auch mein Myom ist an einer Stelle, wo man überhaupt nicht operieren kann, man kann nur die ganze Gebärmutter entfernen. Bitte kauf dir unbedingt das Buch von Dr. Northrup "Frauenkörper Frauenweisheit"! Kannst du mit deiner Operation überhaupt nicht warten? Das Entfernen der Spirale tut überhaupt nicht weh (zumindest bei mir wars so), überhaupt nicht! Obwohl ich eine sehr wehleidige Susi bin!
Melde dich wieder bitte!
Wenn es nach dem Willen meines FA gegangen wär, hätte ich die Gebärmutterentfernung schon hinter mir .... NOCH hab ich sie, mein Homöopath sagt ...."operieren können Sie noch immer" ... und er hat Recht!
Liebe Grüße!
suedlicht

Gast

sozusagen die letzte Möglichkeit

Beitragvon Gast » 10.02.2004, 10:15

Hallo Südlicht,
ich werde mir das Buch auf jeden Fall kaufen. Ich bin gerade dabei mal nachzusehen ob es das Buch bei Amazon.de gibt. Vielen Dank für Deinen Tipp. Ich bin über jede Info dankbar und besonders über dieses Forum, denn nur so habe ich über diese Nebenwirkungen der Mirena erfahren. Ich hatte meiner FÄ auch bei meinem letzten Besuch in der letzten Woche darüber berichtet. Sie ist zwar auch nicht unbedingt so richtig darauf eingegangen, aber sie hat zumindest auch eingesehen, dass die Mirena bei mir einfach nichts bringt und versteht auch, dass ich es satt habe.
Folgendes zu meinem Myom. Ich hatte ja schon in meinem langen Bericht darüber geschrieben, dass ich eigentlich das Myom schon lange habe. Es wurde entdeckt, als ich noch die Pille genommen habe. Das Myom selbst vergrössert sich ja nicht unbedingt bzw. es ist mal ganz minimal etwas grösser und dann wieder kleiner. Es ist so 2,4 x? cm gross. Grösser nicht. Es ist einfach eindeutig die Lokation (da auch an der Gebärmutterwand und in die Gebärmutterhöhle wachsend) die diese Beschwerden verursacht. Das Myom ist ein submoköses Myom und auch dafür bekannt, dass es die Beschwerden verursacht. Ich bin jetzt eigentlich mit meiner FÄ ganz zufrieden. Ich muss dazu sagen, dass ich inzwischen 2 x den Arzt gewechselt habe, da ich mir eben auch nicht mehr sicher war, ob ich den Ärzten mit ihren Aussagen trauen kann. Meine jetzige FÄ deckt sich mit den Aussagen, die mein zuvoriger 2. FA gemacht hat. Er hatte mir damals schon mitgeteilt, dass es sein kann, dass ich deshalb meine Gebärmutter entfernen lassen muss, da auf Dauer dieses Myom mir eben immer wieder die Probleme bereiten würde. Er hatte auch schon mehrere Homöopathische Mittel verschrieben. Eines davon nennt sich Agnolyt. Es muss mehrere Monate erst eingenommen werden, bevor es eine Wirkung zeigt. Es hat mal geholfen und mal auch wieder nicht. Ich kann es nicht genau sagen, denn vielleicht spielte dabei eben auch die Nebenwirkungen der Mirena eine Rolle, denn die hatte ich zu diesem Zeitpunkt ja schon. Meine FÄ ist nicht für die Gebärmutterentfernung. Sie zeigt sich auf jeden Fall verständlich und hat gesagt, dass dies dann eben nur die letzte Möglichkeit wäre. Sie hatte u.a. es auch schon mehrmals mit einer Hormonbehandlung versucht um zu sehen, ob evtl. zu wenig Hormone durch die Spirale abgegeben werden. Es hatte eigentlich auch schon geholfen, aber auf Dauer geht das ja eben icht. Diese OP ist jetzt einfach noch ein Versuch, da ich nicht mehr kann und es keine andere Möglichkeit gibt. Meine FÄ hatte hierzu auch noch 2 Spezialisten befragt, ob zusätzlich evtl. auch noch eine Embolisation möglich wäre. Beide haben dies aber wegen der Lokation abgelehnt. Ich verliere bei der OP ja nichts, ausser die dämliche Spirale. Es wird nur versucht das Myom so gut wie möglich zu entfernen. Die Gebärmutter bleibt ja drin. Ich hoffe eben, dass diese Möglichkeit endlich hilft. Übrigens ich habe mir trotzdem noch eine 3. Meinung bei meiner Freundin ihrem FA geholt. Dies habe ich Anfang Januar getan, bevor ich nun doch letztendlich zu meiner FÄ bin und sie mir diese OP vorgeschlagen hat, nachdem ich einfach nochmal mein Leid geklagt habe und ihr mitgeteilt habe, dass ich mir eine 3. Meinung eingeholt habe.
Dieser FA hat auch gleich gesagt, nein die Gebärmutter würde ich nicht gleich entfernen lassen. Er hatte damals auch vorgeschlagen, dass er es vorher noch mit einer Ausscharbung (oder so etwas ähnliches, warscheinlich das was meine FÄ jetzt vor hat) probieren möchte. Er hat gesagt, dass die Gebärmutter ja auch ein sexuelles Organ ist was nicht vergessen werden sollte. Er hatte u. auch als einziger einen Knick in der Spirale festgestellt, welcher evtl. beim 2. Versuch des Einsetzens entstanden ist. Er hat beim Ultraschall auch diese eine Zyste entdeckt, wofür er mir diese Enzyme empfohlen hat. Hat ja auch schon geholfen. Der Arzt selbst war sehr nett und wollte, dass ich nach 6 Wochen wieder zu ihm komme. Irgendwie hatte ich aber trotzdem ein komisches Gefühl. Evtl. weil ich auch so durcheinander war und dann immer wieder diese Informationen/Zweifel. Soll ich nun oder soll ich nicht. Was ist nun richtig.
Meine Nerven liegen inzwischen blank. Ich habe schliesslich seit 1998 diese Blutungsstörungen. Momentan ist es wieder so, dass ich fast nur Dauerblutungen habe. Ich habe schon gesagt, dass ich bei OB eigentlich einen Rabatt bekommen müsste. Ich weiss ausserdem schon nicht mehr was ich meinem Mann sagen soll. Sorry, ich habe mal wieder oder besser gesagt immer noch meine Tage. Echt besch..... :evil: :cry:
Mal ganz davon abgesehen, dass ich eh keine Lust mehr auf Sex habe. Wie Du siehst kann ich über meine Erfahrungen/Erlebnisse einen Roman schreiben. Wenn ich aber alles niederschreiben würde, wäre daraus bestimmt ein Buch geworden. Ist ja auch verständlich nach 6 Jahren!!!! Machs gut Boo_nice. P.S. Ich melde mich spätestens nach meiner OP wieder

