Aufatmen?

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Glückskeks
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Aufatmen?

Beitragvon Glückskeks » 19.02.2010, 18:56

Hallo,
im Juni vergangenen Jahres hat mir mein FA die Mirena empfohlen, um so die Probleme meiner Periode in den Griff zu bekommen. Da ich gegenüber Hormonen skekptisch eingestellt bin, habe ich also "Mirena" gegoogelt und bin auf dieses Forum gestoßen. Mit großem Entsetzen habe ich Eure Schilderungen gelesen. Die wenigen positiven Berichte konnten mich nicht wirklich überzeugen.

Ich habe also meine Ängste hinsichtlich der Mirena mit meinem Arzt besprochen und ihn nochmals darauf hingewiesen, daß ich vor drei Jahren an Depressionen und Anorexie erkrankt bin, die Depris zum Glück verschwunden und ich die Eßstörung im Griff habe, es aber nicht riskieren könne, daß beides wegen der Nebenwirkungen der Mirena wieder auftaucht. Ich solle mir keine Sorgen machen, Mirena wäre praktisch nebenwirkungsfrei. Ich ließ mich beruhigen und mir die Mirena unter wahnsinnigen Schmerzen einsetzen. Einen Monat lang hatte ich ständig Blutungen und starke Schmerzen. Als dies nachließ, hatte ich mit heftigem Haarausfall zu kämpfen. Aber auch das ging nach weiteren vier Wochen vorbei, meine Regelblutung war nach drei Monaten auch fast verschwunden.
Anfang Januar 2010 kam dann die Hölle: Meine Depris kamen zurück; und zwar so heftig, daß ich mein Zuhause nicht mehr verlassen kann und Suizidgedanken habe. So schlimm waren sie vor drei Jahren nicht. Ich bin ständig müde, habe keine Hoffnung für das weitere Leben, Konzentrationsprobleme, Akne, bin ständig erkältet, habe heftigen Juckreiz im Genitalbereich, mein Körper und mein Gewicht haben sich verändert, ich habe ständig gerötete Augenlieder und geschwollene Brüste. Ich leide seit sieben Jahren an einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse und hatte in den vergangenen Jahren - nach guter hormoneller Einstellung - immer prima Werte. Jetzt ist es so, daß ich unter einer massiven Überfunktion leide und auch mit den daraus sich ableitenden Nebenwirkungen zu kämpfen habe. Angeblich soll sich meine Schilddrüsenerkrankung von Hashimoto in Morbus Basedow umgewandelt haben. Dies käme in 100.000 Fällen jedoch nur einmal vor.
Ich hatte während den ganzen "Mirena-Monaten" immer Eure Beiträge im Kopf und mir war sofort bewußt, daß ich sie entfernen lassen muß. Dies habe ich gestern - zum Glück völlig schmerzfrei - getan. Mein FA war der Meinung, daß die Mirena keinerlei Einfluss auf die Schilddrüse hat, da die Hormonmenge die sie abgeben würde ja "so gering" sei und eigentlich nicht mit den Schilddrüsenhormonen kollidiert; aber er konnte mich nicht überzeugen. Ich wollte dieses Ding los werden.
Jetzt hoffe ich darauf, daß sich das Levonorgestrel möglichst schnell abbaut und ich wieder zu dem Menschen werde, der ich vor acht Monaten war. Ich wünsche mir, daß die Depris und alle weiteren Symptome möglichst schnell abklingen und sich meine Schilddrüsenwerte wieder verändern, damit das Leben wieder lebenswert wird.

Ich danke Euch von ganzem Herzen, daß ich durch Eure Beiträge "sensibiliert" wurde und nicht einen jahrelangen Leidensweg hinter mich bringen mußte, wie so viele andere.

Alles Liebe

Steffi

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