Seit 6 Monaten ohne Mirena, seit gestern mit Lea-Diaphragma

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gesundheit
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Seit 6 Monaten ohne Mirena, seit gestern mit Lea-Diaphragma

Beitragvon gesundheit » 30.06.2010, 14:06

Dank diesem Forum habe ich meinen Leidensweg sehr abgekürzt und bin viel selbstbewusster im Umgang mit meinem Frauenarzt geworden.
Dafür möchte ich mich allerherzlichst bedanken bei allen, die ihre "Geschichte" hier veröffentlicht haben und somit sehr dazu beigetragen haben allen interessierten einen Einblick zu geben, was Frauen als Folge von gewinnsüchtigen Pharmaherstellern und mit ihnen kooperierenden Frauenärzten/innen auszuhalten haben.

Nun zu meiner Geschichte:
Ich bin bald 46 Jahre, alleinerziehende Mutter einer 17-jährigen Tochter und seit 3 Jahren mit meinem Freund zusammen.
2007 habe ich mir auf Anraten meines FA die Mirena legen lassen und war 2 Jahre sehr zufrieden damit und hätte sie weiterempfohlen. Da ich vorher eine immer stärker werdende Periode hatte, war ich angetan von der nun immer schwächer werdenden und dann völlig ausbleibenden Periode. Meine Libido war wahrscheinlich auch wegen der damals noch recht frischen Beziehung extrem, soviel Lust hatte ich noch nie in meinem vorherigen Leben, obwohl ich früher auch nicht gerade nonnenhaft war.
Alle Veränderungen an meinem Körper in den 2 Jahren in denen ich die Mirena hatte habe ich auf den beginnenden Wechsel geschoben, zB Haarausfall, Schlafstörungen, vermehrtes Bauchfett und Gewichtszunahme, sehr schnelles Älteraussehen im Gesicht, teigige Haut und hängende Oberlider, am schlimmsten haben mich teils extreme Muskel und Gelenkschmerzen und der Verlust meiner Kraft behindert und eingeschränkt, da ich als Masseurin meine Kraft ja jeden Tag brauchte.
Das hat soweit geführt, dass ich schon geglaubt habe ich müsse eine Umschulung machen. Ich war zum Teil selbstständig und musste aufgrund meiner Beschwerden diesen Teil aufgeben, da ich es nicht gepackt habe.
Ich konnte lediglich meiner Angestelltentätigkeit mit 22 Wochenstunden nachgehen und das nur mit grösster Überwindung und Anstrengung.
Untersuchungen beim Hausarzt und Orthopäden brachten kein Ergebnis.

Aufgrund meiner Schlafstörung habe ich in der Nacht oft ferngesehen und man glaubt es kaum, aber die interessantesten Berichte und Sendungen kommen in der Nacht,wo alles schläft.
Ich bin so jedenfalls letzten November auf eine Sendung gestoßen, die von einem 17-Jährigen Mädchen berichtet hatte, welches durch die Pille der 2. Generation eine Gehirnblutung bekam und, zwar ohne Anerkennung einer Schuld, trotzdem von der Pillenherstellerfirma enorm viel Geld bekam.
Hellhörig und ängstlich wegen meiner Tochter, die ja auch die Pille nimmt, fing ich an zu recherchieren und stieß unter anderem auch auf das hormonspirale-forum.
Wie Schuppen fiel es mir von den Augen, als ich die Berichte las, die mir klarmachten, dass die Beschwerden die ich hatte, alle von der Mirena kommen können.
Meine Libido war inzwischen schon fast auf dem Nullpunkt :cry: , auch dies hielt ich für "normal", da unsere Beziehung nun schon nicht mehr so neu war und wir ja auch älter werden. Nicht bloß, dass ich keine Lust mehr hatte, sondern viel schlimmer noch, ich spürte auch nichts mehr, wie wenn ich gefühllos geworden wäre, wie frigide, sowohl innen als auch außen, selbst an Massagen hatte ich keine Freude mehr, wo ich das doch immer so genießen konnte. Auch meine Gebärmutter lag in meinem Unterbauch wie ein Stein, und hatte sich vergrößert( 9,6 cm lt. Untersuchung vor 6 Monaten).
Nach dem Lesen vieler Berichte der Frauen hier im Forum ging ich, entschlossen mir die Mirena sofort entfernen zu lassen, zu meinem FA.
Ich hatte eine Liste aller Beschwerden, die ich nun mit Mirena in Verbindung brachte aufgeschrieben und wollte sie ihm mitteilen, er hatte aber offensichtlich überhaupt kein Interesse daran. Internetforen seien sowieso überhaupt nicht glaubwürdig er hält davon gar nichts und die Beschwerden können alle mit dem Wechsel zusammenhängen, ich soll doch erst mal einen Hormonstatus machen, die Mirena können wir immer noch ziehen,meinte er.
Ich bestand jedoch darauf, so zog er sie mir, tat überhaupt nicht weh, und wegen Verhütung brauchte ich mir aufgrund meiner fehlenden Libido sowieso keine Gedanken machen.
Es vergingen nun 6 Monate in denen sich meine Gesichtshaut wieder wesentlich verbessert hat, ich mittlerweile wieder schlafe wie ein Bär, keinerlei Muskel-und Gelenkschmerzen mehr habe, allerdings nicht abgenommen habe, die Haare gehen nach wie vor aus und die Kraft, die ich vorher hatte ist nicht mehr so zurückgekommen, aber ich kann meine Arbeit ohne Beschwerden wieder machen. :)
Nicht zuletzt verbesserte sich auch die Libido allmählich, auch das Gefühl kommt immer deutlicher zurück, nun war es Zeit eine vernünftige Verhütungsmethode zu finden.

Wiederum dank Internetrecherche stieß ich auf die Lea-contraceptivum.

Für Frauen in meinem Alter ist das eine Super Sache.
Sie ist so eine Art Diaphragma aus Silikon, welches sich bei richtiger Anwendung völlig um den Muttermund ansaugt und ihn somit verschließt, dabei hat sie einen "Rüssel", der Flüssigkeit aus der Gebärmutter abfließen lassen kann. Es gibt sie in nur einer Größe, somit entfällt das Ausmessen der richtigen Größe.Die Anwendung ist nach ein wenig Übung recht einfach.Obwohl die Lea überraschend groß ist, spürt man sie erstaunlicherweise wenn sie mal drin ist überhaupt nicht, auch der Partner nicht, das Rausnehmen 8 Stunden nach dem letzten Mal bedeutet schon ein wenig friemeln, aber man kriegt den Dreh schon raus. Die Lea kann 48 Stunden liegenbleiben und muss nur vor dem Einlegen mit einem spermienabtötenden oder auf milchsäurebasierenden Gel bestrichen werden. Sie kostet ca.50€ und kann mindestens 1 Jahr angewendet werden, das Gel kostet ca.7€, kann man auch alles in Internetapotheken bestellen.


Meine Periode habe ich inzwischen dank einer homöopathischen Hormontherapie regelmäßig zum Vollmond und von der Stärke her sehr angenehm. Die fruchtbaren Tage kann man mittels verschiedenen Methoden ermitteln, die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden ist in meinem Alter sowieso nicht mehr so groß.
Ich war gestern mit meiner neuen Lea bei meinem FA, obwohl er sie nicht kannte, sagte er sofort, dass sie sehr unzuverlässig sei und ausserdem spermientötendes Gel und Präservative nötig seien.
Er wollte mich zu einer neuen Pille für die Frau im Wechsel überreden und machte noch sämtliche anderen Vorschläge, Kupferspirale, Sterilisation, Hormonstatus, ja selbst die Entfernung der Gebärmutter kam ihm in den Sinn, ich blockte aber beharrlich alles ab und fragte ihn ob er denn bitte überprüfen könnte, ob ich die Lea richtig einsetzen würde.
Nachdem er die üblichen Vorsorgeuntersuchungen abgeschlossen hatte, legte ich mir die Lea ein und er überprüfte den richtigen Sitz und bestätigte mir dass es so sei, das war erst mein 2.Mal einlegen, ist also gar nicht schwer. Er gab mir dann sogar noch den Tipp, wie ich das selber überprüfen kann, sieste geht doch, man bzw Frau muss nur genau wissen was sie will und beharrlich dabei bleiben. :D

Übrigens,meine Gebärmutter spüre ich nicht mehr, sie ist nachweislich wieder kleiner geworden (8.5cm).

Natürlich haben mein Freund und ich gleich getestet, wie sich das anfühlt, ob sie irgendwie stört oder spürbar ist----überhaupt nicht!!!!
Also bis jetzt bin ich begeistert und kann sie nur weiterempfehlen. Ich hoffe, dass die Verhütung damit klappt und mir nun endlich nichts mehr die Lust und Freude am Leben, Arbeiten und Schnakseln nimmt.
Nochmals vielen Dank allen Frauen, die dazu beigetragen haben, dem lusttötenden und frauenschwächendenTreiben der Pharmaindustrie ein Ende zu setzen und mir geholfen haben, wieder ein richtig schönes Leben genießen zu können.

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