Benutzeravatar
Boo_nice
Mitglied
Beiträge: 8
Registriert: 05.02.2004, 09:51
Wohnort: Baden Württemberg

Hormonspiegel messen lassen

Beitragvon Boo_nice » 10.02.2004, 10:20

.... Habe ganz vergessen zu schreiben, dass ich gestern mit meiner FÄ vereinbart habe, dass ich am Donnerstag noch mir meinen Hormonspiegel messen lassen möchte. Meine FÄ war auch einverstanden, da dies dann bei evtl. späterer Verhütung helfen wird. Leider kostet mich das ca. 70,00 EUR, aber das ist es mir auch wert. Es ist einfach wichtig für mich es mal zu wissen. Gruss Boo_nice

Benutzeravatar
alexis
Mitglied
Beiträge: 5
Registriert: 01.02.2004, 13:44

Beitragvon alexis » 10.02.2004, 13:10

Hallo Boo-nice !

Als ich gelesen habe, dass Du etwas von "Agnolyt" geschrieben hast, ist mir ganz mulmig geworden ! Mag sein, dass es Dir geholfen hat... ich kann nur sagen, dass ich es mit 16 Jahren verschrieben bekommen habe und es darauf losging mit meinen Angstzuständen und Panikattacken. Später sagte ein Arzt mir, dass man dieses Mittel auf keinen Fall in der Pubertät geben sollte !!

Wahrscheinlich ist es bei einer erwachsenen Frau nicht so tragisch, aber ich würde trotzdem vorsichtig sein damit !

Ich wünsch Dir alles Gute und drück Dir die Daumen !

LG

Alexis

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste